Linkspartei.PDS ... ehemals:
Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS)

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Wir sind für den Wettbewerb der Eigentumsformen, um die Form zu finden, die am meisten nachhaltige Effizienz zeitigt ... Kapitalistisch ist die Gesellschaft nicht, weil sie durch die Existenz des Marktes geprägt ist. Wir haben uns in diesem Programm davon verabschiedet, dass es der Maßstab sein sollte, etwa den Markt zu überwinden. ... Ich gebe zu, wir haben die verschiedenen Typen des Kapitalismus nicht ausdrücklich unterschieden, obwohl ich glaube, dass unverkennbar ist, dass wir den rheinischen Kapitalismus präferieren, ihn allerdings verändern und über ihn hinaus wollen.
(aus: Freitag, 13. Juli 2001, S. 5)

Lustig im Rande: Im PDS-Vorstand sitzt Katina Schubert. Die hatte sich 1990 noch mit Jutta Ditfurth gezofft, weil letztere gleich wieder eine Partei gründen wollte nach dem Ausstieg auf den Grünen. Nun ist sie selbst da angekommen ... und wo ...

Aus dem Kommentar "Linkspartei" von Rainer Balcerowiak in der Jungen Welt, 24.6.2005 (S. 8)
In der PDS üben sich zwar noch eine ehemalige Pionierleiterin und ein paar ergraute FDJ-Sekretäre in vernehmlichem Grummeln über den Verlust des heimeligen Namens PDS, doch wenn Postsozialisten-Papst Gregor I. auf dem Umbenennungsparteitag im Juli seine Bulle verkündert, wird Ruhe im Karton sein.

In der PDS gibt es eine Ökologische Plattform - ziemlich am Rand der Partei. Öko ist kein Thema für die PDS. Dafür gibt es in der ökologischen Plattform einige sehr merkwürdige Bezüge:

  • Einer der Vorantreiber der ÖPF ist Marko Ferst - lustig, dass ausgerechnet in der PDS ein durchaus in vielen Zusammenhängen aktiver Umweltschützer agiert, der viel Sympathie mit rechten Ökologie-Ideen hat. Mehr ...
  • Die Internetseite von Marko Ferst mit einigen deutlichen rechten Links, z.B. zur Herbert-Gruhl-Gesellschaft, heißt www.umweltdebatte.de.
  • Als Tagungsort fand der Koordinationsrat der Ökologischen Plattform im April 2005 das ZEGG passend (kritische Seite zum ZEGG ...), Bilder auf der Internetseite der ÖPF.

Zitat vom Linkspartei.PDS-Landesboss in Hessen, Wolfgang Gehrcke, in der FR vom 20.8.2005 (S. 33) über Joschka Fischer:
Er hat mich früher immer als Reformisten beschimpft ...

PDS-Bisky begrüsst die Nominierung von Bundeskanzler Schröder für den Friedensnobelpreis
Interview dazu mit dem hessischen PDS-Vorsitzenden Wolfgang Gehrcke in der Jungen Welt am .8.2005 (S. 2)

Frage: Der Vorsitzende der Linkspartei, Lothar Bisky, hat in einem Zeitungsinterview begrüßt, daß Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde. Wie kann man das mit der bisherigen Ablehnung der deutschen Beteiligung an den Kriegen gegen Jugoslarwien und Afghanistan durch die PDS vereinbaren?
Gehrcke: Diese Begrußung von Lothar Bisky wird mit kenes weg begrüßt. Ich finde, es gibt andere - und weit bessere! - Persönlichkeiten, die den Friedensnobelpreis verdient hätten. Schröder kame keinesfalls auf meine Liste, nicht einmal als Anwärter.

Die neue Linkspartei ...

Aus dem Schreiben des Parteivorsitzenden Bisky an die Mitglieder und Umwelt vom 24.6.2005 mit Lob für Lafontaine (zitiert nach Junge Welt, 25.6.2005, S. 10)
... natürlich wird ein Wahlvorschlag viele Wählerinnen und Wähler ansprechen, der mit den Namen Oskar Lafontaine und Gregor Gysi und mit weiteren Namen verbunden sein wird, die für eine Politik sozialer Gerechtigkeit stehen.

Interne Transparenz ... ein Bericht vom Auftritt der stellvertretenden Linkspartei.PDS-Vorsitzenden Katja Kipping, zudem bei JD/JL organisiert (die - wie immer - kräftig mitmischen beim Kungel um Posten, Einheits-Linke & Co.). Auf Kritik am Wahlprogramm äußerte Kipping, dass dieses ja noch gar nicht beschlossen ist und darüber erst ein Programmparteitag entscheidet. Antragsfrist für diesen sei der 12.8.2005. Das sagte Katja Kipping am Donnerstag, den 4.8. gegen 23 Uhr. Am Folgetag präsentierten Oskar Lafontaine und Gregor Gysi auf einer Pressekonferenz das Wahlprogramm. So läuft das Spiel ...

Und die gleiche Person: Am benannten Abend sprach sie oft von "wir als junge linke Menschen" - das kommt an in dieser Runde. Wenn sie andere Menschen fangen will, sagt sie einfach das Gegenteil ... Aus dem Text "Halb zog es sie, halb sank sie hin" über Katja Kipping in der Freitag, 5.8.2005 (S. 5)
Gehört man mit 27 noch zur "Jugendbrigade" in der PDS? Den Begriff kann Katja Kipping nicht ausstehen. Sie rechnet sich lieber zur Generation mit dem anderen Politikverständnis, mit dem Hang zur "emanzipatorischen" oder "kulturellen Linken", die sich von der mehr an materieller Umverteilung orientieren "sozialen Linken" unterscheide.

Selbst Entst Thälmann muss für die neue Linkspartei herhalten
Bericht über eine Rede des Ehrenpräsidenten des Auschwitz-Komitees, Kurt Goldstein, in der Jungen Welt vom 22.82.2005)
Er nutzte das Gedenken an Thälmann zum Aufruf, daß sich Linke – trotz mancher Differenzen – in der neuen Linkspartei engagieren, um aus ihr »eine starke sozialistische Partei« zu machen.

Das Gleiche in Rot

Ausspruch des PDS-Stadrat in Hellersdorf, Uwe Klett, zitiert in: Stern 47/1995 (S. 221)
"Der Unterschied zwischen meiner Politik und der anderer Parteien inst nicht weltanschaulich, sondern biographisch", sagt er. Wäre er in Passau aufgewachsen, hätte er das Parteibuch der CSU. Als Dortmunder würder sich bei der SPD engagieren.

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