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Biologismus
Von anti-emanzipatorischen Tendenzen bis weit rechts

Tiefenökologie ++ Anarcho-Primitivismus ++ Freunde der Naturvölker & Hartmut Heller ++ Bioregionalismus ++ Rassismus ++ Links

Was ist Biologismus?

Biologismus meint vielmehr eine Weltanschauung, nach der scheinbare oder tatsächliche biologische Merkmale von Menschen oder Ableitungen aus der Natur zur Grundlage von sozialer Organisierung und sozialem Verhalten gemacht werden.
Beispiele:

Und all so ein Kram ... ich hoffe, die widerliche Logik von Biologismus ist deutlich geworden. Das Gegenbild ist ein emanzipatorischer Prozeß, d.h. eine Gesellschaft und auch konkrete Formen des Zusammenlebens (Familie, Gruppe, Lernorte, Beziehungen ...), wo Menschen sich selbst definieren und entwickeln können ohne normierende Vorgaben und Erwartungshaltungen.

Im Original: Zitate zum Biologismus ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Aus einem Text von Stefan Fulz, jungdemokratInnen-junge linke
Dem Menschen wir die Fähigkeit zur Selbstreflektion, zu Kreativität, schöfperischem Handeln und zur Selbstbestimmtheit abgesprochen. Der Mensch ist nichts weiter als ein höher entwickeltes Tier, das im ökologischen System zu funktionieren hat.

Aus einer Mail von Peter Stoll auf der Hoppetosse-Mailingliste, 16.5.2002
Es ist sogar absolut falsch, zu behaupten, dass der Mensch anders als instinktiv zu handeln faehig ist!!!
Jede ´Betaetigung des Menschen geht zurueck auf Notwendigkeiten.
Beispiel Arbeiten: Man tut es, wenn keine andere Existenzsicherung moeglich erschein, oder weil es sonst Langweilig ist, oder weil man Plaene geschmiedet hat, welche man mit der Arbeit verwirklichen kann
Alles Instinkhandlungen, auch das Plaene schmieden: Man wuerde es nicht tun, wenn man entweder keinen Anlass haette zur Unzufriedenheit, oder Langeweile, oder Angeberei, oder sonstige Eitelkeiten, oder... oder ...
Alles Instinkthandlungen!!!
Selbst das Essen ist eine Instinkthandlung, und auch das "gesunde Essen" und dass ...
Wenn der Mensch keine Notwendigkeiten fuer seine Handlungen mehr erkennt, dann wird er diese Handlungen nicht durchfuehren.
Ob denken, dichten, lernen, lehren, vergnuegen, darben, alles was ein Mensch tut ist letztendlich auf Bedarfs-befriedigungs-Instinkte zurueckzufuehren!!!
Das ist bei allen Tieren ebenso und auch bei Pflanzen nicht anders!!!

Aus Bookchin, Murray (1992): "Die Neugestaltung der Gesellschaft", Trotzdem-Verlag in Grafenau (S. 13, mehr Auszüge)
Wenn wir unsere heutigen ökologischen, ökonomischen und politischen Probleme verstehen wollen, müssen wir ihre gesellschaftlichen Ursachen erforschen und sie mit gesellschaftlichen Mitteln beseitigen. "Deep Ecology", "spirituelle", antihumanistische und menschenfeindliche ökologische Ansätze führen uns in die Irre, wenn sie unsere Aufmerksamkeit von sozialen Ursachen auf soziale Symptome ablenken. Wenn unsere Verpflichtung darin besteht, zum Verständnis bedeutender ökologischer Umwälzungen die Veränderungen gesellschaftlicher Verhältnisse zu betrachten, entfernen uns die genannten ökologischen Ansätze von gesellschaftlichen Kategorien, hin zu "spirituellen", "kulturellen" oder vage definierten "traditionellen" Erklärungen. ...
Ironischerweise umfaßt vieles von dem, was heute als antihumanistische und mystische Ökologie auftritt, dieselben Denkstrukturen - nur in umgekehrter Form. Ebenso wie ihre instrumentalisierenden Gegner gehen auch diese Ökologen von einer Übermacht der Natur über den Menschen aus, die sich entweder in "Naturgesetzen" oder in einer das menschliche Verhalten lenkenden, nebulösen "Naturweisheit" ausdrückt. Während allerdings die Instrumentalisierer verlangen, die Natur müsse sich der aktiv-aggressiven Menschheit "unterwerfen“, treten die Antihumanisten und mystischen Ökologen für die bedingungslose Unterwerfung der Menschheit unter die "allmächtige" Natur ein. Wie weit sich die beiden Meinungen in ihrem Vokabular und Glaubenssätzen auch unterscheiden mögen, so bauen doch beide auf Herrschaft als Grundbegriff auf: Natur wird als ein Zuchtmeister gesehen; entweder man gehorcht ihm, oder man entthront ihn. (S. 22 f.)

Auf der Internetseite der Piratenpartei (April 2012): Positiver Bezug auf den "Schwarm"

Tiefenökologie, Ökologismus

Aus der Bewerbung des Buches von Johannes Heinrichs, "Ökologik" (P. Lang Verlag, Quelle)
Naturphilosophie wird hier als Ergründung der Natur-Mensch-Beziehung von einem anthropologischen Ansatz her verstanden. Die Triadik von Körper-Seele-Geist verbindet sich mit einem viergestuften Modell des Handelns und der Reflexivität. Beide Grundstrukturen erweisen sich als vereinbar mit einer siebenphasigen Prozeßtheorie. Das struktur-logische Denken verbindet einerseits mit der Mathematik, weist diese andererseits in ihre Schranken als Logik bloß der Körperwelt. Daneben entstehen die Fragen nach einer spezifischen Geist- und Seelenlogik. Die analogische Einheit dieser drei Logiken liegt in "harmonikalen" Beziehungen, wovon die Musik das Musterbeispiel liefert. Zahlreich sind die Folgerungen für konkrete ökologische Aufgaben sowie für eine Pädagogik naturgemäßer Ganzheit.

Aus einem Interview mit Murray Bookchin, in ÖkolinX, Sommer 1996 (S. 13)
Tiefenökologie und mystische Ökologie tendieren dazu, die Menschheit zu verleugnen. Sie betrachten Menschen lediglich als eine Tierart zwischen vielen anderen Tierarten. ...
Die Prämisse des Biozentrismus, daß alle Lebewesen denselben inneren Wert haben, ist völlig belanglos, weil nur Menschen sich einen Begriff von diesem inneren Wert machen können.

Anarcho-Primitivismus

Der kann sehr platt daher kommen wie bei Hartmut Heller (siehe unten) - oder gediegener, z.B. als Herrschaftskritik.

Anarcho-primitivistische Herrschaftskritik
Aus Jan-Hendrik Cropp, "Perspektiven der Selbstorganisation - Herrschaft und Technik " in: grünes blatt 2/2007 (S. 32 f., Bestellseite)
Desto komplexer der Produktionsverlauf, desto schwieriger wird es sein, Herrschaftsfreiheit herzustellen. Dies ist der Punkt an dem meine Technologie-Kritik ansetzt. ...
Können todbringende Jobs wie das "aus dem Boden kratzen" von Rohstoffen mit hochgiftigen Chemikalien und die vielen anderen "Scheißjobs", die für die Herstellung von Maschinen im Allgemeinen immer nötig sind, jemals hierarchiefrei, geschweige denn ökologisch vertretbar, selbstorganisiert werden? Das darf bezweifelt werden... Mit diesem Dilemma sind alle scheinbar "egalitären" Produktionsformen wie zum Beispiel der Anarcho-Syndikalismus konfrontiert. Murray Bookchin (siehe Artikel "Social Ecology Kongress in London - Reflektionen und Lehren") schlägt rotationsförmige Ausführung dieser "Scheißjobs" vor. Tut mir leid, aber ich möchte auch nicht mal im geringsten sporadisch mit hochgiftigen Chemikalien und todbringender Arbeit in Kontakt kommen. ...
Gibt es ein Herrschaftsverhältnis zwischen Maschine und Mensch? Kontrolliert der Computer dich, oder kontrollierst du den Computer? Sind viele Technologien nicht immer entfremdend, wie es Ivan Illich in der "Politischen Kritik der Technik" formulierte? ...
Ein einfaches, aber erfülltes, Leben scheint für mich bestrebenswert, wenn man es ernst meint mit Hierarchien und Selbstorganisation. Dies schließt natürlich nicht aus alles, was direkt recycelt werden kann, wieder zu verwenden. Windräder können beispielsweise fast komplett auch Schrott gebaut werden und Laptops, die jetzt schon zusammengeschraubt sind, gehören natürlich nicht in die Mülltonne. Die Rechner müssten aber eben konsequent mit "hierachiefreier und selbstorganisierter" (in allen Produktionsschritten) Energie versorgt werden. In diesem Sinne wird herrschaftsfreie und selbstorganisierte Selbstversorgung in Bioregionen, eine an sich verstaubte Idee, wieder sehr relevant. ...
In ihrer Essenz stärkt diese Technik-Kritik das Prinzip der Herrschaftsfreiheit und Selbstorganisation. Je simpler, einfacher und praktischer der Produktionsprozess (wie z.B. die Essensbeschaffung oben) ist, desto leichter lassen sich die Prinzipien anwenden.

Anti-emanzipatorische und Anti-Vernunft-Logiken unter dem Label "Grüne Anarchie"
Aus Green Anarchy Collective (Übersetzung: Marco Camenisch), "Grüne Anarchie" in: grünes blatt 3/2007 (S. 12 f.)
... anti-zivilisatorisch ... Wir setzen voraus, dass nicht alle grünen AnarchistInnen spezifisch antizivilisatorisch sind (wobei wir schon Mühe haben zu verstehen, wie es möglich sein kann gegen jede Herrschaft zu sein ohne dieselbe an ihren Wurzeln, d. h. radikal, in Frage zu stellen). ... Während es Leute gibt, die sich im Sinne der direkten Demokratie und dem städtischen Gartenbau selbstverwirklichen würden, sind wir der Meinung, dass das wieder grün oder "gerechter" machen der Zivilisation eine unmögliche und lästige Aufgabe ist. Wir finden es wichtig uns in Richtung einer radikal dezentralisierten Welt zu bewegen, die Logik und Mentalität der Todeskultur herauszufordern, jeglicher Stellvertretung/Vermittlung in unserem Leben ein Ende zu setzen und alle Institutionen und materiellen Ausdrücke dieses Albtraumes zu zerstören. Wir wollen entzivilisiert werden. Allgemeiner ausgedrückt, das wäre der Weg der grünen Anarchie im Denken und Handeln. ...
Auch wenn nicht die gesamte grünanarchistische Szene sich spezifisch als "primitivistisch" identifiziert, so anerkennt der größte Teil die Bedeutung der primitivistischen Kritik für die antizivilisatorische Perspektive. Primitivismus ist schlicht eine anthropologische und intellektuelle Prüfung der Erfahrung und der Ursprünge der Zivilisation und der Umstände, die zu dem Albtraum führten, in dem wir heute leben. Der Primitivismus anerkennt, dass während dem größten Teil der Menschheitsgeschichte unser Leben sich von Angesicht zu Angesicht in der Gemeinschaft, im Gleichgewicht untereinander und mit unserer Umgebung und ohne formale Hierarchien und Institutionen zur Kontrolle und Vermittlung unserer Leben abspielte. Wer primitivistisch eingestellt ist will von den in der Vergangenheit und in den zeitgenössischen JägerInnen- und SammlerInnengesellschaften (die außerhalb der Zivilisation lebten und immer noch leben) gültigen Abläufen lernen. Während im Primitivismus einige eine unverzügliche und vollständige Rückkehr zur Gesellschaft der Banden wünschen, die vom Sammeln und Jagen leben, begreifen die meisten, dass die Bewusstheit, das etwas in der Vergangenheit erfolgreich war, nicht bedingungslos bestimmt was in der Zukunft funktionieren wird. Der Begriff "primitive Zukunft", der vom anarchoprimitivistischen Schriftsteller John Zerzan geprägt wurde, ist ein Hinweis auf die Tatsache, dass eine Synthese der primitiven Techniken und Ideen mit zeitgenössischen anarchistischen Konzepten und Motivationen vereint werden kann um gesunde, nachhaltige, gleichheitliche und dezentralisierte Situationen zu bilden. ...
Die grüne Anarchie hat die Tendenz die Zivilisation als Logik, Institutionen und materielle Apparate zur Abrichtung, Kontrolle und Herrschaft zu begreifen. Während etliche Individuen und Gruppen besonderen Aspekten der Zivilisation (z.B. Primitivismus konzentriert sich typischerweise auf die Frage der Ursprünge, Feminismus auf die Wurzeln und Äußerungen des Patriarchats und Insurrektionalismus auf die Zerstörung der zeitgenössischen Kontrollinstitutionen) Priorität einräumen, teilt ein guter Teil der grünen AnarchistInnen die Ansicht, dass das Problem oder die Wurzeln der Unterdrückung die darunterliegende Zivilisation ist, und dass deren Auflösung notwendig ist. Die Entstehung der Zivilisation kann grob als die vor 10'000 Jahren stattgefundene Wende beschieben werden, die von einer zutiefst in der Vernetzung allen Lebens integrierten Lebensweise zur Existenz führte, die aus der Kontrolle und der Trennung vom Rest des Lebens besteht. Weitgehend gab es vor der Zivilisation sehr viel Freizeit, eine kräftige körperliche Konstitution und Gesundheit, eine beträchtliche Gleichheit und Autonomie der Geschlechter, ein nicht zerstörerisches Verhalten gegenüber der natürlichen Welt, keine organisierte Gewalt und keine formale Vermittlung und Institutionen. Die Zivilisation führte den Krieg, die Unterwerfung der Frau, das Bevölkerungswachstum, die Ausbeutung der Arbeit, den Begriff Besitz, die tief verwurzelten Hierarchien und eigentlich jegliche heute bekannte Krankheit ein, bloß um einige ihrer verheerenden Ergebnisse aufzuzählen. Die Grundlage und Anfänge der Zivilisation bestehen im zwangsmäßigen Verzicht auf instinktive Freiheit. Sie ist nicht reformierbar und daher unser Feind. ...
Der übertriebene Drang zum Symbolischen ist eine Bewegung, die uns aus der direkten Erfahrung heraus katapultiert um uns in die vermittelte Erfahrung der Sprach-, Kunst-, Nummern-, Zeitform, usw. zu tauchen. Die symbolische Kultur filtriert unsere gesamte Wahrnehmung durch formale und informale Symbole. Dies bedeutet nicht bloß, den Dingen Namen zu geben, sondern auch eine vollständige Beziehung mit der Welt zu haben, wie wir sie durch die Brille der Darstellung sehen. ... Viele grüne AnarchistInnen fördern und praktizieren die Wiederaneignung und Wiederbelebung der ausgeschalteten und entkräfteten Methoden zur Interaktion und Erkenntnis, wie Berühren, Riechen, Telepathie oder auch die Experimentierung und Entwicklung von einzigartigen und persönlichen Arten des Verständnisses und des Ausdruckes. ...
Dem Begriff Spezialisierung ist sowohl die Bildung von Machtdynamiken als auch die Korrosion der gleichheitlichen Beziehungen eigen. Während die Linke ab und zu diese Konzepte politisch anerkennt, sie aber als notwendige in Schach und Verwaltung zu haltende Prozesse betrachtet, hat die grüne Anarchie die Tendenz, Arbeitsteilung und Spezialisierung als grundlegende, unvereinbare und entscheidende Probleme für die sozialen Beziehungen in der Zivilisation zu betrachten.

Im Original: Hartmut Heller, Freunde der Naturvölker ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Aus verschiedenen Mails von ihm
... gibt es keinen klaren Unterschied zwischen der Tierwelt und dem nackten Affen.
... auch die konsequente Linke in Deutschland hatte begriffen, daß das Weltjudentum eine riesige Gefahr für die ganze Welt darstellt.
Fortschritt und Entwicklung sind gemeinsame bösartige Werte der Nazi-Demokraten wie der US-orientierten Demokratenwelt, die ich ablehne und bekämpfe ... wenn ich in diesem Sinne Nazi bin, dann wünschte ich mir viele viele Nazis.
Die nachfolgenden Demokratien nach der Hitlerdemokratie - das versuche ich immer wieder aufzuzeigen - sind sehr viel bösartiger ...
Wichtig ist, daß die Natur - Wildtiere, Wildpflanzen, wilde Menschen - nicht zerstört wird ...
... Perversität "homosexuell" ...
Naturschutz muß sich gegen den ausbeuterischen und zerstörerischen Zivilisationsmenschen richten und den Naturvolkmenschen in den Schutz völlig integrieren, da dieser Teil der Natur ist.
... klassischen Naturschutzansatz ...: Künstliche Gebiete schaffen, in denen wilde Tiere und Pflanzen, nicht aber wilde Menschen leben dürfen.
... globaler Mischmasch ... (auf Migration und Zivilisation usw. bezogen)


Gedanken zur Reise in das Verwaltungsgebilde Kambodscha
Ziel meiner Reise in das Staatsgebilde Kambodscha zu Ende 2001 war es, Spuren der dortigen einstigen Urbevoelkerung, die der negritoiden Rasse angehoerten, zu finden. Konkrete Hinweise habe ich keine gefunden, und wegen der Minengefahr bin ich auch nicht in die Kadamumberge dem einstigen Lebensraum der Pearr, unter denen negritoide Zuege zu finden waren, vorgedrungen.
Ich hatte daher die Gelegenheit, mich mit den nun nicht mehr taetigen roten Khmer zu befassen, die, wie ich festfellte, offenbar unter der armen und der bauerlichen Gesellschaft in Kambodscha trotz aller massiven gegenpropaganda erhebliche Spmpathie besitzen.
Pol Pot und die roten Khmer hatten Vorstellungen und Ziele, die meinen sehr nahe sind.
Sie wollten zurueck zur ausbeutungsfreien Lebensweise, so wie sie ueber Jahrmillionen Menschengeschichte herrschte und auch heute noch vereinzelt unter Naturvoelkern besteht.
Die roten Khmer ware, ebenso wie ich es bin, Feinde der Industrie-und Geldgesellschaft.
1. Sie brachten den parasitaeren Stadtmoloch Pnom Phen zu Fall, indem sie die Einwohnerzahl von mehreren hunderttausend auf unter 30000 reduzierten.
2. Sie erreichten, dass Menschen wieder nur das essen sollten, was sie selbst auch wirklich anbauten und produzierten.
3. Sie vernichteten die Grossindustrie.
4. Sie schafften schiesslich das Geld ab, sodass wieder gerechterer Tauschhandel stattfinden konnte.
5. Sie vernichteten viele der Kloester, Gefaengnisse fuer Kinder-Moenche auf Lebenszeit.
6. Sie liessen das Strassensystem verkommen. Damit verhinderten sie eine Beherrschung, auch die durch sie selbst.
7. Sie demolierten den beruehmten antiken Tempelkomplex Angkor Wat, Symbol und Beweis einer brutalen hierarchischen und naturverachtenden Ausbeutergesellschaft.

Die Durchsetzung dieser Ziele, und dies auch noch in einer sehr kurzen Zeitspanne, brachte selbstverstaendlich ganz gewaltigen Widerstand unter den Anhaengern der zivilisiertn Welt hervor.  Insbesondere kam der Widerstand von den Industriezentren der Erde, vor allem aus der US-Killergesellschaft. Von den jetzt ueber 6 Milliarden Menschen duerften mindestens 5 Milliarden schul-und mediengeschaedigt sein und wuerden alle Brutalitaet einzusetzen bereit sein, die friedlichen kleinen Kulturen und der Natur gegenueber aeussertst zerstoererischen domestizierten Welt zu verteidigen.
So waren die roten Khmer gezwungen gewesen, diese Parasiten zu beseitigen. Nun sind die uebriggebliebenen Parasiten wieder zurückgekehrt und können ihr unheilvolles Handwerk weitermachen.  Sie sind zurueckgekehrt mit Heerscharen von Missionaren, zumeist aus US-Amerika, die wie die Schmeissfliegen ueber die buddhistische Bevölkerung herfallen. Auch Heerscharen von Entwicklungsagenten sind wiedergekommen, um Strassen und andere Übel an der Natur zu bauen.
Die Masche der US-Killergesellschaft ist es, die ihnen nicht genehmen Systeme so weit als moeglich zu diffamieren, sei es durch Berichte über tatsächlich vorgekommene oder erfundene Vorkommnisse. Einige Beispiele von vielen seien die Diffamierung der deutschen Hitler-Demokratie, die der weitgehend anarchistischen Lebensweise in Somalia, die der angeblichen Toetung von Kleinkindern im Irak, um die US-Killergesellschaft kriegswillig zu stimmen, oder die permanente Diffamierung der Politik Fidel Castros.
In Kambodscha gehören die Killing-Felder zu dem, was touristisch und politisch ausgeschlachtet wird, um das Regime der roten Khmer zu diffamieren. Doch: um wieviel hoeher waeren wohl die Berge der Knochenvon den millionen getoeteter Ureinwohner Nordamerikas? Um wieviel hoeher waeren die Leichenberge der mindestens 800000 durch US-Terror ermordeten Papuas in Westpapua oder die der Millionen ermordeten Hutu? Um wieviel hoeher waeren die Leichenberge der durch Terror der Welthandelsorganisation verursachten mindestens 40 Millionen Hungertotenalljaehrlich, wueden sie auf einen Haufen gestapelt werden?
Es ist zutiefst bedauerlich und beschämend, dass die antiimperialistischen Gesellschaftsschichten in Europa und weltweit den roten Khmer so sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt hatten.  Dadurch ist es den Parasiten gelungen, die Erfolge rückgängig zu machen und ihre brutale und zerstörerische macht zurückzuerlangen.

Übrigens, Naturvölker, sind sehr rassistisch, ich auch. Das habe  ich in Lüneburg an einem Beispiel klarzumachen versucht.  Indianer, Yanomami zum Beispiel, handeln mitunter bis heute  noch so: wenn eine ihrer Frauen mit einem Ethno-Europäer, z.B. einem Brasilianer, sexuelle Kontakte hat und vielleicht auch noch  von ihm ein Kind bekommt, dann bringen sie Frau und Kind um. Ich denke, daß die Sesselpupser unter Euch Mode-Anarchos  dies vehement verurteilen würden, wie es ja auch die  Sesselpupser in Lüneburg getan haben. Wir Freunde der Naturvölker, anarchistischer Naturvölker, sollten  unsere Freunde in all ihrer andersartigkeit respektieren.

Dazu ging eine Mail zu Hartmut Heller und seinen Verbindungen zu Kommunen ein:
Eine Websuche nach ,Hartmut Heller' hatte das Ergebnis, dass er u.a. auf  der ZEGG-Homepage (Zentrum fuer Experimentelle Gesellschaftsgestaltung) und  aehnlichen, aber auch auf esoterischen Seiten auftaucht.
Heller behauptet verschiedentlich, Anarchist zu sein und dass seine  Organisation anarchistisch sei, da die ,savages' natuerliche Anarchisten  seien und nach anarchistischen Prinzipien leben. Mit dieser Argumentation  will er offenbar in anarchistischen Kreisen Akzeptanz gewinnen.
Heller wird auf der Seite von ,Hier und Jetzt' erwaehnt als Mitbegruender  eines ,Instituts fuer Globale Friedensarbeit/IGF), zusammen mit einem Herrn  namens Daniel Zapata, der "Beauftragter der Hopi und Navaho-Nationen zum  Schutz gegen den Uranabbau" sein soll. Auf einer anderen Seite (von Tamera  - Zentrum fuer Humanoekologie) wird Daniel Zapata als dem "Xikano-Xiximeka- Stamm" zugehoerig bezeichnet.
Eine andere in diesem Zusammenhang genannte Person ist Scilla Elworthy,  die "Atomwaffen mit weiblichem Wissen bekaempft". Weiterhin an der Gruendung  des IGF nahm Dieter Duhm teil, der Gruender und Leiter des ZEGG; auf einer  anderen Seite wird Duhm allein als Gruender des IGF genannt.
Die ,Hier und Jetzt'-Seite bietet ebenfalls Workshops a la Carlos  Castaneda an und wirbt damit, dass die TeilnehmerInnen von Schuelern der  vier Lehrlinge von Don Juan unterwiesen werden (also von ,existenten'  Schuelern nichtexistenter Lehrlinge eines nichtexistenten Schamanen - das  kost wahrscheinlich extra!).
Eine weiter Esoterik-Seite die mit Heller kooperiert und diesen  unterstuetzt erwaehnt, dass sie ebenfalls Jim Nollmann unterstuetzen, "der mit  Delphinen, Bueffeln und anderen Tieren kommuniziert" sowie auch Tamera,  ZEGG und die bereits erwaehnte Scilla Elworthy.
Heller wird aufgefuehrt unter den ReferentInnen des "politischen Sommer- Camps" von Tamera - Zentrum fuer Humanoekologie. Tamera unterstuetzt  ebenfalls das oben genannte IGF. Die IGF-Dokumentation ist uebrigens bei  einem Verlag erhaeltlich, der die gleiche Postanschrift wie das ZEGG hat.  Tamera ist in Portugal angesiedelt, die Webseite scheint aber weitgehend  auf Deutsch zu sein.
Tamera ist mit dem ZEGG verbunden und ist offenbar von Mitgliedern des  ZEGG gegruendet; erwaehnt wurde Sabine Lichtenfels, die ZEGG-Mitglied ist  und auf einer Seite als Freundin des ZEGG-Leiters Duhm bezeichnet wird.
Tamera ist hochzufrieden, dass Heller mit ihnen zusammenarbeiten will und  kuendigt insbesondere die Zusammenarbeit mit Heller und der "Tamera -  Globale[n] Jugendschule" an bei Hellers Projekt in Luzon, wo er Land  gekauft hat (vgl weiter unten). Da dies auch auf mindestens einer Esoterik- Webseite erwaehnt wird, duerfen wir darauf hoffen, dass viele wohlmeinende  Invasoren den ,wilden Stammesvoelkern' in die Suppe schauen (Zynismus off).
Waehrend Heller in einer seiner bei der Websuche gefundenen Mails  kritisiert, dass bezahlte Entwicklungshelfer nicht akzeptierten, dass ,wilde  Stammesvoelker' das Recht auf Nicht-Bildung haetten, scheint er dagegen auf  Luzon fuer eben diese Bevoelkerungsgruppe eine Schule gegruendet zu haben.  Die Dichotomy geht ihm offensichtlich nicht auf.

Heller postet offenbar regelmaessig auf www.anarchismus.de:
In einer Mail vom 1. Nov. 2001, 09:43:25 beklagt er, in einer  anarchistischen Kneipe in Lueneburg herausgeflogen zu sein, wohin er  eingeladen war, um einen Vortrag zum Thema "Warum die WHO-Tuerme fallen  mussten" zu halten. - Heller schreibt tatsaechlich ,WHO' anstatt WTC. Seine  Mail traegt uebrigens den Titel: "Plaedoyer fuer Naturvoelker fuehrt zum  Rausschmiss durch Anarchisten".
Er klagt ueber "Attacken ... gegen den Gebrauch von Woertern, Rassen und  Neger..." [von der ,Rassenkunde' zu Sep-11 hat er dann einen ganz schoenen  Bogen zu schlagen]. Er schreibt: "Die beiden FdN-Redner wurden  aufgefordert, umgehend den Saal zu verlassen... das Licht wurde  ausgeschaltet und die Redner wurden herausgetragen...". Es wurde  "versucht, die Verurteilung der Benutzung von Woertern wie Rassen oder  Neger als schlimme Diskriminierung der damit bezeichneten Menschengruppen  zu charakterisieren, da ihnen somit selbst eine Identifizierung und  Abgrenzung untersagt wurde, doch dann wurde schon das Licht ausgemacht!"  [Es geht doch nichts ueber eine direkte Aktion.]
Heller faehrt fort: "FDN als anarchistisch ausgerichteter Verein und  insbesondere die beiden FdN-Redner ... koennen nur mit Bedauern  feststellen, dass die hiesige Anarchiebewegung offenbar eine weitere Gefahr  fuer Naturvoelker darstellen wuerde, sollte sie an Einfluss gewinnen".

In einer weiteren Mail im oben erwaehnten Forum vom 28. Nov. 2001, 16:05:44  kritisiert Heller einen anarchistischen Kalendar von der Graswurzel- Revolution, da es dort in einem Text heisst, dass AnarchistInnen eine Welt  wollen, in der jedeR dort leben koenne, wo er/sie wolle (Zitat nach Hellers  Mail).
Heller nimmt dies als Vorwand fuer die Annahme, dass AnarchistInnen in den  Gebieten leben wollen, in dem ,wilde Stammesvoelker' leben, da diese  Gebiete noch Ruhe und wenig Umweltverschmutzung bieten. Er warnt  AnarchistInnen davor, dies realisieren zu wollen, vielmehr sollen sie dort  wegbleiben: "Naturvoelker ... brauchen weder eine sie vernichtende  Demokratie, welcher Art auch immer, noch brauchen sie die Menschenrechte  der Zivilisierten..., noch brauchen sie Frauenbewegungen... Naturvoelker  brauchen keine Belehrungen im Umgang mit anderen Voelkern. Sie sind  Rassisten, sie wollen keine Vermischung. ... alle Primitiven und Wilden  ... wollen nur eins: ihre Stammesgebiete...".

In einer von Heller im selben Forum veroeffentlichten Kleinanzeige vom 5.  Oktober 2001, 16:38:17, wirbt er fuer Ferien ,bei den Wilden': "wir freunde  der naturvoelker haben ein stueck urwald auf der insel luzon gekauft. wir  laden dazu ein, dort fuer eine zeitlang zu leben und das naturvolk der agta  kennen und lieben zu lernen" (es faellt auf, dass Heller den angebotenen  Aufenthalt dort nicht auf einen Urlaub begrenzt). Heller bietet  Flugtickets fuer DM 1.500 an und bewirbt die Lebenshaltungskosten dort mit  taeglich DM 10.
Offensichtlich findet Heller nichts dabei, wenn die ,Wilden' belaestigt  werden, solange dies durch ihn und Seinesgleichen geschieht. Tamera  schreibt, dass sie ihre SchuelerInnen nach Luzon schicken wollen und auch  pruefen, wie sie langfristig helfen koennten.
Heller ist ebenfalls recht aktiv in einer deutschen Yahoo-Gruppe mit dem  Titel "Kindernothilfe - Kindernothilfen kritisch gesehen". Ein Blick auf  die dort geposteten Mails zeigt, dass ein Grossteil davon von Heller  stammen. Einige befassen sich z.B. mit Kritik an einem Priester, der auf  den Philippinen ein Projekt fuer sexuell ausgebeutete Kinder betreibt.  Andere seiner Mails hatten den Fall eines Australiers zum Inhalt, der  wegen Sextourismus und des Kaufens von Kindern als Sexobjekte in  Australien verurteilt worden war und Berufung gegen das Urteil einlegte;
Heller begruesste die Berufung und hoffte auf ,Gerechtigkeit'. Es sind  offenbar Zweifel daran angebracht, welchen Aktivitaeten Heller bei seinen  Besuchen auf den Philippinen nachgeht.
Heller hat eine Zeitlang versucht, auf Mailinglisten von/fuer Native  Americans ,Anschluss' zu finden. Nach mir vorliegenden Informationen ist er  von allen Listen entweder rausgeschmissen worden oder hat diese mehr oder  weniger freiwillig und im Streit verlassen. Der Grund ist, dass Heller  darauf bestand, von "savages" zu sprechen, waehrend ihm die dort aktiven  indigenen Personen vergeblich versuchten klarzumachen, dass ihnen diese  Bezeichnung nicht zusagt. Von TeilnehmerInnen wird ihm ebenfalls  nachgesagt, er habe offenbar ein grosses Talent dafuer, sich als  Riesenarschloch zu praesentieren.

Zum ZEGG gibt es bei Nadir einen umfangreichen Artikel mit dem Titel  "ZEGGsismus", den ich hier nicht wiederholen moechte.
Heller taucht auf den ZEGG-Seiten mehrfach als Referent zum Thema  "Naturvoelker" auf, der dort um Unterstuetzung fuer seine Arbeit wirbt.  Ausserdem gibt es einen Bericht von ZEGG-Mitgliedern ueber deren Teilnahme  an den WTO-Protesten in Prag, der mit den Worten beginnt: "In Prag wurden  wir von Freunden von Hartmut Heller begruesst".
ZEGG kooperiert mit anderen ,Kommunen' wie z.B. Findhorn in Schottland und  Damanhur in Italien. Auf der Damanhur-Seite wurde Heller vor ca. einem  Jahr noch erwaehnt; eine kuerzliche Suche fuehrte die Damanhur-Seite bei den  Suchergebnissen nicht mehr auf.
Auf der Tamera-Seite wird mehrfach die Zusammenarbeit und Unterstuetzung  fuer einen "Stamm Fuessen" oder "Stamm Fuessen 1" in Deutschland erwaehnt.  Eine Suche nach diesem Begriff ergab eine laengere Liste von Artikeln aus  (regionalen) Zeitungen zu dieser Organisation, die als Psychokult  eingestuft wird. Ueber den Gruender wird gesagt, dass er die Mitglieder in  Abhaengigkeit bringe; es wird ueber sexuelle Riten gesprochen. Mindestens  ein Mitglied der Organisation wurde wegen sexuellen Missbrauchs Minder- jaehriger verurteilt. Die Artikel erwaehnen auch, dass die Organisation in  grossem Stil Immobilien in der Innenstadt von Fuessen aufkauft und damit  sowie mit Kandidaturen fuer Gemeinderat und Buergermeisterposten politisch  so einflussreich werden will, dass sie abgesichert ist.

Diskussionsbeitrag aus der Hoppetosse-Mailingliste
Ich halte ... nicht jedeN, derdiedas die Globalisierung kritisiert, weil sie (angeblich) Entscheidungsbefugnisse von den Nationalstaaten nimmt, derdiedas Finanzspekulation als Wurzel allen Übels angreift, derdiedas allein den „US-Imperialismus“ verurteilt für antisemitisch, faschistisch etc. Dennoch ist derlei „Kritik“ eben derbe verkürzt und zudem noch äußerst gefährlich, u.a. weil sie eben Faschos und Querfrontler(Inne)n gute Anknüpfungspunkte bietet, s. z.B. auch den NPD-Text auf Indymedia (mittlerweile offensichtlich gelöscht; Kommentierung eines „Insektenbeauftragten“ unter http://de.indymedia.org/2001/12/12955.shtml).  Wenn sie noch einige „ungeschickte“ Formulierungen weggelassen hätten, hätte das auch als Text von attac? oder sonstigen mehr oder weniger „linken“ Antiglob-Vereinen durchgehen können.
Ähnlich ist es halt auch mit dem Hype von Naturvölkern, wo „Volk“/Ethnie (also klassische rechte Themen und Begriffe) für Linke plötzlich positiv oder zumindest akzeptabel sind, s. Thereza mail Re: [hoppetosse] Anti?-aktion - warum eigentlich: >> Ethnische Gesellschaften anderer Art sind mir da alle mal lieber zu dieser Zivilisation  <<. Dies habe ich bereits in meiner Antwort kommentiert und mache dies hiermit noch einmal:
Konstrukte wie Volk/ Ethnie habe für mich  absolut niX emanzipatorisches, auch und gerade, wenn ein „Natur“ davorsteht. Außerdem bietet ein „Zurück zur Natur“ oder einer vorkapitalistischen Produktionsweise keine Alternative für Menschen in auch nur ansatzweise industrialisierten kapitalistischen Gesellschaften. Nicht nur weil es unsinnig ist, auf sinnvolle(!) technische(1) und zivilisatorische(2) Errungenschaften verzichten zu wollen, sondern auch, weil es sich (daher) nur mit brutalster Gewalt gegen den Willen der meisten Menschen durchsetzen ließe - da ist Hellers abfeiern der roten Khmer nur konsequent, aber eben konsequent unsinnig. Außerdem halte ich es nach wie vor für arrogant und antiemanzipatorisch, Menschen aus „Naturvölkern“ nicht wenigstens die realistische Möglichkeit zu geben, an Technik, medizinischer Versorgung, Freiheitsrechten, ... teilzuhaben.  Ansonsten hat Jörg S. schon ausreichend Zeux zum Thema geschrieben und ich sehe keinen Grund, das alles nochmal zu wiederholen.
(1) auf Waffen, Atomkraft, Tamagotchis etc. könnte von mir aus also gerne verzichtet werden - auf Brillen, internetfähige Computer etc. hingegen nicht
(2) z.B. Meinungs- und Religionsfreiheit

Hinweis: Hartmut Heller war Chef der Freunde der Naturvölker. Personell gab es eine hohe Überschneidung dieser Gruppe mit Attac Lüneburg.

Bioregionalismus

Aus einem Text von Stefan Fulz, jungdemokratInnen-junge linke
Herzlich willkommen beim Heimatschutz!
Eine Spielart der Ökologie ist der Bioregionalismus: "Bioregionalisten sind überzeugt, das die Zerstörung bioregionaler Identität mit gleichzeitiger Einebung kultureller und ethnischer Unterschiede zu einer globalen Vermassung in einer seichten, von den großen kapitalistischen Zentren beherrschten Einheitzivilisation führt, die wurzellose, heimatlose und in letzter Konsequenz nicht mehr verantwortungsfähige Menschen erzeugt".
Ein anderes Zitat: "Völker, die auf die Erhaltung ihrer rassischen Reinheit verzeichen, leisten damit auch Verzicht auf die Einheit ihrer Seele in all ihren Äußerungen. Die Zerrissenheit ihres Wesens ist die natur-notwendige Folge der Zerrissenheit ihres Blutes, und die Veränderung ihrer geistigen und schöpferischen Kraft ist nur die Wirkung der Änderung ihrer rassischen Grundlage." Das erste Zitat ist aus dem Buch von Guggenberger/Schweidlenka namens "Bioregionalismus. Bewegung für das 21. Jahrhundert", das zweite aus Hitlers "Mein Kampf".

Aus Gordon, Uri (2010): "Hier und jetzt", Nautilus in Hamburg (S. 227 ff.)
In vielen Regionen der Welt ist jedoch die Idee einer kollektiven, an den Ort gebundenen Identität, die auf der Gemeinsamkeit von Kultur, Sprache und Geist basiert, fragwürdig geworden, wenn Jahrhunderte des Kolonialismus und der Immigration multikulturelle Bevölkerungen hervorgebracht haben, die in dieser Hinsicht wenig gemeinsam haben. Können Anarchisten eine andere Art von Zugehörigkeit oder Zusammengehörigkeit definieren, die auch mit ihren allgemeinen politischen Vorstellung übereinstimmt? Die Idee des Bioregionalismus scheint hier einen alternativen Ansatz zu bieten. Bioregionalismus ist eine Form, lokale Identität zu denken, die in der radikalen Umweltbewegung Verbreitung gefunden hat und die sich weder an ethnischen noch an politischen Kategorien orientiert, sondern an den natürlichen und kulturellen Besonderheiten eines Ortes. Eine Bioregion wird im allgemeinen als ein zusammenhängendes geographisches Gebiet definiert, das sich durch spezifische natürliche Gegebenheiten der Formationen, des Bodens, der Gewässer, der Pflanzen- und der Tierwelt auszeichnet, sowie auch der menschlichen Siedlungsformen und kulturellen Eigentümlichkeiten, die sich in der Auseinandersetzung mit der lokalen Natur entwickelt haben. Daher ist die Bioregion auch ein Terrain des Bewusstseins ...
Die bioregionale Herangehensweise fördert also das ökologische Bewusstsein, die Wiederherstellung natürlicher Umgebungen, die Möglichkeiten lokaler Selbstversorgung und ähnliches, doch - potenziell zumindest - bietet sie auch eine überzeugende Alternative sowohl zu nationalistischen als auch zu »volkstümlichen« Identitätsansätzen. Eine Identität, die auf der Verbindung zur Region beruht, hat keinerlei essenzialistische Züge - stellt keine Forderungen an die persönlichen und kollektiven Identitäten, die sich in und neben ihr entfalten können. ...
Schließlich ist Bioregionalismus nicht nur mit Krieg und Besatzung unvereinbar, sondern auch mit dem Kapitalismus, mit rassistischer und religiöser Verlogenheit, mit der Konsumgesellschaft, dem Patriarchat und verschiedenen anderen wesentlichen Kennzeichen der hierarchisch strukturierten Gesellschaft.

Volk und Nation als Grundlage für den Naturschutz

Aus dem Text "Nationalismus ist Naturschutz" der Jungen Nationaldemokraten
Das nationalistische Weltbild kennt eine derart humanozentrische Weltsicht nicht. Der Mensch ist Bestandteil der Natur, kann sich nicht über ihre Gesetze hinwegsetzen und somit auch nicht über sie erheben. Er hat sich in die Natur einzuordnen. ...
Im Gegensatz dazu bejaht der Nationalismus das Prinzip der Vielfalt und der Ausdifferenzierung, da es das Prinzip des Lebens schlechthin ist. Dies geschieht auf der Ebene des Menschen insbesondere vor dem Hintergrund der Identität. Da der nationalistische Mensch sich im Gegensatz zum Liberalisten als Bestandteil der Natur begreift, gibt es für ihn keine moralische Rechtfertigung, diese seinem Willen zu unterwerfen und nachhaltig in sie einzugreifen. ...
Diese zerstörerischen Triebe wurden früher meist von einer gewachsenen Kultur kanalisiert. Durch die Zerstörung der Kultur, der Entwurzelung des Menschen, die Auflösung jeder Gemeinschaft, die Individualisierung und Unterordnung unter das Joch des Kapitals sind diese Bindungen jedoch vernichtet worden.Es ist die Aufgabe nationalistischer Politik, diese Triebe zu kontrollieren, sie zu kanalisieren oder sogar für die Volksgemeinschaft nutzbar zu machen. Dies setzt jedoch die Möglichkeit voraus, gemeinschaftliche Normen setzen zu können.Eine derartige Politik ist nur auf der Basis des lebensrichtigen Menschenbildes möglich, da nur so die bestehenden Probleme korrekt analysiert und die Auswirkungen verschiedener Lösungsalternativen untersucht werden können. ...
. Solange von der Gemeinschaft kein normativer Druck ausgeübt wird, auf bestimmte Produkte zu verzichten oder Produkte, die in ihren Auswirkungen weniger naturzerstörerisch sind als andere, teurer sind als diese, solange existiert dieser Anreiz nicht. Es dürfte sich eher das Gefühl einstellen, als anständiger Mensch gegenüber Asozialen benachteiligt zu werden. Von einem einfachen Menschen zu verlangen, daß er die ökologischen und gruppendynamischen Auswirkungen seines Tuns erkennt, ist illusorisch.
Hier ist es Aufgabe nationalistischer Politik durch Wiedererrichtung der Volksgemeinschaft und gemeinschaftlicher Werte die Basis zur Durchsetzung derartiger Verhaltensweisen zu schaffen. Flankiert werden kann diese Maßnahme durch Instrumente einer nationalistischen Marktwirtschaft: Produktionsweisen, die Natur und Mensch unverhältnismäßig schaden werden verboten. Die Nachfrage nach naturschädlichen Produkten wird durch entsprechende Besteuerung oder Rationierung in die gewünschten Bahnen gelenkt.
Diese Maßnahmen sind jedoch nur dann sinnvoll, wenn der gesamte Markt kontrolliert werden kann. ...
Eine raumorientierte Volkswirtschaft erlaubt hier jedoch die Schaffung eines geschlossenen Wirtschaftsgebietes, in welchem mit den Methoden der nationalistischen Marktwirtschaft eine Kontrolle der Güterströme und ihrer Naturbelastungen möglich wird. Im Gegensatz zu liberalistischen Globalisierungstendenzen beinhaltet eine raumorientierte Volkswirtschaft eben nicht die Übertragung aller den Markt betreffenden Souveränitätsrechte auf die Industrie. Vielmehr verbleibt die Marktmacht bei den, die Völker vertretenden Staaten. ...
Während in liberalistischen Systemen die Gemeinschaft zunehmend in eine Masse von Individuen aufgelöst wird, strebt der Nationalismus aus unterschiedlichen, hier nicht näher erörterten Gründen den Erhalt der Gemeinschaft in Form der Volksgemeinschaft an.Die Volksgemeinschaft umfaßt aber nicht nur die Gruppen von Menschen, die derzeit gerade politisch handlungsfähig sind, sondern auch die kommenden Generationen des Volkes. Somit ist es die moralische Pflicht eines jeden Volksgenossen, auch seinen Nachkommen das Leben in einer intakten Natur zu ermöglichen. Diese Pflicht wird durch den sinnstiftenden Charakter des Volkes in der nationalistischen Theorie noch verstärkt.Freilich hat auch hier wieder der Staat die Richtlinien zur Umsetzung dieser Zielvorgabe festzulegen.Im Gegensatz dazu kennt der Liberalismus eine derartige Verpflichtung nicht. Der entwurzelte liberalistische Jetztmensch kennt nur seinen momentanen Vorteil, den er auszunutzen trachtet, bevor es ein anderer tut. ...
Dennoch muß gegenwärtig aus strategischen Gründen heraus Forschung auf bestimmten risikobehafteten Gebieten erfolgen. Diese hat aber unter Kontrolle und Aufsicht des Staates zu erfolgen.Erkenntnisse, die gewonnen werden, können später freilich, wenn es im Interesse des Volkes liegt, der Industrie zur Verfügung gestellt werden.

Ähnliches gilt für die sozialen Fragen: Volk und Nation werden über den Menschen gehoben
Aus einer Erklärung des damaligen JN-Bundesvorsitzenden Stefan Rochow (Quelle: )
Nicht unser Volk hat der Wirtschaft, sondern die Wirtschaft unserem Volke zu dienen!
Daher setzen wir den Globalisierungsfanatikern eine am heimischen Lebensraum der Menschen orientierte, vielseitige und ausgewogene soziale Volkswirtschaft entgegen. Der einzelne Mensch muss in seiner Heimat Arbeit finden und diese Arbeit als etwas Wichtiges und Höheres begreifen, das Fortbestand und Weiterentwicklung seiner Familie, seines Volkes und seiner Nation durch seinen persönlichen Einsatz garantiert.
Der von uns verwendete Begriff der "raumorientierten Volkswirtschaft" wird die sozialen und ökonomischen Belange mit den Bedingungen von Land, Volk und Ökologie in Übereinstimmung bringen:
Die Wirtschaft darf unsere Umwelt nicht zerstören und unsere Bevölkerung nicht entfremden. Grund und Boden sind und bleiben immer Eigentum des deutschen Volkes und dürfen nicht an Ausländer veräußert werden.
Solidarprinzip, soziale Gerechtigkeit, gemeinsame ethnische und kulturelle Entwicklung und eine raumorientierte Volkswirtschaft sind untrennbar mit dem Begriff der Volksgemeinschaft verbunden.

Region = gut!
Aus "Der Urstromtaler"in: Elbe-Saale-Zeitung, Beilage der Jungen Welt
Wenn Sie zukünftig mit dem Urstromtaler zahlen, bleibt das Tauschmittel in der Region. Der regionale Austausch von Waren und Dienstleistungen wird gefördert. Dadurch sichern Sie das wirtschaftliche Überleben der Unternehmen und Arbeitsplätzen vor Ort. Der Urstromtaler führt zu mehr regionaler Zusammenarbeit und Vertrauen zwischen Verbrauchern, Unternehmen, Vereinen und Kommunen. Mit dem Einsatz des Urstromtalers stärken sie folglich die Region, in der sie leben und helfen, den sozialen Frieden zu wahren.

Mittelhessen als kollektives Subjekt mit eigenen Interessen
Aus einer Pressemitteilung der SPD-Landtagsabgeordneten aus Marburg und Gießen, zitiert im Express Nr. 51/2004 (S. 4)
Es gibt in dieser Frage keine Gießener oder Marburger Interessen, es gibt nur ein Interesse Mittelhessens.

Regionalismus im rechten Stocker-Verlag
Aus Ritter, Manfred/Zeitler, Klaus (2000): "Armut durch Globalisierung - Wohlstand durch Regionalisierung", Leopold-Stocker in Graz (S. 101)
Eine Region wird sich unvermeidbar zu einer Schicksalsgemeinschaft entwickeln, und ihre Mitglieder müssen daher zusammenpassen. ... Ein funktionsfähiges REgionalisierungsmodell setzt daher einen normalen Überlebenswillen der beteiligten Völker voraus - einschließlich des dazugehörenden Durchsetzungsvermögens. Will man in einem Rettungsbott überlegen, darf man es - auch bei noch soviel Humantität - nicht überlagen, weil es sonst nach den Naturgesetzen mit allen Insassen sinkt.

Das verbunden mit Nationalismus (S. 49 ff.):
Nur ein Nationalstaat kan auf Dauer ein Sozialstaat sein. ... Deshalb müssen stärkere, aus der Entwicklungsgeschichte der Menschheit stammende Bindungen herangezogen werden, um ein eigenes Band für ein Volk als Schicksalsgemeinschaft zu schaffen. Hierzu hat sich in der Vergangenheit der Nationalstaat bestens bewährt, und man sollte ihm deshalb auch in Zukunft diese Funktion einräumen. Er ist der idale Raum für eine funktionsfähige Demokratie, für Solidarität, Sicherheit und Schutz der Schwächeren. Nur in ihm findet sich die - finanzielle - Opferbereitschaft für eine großzügige Sozialpolitik. ...
Auch eine Demokratie und die Selbstbestimmung der Völker setzen funktionierende Nationalstaaten voraus.

Regionalismus von links: Klein = gut!

Aus Stehn, Jan (1997): "Manjana. Ideen für eine anarchistische Gesellschaft"
Die sozialen AnarchistInnen sagen: Kommunismus kann nur in überschaubarer Gemeinschaft funktionieren.

Beispiele für Internetseiten und Aktivitäten von Ökorechten

Rassismus

Aus einem Text von Stefan Fulz, jungdemokratInnen-junge linke
Nach dem emanzipativen Schub, den die Ökologie gerade mit den 68'ern erleben durfte, sind nunmehr verstärkt Tendenzen zu beobachten, dass konservative und neofaschistische Kreise mit vorgeblich ja in der "linken" Eke stehenden "Ökos" erfolgreich zusammenarbeiten. Hubert Weinzierl sei hier genannt. Der ehemalige BUND-Vorsitzende, der jetzt in der "Nachhaltigkeitskommission" des Bundeskanzlers sitzt, betrachtet die Menschen aus dem Trikont als "Lawine", die alles zerstört.
Mensch und Natur als Einheit - dies ist eins der wichtigsten Dogmen für bestimmte ökologische Kreise. Dies heißt, dass Naturgesetze auch für Menschen zu gelten Haben. ... Bei Haeckel, selbst Schüler von Darwin, hört sich das dann folgendermaßen an: Direkt wohltuend wirkt als künstlicher Selektionsprozess auch die Todesstrafe ... Wie durch sorgfältiges Ausjäten des Unkrauts nur Licht, Luft, und Bodenraum für die edlen Nutzpflanzen gewonnen wird, so würde durch unnachsichtige Ausrottung aller unverbesserlichen Verbrecher nicht allein dem besseren Teil der Menschheit der Kampf ums Überleben erleichtert, sondern auch ein vorteilhafter künstlicher Züchtungsprozess ausgeübt werden."
Neofaschistische Kreise bemerken in diversen Internetforen, dass die Ausrottung der Tasmanischen Menschen natürlich war, da schließlich "stärkere Menschen" kamen. ... Und was sagt denn Konrad Lorenz, ein Verhaltensforscher, der auch in großen Teilen der Umweltbewegung anerkannt ist, zu AIDS? "Gegegen Überbevölkerung hat die Menschheit nichts Vernünftiges unternommen. Man könnte daher eine gewisse Sympathie für AIDS bekommen. Eine Bedrohung, die die immerhin dezimieren, immerhin von anderen bösartigen Unternehmungen abhalten könnte".

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