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Anarchie. Im Original
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Herrschaftskritik und herrschaftsfreie Utopien

Peinliche AnarchistInnen

Sexist und Antisemit Proudhon
Aus Grosche, Monika (2003): "Anarchismus und Revolution", Syndikat A in Moers (S. 25)
Die Keimzelle des Proudhon'schen Gesellschaftsmodells stellt die Familie dar. Im Gegensatz zu seinen sonst weitreichenden Ideen der Gesellschaftsumgestaltung, neigt er dazu, die patriarchale Familienstruktur zu verherrlichen. Der Gedanke der freien Liebe ist für ihn ein Unding: "Ich würde jedes Gesetz zur Ehescheidung als Ermunterung zur Ausschweifung und als Rückschritt ansehen." Eine Gleichweritigkeit und somit auch Gleichberechtigung der Frau ist für ihn undenkbar. Diese hat ihre Pflichten als Hausfrau zu erfüllen, einen anderen anerkannten Platz in der Gesellschaft weist er ihr nicht zu: "Dirne oder Hausfrau - ich sehe keine andere Möglichkeit dazwischen."

Aus Carnets, 26 décembre 1847 ((Notizbücher, 26. Dezember 1847), zitiert auf Wikipedia
Juden. Einen Artikel gegen diese Rasse machen, die alles vergiften, indem sie sich überall einmischen ohne sich mit einem Volk zu vereinen. Ihre Ausweisung aus Frankreich verlangen, außer den Individuen, die mit Französinnen verheiratet sind; die Synagogen abzuschaffen, sie an keinem Arbeitsplatz anzunehmen, schließlich die Abschaffung dieses Kultes zu verfolgen. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Christen sie von Gott verlassen genannt haben. Der Jude ist der Feind der menschlichen Art. Man muß diese Rasse nach Asien verweisen oder vernichten. Durch das Eisen oder durch das Feuer oder durch die Ausweisung ist es notwendig, dass der Jude verschwindet… Die alten Männer tolerieren, die nichts mehr verursachen. Zu machende Arbeit. Das, was die Völker des Mittelalters instinktiv hassten, hasse ich durch Überlegung und unwiderruflich. Der Hass des Judens wie der Engländer muß unser erstes Ziel des politischen Glaubens sein.
La Pornocratie ou les femmes dans les temps modernes, 1857, zitiert auf Wikipedia
Nein, Madame, sie wissen nichts über ihr Geschlecht; Sie wissen nicht das erste Wort der Frage, warum es Sie und Ihre ehrenwerten Schwestern mit so viel Lärm und so wenig Erfolg agieren. Und wenn Sie sie nicht verstehen, diese Frage, wenn in den acht Antwortseiten die Sie an meinem Brief machten, es vierzig Trugschlüsse gibt, beweist das genau, was ich über ihre Geschlechtsgebrechen gesagt habe. Ich verstehe unter diesem Wort, dessen Genauigkeit vielleicht nicht einwandfrei ist, die Qualität ihres Verständnisses, dass Ihnen nur erlaubt, den Bericht der Sachen soviel zu erfassen wie Männer es mit dem kleinen Finger tun. Es gibt bei Ihnen im Gehirn wie im Bauch einige durch sich selbst von Geburt unfähige Organe, die nur der männliche Geist zum Funktionieren bringen kann; seine gebürtige Trägheit zu besiegen, und dass der männliche Geist einzig fähig ist funktionieren zu lassen, obwohl selbst er nicht einmal immer erfolgreich ist.

Aus Cantzen, Rolf (1995): "Weniger Staat - mehr Gesellschaft", Trotzdem-Verlag in Grafenau (S. 139 f.)
In Fragen der Frauenemanzipation erweisen sich Anarchisten oftmals als Patriarchen, die sich in nichts von ihren bürgerlichen (oder staatssozialistischen) Geschlechtsgenossen unterscheiden, sie häufig sogar noch in ihrer bornierten, herrschaftlich-patriarchalen Haltung übertreffen.
So stellt sich die Frage nach der Qualität eines vermeintlich radikalen Denkens, das sich, wenn es sich schon nicht offen frauenfeindlich gebärdet, so doch als ignorant, naiv oder ganz einfach als unreflektiert erweist. Das gleiche betrifft die Einstellung gegenüber Kindern: Dieselben Anarchisten, die sich vehement gegen jegliche Zwangsbefreiung und gegen herrschaftliche Mittel zur »Einführung« einer herrschaftsfreien Gesellschaft wehren, befürworten die erzieherische Manipulation von Kindern, um aus ihnen Anarchisten zu machen.

Bücher und Materialien

In Arbeit ...

Ein kritisches Buch zur "Anarchie" und sog. AnarchistInnen (vor allem im deutschsprachigen Raum) wird in der Reihe "ScharfZeichner" des SeitenHieb-Verlags.

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