Berichte von Repression
(ohne jegliche "Bewertung")

Siehe auch: Anti-Knast-Seiten +++ Antirepression +++ Polizeigewalt

0. Über den Verfasser

Nach meiner Lehrzeit von 6 Jahren arbeitete ich zunächst 1 ½ (eineinhalb) Jahre als Zimmermann. Danach, ich wurde angeworben, arbeitete ich mit nahtlosem Übergang gut ein Jahr und drei Monate als Stahl- und Betonbauer im Hochbau. Mittlerweile weiß ich nicht einmal auf Anhieb wie viele Jahre oder seit wann ich genau arbeitslos bin.

1. Wie gut sich der Staat um misshandelte Kinder kümmert

Irgendwann in dieser Zeit lernte ich Nicole Lehmann kennen. Sie war damals 14 Jahre. Ihr Bruder Tobias war 10. Nachdem ich durch Bekannte erfahren hatte, dass Nicky seit ihrem 10. Lebensjahr von ihrem Stiefvater missbraucht wurde und die Kinder auch sonst gequält wurden, beschloss ich, den Kindern da raus zu helfen.
Ich wurde in dieser Zeit Zeuge wie Nicky (sie war gerade mal knapp 1,60 m groß und wog, da sie stark magersüchtig war, gerade 40 kg), von ihrem Stiefvater zusammengeschlagen wurde. Als ich ihr helfen wollte, wurde ich auch zusammengeschlagen.
Ich zeigte daraufhin den Stiefvater wegen Körperverletzung und Kindesmissbrauch an.
Es stellte sich heraus, das der Mann (Johnny van der Gron) ein sehr gefährlicher Gewaltverbrecher war, der nach Verbüßung eines 64ers (geschlossener Alkoholentzug) sich mit der Mutter von Nicky zusammentat. Irgendwann gelang es mir, die beiden Kinder (natürlich mit deren Einverständnis) zu entführen.
Nicky wurde an dem Mittwoch danach vom Jugendamt Diepholz in einer evangelischen offenen Wohngruppe untergebracht. Man konnte zusehen, wie sie auflebte.
Tobias, ihr Bruder, wurde leider gleich (mit 10 Jahren) Opfer dieser Bürokratie.
Er wollte zu seinem leiblichen Vater und dieser wollte auch den Jungen. Alles war klar und das Jugendamt stimmte zu. Leider versäumte man es bei Gericht die einstweilige Verfügung über das Sorgerecht rechtzeitig zu unterschreiben. Und so konnte die Gegenseite (Mutter und Johnny) nach Bekanntwerden des Sachstandes durch ihren Anwalt den Jungen aus dem Schulunterricht entführen und für ca. 6 Wochen im Sauerland versteckt halten.
Ich hatte leider zu der Zeit einen schweren Autounfall und verlor dadurch auch etwas den Kontakt zu den Kindern.
Ich weiß nur, dass der Tobias danach eine wahre Odyssee an Heimen absolvieren musste, nur weil das Jugendamt es so wollte und durchsetzte.

2. Kinderprostitution unter dem Deckmantel eines Jugendamtes

Der Kontakt zu Nicky sollte auch abreißen. Sie sagte mir, dass sie zu der Kontaktaufgabe gezwungen wurde und dass ihr das auch weh tue. Immer, wenn ich Nicky besuchen wollte, wurde sie vor mir versteckt und ich behandelt, als wäre ich der letzte Kinderficker. Der Kontakt riss schließlich ab. Erst als ich hörte, dass Nicky an einen Zuhälter vermittelt wurde mit Zustimmung des Diepholzer Jugendamtes, beschloss ich, mich wieder um die Sache zu kümmern und stellte als ersten Schritt das Jugendamt zur Rede. Diese Beamten verhielten sich saumäßig mir gegenüber. Sie gaben rein lediglich zu, dass der Typ, wo Nicky jetzt ist, dem Jugendamt wegen Zuhälterei bekannt ist. Sie versicherten, dass die Geschichte ein reiner Deal zwischen Nicky und ihrer Mutter war. Nicky wollte zu dem Zuhälter ziehen, nachdem dieser sie "heiß gemacht" hatte. Da die Mutter noch das Sorgerecht hatte, sagte sie, dass Nicky zu dem Typen ziehen darf, wenn sie die Anzeige gegen Johnny van der Gron zurückzieht. Das Jugendamt sah hierbei unbeteiligt zu. Im Gegenteil, sie versuchten alle Bemühungen Nicky zu helfen zu be- oder verhindern. Der Kontakt riss erneut ab.
Nach einer ganzen Weile hörte ich, dass Nicky von ihrem Zuhälter brutalstens zugerichtet wurde und nun im Krankenhaus lag. Ich rief als erstes beim Jugendamt an und ließ mir die Meldung bestätigen. Danach fuhr ich ins Krankenhaus um nach Nicky zu sehen. Beim Krankenhaus sagte man mir, dass Nicky vor einer halben Stunde von 2 Frauen und einem Herr abgeholt wurde. Ich fragte, wer das angeordnet hat, doch man ließ mich auflaufen.
Nicky war zu diesem Zeitpunkt vermutlich schwer verletzt und wurde aus dem Krankenhaus entführt....
Nicky wird seitdem wie eine Gefangene gehalten, ihr wurde alles, was sie hatte, weggenommen. Ich habe ein paarmal versucht, Fremde da hereinzuschleusen um einen Ausbruch zu planen. Der Kontakt zu Nicky wurde nie wieder hergestellt.
Mich erbost es besonders, dass das Jugendamt die ganze Zeit Bescheid wusste und nicht unternahm, wie es deren Pflicht gewesen wäre. Dieses grenzt in meinen Augen an moderne Kinderprostitution über das Jugendamt....das die Kinder eigentlich gerade vor so etwas schützen sollte. Ich kann hiermit dem Jugendamt Diepholz Amtsmißbrauch erster Güte vorwerfen.
Seit dieser Geschichte hatte ich mit allen möglichen Ämtern und Einrichtungen der Region nur noch ein sehr schweres Auskommen. Ich wurde gegängelt und drangsaliert, wo es nur ging.

3. Wie sozial + gerecht der Staat ist

Im Herbst bzw. frühen Winter lernte ich Raphael kennen. Er war 12 Jahre alt und hielt sich bei Bewohnern des Asylantenhauses auf, wo er besoffen im T-Shirt rumlief.
Ab da hatte ich wieder Kontakt zum Diepholzer Jugendamt. Raphael war damals gerade flüchtig aus einem Heim für verhaltensgestörte Kinder. Dorthin sind wir dann auch gefahren. Ich habe schon viele Heime gesehen, aber was ich dort sah und erleben musste, schlägt jedem Fass den Boden aus. Wie kann man nur Kinder in einer so trostlosen Umgebung sich selbst überlassen. Und zudem noch Kinder, die einer besonders sensiblen Betreuung bedürfen.
Ich habe Raphael nur zu gut verstanden, dass er da weg wollte. Die Erzieher sagten, dass es keinen Sinn hat, den Raphael weiter festzuhalten, er würde ja sowieso spätestens nach 2 Stunden wieder durchbrennen. Sie sagten uns aber, weil ich Bedenken äußerte, dass der Raphael immer noch sein Zimmer in dem Heim hat und dass er jederzeit zurück könne.
Nach einiger Zeit hatten wir keine saubere Wäsche mehr und ich sagte zu Raphael, dass, wenn er ja im Heim noch sein Zimmer hat, was er ja nicht nutzt, wir wenigstens ja mal zum Wäschewaschen vorbeifahren könnten. Er stimmte auch sofort zu. Als wir in dem Heim ankamen, sagte man uns, dass der Raphael vom Jugendamt bei dem Heim abgemeldet wurde, schon vor zwei Wochen. Und was denn jetzt aus Raphaels Sachen werden soll. Sie hatten alles schon fertig gepackt im Hausflur stehen. Der arme Junge. Als ich den zuständigen Sachbearbeiter vom Jugendamt Diepholz sprechen wollte (diesbezüglich) sagte man mir nur "der ist in Urlaub".
Und das war es dann.
Als wir den Herrn wieder sprechen konnten entschuldigte er sich mehrfach, konnte uns jedoch keinen Grund für sein Handeln nennen. Dafür sicherte er uns den rechtmäßigen Unterhaltsanspruch von Raphael zu, damit ich ihn weiter mitnehmen und verpflegen kann.
Wie sich nachher herausstellte, tat er das nur, weil die Mutter von Raphael bei ihm angerufen hatte und sich fragte bzw. ihn: wenn der Raphael bei dem mitfährt, wer kassiert denn hier zu Unrecht den Unterhalt? Irgendwie kam zu dieser Zeit totaler Frust auf. Wir waren total abgebrannt, es war sehr kalt, und wir hatten Hunger. In Anbetracht der Tatsache, dass die Wohlstandsgesellschaft mit allen Instanzen uns hängen ließ, richtete sich unser Zorn und Missmut natürlich gegen diese. Irgend einen Abend hatte ich endlich genug. Ich wollte es tun, um Sachen zu bekommen, die wir gut verkaufen konnten um uns endlich etwas zu Essen kaufen zu können. Ich brach daraufhin in gleich 12 Wohnwagen ein und beschaffte mir verschiedene Gegenstände, die ich zunächst im Mobil lagerte und später in meinen Anhänger umlud.

4. Manipulation eines Kindes durch Polizeibeamte mit Hilfe von Psychologen

Die Asylanten schleppten Raphael zur Polizei, damit er denen alles über die Straftaten erzählen sollte. Bei der Polizei wollte er dann doch nichts mehr sagen. Bis die Kripobeamten von Diepholz den Raphael erpressten, indem sie sagten, dass, wenn er nicht auspackt, er sofort in eine geschlossene psychiatrische Anstalt kommt. Davor hatte Raphael große Angst, da er ja sowieso schon als verhaltensgestört vom Jugendamt aus eingestuft wurde.
Das war im Übrigen zu Unrecht geschehen, da, wenn man sich länger und eingehender mit dem Jungen befasste, sehr schnell feststehen musste, dass er geradezu hochintelligent war. Er konnte nur noch nicht richtig logisch denken und war noch sehr anlehnungsbedürftig, da er ja gerade 12 war. Das Jugendamt erstellte anscheinend absichtlich (ich weiß nicht, aus was für Beweggründen) ein falsches Gutachten über Raphael aus (was ihm in seiner weiteren Entwicklung sehr schaden dürfte).

5. Bestechung und Erpressung durch die Polizei

Tja, und ich war nun des schweren Einbruchs angezeigt und festgenommen worden.
Mein Mischlings-Rüde Ritschy wurde als erstes in einen Fahrradschuppen eingesperrt. Er bellte und jaulte den ganzen Tag. Ich wurde erst im Diensttrakt vernommen und nachher der Durchsuchung meines Wohnmobils zugeführt, wo die Polizei schon fleißig am ausräumen war. Das lief auch erst ganz gut, bis wir zum Kokain kamen. Ich lachte und sagte zum Kommissar, wenn er mir Geld gibt, kaufe ich mir sofort welches. Da ich eh schon mmer mit meinem Geld haushalten musste, und nicht mal genug zu Essen hatte, konnte ich mir sowas natürlich nicht leisten. Der Kommissar war jedoch erst überzeugt davon und wollte partout mein Mobil auseinandernehmen.
Als ich protestierte, brachte man mich auf die Arrestzelle. Auch aus mir wollte die Diepholzer Polizei Geständnisse und Aussagen erpressen, teilweise über Menschen, die ich gar nicht kannte, bzw. sollte ich ihnen einen Zigeunerclan ans Messer liefern. Ich sollte dafür 20.000 DM bekommen und straffrei, mit neuer Identität, davon kommen. Mit solch amerikanischer Gangart konnte ich nicht dienen, und so wurde ich durch die Mangel gedreht. Da bei mir keine Fluchtgefahr bestand, ließ man mich am Nachmittag wieder laufen. Wie ich später feststellen musste, hatte die Polizei sämtliche Gegenstände, die ihnen wertvoll erschienen, die ich ja demzufolge auch geklaut haben musste, entwendet. Obwohl ich für jede dieser Sachen den Eigentumsnachweis erbringen kann, habe ich sie bis heute nicht wiederbekommen. Sie sagten nämlich, dass die Sachen (die mir gehörten), mit auf der Liste standen, die ich zur Herausgabe an die Geschädigten unterschreiben sollte. Sie sagten, dass die Sachen, die nicht zurückgegeben werden können, automatisch vernichtet werden. Das ist Diebstahl unter dem Deckmantel einer Polizeiaktion. Zum anderen ist dies Unterschlagung.

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