Kontrolle von links

Siehe auch: Anti-Knast-Seiten ++ Antirepression
Repressionsschutz ++ Polizeigewalt

Repressionsschutz als Repression

Mit der Behauptung, die Repression durch Polizei und Verfassungsschutz zu verhindern, werden in vielen politischen Zusammenhängen krasse und autoritäre Verhaltensmaßregeln durchgesetzt. Zudem sichern sich die Eliten in den Bewegungen mit Verweis auf Repressionsgefahren oft selbst in ihren dominanten Stellungen ab. Wenn über Polizeikontakte und Sicherheitsüberlegungen nicht mehr offen geredet wird, dann heißt das nicht, dass das nicht stattfindet, sondern die Eliten das unter sich klären und auch die Absprachen mit der Polizei selbst machen. "Anna & Artur halten's Maul" gilt jedenfalls nur für die Menschen, die als Teil der Herde mobilisiert werden. Viele Eliten haben regelmäßige Kontakte, führen Vorgespräche zu Demonstrationen, schwätzen am Rande von Aktionen mit den Polizeioberen usw.

Anti-NATO-Proteste in München
  • Rückschau auf Aktionen 2002
  • Anweisung für das Aktionszentrum bei den Anti-NATO-Protesten Febr. 2006 in München
    Aus dem Newsletter Nr. 3 (1.2.2006)

    zweck des ganzen soll auch sein das mensch bei einem eindringen der polizei nicht irgendwo verplant herumsteht, sondern sich nach möglichkeit alle im saal sammeln um als geschlossene gruppe in einer besseren verhandlungsposition zu sein.
  • Anweisungen der Eliten an die DemonstrantInnen per Indymedia. Auszüge:
    Wer zur SIKO fährt und sein Handy nicht unbedingt braucht, sollte es zuhause liegen lassen. ... Wer unbedingt mobil telefonieren muss, sollte sich ein Extra Handy zulegen. ... Aus Sicherheitsgründen werden wir bei der Demo die Daten des Air Interface aller Netze per Software laufend aufzeichnen. Anschließend wird dieses Protokoll ausgewertet. ... Eine Kartentransaktion kann 10 Jahre auf die Minute und den Zahlungsort genau nachvollzogen werden. Also genug Bargeld mitnehmen. ...
    Ob die Eliten wohl auch ihre Handys zuhause lassen?
Verbot kreativer Widerstandsstrukturen beim Castor in Lüneburg 2002
Gegen kreative Antirepression

Durch die Kader in Rote Hilfe und ähnlichen Organisationen wird seit Jahre eine gnadenlose Ausgrenzung gegenüber Leuten betrieben, die einen kreativ-offensiven Umgang mit Gerichten, Polizei und anderen Repressionsstrukturen fordern, entwickeln und/oder praktizieren. So sind im Rhein-Main-Gebiet und anderen Hochburgen der dogmatischen Linken immer wieder Veranstaltungen, z.B. die Ton-Bilder-Schau "Fiese Tricks von Polizei und Justiz" verhindert worden - platterweise einfach nur mit Drohungen. Die Herrschenden sehen amüsiert zu, wie interne AufpasserInnen ihnen das Leben leichter machen ...

Aus dem Verfassungsschutzbericht Mecklenburg-Vorpommern 2010 (S. 66)
Die Rostocker Ortsgruppe konzentrierte sich im Jahr 2010 auf die Auseinandersetzungen mit dem Bundesvorstand der „Roten Hilfe e. V.“ um den Umgang mit „kreativer Antirepression“. Seit den Protesten gegen den NATO-Gipfel 2009 hielten die Meinungsverschiedenheiten in der Gruppe „Rote Hilfe e. V.“ an; diese entzünden sich insbesondere an der Frage, ob die Organisation zu Provokationen gegenüber der Polizei und den Ordnungsbehörden aufrufen soll. Im Oktober 2010 gipfelte der Streit während einer Bundesversammlung der „Roten Hilfe e. V.“ in dem Ausschluss eines Rostocker Mitglieds, in dessen Folge weitere Mitglieder die „Rote Hilfe e. V.“ in Rostock verließen und eine neue Gruppe unter dem Namen „Schwarz-Rote Hilfe“ gründeten.

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