Chronik Februar 2010

Siehe auch: Übersicht ++ Übersicht 2002 ++ Übersicht 2001 und vorher

  • Ab 3.2.: Rundtour mit der Veranstaltung "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Firmen und Forschung" durch Baden-Württemberg und Schwäbischer Alb/Bodensee (Einladung für alle Termine um Ulm)
    Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder wird einen intensiver Filz zwischen Konzern und Aufsichtsbehörden aufgedeckt. Doch St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist weit weg. Wie aber sieht es in Deutschland aus? Warum werden hier Jahr für Jahr immer neue Felder angelegt, obwohl 80 Prozent der Menschen keine Gentechnik im Essen wollen? Warum fließen Steuergelder auch dieser 80 Prozent fast nur noch in die Gentechnik, wenn es um landwirtschaftliche Forschung geht? Der Blick hinter die Kulissen der Gentechnik mit ihren mafiosen Strukturen und skandalösen Zustände bei Genehmigungen und Geldvergabe bietet eine erschütternde Erklärung, warum die überwältigende Ablehnung und der gesetzlich eigentlich vorhandene Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft (einschließlich Imkerei) gegenüber der grünen Gentechnik so wenig Wirkung hat. Denn: In den vergangenen Jahrzehnten sind alle relevanten Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und geldvergebenden Ministerien mit GentechnikbefürworterInnen besetzt worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne eingebunden. Mafiose Geflechte von Kleinstunternehmen und seltsamen Biotechnologieparks names Biotechfarm oder Agrobiotechnikum sind entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder erst veruntreut und dann hin- und hergeschoben werden, bis sich ihre Spur auf den Konten der Beteiligten verliert. Es wird Zeit für einen Widerstand an den Orten der Seilschaften.
    In der Veranstaltung werden minutiös die Seilschaften zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen durchleuchtet. Genauere Blicke lohnen auf die Genehmigungsbehörde BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsichergheit und deren Beratungsstellen JKI und ZKBS. Dann sollen beispielhaft zwei Zentren der grünen Gentechnik vorgestellt werden: Das AgroBioTechnikum in Groß Lüsewitz mit seinen Firmengeflechten um biovativ und BioOK und die BioTechFarm in Üplingen mit dem sachsen-anhaltinischen Gentechfilz um InnoPlanta.
    Den Abschluss bildet ein Ausblick auf Möglichkeiten des Widerstandes: "Wer nach mehr Forschung ruft oder sich auf staatliche Stellen verlässt, ist verlassen. Gentechnikfreiheit gibt es nur dann, wenn die 80 Prozent Ablehnung sich auch zeigen - nicht zwar nicht nur per Stimmzettel, Protestmail oder am Supermarktregal, sondern dort, wo die Gentechnikmafia arbeitet und die Felder angelegt werden!"
    Die Termine:
    • Mittwoch, 3.2. um 19 Uhr in Heidelberg (Hörsaal 6, Neue Uni, Uniplatz, Heidelberg ++ Ankündigung)
    • Donnerstag, 4.2., 20 Uhr auf dem Biohof Udo Haas, 89257 Illertissen-Betlinshausen, Zum Reiser 4a
    • Freitag, 5.2., 20 Uhr im Naturfreundehaus Spatzennest, 89134 Blaustein-Weidach
    • Samstag, 6.2., 10 Uhr Vortrag im Bildungszentrum Kloster Roggenburg
    • Samstag, 6.2. ab 16 Uhr Besuch und Kurzbeitrag beim SlowFood-Stammtisch, Hotel Bäumle, 89073 Ulm, Kohlgasse 6
    • Sonntag, 7.2. um 19.30 Uhr im Club Orange der VHS, Einsteinhaus, 89073 Ulm-Stadtmitte, Kornhausplatz 5
    • Montag, 8.2.10, 20 h, 88239 Wangen, Gasthaus "Baumgarten" Saal
    • Dienstag, 9. Feb. 2010 um 20 h in Lindau im Gewölbekeller des Hospiz (Stiftsplatz auf der Insel) ++ Einladungsschreiben
    • Mittwoch, 10. Februar, 20 Uhr in Meckenbeuren (Familientreff gegenüber dem Bahnhof in Mecka) ++ Einladungsschreiben
  • 4. Februar, 14:00 Uhr am Amtsgericht Schwäbisch Hall: Prozess gegen Totalverweigerer

Reportage: Strafjustiz gegen WaldschützerInnen ... Anzeigen ++ 2. Artikel ++ Infoseite zur Waldbesetzung

Reportage: ... und gegen Blockade uniformierten Mordens Anzeigen ++ 2. Artikel ++ Infoseite

Reportage: Freispruch wegen Schwarzfahrens Anzeigen ++ Rechtstipps zum Schwarzfahren

  • 17.02.2010, 13:30 Uhr, Amtsgericht Rüsselsheim, Johann-Sebastian-Bach-Straße 45, 65428 Rüsselsheim
    Eine Person steht wegen mehrerer Aktionen gegen die Rodungen im Februar 09 vor Gericht: Baumbesetzungen im Rodungsgebiet am 31. Januar bzw. 11. Februar, außerdem war sie bei der Räumung des Hüttendorfes anwesend und kettete sich fest. Der Vorwurf ist in allen drei Fällen Hausfriedensbruch.
  • Ende Februar: Tour durch Bayern, Allgäu und am Bodensee mit dem Vortrag "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Firmen und Forschung"
    Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder wird einen intensiver Filz zwischen Konzern und Aufsichtsbehörden aufgedeckt. Doch St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist weit weg. Wie aber sieht es in Deutschland aus? Warum werden hier Jahr für Jahr immer neue Felder angelegt, obwohl 80 Prozent der Menschen keine Gentechnik im Essen wollen? Warum fließen Steuergelder auch dieser 80 Prozent fast nur noch in die Gentechnik, wenn es um landwirtschaftliche Forschung geht? Der Blick hinter die Kulissen der Gentechnik mit ihren mafiosen Strukturen und skandalösen Zustände bei Genehmigungen und Geldvergabe bietet eine erschütternde Erklärung, warum die überwältigende Ablehnung und der gesetzlich eigentlich vorhandene Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft (einschließlich Imkerei) gegenüber der grünen Gentechnik so wenig Wirkung hat. Denn: In den vergangenen Jahrzehnten sind alle relevanten Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und geldvergebenden Ministerien mit GentechnikbefürworterInnen besetzt worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne eingebunden. Mafiose Geflechte von Kleinstunternehmen und seltsamen Biotechnologieparks names Biotechfarm oder Agrobiotechnikum sind entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder erst veruntreut und dann hin- und hergeschoben werden, bis sich ihre Spur auf den Konten der Beteiligten verliert. Es wird Zeit für einen Widerstand an den Orten der Seilschaften.
    In der Veranstaltung werden minutiös die Seilschaften zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen durchleuchtet. Genauere Blicke lohnen auf die Genehmigungsbehörde BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und deren Beratungsstellen JKI und ZKBS. Dann sollen beispielhaft zwei Zentren der grünen Gentechnik vorgestellt werden: Das AgroBioTechnikum in Groß Lüsewitz mit seinen Firmengeflechten um biovativ und BioOK und die BioTechFarm in Üplingen mit dem sachsen-anhaltinischen Gentechfilz um InnoPlanta.
    Den Abschluss bildet ein Ausblick auf Möglichkeiten des Widerstandes: "Wer nach mehr Forschung ruft oder sich auf staatliche Stellen verlässt, ist verlassen. Gentechnikfreiheit gibt es nur dann, wenn die 80 Prozent Ablehnung sich auch zeigen - nicht zwar nicht nur per Stimmzettel, Protestmail oder am Supermarktregal, sondern dort, wo die Gentechnikmafia arbeitet und die Felder angelegt werden!"

    Die Termine:
    • So. 21.02.10 um 19 Uhr im Umweltzentrum (Stuttgart, Rotebühlstr. 86/1)
    • Mo. 22.02.10 um 20 h, 88069 Tettnang, Gemeindezentrum St. Gallus, Kolpingsaal
    • Di. 23.02.10, 20 Uhr Pfarrsaal in Trauchgau (Dorfstraße 18, 87642 Halblech)
    • Mi. 24.02.10 um 20 Uhr, 88677 Markdorf, Haus am Weinberg (evang. Gemeindehaus)
    • Do. 25.02.10 um 20 h, 88356 Ostrach im Edeka Supermarkt mit "Danke fürs Kommen-Buffet"
    • 26.2. Abendworkshop zu Aktionsideen gegen die Agro-Gentechnik
  • 25.2.2010, 08:30 Uhr, Amtsgericht Rüsselsheim Johann-Sebastian-Bach-Straße 45, 65428 Rüsselsheim
    Verhandelt wird gegen 3 AktivistInnen, die wenige Tage nach der Räumung des Hüttendorfes ein Hausdach auf dem Gelände der geplanten Landebahn besetzt haben. Vorwurf ist Hausfriedensbruch. [Erklärung zur Aktion] Einer der AktivistInnen wird außerdem vorgeworfen, bei der Räumung des Hüttendorfes Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet zu haben.

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