Chronik Februar 2013

Siehe auch: Übersicht ++ Übersicht 2002 ++ Übersicht 2001 und vorher

  • Mi, 6.2. in Köln (Infoladen LC 36, Ludolf-Camphausen-Str. 36, neben Bahnhof West):
    • 17 bis 19 Uhr: Workshop zu Recherchemethoden (Internetsuche, Undercoverrecherche, Akteneinsichtsrecht usw.)
      Um in den Kochtöpfen der Macht herum zu rühren oder in diese zu spucken, ist eine Mischung aus kreativen Aktionen, emanzipatorischen Inhalten und tiefen Einblicken in Strukturen, Handlungsweisen und Ziele der Mächtigen nötig. Letzteres bedarf einigen Geschicks. Der Workshop soll Wissen und Ideen geben, wie über Internet, Undercover-Recherche (Schüffeln wie Wallraff), Akteneinsicht und einiges mehr Informationen besorgt werden können.
    • ab 19 Uhr: Atomisches Cafe
    • 19.30 Uhr: Lesung und Diskussion "Freie Menschen in freien Vereinbarungen"
  • Do., 7.2. um 19 Uhr in Düren (WAA, Kallsgasse 20): Die Mischung macht's - erfolgreiche Strategien des Widerstandes
    Seit 2004 starteten Gentechnikonzerne und Lobbygruppen eine neue Kampagne zur Durchsetzung ihrer Profitinteressen und zur Anlage von Feldern mit manipulierten Pflanzen. Ab 2005 entwickelte sich - wie schon Mitte der 90er Jahre - eine spannende Mischung des Widerstandes: Feldbefreiungen, Feldbesetzungen, Aktionen vor Konzernzentralen und -versammlungen, Recherchen hinter den Kulissen, brisante Veröffentlichungen und viele informative Veranstaltungen. Mit Erfolg: 2012 gab es kam noch Felder und die großen Konzerne kündigten ihren Abgang aus Deutschland an. Was macht solche Widerstandsstrategien aus? Und was lässt sich daraus für andere Kampagnen und Aktionen lernen - z.B. für den Widerstand gegen Atom und Kohle, Tierfabriken und Schlachthöfe, Nazis und FundamentalistInnen aus Religionen oder Esoterik, Konzerne und profitgierige Institutionen, Militär & Co. Dabei geht es nicht um schlichtes Kopieren, denn jede Situation ist anders und jeder Protest sollte auch Ausdruck der Eigensinnigkeiten der jeweiligen AkteurInnen sein. Aber überall wird es darauf ankommen, einen vielfältigen Widerstand am Leben zu haben, eine Kooperation der Vielen und Unterschiedlichen hinzu einer Aktion, in der viele Aktionen Platz haben. Der Referent wird in einem kurzen Abriss die Abläufe des Gentechnikwiderstandes schildern und einige Thesen für den Protest gegen Kohleabbau benennen. Dann bleibt Zeit zur Debatte und Entwicklung eigener Ideen.
  • 8.-10.2. in Flensburg: Prozesstraining. Flyer
  • Mo, 18.2. um 10 Uhr in Magdeburg (Verwaltungsgericht, Breite Str. 203-206, Saal 11): Verfahren Demonstrant gegen Polizei im Zusammenhang mit den Protesten gegen das InnoPlanta-Forum 2011. Der gentechnikkritischen Demonstration wurde ein Platz direkt vor dem Gentechnik-Hofgut verwehrt, weil dort angeblich eine Pro-Gentechnik-Demo stattfand. Diese bestand aber überwiegend aus nur einer Person, phasenweise sogar aus null Personen. Die Fläche wurde von der Polizei dennoch z.T. gewalttätig verteidigt. Der Ausgang des Verfahrens ist nicht spannend, solange die aktuell befasste Kammer zuständig bleibt. Diese hatte in einem ähnlichen Verfahren bereits festgestellt, dass weder eine Beweisaufnahme noch eine ZeugInnenvernehmung noch die Anwesenheit der beklagten Polizei noch eine Akteneinsicht für den Kläger nötig ist, um dessen Klage abzuweisen. Außerdem vertritt sie die Meinung, dass Grundrechte im Land Sachsen-Anhalt nicht höher zu bewerten seien als polizeiliche Anliegen. ++ Presseinfo
    Zum Lesen: Klage ++ Klageerwiderung ++ Ablehnung der Prozesskostenhilfe wegen Aussichtslosigkeit ++ Beschwerde dagegen ++ Ablehnung OVG ++ Ladung zum 18.2.
  • Mo, 18.2. um 20.30 im Ökodorf SiebenLinden (nahe Poppau in der Altmark, Seminarhaus): Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen" (Inhalt siehe 15.3.)
  • Do, 21.1. um 20 Uhr in Eberswalde (Tanzsalon Zippel, Puschkinstr. 18): Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen" (Inhalt siehe 15.3.)
  • Sa/So, 23./24.2. in Berlin: Konferenz "Macht ohne Herrschaft" der Strömung Ema.Li innerhalb der Partei der Linken
    Eine etwas seltsame Konferenz, in der über herrschaftsfreie Gesellschaftsformen geredet werden soll - aber (fast) nur mit parteinahen oder -angehörigen Leuten (plus theorieschwachen Quoten-Anarch@s). Ob sich das lohnt? Platz für Kritik und abweichende Positionen (z.B. tatsächlich herrschaftskritische) ist kaum. Vorschläge dazu wurden eingebracht, aber kaum übernommen.

Gentechnikkritiker, Anwälte und Journalisten überwacht ++ Auf ganzer Seite


Interessenvertretung Inhaftierter ++ Auf ganzer Seite


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