Chronik Februar 2014

Siehe auch: Übersicht ++ Übersicht 2002 ++ Übersicht 2001 und vorher

  • So, 2. Februar von 10-16 Uhr in Flieden (bei Fulda): Wintertagung der AbL Hessen zum Thema „Neugestaltung der Agrarpolitik für Bäuerinnen und Bauern in Hessen“ (Tagungsort ist der Hof Hartmann, Fuldaer Str. 18, 36103 Flieden)
  • Di, 4.2., 19 Uhr in Braunschweig im Falkenzentrum "Sub" (Kuhstraße 28, Hinterhaus, Tel. 0531/896456): Vortrag und Diskussion "Macht macht Umwelt kaputt"
    Herrschaft bedeutet die Möglichkeit, Abläufe und Verhältnisse so regeln zu können, dass andere die negativen Folgen erleiden müssen. Umweltzerstörung basiert regelmäßig auf diesem Prinzip: Industrie und ihre Staaten graben in armen Regionen nach Energiequellen und Rohstoffen, transportieren schiffeweise Nahrungsmittel oder Holz zu sich und kippen den Müll wieder in die Peripherien zurück. Städte nutzen das Umland als Baufläche, Straßentrassen oder für Müllhalden. Die Natur zählt nichts, weil die Menschen in ihr still sind oder still gehalten werden. Wer Umwelt dauerhaft schützen will, muss daher die Machtfrage stellen. Doch was geschieht tatsächlich? Umweltverbände setzen auf Staat, Umweltpolizei, Gesetze und Firmen, um die Welt grün zu halten. Diese Schüsse gehen nach hinten los - schon seit Jahrzehnten. Nötig ist eine Umweltschutzstrategie, die die Menschen ermächtigt, ihr Leben wieder selbst zu organisieren - ohne Hierarchien und Privilegien. Nur ein Umweltschutz von unten ist ein wirksamer Umweltschutz.
  • Mi, 5.2. um 9 Uhr im Landgericht Gießen (Saal 200): X-ter Verhandlungstermin im Verfahren wegen angeblicher Brandstiftung gegen den Fraktionsvorsitzenden der Linken im Gießener Kreistag. Er war monatelang sogar zwangspsychiatrisiert - wegen der öffentlichen Kritik daran zeitweise sogar mit Kontaktsperre. ++ Früherer Bericht HR ++ Zusammenfassung auf TV-Orange
  • Erste Februarwoche durchs Weser-Ems-Gebiet (u.a. Oldenburg, Wildeshausen und Leer): Veranstaltungstour u.a. mit der Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen"
    • Mi, 5.2. um 19.30 Uhr in Wildeshausen (Gasthaus Wolters, Huntetor 5): Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen" (Inhalt siehe 1.4.) ++ Vorankündigung ++ Veranstaltet von der Bürgerinitiative „Gentechnikfreie Region Landkreis Oldenburg“ ++ Flyer
    • 6.2. um 20 Uhr in Hesel (bei Leer; Ort: Meta Erlebnisgastronomie, Kirchstraße 1, 26835 Hesel): Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen" (Veranstalterin: AbL Niedersachsen ++ Inhalt siehe 1.4. ++ Flyer)
    • 7.2. um 19 Uhr in Peine (Hotel & Restaurant Schützenhaus - Gelber Salon -, Kantstr. 1 A, 31224 Peine: Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen" (Veranstalterin: Bürgerinitiative Lahstedt-Ilsede für Tier, Mensch und Umwelt ++ Inhalt siehe 1.4. ++ Flyer)
    • Sa, 8.2., 15 Uhr in Bremen (Kurzschluss, Lahnstr. 16): Vortrag und Diskussion "Den Kopf entlasten: Kritik anti-emanzipatorischer Positionen in politischen Bewegungen" ++ Infos
      Monsanto ist schuld. Nein, die Bilderberger. Quatsch, der Finanzkapital macht alles kaputt. Hinter allem stecken zwei Bankersfamilien. Europa wird immer mehr amerikanisiert. Geht doch gar nicht, weil Deutschland ohnehin von den USA besetzt ist. Oder gar nicht existiert ...
      So oder ähnlich klingen viele Erklärungsmodelle für die Ursachen empfundener Missstände. Was sie gemeinsam haben: Sie vereinfachen, verkürzen komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wandeln sie Ohnmacht oder Empörung in billige Zustimmung - zwecks politischer Beeinflussung, Sammeln von AnhängerInnen und WählerInnen oder auf der Suche nach dem schnöden Mammon in Form von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Vor allem aber können sie gefährlich sein, wenn plumpe Feindbilder und verkürzte Ursache-Wirkungsketten zu einem Hass gegen Bevölkerungsgruppen führen, denen die Schuld für das Böse auf der Welt zugeschoben wird - der Antisemitismus ist nur ein Beispiel dafür, die Folgen sind bekannt. Im Vortrag (bzw. Workshop) werden Prinzipien vereinfachter Welterklärungen benannt und dann Beispiele vorgestellt, über die jeweils auch kurze Debatten möglich sind. Den Abschluss bilden praktische Tipps für skeptisches Denken. Infoseite: www.kopfentlastung.tk
    • Sa, 8.2., 19.30 Uhr in Bremen (Kurzschluss, Lahnstr. 16): Vortrag und Diskussion "Freie Menschen in freien Vereinbarungen - Theorie der Herrschaftsfreiheit" ++ Infos
      Wie kann eine herrschaftsfreie Welt aussehen? Diese Frage beschäftigt PhilosophInnen, manch zukunftsorientierten PolitikerInnen oder AktivistInnen, Roman- und Sachbuchschreiberlinge. Doch ein kritischer Blick zeigt meist: Zukunftsdebatten sind eher ein Abklatsch heutiger Bedingungen mit netteren Menschen in der Führung. "Freie Menschen in freien Vereinbarungen" ist radikal anders: Mit scharfem, analytischen Blick werden die Bedingungen seziert, unter denen Herrschaft entsteht, wie sie wirkt und was sich wie ändern muss, damit Menschen aus ihrem Streben nach einem besseren Leben (Eigennutz) sich nicht nur selbst entfalten, sondern genau dafür die Selbstentfaltung aller Anderen brauchen und deshalb mit herbeiführen. Aus Konkurrenz wird Kooperation, das Normale weicht der Autonomie.
      Der Autor des im Frühjahr 2012 erschienenen Buches "Freie Menschen in freien Vereinbarungen" stellt nach einer Definition von Herrschaft die Frage nach den Formen, in denen Herrschaft auftritt. Danach umreisst er in über 20 Thesen die Bausteine einer herrschaftsfreien Welt - nicht in Form konkreter Entwürfe, sondern als Art "Prinzipien", was gelten müsste. Es geht um Aspekte, wie eine herrschaftsfreie Welt organisiert sein müsste und wie der Weg dorthin aussieht. Der Vortrag ist eine Mischung aus kurzen Lesungen, verbindenden Worten und der Möglichkeit zu Nachfragen und Diskussion.
      Wer schon vorher etwas lesen will: www.herrschaftsfrei.tk.
    • So, 9.2., 16 Uhr in Bielefeld (im 'Internationalen Begegnungszentrum' (IBZ) in Bielefeld, Teutoburger Str./Ecke Webereistraße): Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen" (Inhalt siehe 1.4.) ++ Flyer
  • Fr, 7.2. ab 17 Uhr bis So, 9.2. im Laufe des Nachmittages in Passau: Training für offensive Gerichtsprozesse
    Wenn noch Fragen sind gerne einfach Anrufen oder Mail schreiben ++ Flyer
  • Sa, 8.2. ab 13 Uhr in Hannover (ab Steintor): Demo gegen Überwachung und Tierfabriken
  • Mo, 10.2. um 9 Uhr im Landgericht Gießen (Saal 200): X-ter Verhandlungstermin im Verfahren wegen angeblicher Brandstiftung gegen den Fraktionsvorsitzenden der Linken im Gießener Kreistag. Er war monatelang sogar zwangspsychiatrisiert - wegen der öffentlichen Kritik daran zeitweise sogar mit Kontaktsperre. ++ Früherer Bericht HR ++ Zusammenfassung auf TV-Orange
  • Mi, 21.2.., 11 Uhr vor dem Amtsgericht Stuttgart: Prozess gegen die RathausbesetzerInnen (Protest gegen Stuttgart 21) ++ Bericht vom ersten Tag
  • Mo, 24.2., 19 Uhr in Fulda im Cafe Panama Langebrückenstr. 14, Fulda: Lesung "Kommen Sie da runter!"
    Eine Autorenlesung aus dem politischen Alltag einer Kletterkünstlerin von und mit Cécile Lecomte
  • Di, 25.2. um 10 Uhr am Amtsgericht Fulda (Königstr. 38, Saal 1.120): Prozess gegen zwei AktivistInnen wegen vermeintlicher Sachbeschädigung im Zusammenhang mit dem Versuch, den Castor 2011 in der Nähe von Fulda zu stoppen ++ Protestschreiben an AREVA ++ P
    Weil sie im November 2011 gegen einen CASTOR-Transport nach Gorleben in Fulda protestierten und auf die Gefahren der gefährlichen Fracht aufmerksam machten, stehen zwei AktivistInnen vor Gericht. Nach einer 12 stündigen Aktion waren vier AktivistInnen durch ein Sondereinsatzkommando aus Bäumen an der Bahnstrecke heruntergeholt worden. Die Aktion sorgte für Wirbel. Laut Polizei erhielten in der Zeit von 22:30 Uhr bis 06:35 Uh 131 Züge insgesamt 8480 Minuten Verspätung. Der Castor soll eine halbe Stunde Verspätung gehabt haben. Ursache dafür war jedoch nicht die Kletteradie Übereaktion der Polizei, die die Strecke teilweise sperrte und die Oberleitung abschalten ließ. Der Vorwurf des gefährlichen Eingriffes in den Schienen Verkehr konnte trotz umfangreichen Ermittlungen und einer Gerichtsakte von über 500 Seiten nicht aufrecht erhalten werden. Übrig bleibt einzig der Vorwurf der Sachbeschädigung gegen zwei AktivistInnen. Der Castor und ein Turmwagen der Bahn sollen laut Anklage etwas Farbe abbekommen haben. AREVA und die Deutsche Bahn haben Strafantrag gestellt. Die Staatsanwaltschaft Fulda hat Anklage erhoben. Weil die Sach- und Beweislage besonders kompliziert ist, wurde den Beschuldigten Pflichtverteidiger beigeordnet. Der Rauswurf eines weiteren Verteidigers scheiterte.

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