Chronik Februar 2016

Siehe auch: Übersicht ++ Übersicht 2002 ++ Übersicht 2001 und vorher

  • 29.1.-1.2. in Passau: Training zu kreativer Antirepression ++ Infoseite
  • Do., 4.2. um 19.30 Uhr in Gladenbach (verdi-Bildungszentrum, Schloßallee 33): Film "Aufstieg und Fall einer Patentlösung" (anschl. Gespräch mit dem Filmemacher und Aktivisten Jörg Bergstedt)
    102 spannende Minuten (in der Langfassung sogar 123min!) über die Hintergründe der aufstrebenden, profitträchtigen Technik und den Widerstand dagegen. In Hunderten von Zitaten, Interviews, Bildern und Filmsequenzen wird nachgezeichnet, wie Parteien, Landesregierung, Universität Rostock, große Welt- und dubiose Kleinstfirmen in Mecklenburg-Vorpommern ein Eldorado der Agro-Gentechnik aufbauten. Doch aus der vermutet widerstandslosen Region wurde ein bemerkenswertes Symbol für die Kraft des Widerstandes, in dem sich kreative Aktivist_innen, Umweltschützer_innen und Anwohner_innen gegen die scheinbare Übermacht verbündeten. Spektakuläre Bilder von Feldbesetzungen, O-Töne von Ohrenzeug_innen der nächtlichen Feldbefreiungen und Dokumente aus dem Inneren der Gentechnik-Seilschaften machen den Film zu einem bemerkenswerten Rückblick auf fast zehn Jahre Aufstieg und Fall der Agro-Gentechnik. Am Ende siegte, zumindest in Deutschland und vorläufig, der Widerstand - ein nicht alltägliches Ergebnis. Wie das kam, zeigt der Film - am Beispiel von Mecklenburg-Vorpommern.
  • Sa, 20.2. von 10 bis 17 Uhr in Düsseldorf (ZAKK, Fichtenstr. 40): Kongress zur Verkehrspolitik "Fahrscheinlos durch Düsseldorf" ++ Infoseite
  • Sa, 20.2. um 19.45 in Köln (Kolbhalle, Helmholtzstraße 8-32): Vortrag und Diskussion "Den Kopf entlasten: Kritik an vereinfachten Welterklärungen" ++ im Rahmen des Membran-Festivals
    Monsanto ist schuld. Nein, die Bilderberger. Quatsch, das Finanzkapital macht alles kaputt. Hinter allem stecken zwei Bankierfamilien. Europa wird immer mehr amerikanisiert. Geht doch gar nicht, weil die BRD ohnehin von den USA besetzt ist. Oder gar nicht existiert ...
    So oder ähnlich klingen viele Erklärungsmodelle für die Ursachen empfundener Missstände. Was sie gemeinsam haben: Sie vereinfachen, verkürzen komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wandeln sie Ohnmacht oder Empörung in billige Zustimmung - zwecks politischer Beeinflussung, Sammeln von Anhänger_innen und Wähler_innen oder auf der Suche nach dem schnöden Mammon in Form von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Vor allem aber können sie gefährlich sein, wenn plumpe Feindbilder und verkürzte Ursache-Wirkungsketten zu einem Hass gegen Bevölkerungsgruppen führen, denen die Schuld für das Böse auf der Welt zugeschoben wird - der Antisemitismus ist nur ein Beispiel dafür, die Folgen sind bekannt.
    Im Vortrag werden Prinzipien vereinfachter Welterklärungen benannt und dann Beispiele vorgestellt, über die jeweils auch kurze Debatten und Nachfragen möglich sind. Den Abschluss bilden praktische Tipps für skeptisches Denken (Infoseite: www.kopfentlastung.tk).

20.2.2016, Kolbhalle Köln-Ehrenfeld: Vortrag "Den Kopf entlasten" ++ Auf ganzer Seite ++ Infoseite ++ linksunten ++ Youtube Anzeige einer externen Internetseite, wenn nicht zu sehen, oben auf "Auf ganzer Seite" klicken!

  • Di, 23.2. um 18.00 im Marburger Beratungszentrum (Am Grün 16): Film "Man muss nicht alles schlucken"
    Eine Dokumentation für Psychiatrieerfahrene, ihren Angehörigen und dem begleitenden Fachpersonal, der im letzten Jahr für Gesprächsstoff sorgte. Der Film beschäftigt sich, als dokumentierter Trialog, mit dem Thema Psychopharmaka und ihren Wirkungen. Eine Veranstaltung des Marburger Vereins für Selbstbestimmung und Betreuung gemeinsam mit EX-IN-Hessen e.V., Eintritt frei.
    Marburger Verein für Selbstbestimmung und Betreuung gemeinsam mit EX-IN-Hessen e.V.
  • Do, 25.2., 20 Uhr in Gießen (Cafe Amelie, Ecke Walltorstr./Asterweg): Vortrag und Diskussion "Den Kopf entlasten: Kritik an vereinfachten Welterklärungen" (zum Inhalt siehe hier und hier)
    Monsanto ist schuld. Nein, die Bilderberger. Quatsch, das Finanzkapital macht alles kaputt. Hinter allem stecken zwei Bankierfamilien. Europa wird immer mehr amerikanisiert. Geht doch gar nicht, weil die BRD ohnehin von den USA besetzt ist. Oder gar nicht existiert ...
    So oder ähnlich klingen viele Erklärungsmodelle für die Ursachen empfundener Missstände. Was sie gemeinsam haben: Sie vereinfachen, verkürzen komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wandeln sie Ohnmacht oder Empörung in billige Zustimmung - zwecks politischer Beeinflussung, Sammeln von Anhänger_innen und Wähler_innen oder auf der Suche nach dem schnöden Mammon in Form von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Vor allem aber können sie gefährlich sein, wenn plumpe Feindbilder und verkürzte Ursache-Wirkungsketten zu einem Hass gegen Bevölkerungsgruppen führen, denen die Schuld für das Böse auf der Welt zugeschoben wird - der Antisemitismus ist nur ein Beispiel dafür, die Folgen sind bekannt.
    Im Vortrag werden Prinzipien vereinfachter Welterklärungen benannt und dann Beispiele vorgestellt, über die jeweils auch kurze Debatten und Nachfragen möglich sind. Den Abschluss bilden praktische Tipps für skeptisches Denken (Infoseite: www.kopfentlastung.tk).

Einen Monat früher +++  Nächster Monat