Chronik Januar 2013

Siehe auch: Übersicht ++ Übersicht 2002 ++ Übersicht 2001 und vorher

  • Fr, 4.1.2013 um 12 Uhr in Hannover (Kröpke-Uhr): Demo gegen Tierversuche der Firma Böhringer aus Anlass des Hauptantritts einer Aktivistin, die sich an der Besetzung des Tierversuchslabors (Baustelle) beteiligte
  • Mi, 9.1.2013 um 19.30 Uhr in Fulda (Cafe Chaos): Lesung und Diskussion "Freie Menschen in freien Vereinbarungen: Die Formen der Herrschaft - und wie sie zu überwinden sind"
    Am 5. September war Jörg Bergstedt das erste Mal mit seiner Theorie der Herrschaftsfreiheit in Fulda - damals im Glashaus der Zeppelinoase. Der Autor des gleichnamigen Buches stellte sein Konzept zu "Freien Menschen in freien Vereinbarungen" vor. Hauptteil des Abends war eine intensive Debatte. Diese und der theoretische Input erhalten nun eine Fortsetzung - mit einer konkreten Fragestellung. Jörg Bergstedt wird thesenförmig verschiedene Formen der Herrschaft von Kapitalverhältnissen über Diskurssteuerung bis zu Funktions- und Deutungseliten vorstellen und Wege andeuten, wie ein emanzipatorischer Weg der Befreiung aussehen könnte. Hintergrundinfo: www.herrschaftsfrei.tk
  • 11.-13. Januar (Beginn: Freitag 18 Uhr) im Infoladen LC 36 Köln (Ludolph-Camphausen-Str. 36): Wie weiter mit dem Protest gegen Kohleverfeuerung und Kohleabbau? Planung von Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnen und bevorstehenden Prozessen gegen RWE bzw. wegen der Besetzungs- und Blockadeaktionen
  • Mi, 16.1.2013 um 19.30 Uhr in Bernburg, Krumbholzstr. 18-19 (Linkes Zentrum Hotel "Wien"): Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen" ++ Ankündigung
    Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder wird einen intensiver Filz zwischen Konzern und Aufsichtsbehörden aufgedeckt. Doch St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist weit weg. Wie aber sieht es in Deutschland aus? Warum werden hier Jahr für Jahr immer neue Felder angelegt, obwohl 80 Prozent der Menschen keine Gentechnik im Essen wollen? Warum fließen Steuergelder auch dieser 80 Prozent fast nur noch in die Gentechnik, wenn es um landwirtschaftliche Forschung geht? Der Blick hinter die Kulissen der Gentechnik mit ihren mafiosen Strukturen und skandalösen Zustände bei Genehmigungen und Geldvergabe bietet eine erschütternde Erklärung, warum die überwältigende Ablehnung und der gesetzlich eigentlich vorhandene Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft (einschließlich Imkerei) gegenüber der grünen Gentechnik so wenig Wirkung hat. Denn: In den vergangenen Jahrzehnten sind alle relevanten Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und geldvergebenden Ministerien mit GentechnikbefürworterInnen besetzt worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne eingebunden. Mafiose Geflechte von Kleinstunternehmen und seltsamen Biotechnologieparks names Biotechfarm oder Agrobiotechnikum sind entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder erst veruntreut und dann hin- und hergeschoben werden, bis sich ihre Spur auf den Konten der Beteiligten verliert. Es wird Zeit für einen Widerstand an den Orten der Seilschaften.
    In der Veranstaltung werden minutiös die Seilschaften zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen durchleuchtet. Jeweils eine Firma (BioOK), eine Behörde (BVL = Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit), das wichtigste Forschungszentrum AgroBioTechnikum (nahe Rostock) und der Lobbyverband InnoPlanta mit den jeweiligen Firmengeflechten werden vorgestellt. Am Beispiel eines kleinen Versuchsfeldes zeigt sich: Deutsche Genfelder sind nichts als Fördermittelbetrug, Schlamperei und der Wille, die Auskreuzung aktiv herbeizuführen.
    Um die Wut zu Entschlossenheit statt zur Ohnmacht zu wenden, bildet ein Ausblick auf Möglichkeiten des Widerstandes den Abschluss: "Wer nach mehr Forschung ruft oder sich auf staatliche Stellen verlässt, ist verlassen. Gentechnikfreiheit gibt es nur dann, wenn die 80 Prozent Ablehnung sich auch zeigen!".
    Der Referent, Jörg Bergstedt, ist Aktivist und Autor des Buches "Monsanto auf Deutsch", in dem die Gentechnik-Seilschaften beschrieben werden.
  • 18.-20. Januar in Berlin (Start am 18. Vormittags, genauer Ort: Kubiz in Berlin-Weißensee, Bernkasteler Str. 78): Treffen zu Aufbau und Kooperation von Aktionsplattformen (Projekthäusern und -räumen), Organisierungsfragen und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen u.a. der Stiftung FreiRäume
  • Sa, 19.1.2013 in Berlin: Demo "Wie haben es satt!" - für eine andere Landwirtschaft(spolitik)
  • Mi, 23.1. um 19:30 Uhr im Café Amélie, Walltorstr. 17: Infoveranstaltung zur solidarischen Landwirtschaft (Marburger Projekt)
  • Do, 24.1., 13.30 Uhr in Düren (Amtsgericht, Raum 1.25): Strafprozess gegen zwei Menschen, weil sie Lebensmittel aus dem Müll geholt haben ("Containern")

Reportage: Mal wieder Strafprozess gegen politisch Unbequeme ++ Anzeigen ++ Blog

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