Chronik Januar 2016

Siehe auch: Übersicht ++ Übersicht 2002 ++ Übersicht 2001 und vorher

  • 1. bis 4.1. (Start am Do, 1.1. um 18 Uhr) in der Projektwerkstatt: Seminar zur "Theorie der Herrschaftsfreiheit"
    Welchen Formen hat Herrschaft und wie wirkt sie? Wie kann eine herrschaftsfreie Welt aussehen? Diese Frage beschäftigt PhilosophInnen, manch zukunftsorientierten PolitikerInnen oder AktivistInnen, Roman- und Sachbuchschreiberlinge. Doch ein kritischer Blick zeigt meist: Zukunftsdebatten sind eher ein Abklatsch heutiger Bedingungen mit netteren Menschen in der Führung. "Freie Menschen in freien Vereinbarungen" ist radikal anders: Mit scharfem, analytischen Blick werden die Bedingungen seziert, unter denen Herrschaft entsteht, wie sie wirkt und was sich wie ändern muss, damit Menschen aus ihrem Streben nach einem besseren Leben (Eigennutz) sich nicht nur selbst entfalten, sondern genau dafür die Selbstentfaltung aller Anderen brauchen und deshalb mit herbeiführen. Aus Konkurrenz wird Kooperation, das Normale weicht der Autonomie. Vorab was zum Thema lesen? Hier ...
  • 8.-10.1.2016 in der Projektwerkstatt: Direct-Action-Training ++ Start am Fr, 8.1. um 18 Uhr (Sa/So dann jeweils ab 10 Uhr, Übernachtung möglich)
    Du findest, in der Welt läuft einiges verkehrt? Und fühlst Dich ohnmächtig, weil Du oft nicht weißt, wie das Bessere gelingen oder durchgesetzt werden kann? Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen in Zwangsanstalten, Diskriminierung und Ausbeutung - so vieles passiert täglich, aber kaum etwas hilft dagegen? Dann könnte dieses Direct-Action-Training (wahlweise: Workshop) helfen. Denn ganz so ohnmächtig, wie es scheint, sind wir nicht. Im Gegenteil: Es gibt viele Aktionsformen, die wir kennenlernen und üben können, um uns wirksamer wehren zu können, um lauter und deutlicher unsere Stimme zu erheben oder uns politisch einzumischen: Kommunikationsguerilla, verstecktes Theater, gezielte Blockaden oder Besetzungen, intelligente Störung von Abläufen und vieles mehr schaffen Aufmerksamkeit und bieten Platz für eigene Forderungen und Visionen. Wir werden konkrete Aktionsideen besprechen, den rechtlichen Rahmen durchleuchten und einiges ausprobieren. ++ Schon mal informieren? www.direct-action.tk
  • Di, 12.1. ab 18 Uhr in Koblenz (Freiraum, Am Moselring 2-4 direkt hinter dem Bahnhof Stadtmitte): Kleines Training zu kreativen Aktionen im Themenbereich Tierrechte
  • Mi, 13.1. ab 18 Uhr in Koblenz (Freiraum, Am Moselring 2-4 direkt hinter dem Bahnhof Stadtmitte): Kleines Training zu kreativen Aktionen gegen Repression (Polizei, Gerichte usw.)
  • 14. und 15.1. in Bonn: Trainings zum kreativen Umgang mit Polizei, Kontrolleur_innen usw.
  • 15.-24.1. auf dem Messegelände Berlin: Grüne Woche und Protestaktionen
    Als weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau steht die Grüne Woche für die menschliche Unterdrückung, Tierausbeutung und Umweltzerstörung
  • Sa, 16.1. in Berlin: Demo "Wir haben es satt!"
  • Sa/So, 16./17.1. jeweils ab 11 Uhr in Köln (Kolbhalle, Helmholtzstraße 8-32): Direct-Action-Training ++ Infoseite ++ im Rahmen der Vorlesungsreihe "Die Beherrschung verlieren: Anarchie in Theorie und Praxis"
    Du findest, in der Welt läuft einiges verkehrt? Und fühlst Dich ohnmächtig, weil Du oft nicht weißt, wie das Bessere gelingen oder durchgesetzt werden kann? Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen in Zwangsanstalten, Diskriminierung und Ausbeutung - so vieles passiert täglich, aber kaum etwas hilft dagegen? Dann könnte dieses Direct-Action-Training (wahlweise: Workshop) helfen. Denn ganz so ohnmächtig, wie es scheint, sind wir nicht. Im Gegenteil: Es gibt viele Aktionsformen, die wir kennenlernen und üben können, um uns wirksamer wehren zu können, um lauter und deutlicher unsere Stimme zu erheben oder uns politisch einzumischen: Kommunikationsguerilla, verstecktes Theater, gezielte Blockaden oder Besetzungen, intelligente Störung von Abläufen und vieles mehr schaffen Aufmerksamkeit und bieten Platz für eigene Forderungen und Visionen. Wir werden konkrete Aktionsideen besprechen, den rechtlichen Rahmen durchleuchten und einiges ausprobieren. ++ Schon mal informieren? www.direct-action.tk ++ Wer die Einführung am 5.12.2015 verpasst hat, kann (und sollte) die hier angucken!
    • Letzte von acht Veranstaltungen im Rahmen der Kölner Vorlesungsreihe zu "Anarchie in Theorie und Praxis" mit sechs Abendtermine und zwei Wochenendseminaren (Referent: Jörg Bergstedt) ++ Infoseite
      Anarchie scheint wieder anschlussfähig zu sein. Sie ist nicht mehr nur Schimpfwort, wenn zentrale Steuerung fehlt (Krieg, religiöser Fanatismus, wilde Müllhalden, die doitsche Fußballmannschaft 2006 und noch absurdere Beispiele), sondern inzwischen auch Werbebotschaft. Anarchie ist „chic“. Kids rennen mit entsprechenden T-Shirts herum, Musik und Literatur sind von utopischen Anspielungen durchzogen, selbst konservative Medien oder Talkmaster nehmen das A-Wort mit einem sympathisierenden Unterton in den Mund – auch wenn immer klar bleibt, dass alles in der Wirklichkeit scheitern muss. Was ist das, was wahlweise als wüstes Schimpfwort, als unerfüllter Traum oder als Werbefigur taugt? In sechs kleinen Vorlesungen und zwei Seminaren will der für seine Theoriewerke zur Herrschaftsfreiheit und für seine radikale politische Praxis bekannte Autor und Aktivist Jörg Bergstedt diese Frage beantworten.
  • 15.-24.1. auf dem Messegelände Berlin: Grüne Woche und Protestaktionen
    Als weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau steht die Grüne Woche für die menschliche Unterdrückung, Tierausbeutung und Umweltzerstörung
  • Mo, 18.1., um 19.30 Uhr in Hamburg-Harburg (Alles wird schön, Friedrich-Naumann-Str. 27 in Heimfeld): Film "Empörung und Verschwörung - Porträt einer Person auf dem Weg in rechte Ideologien" (anschl. Gespräch mit dem Filmemacher Jörg Bergstedt)
    Holger Strohm war einer der ersten bekannten Autoren der Anti-Atom-Bewegung. Sein Buch "Friedlich in die Katastrophe" bildete einen Meilenstein und zeigte Gefahren, Hintergründe und politische Seilschaften auf. Danach verfasste er etliche Umweltbücher, aber auch zu kinderfreundlichen Schulsystemen oder gegen die Gentechnik. Seine Hoffnungen auf eine Wende erfüllten sich nicht. Mehr und mehr sah er die Welt am Abgrund. Aus Verzweiflung wuchs Empörung - und die ebnete den Weg in rechtes Gedankengut und absurdeste Verschwörungstheorien. Als 2012 der Anti-Atom-Klassiker verfilmt wurde, streute Filmemacher Marcin El dort solche Gedanken ein. Es war der Anfang einer geistigen Entwicklung, die aus Holger Strohm und seinen Unterstützern vielgefragte, rechtsextreme Redner und Interviewpartner gemacht haben - voller Hass gegen Flüchtlinge, Juden, die USA und Israel, Linksfaschisten und zensierte Medien. Der Film "Empörung und Verschwörung" zeichnet das alles nach - ist aber mehr: Eine grundlegende Kritik an vereinfachten Welterklärungen, an Gut-Böse-Stigmatisierungen und dem Glauben an eine Machtpyramide mit nur wenigen Strippenziehern an der Spitze. Strohm ist ein Beispiel für viele - aber er zeigt, dass auch ein "linker Anarchist" (Selbstbezeichnung Holger Strohm) zum Verkünder wirrer und rechter Welterklärungen werden kann. ++ 71min ++ Creative Commons (NC-SA) ++ Weitere Quellenangaben am Filmende und auf Youtube
  • Mi, 20.1. um 20 Uhr in Hamburg-Hammerbrook (Südpol, Süderstraße 114): : Film "Empörung und Verschwörung - Porträt einer Person auf dem Weg in rechte Ideologien" (anschl. Gespräch mit dem Filmemacher Jörg Bergstedt) ++ zum Inhalt siehe 18.1.
  • Do, 21.1. um 14 Uhr in Hamburg (Landgericht, Sievekingplatz 1 im Ziviljustizgebäude, Saal A 265/2. Etage): Prozess des Filmemachers Holger Strohm gegen den Filmemacher Jörg Bergstedt wegen einer Kritik an Strohms rechtslastiger und weltvereinfachender Positionen im Film "Friedlich in die Katastrophe" ... diesen Film will Holger Strohm verbieten lassen ++ Interviews rund um den Prozess am 21.1.2016 in Hamburg mit Holger Strohm und Jörg Bergstedt.
  • 22.-31.1. in verschiedenen Orten Mittelhessens: Globale Mittelhessen (globalisierungskritisches Filmfestival), u.a. auch in der Projektwerkstatt (genaueres Filmprogramm und Termine rundherum für Saasen)
  • 22. bis 24.1. in der Projektwerkstatt: Seminar "Freie Fahrt für alle!" (Umwelt- und menschenfreundliche Verkehrssysteme, Nulltarif und Aktionsschwarzfahren)
    Wie sieht Mobilität heute aus - und wie wäre es, wenn nicht Herrschafts- oder Kapitalinteressen alles prägen würden? Welche gesellschaftlichen Folgen haben Autoverkehr, Regionalplanung, Supermärkte auf der grünen Wiese, lange Anfahrtswege zum Arbeitsplatz, weltweiter Produkte- und Rohstoffverkehr und so vieles mehr? Wie lässt sich Fuß-, Rad- und öffentlicher Verkehr fördern? Vor- und Nachteile des Nulltarifs (keine Fahrkarten mehr). Welche Rolle kann das Aktionsschwarzfahren spielen? ++ Start am Fr, 22.1. um 18 Uhr (Sa/So dann jeweils ab 10 Uhr, Übernachtung möglich)
  • 22.-31.1. in verschiedenen Orten Mittelhessens: Globale Mittelhessen (globalisierungskritisches Filmfestival)
    Spielplan in der Projektwerkstatt (wer hilft bei den Veranstaltungstagen???)
    • Sa, 23.1.: Filme zum Thema "Umwelt und Energie"
      18 Uhr: La Buena Vida (Kohleabbau in Kolumbien - unter anderem für Kraftwerke in Deutschland
      ++ Filmsprache deutsch ++ Infoseite zum Film)
      20.30 Uhr: The Great Invisible (Explosion der Ölplattform Deep Horizon - und die Folgen ++ OmdU ++ Infoseite zum Film)
    • So, 24.1.: Filme zum Thema "Ernährung und Landwirtschaft" (jeweils vorab: Kurzfilm "Wahllos")
      18 Uhr: Landraub - Landgrabbing (Vertreibung und Landkauf in fernen Ländern für die Industrienationen ++ OmdU ++ Infoseite zum Film)
      20.30 Uhr: 10 Milliarden (Wie kann die Menschheit ernährt werden? ++ deutsch ++ Infoseite zum Film)
    • Mo, 25.1. Ein Film zum Thema "Aktion und Protest"
      20.30 Uhr: The Yes Men - jetzt wird's persönlich ... (der dritte Film über die Kommunikationsguerilleros ++ OmdU ++ Infoseite zum Film ++ als Gast im anschließenden Gespräch: Jörg Bergstedt, Kommunikations-Aktivist)
    • Fr, 29.1.: Filme zum Thema "Geld und Profit"
      18 Uhr: Krieg der Patente (Patente und ihr Einfluss auf das alltägliche Leben ++ OmdU ++ Infoseite zum Film)
      20.30 Uhr: Flowers of Freedom (Goldabbau in Kirgistan und die Folgen ++ OmdU ++ Infoseite zum Film)
    • Sa., 30.1.: Filme zum Thema "Flucht"
      15 Uhr: Cafe und Gespräche zu Fluchtgründen, buntes Leben unterschiedlicher Menschen statt dörflicher Einfalt usw.
      18 Uhr: Kurzfilm "How to stop a deportation" ++ Hauptfilm: Fremd (Flucht eines jungen Mannes von Mali Richtung Europa ++ OmdU ++ Infoseite zum Film)
      20.30 Uhr: Die Unsichtbaren (der unmenschliche Weg durch die Asylbehörden ++ deutsch ++ Infoseite zum Film)
    • So, 31.1.: Ein Film zum Thema "Aktion und Protest"
      18 Uhr Aufstieg und Fall einer Patentlösung - Agrogentechnik in Mecklenburg-Vorpommern ++ deutsch ++ Infoseite zum Film ++ als Gast im anschließenden Gespräch: Ute und/oder Andreas Strauß, Hauptprotagonist_innen im Film und Feldnachbar_innen der Versuchsanlagen nahe Rostock)
  • Ausgewählte Filme aus dem Programm in Gießen (Jokus):
    • Do, 28.1., 18 Uhr: 18 Uhr Aufstieg und Fall einer Patentlösung - Agrogentechnik in Mecklenburg-Vorpommern ++ deutsch ++ Infoseite zum Film ++ als Gast im anschließenden Gespräch: Ute und/oder Andreas Strauß, Hauptprotagonist_innen im Film und Feldnachbar_innen der Versuchsanlagen nahe Rostock)
    • So, 31.1.: The Yes Men - jetzt wird's persönlich ... (der dritte Film über die Kommunikationsguerilleros ++ OmdU ++ Infoseite zum Film ++ als Gast im anschließenden Gespräch: Jörg Bergstedt, Kommunikations-Aktivist) ++ Ankündigungstext
  • 30./31.1. in der Projektwerkstatt: Seminar zur Kritik neurechter Ideologien und rechter Gedanken in vereinfachten Welterklärungen
    Wo kreuzen sich moderne rechte Ideologien mit vereinfachten Welterklärungen? Warum sind Linke und Rechte oft anti-amerikanisch, anti-israelisch, gegen Gentechnik und Konzernherrschaft, gegen Globalisierung und TTIP? Was unterscheidet die Positionen und was verbindet sie? Das Seminar soll Einblick in neurechtes Denken (Verschwörungstheorien, Pegida, Theoriebücher z.B. von Alain de Benoiste) bieten und skeptisches Denken anregen. ++ Der Ablauf (Übernachtung möglich):
    • Sa, 30.1. um 14 Uhr : Film "Empörung und Verschwörung - Porträt einer Person auf dem Weg in rechte Ideologien"
    • 15 Uhr: Cafe und Gespräche zu Fluchtgründen, buntes Leben unterschiedlicher Menschen statt dörflicher Einfalt usw. (anschl. Filme im Rahmen der Globale Mittelhessen, siehe oben am 30.1.)
    • So ab 10 Uhr: Von Frühstück mit Mittag ... Informationen, Gespräche und Debatte zu neurechten Ideologien und vereinfachten Welterklärungen
  • 29.1.-1.2. in Passau: Training zu kreativer Antirepression ++ Infoseite

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