Chronik Mai 2016

Siehe auch: Übersicht ++ Übersicht 2002 ++ Übersicht 2001 und vorher

  • Di, 3.5., 19 Uhr in Reiskirchen (Pfarrhaus, Sandgasse 10): Offener Treff (Austausch, Spiel und mehr - eigene Ideen dürfen gern eingebracht werden)
  • FIEL AUS!!! (wegen Ausfall der Gerichtsverhandlung am Folgetag) Di, 3.5.um 19.30 Uhr in München (Toberaum in der Dachauerstr. 114, 2. Eingang links, 1. Stock): Vortrag und Diskussion zu Nulltarif in Bussen&Bahnen und der Entkriminalisierung des "Schwarzfahrens"
    Mensch glaubt es kaum: Mit bis zu einem Drittel aller Strafprozesse füllen Verhandlungen wegen "Schwarzfahren" in manchen Regionen die Strafgerichte - und ebenso hoch ist der Anteil von Menschen vor allem in Großstadt-Gefängnissen. Da wird deutlich, warum es beim Strafen geht: Um die Durchsetzung abstrakter Rechtsordnungen ohne Sinn und Verstand ... und um die Aufrechterhaltung eines Reichtumsgefälles mit seinen Folgen. Dabei ist die ganze Sache höchst ineffizient: Je nach Berechnungen fällt die Zahl zwar etwas unterschiedlich aus, aber ca. ein Fünftel aller Einnahmen für Fahrkarten müssen für das Fahrkartenwesen selbst ausgegeben werden (Automaten, Kontrolleur_innen, Kartendruck, Buchhaltung und all das Drumherum). Hinzu käme noch der Werbeetat, der wegfallen könnte, wenn es heißen würde: Freie Fahrt für alle Menschen! Weg mit den Fahrkarten!
  • 4.5. um 8.45 Uhr im Amtsgericht Stuttgart (Hauffstr. 5, Saal 1/EG): Wiederholung des Gerichtsprozesses wegen der Rathausbesetzung - letzter Prozesstag mit Urteil
  • WURDE ABGESAGT!!! Mi, 4.5. um 11.15 Uhr im Amtsgericht Starnberg (Otto-Gaßner-Str. 2, Raum 128): Strafprozess wegen Schwarzfahrens mit Hinweisschild
    Am 2. März fuhren fünf Aktivisten von Kempten über München nach Frankfurt - durchgehend "schwarz", mit Flugblättern, Transparent und Megafon. Sie warben in Zügen und etlichen Bahnhöfen für einen fahrscheinfreien öffentlichen Personenverkehr (sog. "Nulltarif") - und protestierten gegen die Kriminalisierung des "Schwarzfahrens". Obwohl eine Zugbegleitern das Geschehen als Demonstration beschrieb und ihr klar erkennbar gewesen sei, dass alle keine Fahrkarte gehabt hätten, behauptet die Staatsanwaltschaft, dass es eine heimliche Schwarzfahrt gewesen sei ... und damit "Erschleichung von Leistungen". So wird der Prozess zweierlei: Ein Werben für eine umweltgerechte Verkehrspolitik - und ein Protest gegen die Willkür der Justiz, die einseitig Kapitalinteressen vertritt. Der Prozess ist öffentlich, Informationen zur (immer noch laufenden) Aktion gibt es unter www.schwarzstrafen.tk. Lustig: Für die gleiche Aktion gab es in Gießen bereits einen Freispruch!
  • Sa/So, 7./.8.5. (je ab 10 Uhr) in der Projektwerkstatt in Reiskirchen-Saasen: Seminar und Vernetzungstreffen "Schnorren" (geldfrei leben)
  • Mo, 9.5. ab 18 Uhr) in der Projektwerkstatt in Reiskirchen-Saasen: Politische Diskussion zum Mitmachen (mit Übersetzungen, da auch/vor allem Flüchtlinge eingeladen sind)
  • Mi, 11.5., ab 19.30 Uhr in Gießen (im Antiquariat Guthschrift, Bahnhofstr. 26): Anarchie im Alltag - eine Einführung (Vortrag und Diskussion)
    Wie lässt sich herrschaftsfreies Utopie schon heute im Kleinen umsetzen? Auch wenn "das Richtige im Falschen" nicht gelingen kann - heißt das, dass sich der Traum von herrschaftsfreien Leben auf T-Shirt-Aufdrucke, Parolen im miefigen Normalleben und auf peinlich-hierarchischem Versammlungen oder schwer verständliche Textpassagen lauter Kellerkonzerte reduzieren muss? Der Workshop soll zeigen: Nein, es geht mehr. Aber es braucht erstens einer aktuellen und scharfen Analyse, wie Herrschaft heute beschaffen ist, wo und auf welche Art sie wirkt. Nur dann können Versuche, dieser zu entrinnen oder widerständig ein Stück Freiheit zu erobern, zumindest teilweise gelingen. Anschließend folgt ein Gelopp durch mögliche Anwendungsbereiche - von der Selbstorganisierung des eigenen Lebens jenseits von Lohnabhängigkeit u.ä., über Fragen des eigenen Konsumverhaltens, des Umgangs mit Eigentum und Hausrecht und der Form von Gruppenorganisierung bis zu direkten Aktionen, die über Einzelkritiken hinaus auch die Herrschaftsfrage insgesamt stellen.
  • Fr, 13,5., 16.15 Uhr ab Harbach (Treffpunkt Dorfplatz, Abfahrt aus den umgebenden Orten um 16 Uhr): Radtour am Vogelsbergrand mit Endziel Saasen (gemütliche Abschlussrunde in der Projektwerkstatt) - mit und für Flüchtlinge!
  • 13.-16.5. (Pfingsten): Ende Gelände - Kohlebagger blockieren in der Lausitz
  • Mi, 18.5. abends im Antiquariat Guthschrift (Bahnhofstr. 26, Gießen): Aktionsvernetzungstreffen für Gießen und Umgebung
    • ab 18 Uhr: Mitbring-Buffet, Essen, Trinken, Kennenlernen, Sich austauschen
    • ab 19 Uhr: gemeinsame Runde mit Berichten aus Aktionsgruppen und zu neuen Ideen
    • danach: Kleingruppen zu konkreten Planungen von Aktionen (z.B. gegen Psychiatrie, zu Nulltarif/Schwarzfahren, zu den Kämpfen der Bediensteten in der privatisierten Uni-Klinik, zur Repression gegen Containern usw.)
  • 20.-22.5. (Fr. ab 18 Uhr, Sa/So jeweils 11 bis 20 Uhr in Koblenz (Freiraum, Am Moselring 2-4): Direct-Action-Training
    Du findest, in der Welt läuft einiges verkehrt? Und fühlst Dich ohnmächtig, weil Du oft nicht weißt, wie das Bessere gelingen oder durchgesetzt werden kann? Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen in Zwangsanstalten, Diskriminierung und Ausbeutung - so vieles passiert täglich, aber kaum etwas hilft dagegen? Dann könnte dieses Direct-Action-Training (wahlweise: Workshop) helfen. Denn ganz so ohnmächtig, wie es scheint, sind wir nicht. Im Gegenteil: Es gibt viele Aktionsformen, die wir kennenlernen und üben können, um uns wirksamer wehren zu können, um lauter und deutlicher unsere Stimme zu erheben oder uns politisch einzumischen: Kommunikationsguerilla, verstecktes Theater, gezielte Blockaden oder Besetzungen, intelligente Störung von Abläufen und vieles mehr schaffen Aufmerksamkeit und bieten Platz für eigene Forderungen und Visionen. Wir werden konkrete Aktionsideen besprechen, den rechtlichen Rahmen durchleuchten und einiges ausprobieren. ++ Schon mal informieren? www.direct-action.tk ++ Einführung ins Thema mit vielen Bildern als Anschauung hier!

Thema des Monats in Gießen war: Herrschaftskritik und Anarchie im Alltag (Programmflyer)
Veranstaltungsreihe zum Abbau von Hierarchien und zur Organisierung ohne die Zwänge von Kapitalismus und Staat (genaue Termine siehe im Kalender)
Mo, 25.4.: Debattencafé zum Thema "Eigentum"
Sa, 30.4.: Umsonst"markt" und Kino zum Thema "Gefängnisse"
Sa/So, 7./.8.5. : Seminar und Vernetzungstreffen "Schnorren" (geldfrei leben)
Mi, 11.5.: Anarchie im Alltag - eine Einführung (Vortrag und Diskussion)
Mi, 25.5.: Anarchistisch leben ... ohne, im oder gegen den Staat? (Gibt es richtiges Leben im falschen?)

  • Mi, 25.5., ab 15 Uhr auf dem Vitos-Gelände (Treffpunkt an der Einfahrt Licher Straße): Demonstratives Zusammentreffen gegen die Zwänge der Psychiatrie mit Musik, Protest, Spiel, Gesprächen und mehr (abends gibt es dann noch eine Veranstaltung ... siehe "Thema des Monats" oben)
    ab 19.30 Uhr in Gießen (im Antiquariat Guthschrift, Bahnhofstr. 26): Anarchistisch leben ... ohne, im oder gegen den Staat? (Gibt es richtiges Leben im falschen?)
  • Sa, 28.5. ganztägig in Gießen: WG-Flohmarkt (in Läden und Wohnungen überall in der Stadt werden Flohmarktstände aufgebaut)
  • So, 29.5., 16 Uhr in der Projektwerkstatt (Ludwigstr. 11, Reiskirchen-Saasen): Planungstreffen von und für Flüchtlinge&Unterstützer_innen (Monatsprogramm, Kooperation ...)
    19 Uhr: Kino in der Projektwerkstatt ... Thema "Flucht durch Europa" (arabisch/dt), danach Filme auf Wunsch

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