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Attac-Buch

Die Struktur von Attac: Instrumentelle Herrschaft nach innen und außen

Zitate über und von Attac (einschl. mittragenden Organisationen)

Banner zum BuchAttac weltweit
Aus: Attac-Manifest 2002 "Mit ATTAC die Zukunft zurückerobern"
Alle diese Organisatonen nutzen dasselbe rot-weiße Logo, das man auf den Fahnen und Transparenten bei den großen Veranstaltungen in allen Kontinenten wiederfindet.

Aus Ignacio Ramonet (Attac-Initiator und Ehrenpräsident, Chefredakteur der le monde diplomatique), 2002: "Kriege des 21. Jahrhunderts". Rotpunktverlag, Zürich
... Weltsozialforum im brasilianlischen Porto Alegre. Dort sind fünf von den sechs Milliarden Menschen vertreten, die auf dieser Welt leben. Das Forum von Porto Alegre vertritt die Menschheit. Was sich dort jedes Jahr Ende Januar versammelt, ist zum ersten Mal in der Geschichte - die Menschheit.

Populismus

Der Attac´sche Populismus bedeutet eine Ausrichtung von inhaltlichen Forderungen und Aktionsstrategien an den Erwartungen der nahestehenden Presse sowie als Partner gewünschten Großorganisationen (Gewerkschaften, Parteien, Kirchen usw.). Er ist in den verkürzten Inhalten (siehe oben gut sichtbar).

Attac betrachtet seine eigene Basis als notwendiges Backgroundbild für die von den Eliten formulierten Positionen. Öffentlichkeitsarbeit richtet sich auf Massenmedien aus, die Gruppen liefern die Bilder und Aufhänger
Rasmus Grobe u.a., "Wie arbeitet Attac?" in: Attac Deutschland (Hrsg.), 2004: "Alles über Attac". Fischer, Frankfurt (S. 126, 128, 129)
Öffentlichkeit herstellen bedeutet nichts anderes, als Informationen aus unseren Kampagnen gezielt in die Massenmedien zu platzieren. ... Ein Bild, auf dem zum Beispiel unsere politischen Forderungen ("Schließung der Steueroasen") an symbolträchtigem Ort (Fassade der Dresdner Bank o.ä.) unter starkem persönlichen Einsatz von Attac-Aktivisten präsentiert werden, kann ein Aufmacher sein. ...
Wenn es gelingt, die über 200 lokalen Attac-Gruppen durch eine griffige Kampagne zum Mitmachen zu bewegen, können wir eine außerordentliche Breitenwirkung erzielen. ...
Die interne Diskussion über Ziele, Strategien und die Rolle von Kampagnen ist daher eine wichtige Voraussetzung, um tatsächlich kampagnenorientierter und damit effektiver zu wirken.

Astrid Schaeffert, "Gruppen" in: Attac Deutschland (Hrsg.), 2004: "Alles über Attac". Fischer, Frankfurt (S. 149)
Bündelung der Kräfte auf wenige Themen und Kampagnen

Aus dem Kommentar von Helmut Höge, "Wirtschaft als das Leben selbst", in: Junge Welt
ATTAC ... letztere ist so erfolgreich, daß viele sie für die derzeit "einzig ernstzunehmende Bewegung" halten. Im obigen Sinne könnte man das Gegenteil behaupten, daß nämlich die ATTAC-Aktivitäten, gerade weil sie so eingängig sind, keine soziale Bewegung mehr sind. Die Medien haben sie geschluckt.

Beitrag im ila-Dossier Finanzpolitik "Geld. Gerechtigkeit? Geld." (Internet ...)
Allerdings muss sich Attac dem Problem stellen, dass die Wirksamkeit einer Bewegung auch von der Fähigkeit abhängt, ihre Positionen in einer einfachen und hegemoniefähigen Botschaft zuzuspitzen. Die Bearbeitung der Themen geschieht unter einer praxisorientierten Perspektive, was nicht ausschließt, dass im Rahmen von Attac auch theoretische Diskussionen geführt werden können.

Ignacio Ramonet, 1997: "Die Märkte entwaffnen" in: Le Monde diplomatique (zitiert nach "Alles über Attac", S. 91)
... könnte Attac ... gegenüber den Regierungen als gigantische staatsbürgerliche "Pressure-group" auftreten.

Attac als Zentrum von Bewegung

Attac-Führungsgruppe setzt die Themen ohne Basisdiskussion
Sven Giegold,  Attac-Koordinationskreismitglied und –Chefideologe, im Interview der Jungen Welt, 4.10.2001
Was wir wollen, ist die Aufhebung des steuerlichen Bankgeheimnisses ohne wenn und aber. Dafür werden wir Druck machen. Ein Bürgerrecht ist das Bankgeheimnis aus unserer Sicht nicht.

Rechts: Ausschnitt aus der Jungen Welt 22.7.2003 (S. 6) mit einem Text über die Attac-Sommerakademie in Münster. Die Behauptung, daß der Friedensritt damit zu tun hätte, ist frei erfunden. Der Ritt geht auch nach Munster und nicht nach Münster. Aber der Attac-Propagandistenpresse von der Marke Junge Welt ist das egal. Alles wird vereinnahmt.

Aus Freitag Nr. 16, 12.4.2002 (S. 4)
Heute ist Attac für Globalisierungskritiker in Deutschland die einzige Anlaufstelle von politischer Relevanz.

... und will noch mehr Zentralität
Aus einem Interview mit Attac-Pressesprecher Felix Kolb in der ÖDP-Zeitung "Ökologie&Politik Juli 2002 (S. 15)
Daher professionalisieren wir unsere Arbeit durch einen wissenschaftlichen Beirat, die Einstellung von Hauptamtlichen und die Verlegung der Zentrale von Verden/Aller in die Bankenmetropole Frankfurt am Main. Auch möchten wir durch eine Reform unsere Strukturen straffen, ohne unsere demokratischen Strukturen aufzugeben.

Attac als Zentrum von Bewegung
Horst-Eberhard Richter in der Werbezeitung von attac, Beilage zur Jungen Welt 5.10.2001
Die gewaltträchtigen Begleiterscheinungen bei ihren Auftritten in Seattle, Göteborg und Genua haben davon abgelenkt, dass die schnell wachsende Kerngruppe der Kritiker, in der Organisation Attac vernetzt, sich im allgemeinen Unbehagen über eine internationale Unordnung vereint hat, die ...
Aus „Und plötzlich träumen alle von einer besseren Welt“ in: Stern 1/2002, S. 118f, der Text wird von Attac-Seiten verlinkt
Spätestens seit den Protesten gegen den G8-Gipfel in Genua reden alle über die Globalisierung und ihre Gegner. Wobei zunächst niemand so genau wusste, wer diese Gegner eigentlich sind. Bis "Attac" auftauchte – schon der Name klingt wunderbar nach Angriff und Offensive ...
In Deutschland wurde Attac zur Bewegung des Jahres ...
ATTAC-Selbstdarstellung in "Der Rabe Ralf", Oktober 2002 (S. 3)
Weltweit ist ATTAC in den letzten Jahren für Hunderttausende Menschen zu einem Hoffnungsträger für eine gerechtere und ökologische Welt geworden. ... ATTAC Deutschland setzt nicht auf die Politikveränderung durch Wahlen, sondern auf Wandel durch Umkehr.

Presseinfo zum Aktionstag am 6.10.2001 in Luxemburg
Der internationale Aktionstag soll der Attac-Forderung nach Abschaffung des steuerlichen Bankgeheimnisses Nachdruck verleihen. Die Bundesregierung soll ihren vagen Ankündigungen zur Einschränkung des Bankgeheimnisses nun Taten folgen lassen. Der §30 (a) der Abgabenordnung muss ersatzlos gestrichen werden. Außerdem fordert Attac angemessene Sanktionen gegen Staaten, die nicht bereit sind, unfairen Steuerwettbewerb einzustellen. Es sei illusorisch, sich mit Luxemburg, der Schweiz und den anderen Steueroasen auf Regeln gegen Steuerflucht einigen zu können.

Traute Kirsch, BUND Nordrhein-Westfalen, in einem Kommentar zu einer Attac-Veranstaltung am 26.1.2002 in Göttingen
Die agierenden Personen stammen aus den Verbänden (BUND, NABU, Eurosolar), der Friedenbewegung und den Grünen, die meinen, dort ein Umfeld und Unterstützer als Verkünder einer Heilslehre (Wir wissen, wie man alles besser machen kann) auf die Marktplätze ihrer Wohngemeinde zu stellen. Dazu kommen in großen Mengen junge Leute, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben und die Fußtruppe bilden.

Im Original: Attac ist das "wichtigste" von allem ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Alle eingemeindet ... (Attac-Witz: "Widerstand ist zwecklos - Ihr werdet assimiliert und tobiniert")
Beilage "global unions" der Jungen Welt am 7.11.2001, grammatikalischer Fehler im Original
Zum wichtigsten Sammelbecken der Globalisierungkritiker und -gegner hat sich in den vergangenen Monaten ATTAC entwickelt.
Bewegung im Aufbruch ... in Deutschland bildet Attac ein breites gesellschaftliches Bündnis, das ver.di und Pax Christi über den BUND bis zu kapitalismuskritischen Gruppen unter wird.


Alle unter einem Dach
Aus der von der Redaktion verfassten Einleitung zur Dokumentation "Rückkehr des Politischen" in: FR vom 7.7.2003 (S. 7)
Innerhalb weniger Jahre sind die lockeren Verbindungen von Globalisierungskritikern unter dem Dach von Attac zu einer ansehnlichen Gegenmacht neoliberaler Wirtschafts- und Weltentwürfe geworden.

Bildunterschrift in der "Solidarität" Mai 2002 (S. 3), Zeitung der SAV (Attac-Mitglied)
Attac ist der organisatorische und politische Orientierungspunkt der Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung.

Udo Wolter, "Gezähmte Dompteure" in: Gegenverkehr, iz3w-Sonderheft
Die Hoffnungen, in einer sozialstaatlich reformierten EU gegen den share-holder-value-Kapitalismus US-amerikanischer Prägung vorzugehen, sind jedenfalls nicht nur im NGO-Spektrum um ATTAC weit verbreitet.
In Deutschland übersetzt sich derlei Globalisierungskritik schnell in die spezifisch deutsche Ideologie des korporatistischen "rheinischen Kapitalismus". So setzte ATTAC-Deutschland dem "zeitgenössischen Manchesterkapitalismus" der "Global Players" eine Gemeinschaftsideologie entgegen, bei der volksgemeinschaftliche Töne anklingen. Christoph Bautz beschwört in einer ATTAC-Broschüre das Bild von schwarze Koffer tragenden Kapitalanlegern, die sich auf der Suche nach Steueroasen "trotz satter Gewinne und Vermögenszuwächse vor ihrer sozialen Verantwortung drücken". Jörg Huffschmid von der "Memorandum-Gruppe Alternative Wirtschaftspolitik" sekundiert, die "Liberalisierung des Kapitalsverkehrs" als Ursache der Armuts- und Reichtumsschere sei ein gemeinschaftsschädliches Übel: "Der soziale Zusammenhang wird destabilisiert, gesellschaftliche Stabilität muss durch disziplinierende und polizeiliche Maßnahmen hergestellt werden". Dagegen setzt der alternative Nationalökonom eine Vorstellung von "den Bedürfnissen der Menschen - Vollbeschäftigung, soziale Sicherheit, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit", die mit dem Wunsch nach Geborgenheit im nationalen Kollektiv durchaus kompatibel sind.
Bedroht wird diese Gemeinschaft immer von außen. Hinter dem Politikfetisch und seinen nationalen Anwandlungen steht das Feinbild "globales Finanzkapital" mitsamt seinem "Raubtierkapitalismus". "Die internationalen Finanzmärkte sind zu einer Macht geworden, die zunehmend die Politik bestimmen", lautet der erste Satz deutschen ATTAC-Gründungserklärung.


Unter dem  Titel "Genua: Chance für die Neugründung einer antikapitalistischen Linken" steht dann ...
(Text von Salvatore Cannova, stellv. Chefredakteur der Tageszeitung der Kommunistischen Partei, Redakteur der Zeitung der IV. Internationale und in der Leitung von ATTAC Italien, zitiert nach Inprekorr Sept. 2001)
Die Bewegung muß eine antikapitalistische, radikale Ausrichtung erhalten. ... Es gibt weltweit neue Strukturen, die zum Teil miteinander verbunden sind und dies Bedürfnis und Potenzial zum Ausdruck bringen. ATTAC ist eine solche Struktur. Die bevorstehende Gründung von ATTAC in Italien ist eine wichtige Erfahrung. Der Versuch lohnt sich, gerade um eine spezifische Form für ein neues Bedürfnis nach politischer Beteiligung anbieten zu können.

Parteien bei Attac (Aufhänger war der Beitritt von SPD-Untergliederungen wie z.B. Hessen-Süd, Parteibezirk der Bundesentwicklungsministerin)
Aus einem Interview der Jungen Welt vom 12.2.2002, S. 2, mit Sven Giegold, attac-Koordinierungskreis
... wir freuen uns darüber, wenn Parteiuntergliederungen erklären, ATTAC unterstützen zu wollen, und zwar ganz gleich, welcher Partei sie angehören ... Die Zahl der Parteiuntergliederungen, die ATTAC beigetreten sind, beträgt gerade 15. ... Es gibt eine ganze Zahl von Kreis- und Ortsverbänden der Grünen, die beigetreten sind. Und es gibt auch PDS-Gruppen. ...

Aus fang, Attac! Attac? in: Graswurzelrevolution März 2002, S. 2)
Es ist also eine bisweilen noch unentwirrbare Mischung aus jungen und moralischen, idealistischen AktivistInnen für eine andere Globalisierung und undogmatischen Politprofis, entweder "informellen Führern" aus früheren sozialen Bewegungen oder DissidentInnen aus traditionellen Parteien ... Politprofis, die aus früheren sozialen Bewegungen kommen und bei Attac die Chance sehen, doch noch ihre berufspolitische Laufbahn als Finanztransaktionsexperte (Ansätze dazu ließen sich bei Sven Giegold in einem "Spiegel"-Interview kurz nach Genua schon beobachten) zu beginnen.

Sven Giegold in: C. Grefe u.a., 2002: attac, Rowohlt Berlin
Die Medien, vermutet Sven Giegold, hätten nicht gewusst, wie sie den Widerstand beim G8-Gipfel einordnen sollten: "Da haben sie sich irgendwann darauf geeinigt, uns zur Antiglobalisierungsbewegung schlechthin zu machen".

Aus Felix Kolb (Ex-Attac-Pressesprecher), 2003: Massenproteste als Schlüssel zur Macht, in: Politische Ökologie Nr. 85 (S. 47f)
... wofür Attac, wenn viele Forderungen der Bewegung scheinbar Regierungspolitik geworden sind? Die globalisierungskritische Bewegung hat zwei Möglichkeiten auf diese Herausforderung zu reagieren. Sie könnte zum einen anfangen, ihre politische Rhetorik zu radikalisieren. Indem sie neue Forderungen aufstellt, die soweit weg sind von dem, was die Öffentlichkeit als machbar und sinnvoll erachtet, dass keine Gefahr der Vereinnahmung mehr besteht. Inhaltlich mag es gute Gründe für diesen Schritt geben, politisch aber bugsiert er die Globalisierungskritiker auf ein Abstellgleis.

Richtigstellung der Spiegel-Vorabmeldung "Globalisierung. Feindliche Übernahme"
Attac differenziert Mitgliedschaftsmodelle
Verden, den 8.02.02. Attac ist ein breites und offenes Bündnis, dass
zur Zeit 4500 Mitglieder hat, darunter über 100 Organisationen. Da sich die Mitgliedschaft innerhalb des letzten Jahres verzehnfacht hat, findet innerhalb von Attac gerade eine Strukturdebatte statt. Der Koordinierungskreises hat im Rahmen dieser Debatte vorgeschlagen, dass Parteigliederungen unterhalb der Landesebene, die Jugendverbände der Parteien sowie lokale Gebietskörperschaften auch in Zukunft Mitglied von Attac werden können. Dazu müssen sie die Attac-Erklärung, die um die Definierung ihrer Rolle in der Attac-Bewegung ergänzt ist, unterzeichnen. Durch diese Form der Mitgliedschaft erhalten Sie allerdings kein Stimmrecht in den Entscheidungsstrukturen von Attac.  Bundesverbände und Landesverbände von politischen Parteien konnten bei Attac noch nie Mitglied werden und können dies auch in Zukunft nicht.
Attac begrüßt, wenn sich lokale Parteigliederungen, Gebietskörperschaften und die Jugendverbände der Parteien somit den Forderungen von Attac anschließen. Dementsprechend wird Attac Deutschland auch den SPD-Bezirk Hessen-Süd nicht ausschließen.
Attac hat auch weiterhin nichts gegen die Mitarbeit von Linksruck einzuwenden, solange sie sich im Rahmen der durch die Attac-Erklärung und des Attac-Selbstverständnispapiers definierten Plattform bewegt.  Den Aufbau einer revolutionären Arbeiterpartei innerhalb von Attac schließt dies selbstverständlich aus.
Bei Rückfragen: Felix Kolb (Pressesprecher): 04231/957-593 o. 0178 / 35 94 212, eMail: f.kolb@attac-netzwerk.de

Eine der Antworten auf der Hoppetosse-Mailingliste:
Argh. Manchmal täte auch Attac (die ich ja sonst lieber gerne mal  verteidige) etwas mehr Einblick in die Zusammenhänge gut, in denen sie  arbeiten. Oben steht, dass Attac keine Landesverbände von Parteien  aufnimmt (egal, ich find‘s eher dumm, tut jetzt aber nichts zur Sache).  Unten steht, dass der SPD-Bezirk Hessen-Süd Mitglied werden darf. Das ist  jetzt entweder Naivität oder aber Sophisterei: Manche Parteien mit  Tradition, wie z.B. die SPD, haben einfach in einigen Teilen des  Bundesgebietes keine Landesverbände, oder sind grade erst dabei, aus ihren  Bezirksverbänden sowas wie Landesverbände zu schmieden (Bsp. NRW). De  facto ist Hessen-Süd innerhalb der SPD sowas wie ein Landesverband. Und  jetzt kapiere ich nicht, warum SPD Hessen-Süd Attac beitreten können soll,  während z.B. die Bündnis 90/Die Grünen AL Berlin dies nicht können sollen.  Dass ist doch wirklich nur noch formalistisch - statt inhaltlich klar zu  machen, warum Landesverbände/Bundesverbände von Parteien unerwünscht sind.

Widersprüchlichkeiten und verklärende Scheindezentralität, in: C. Grefe, M. Greffrath und H. Schumann, 2002: attac. Rowohlt Berlin (S. 128, 138, 148)
"Wir wollen von unten kommen", sagt Astrid Schaffert, die die Ortsgruppen berät. ...
Kern der internen Attac-Kultur ist das Konsenprinzip: Wir machen nur, worauf wir uns einigen ...
Zurzeit sind im "koKreis" mit wachsender Zahl und Heterogentät der Atac-Mitglieder die NGOs und Vereine gegenüber den Einzelpersonen überrepräsentiert; die Gründerväter (und -mütter) gegenüber anderen NGOs und die Attac-Gruppen haben noch kaum etwas zu sagen.

Zensur auf Attac-Mailinglisten ... kritische Mail rausgesiebt:
Your request to the Attac-berlin-info mailing list
Posting of your message titled „Fw: Stimme zu ATTAC“ has been rejected by the list moderator.  The moderator gave the following reason for rejecting your request:
„Your message has been deemed inappropriate by the moderator.“
Any questions or comments should be directed to the list administrator at: attac-berlin-info-admin@listen.attac-netzwerk.de

Populismus, bewußte Reduzierung auf verkürzte Analysen und einfache Forderungen
Text des Attac-Spitzenmannes Felix Kolb im Massen-Rundbrief 3/02 (S.4):
Der Erfolg von Attac basiert ganz stark auf der Konzentration auf konkrete, pragmatische und einleuchtende Forderungen, die von Menschen mit verschiedenen weltanschaulichen und politischen Überzeugungen geteilt werden können. Deshalb würde die Radikalisierung der politischen Rhetorik mittelfristig mit einem massiven Verlust von öffentlicher Unterstützung und Bündnispartnern einhergehen.

Aus der internen Mailingliste von Attac Gießen (September 2002)
Auf der moderieten attac-Deutschlandliste und auf der Gruppenliste sind vor kurzem erste Emails aufgetaucht in denen Einzelpersonen und einige Ortsgruppen ueber die attac-Strategie fuer das Jahr 2003 diskutiert haben. Es war jedoch nirgends ein Aufruf zu finden das alle Ortsgruppen sich an dieser Diskussion bis zu einem Stichtag beteiligen sollten. Um so erstaunter waren die heute im KOK von attac Giessen anwesenden auf der attac-Mailliste lesen zu muessen, dass der attac-Rat auf seiner letzten Sitzung die Schwerpunkte fuer attac Deutschland 2003 bereits beschlossen hat.  Dieser hat jetzt entschieden das im Jahr 2003 vornehmlich die GATS-Kampagne und der drohende Irakkrieg in den Vordergrund gestellt werden sollen.
Wir sind darueber (keineswegs inhaltllich) veraergert. E. hat einen Beschwerdebrief an den Rat und an den KOK auf Bundesebene geschreiben. Im Netz sind noch nicht einmal die Ergebnisse des letzten Ratschlages aus Frankfurt ueber die neu gefundene innere Struktur von attac Deutschland abrufbar.  Nach unserer Erinnerung koennen grundsatzpolitische Entscheidungen auch weiterhin nur vom Ratschlag und von keinem anderen Gremium gefaellt werden. Gerade ueber die Kompetenzen des Rates gab es Unstimmigkeiten auf dem Ratschlag.
Es ist uns unbegreiflich wie trotz der vorhandenen Vernetzung ueber Mailinglisten und der Einfuehrung des Rates als Verbindungsorgan zu den einzelnen Ortsgruppen eine solche Entscheidung ohne Aufruf an die einzelnen Gruppen und ohne Ratschlag gefaellt werden konnte.

Ende 2002 kommt die Erkenntnis auch in der Attac-Spitze an ... Aus einem Text des Öffentlicheitsreferenten Christoph Bautz im Attac-Rundbrief 4/02 (S. 14)
50.000 Menschen, die in Seattle im Dezember 1999 anlässlich der WTO-Milleniumsrunde mit friedlichen Sitzblockaden sämtliche Zufahrtswege zum Konferenzzentrum versprechen ... Genua ... Das sind die Bilder, die als Symbole für die neu entstehende globalisierungskritische Bewegung um die Welt gingen. Sie haben Attac in Deutschland bekannt gemacht, und wir zehren immer noch von ihnen. Doch Hand aufs Herz - Attac hatte mit diesen Protesten, die in der Öffentlichkeit mit uns assoziiert werden, herzlich wenig zu tun. Attac stellte nach Genua für die Medien einen klaren Adressaten in einer von außen betrachtet ansonsten recht diffus anmutenden Bewegung dar.

Noch zentraler ... Aus "Attac: Friedensbewegung ist zu zersplittert", FR am 22.4.2003, S. 5
Die globalisierungskritische Organisation Attac hat die Friedensbewegung kritisiert. Die Bewegung sei zu zersplittert und zu schlecht koordiniert, sagte Sven Giegold von der deutschen Attac-Sektion am Montag. Ihre Schlagfähigkeit auf Bundesebene leide darunter.
Seine Organisation sei bereit, an einer stärkeren Koordination mitzuarbeiten, doch gebe es grundsätzlichen Widerstand gegen mehr Koordinierung, sagte der Attac-Aktivist.

Interview mit Sven Giegold in der "Jungen Welt", 22.4.2003 (S. 3)
Die Mobilisierung gegen den Irak-Krieg war ein großer Erfolg. Viele Leute hätten das nicht für möglich gehalten. Die Friedensbewegung leistet gute Arbeit in allen ihren Teilen, aber diese Teile arbeiten zu sehr nebeneinander her.
Muß also ein ZK geschaffenwerden?
Kein ZK oder bindende Beschlüsse. Das kann in einer Bewegung nicht funktionieren. Aber es müssen Orte institutionalisiert werden, an denen sich alle Teile der Bewegung absprechen.

Interner Streit in Frankreich (Führung gegen BasisakteurInnen; Übersetzung!)
Samstag am Vorabend von der Zusammenkunft also hat die Zeugenaussage eines Mitgliedes von Attac, die verhaftet, eingeschlossenen und gequält wurde.  Photokopiert und von der Hand von Hand gegeben prangerte der Bericht die Einstellung von ATTAC vorher während und nach der Demonstrationen an. Er kritisierte zum Beispiel das den Demonstranten gegebene Befehlswort, Denunziation zu betreiben und jedes störende Element anzeigte. Der Bericht stellte die kontinuierlichen Verhandlungen mit den Behörden in Frage. Erhob sich gegen die Verpflichtung, nicht auf die rote Zone einzugehen. Oder noch wendete sich gegen die Stellungnahmen des Büros (zB. gegen Black Blocs). ...  Sehr applaudiert, hat Valerie Vie hat ihre Schande offenbart „ Sekretärin von Attac zu sein: „ Ich „ bin ein Anhänger der Gewaltlosigkeit ; jedoch habe ich die Schranke der roten Zone überschritten, ich bin in der roten Zone verhaftet worden. Daraus hervorgehend habe ich einen physischen Schmerz gehabt, aber ich fühlte besonders ein unermeßliches Schandegefühl, indem ich die Absichten von Susan George las (die Black Blocs anprangertet), ein unermeßliches Schandgefühl, angesichts der Einstellung die wir während der Demonstration hatten und der Denunziationspolitik gegenüber den anderen Teilen der manifestierenden Bevölkerung. diese Abweichungseinstellung die wir hatten, die wir halten wollten, um unsere Glaubwürdigkeit hinsichtlich der öffentlichen Meinung zu gewährleisten“ .
Ein „ Mitglied hat erklärt, weswegen - wie viele andere junge hat er nicht an der von attac organisierten demo teilgenommen : Ich „gehöre zu Attac, aber in Genua habe ich nicht an der Demonstration mit Attac teilgenommen, denn ich war nicht mit den Leitlinien einverstanden. Das macht nicht viel her Ballons in die Luft zu senden (die durch Attac beschlossene Aktion). Ich habe es vorgezogen, in die Demonstration der „Ungehorsamen“ [ex-tutte-bianche] zu gehen. Man mußte wenigstens die Absicht haben, in die rote Zone einzudringen, nicht im voraus aufzugegeben. Wie fiel die Entscheidung betreffen der Aktionsform von Attac in Genua? . „ Keine Antwort ist gegeben worden. Der nach Genua soeben geschriebene Text eines anderen Mitgliedes von etwa sechzig Jahre, geht in den Sinn dieser Absichten: sie prangert die „ verachtende ziemlich autoritäre Umgebung, gegenüber den lokalen Ausschüssen und der Basis“ an (...). man hat uns am Morgen angekündigt, dass wir uns der Maschendrahtmauer nähern würden, die wir weder überqueren könnten, noch ohne Gefahr zu zerstören, aber gäbe friedliche, a Diese Stellungnahmen spiegeln die Meinung eines wachsenden Teiles der Mitglieder von Attac wider. Mitglieder, die die Klüngelei mit der herrschenden Macht ablehnen, wie die „Lobbyingsstrategie“, die seit Genua verstärkt anstelle von „gegenmacht“ praktiziert wird.. Eine Kurssänderung, für die die Führungskräfte verantwortlich sind.
Andere, die von der Einstellung von ATTAC bereits jetzt die nase voll haben, , haben ihre Karte zurückgegeben. Andere denken auch daran wegzugehen. Die Spaltung ist eine große Angst der Führungskräfte, selbst wenn Bernard Cassen betont dass es sowas nicht befürchtet. Jedoch zirkulieren eine „ schwarze Liste“ der lokalen Ausschüsse. Ausschüsse, wo eine kritische Überlegung verkehrt. Die Führungskräfte sind überzeugt, daß eine Gefahr von dort kommt, „ erklären ein Mitglied des Büros.  ber symbolische Aktionen. Aber außer einem bescheuerten Luftballon-steigen-lassen war nichts vorgesehen worden (...) ausserdem gäbe es manches zu sagen zur art, wie die wenigen Debatte verlaufen sind;die von Pariser Führungskräften dominiert wurden“. ...

*Hinweis aus einem Kommentar zum Text auf Indymedia: Das französische ´Militant(e)s´ meint ´AktivistInnen´, nicht ´Militante´ im deutschen Sinn

Attac als Kanalisierung und Beruhigung
Aus einer Attac-Rundmail vom 18.5.2003
Obwohl die Proteste in Genua gerade für uns einen ungeheuren Aufschwung gebracht haben, spielt Evian in vielen Attac Gruppen noch überhaupt keine Rolle. Auf dieser Grundlage könnte der Protestzug sich ins Gegenteil verkehren, und eine politische und finanzielle Katastrophe für Attac werden.
Moderne Gruppenführung

Der Traum moderner Gruppenführung: Gutes Management des Humankapitals, kollektive Identität und Entscheidung, genormtes Verhalten
Aus aktiv.um Nov/2004 (S. 6), der Zeitung der JungmanagerInnengruppe aus der Ex-Jugendumweltbewegung und Attac "aktiv.um" (unter "Share", "Bewegungsakadamie", "Sprungbrett" und in NGO-Spitzengremien aktiv)
Die perfekte Gruppensitzung: Es ist klar, wer die Verantwortung für Ablauf und Moderation des Treffens trägt. Die Vorbereitungsgruppe klärt im Vorfeld, welche Themen wichtig sind und wer in die Diskussionspunkte einführt. Die Gruppe kennt die Tagesordnung bereits im Vorfeld. So kann jeder entscheiden, ob er kommen und sich vorbereiten will. ... Die Gruppe ergänzt die Tagesordnung ... Am Ende der Diskussion stehen Ergebnisse, die alle in der Gruppe mittragen. ... Im Anschluss an das Treffen gehen alle gemeinsam in die nahe gelegene Kneipe. (aktiv.um 3/2004, S. 4)
Die Rolle des Moderators: Als ModeratorIn können Sie ihrer Gruppe einen großen Dienst erweisen. Sie haben es in der Hand, ob eine Diskussion "zerfleddert" oder direkt zum Ziel führt. Es liegt an Ihnen, ob sich die Gruppenmitglieder eingebunden oder ungerecht behandelt fühlen. ... Wenn Sie die Moderation übernehmen, sollten Sie den Gesamtablauf im Blick haben. Als Faustregel gilt: Der Moderator schafft den Rahmen, damit die Gruppe inhaltlich arbeiten kann. ... Erläutern Sie das Vorgehen ... Achten Sie darauf, dass das vereinbarte Vorgehen eingehalten wird ... Fassen Sie zusammen und spannen Sie einen roten Faden ... Bringen Sie die Diskussion zu einem Ende ... Schließen Sie positiv ab! Würdigen Sie das Ergebnis und danken Sie für die Diskussion. (aktiv.um 3/2004, S. 6)
Ziele sind entscheidend ... Messkriterien: ... motivierte Mitarbeiter mit wenig Krankheitstagen ... leistungsfähige Teams ... höhere Spendeneingänge ...
Wenn Sie Ihre Buchhaltung oder Ihr Marketing verbessern wollen, können Sie auch an örtliche Unternehmen herantreten und an deren "Corporate Citizenship" appelieren. Was in anderen Ländern weit verbreitet ist, spricht sich langsam auch in Deutschland herum: Unternehmen stellen zum Beispiel ihre Marketinmitarbeiter frei, die Ihnen bei der Entwicklung einer neuen Werbebroschüre helfen.


Lobbyarbeit
Aus dem Protokoll des Koordinierungskreises (Mail von Jutta Sundermann, 1.7.2000)

Weed hat einen Vorschlag für eine Lobby-Strategie des Netzwerkes erarbeitet und bei der letzten Koordinierungskreissitzung ist eine kleine Lobby-AG ins Leben gerufen worden, die im Austausch bleibt über Kontakte mit PolitikerInnen bw. sinnvolle Ansatzpunkte. Ihr gehören an: Peter Wahl & Peter Waldow von Weed, Anja Osterhaus von Kairos Europa, Philipp Hersel von Blue 21 sowie Dörte Bernhardt von GermanWatch.

Aus C. Grefe, M. Greffrath und H. Schumann, 2002: attac. Rowohlt Berlin (S. 126, 137f, 182)
Prominente Akteure könnten helfen, und sie werden es tun, in dem Maße, in dem die Bewegung es schafft, sich die Steineschmeißer vom Hals zu schaffen.

Führungspersonen aufbauen
Aus einer Werbung für den Attac-Kongreß 19.-21.10.2001, Junge Welt 13.10.2001
Auf den Podien trifft sich mit Horst-Eberhard Richter, Susan George und Oskar Lafontaine die globalisierungskritische Prominenz.

Werner Rätz, ila und Attac-Koordinationskreis, oft interner Kritiker von Attac, im Junge Welt-Interview am 21.10.2001 (S. 4)
... auch heute sind Sozialdemokraten an der kapitalistischen Globalisierung durchaus führend beteiligt. Insofern muß man sehr aufpassen, daß ATTAC nicht zu einer reinen Unterstützungsebene für Sozialdemorkatien der Couleur von gestern wird. Deren Politik hat ja eben die Probleme nicht vermieden ...

Peter Wahl im Vorwort der Attac-Kongress-Dokumentation "Eine andere Welt ist möglich!", 2002, VSA Hamburg (S. 7)
Die schwierige Suche nach größeren Räumlichkeiten endete - nicht zuletzt Dank der diskreten Hilfe eines ehemaligen Bundesfinanzministers - damit ...

Im Original: Ende 2004: Der Streit wird öffentlich ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Aus einem Antrag zum Attac-Ratschlag Ende Oktober 2004 in Hamburg
Nicht erst seit Veröffentlichung des Buches „Mythos Attac“ gibt es ein Unbehagen an der intransparenten Darstellung und Entscheidungsfindung von Attac. Nicht umsonst wurde das Selbstverständnispapier von Attac erarbeitet, mit dem sich ja auch viele Mitglieder identifizieren. Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, damit Attac auch weiterhin als eine große soziale Bewegung ernst genommen wird.
Wir haben durch unsere Arbeit und Erfahrung in und mit Attac die begründete Befürchtung, dass sich die Leitungsstrukturen von attac-D allen Bekenntnissen zum Trotz von der Basis verselbständigen. Ein Ausdruck dieser Verselbständigung ist die Verschleierung des rechtlichen und politischen Status Quo im Hinblick auf die Rechtskonstruktion, die Entscheidungsprozesse und Zuständigkeiten sowie der Finanzierung.


Weitere Erläuterungen der antragsstellenden Gruppe zum Antrag. Auszüge daraus:
Ein Aspekt dieser Problemlage betrifft das Selbstverständnis: Versteht sich attac als soziale Bewegung, als Netzwerk sozialer Initiativen/Gruppen mit örtlichen und regionalen Knotenpunkten oder will es als die NGO für Globalisierungskritik agieren wie bspw. Greenpeace für Umweltfragen? Je nach dem, wie die Antwort auf diese Grundfrage ausfällt, sind unterschiedliche Aufgaben und Rollen für die Mitglieder/Aktiven vorgesehen? (Wer hier tiefer einsteigen will, sei auf Texte u.a. von Bergstedt, Brand, Grefe, Roy, Rucht, Tiefenbach verwiesen.)
Welche Entwicklung machen soziale Bewegungen durch: vom Aktivitätsniveau des Aufbruchs, das Gehör- oder Nicht-Gehör-Finden in der Gesellschaft, über die mittelfristige Normalisierung des Aktivitätsniveaus und die immer deutlichere Differenzierung in AktivistInnen/Hyper-AktivistInnen und andere Mitglieder mit absteigenden Aktivitätsgraden (z.B. regelmäßige Mitarbeit in einer AG, Besuch des Jour Fixe bis hin zu regelmäßigem Informiert-Werden-Wollen als persönlichem Aktivitätsmaß).
Welche Wirkungen auf eine soziale Bewegung und die Motivation der Mitglieder hat die Tatsache, dass nach mehrjähriger, erhebliche Teile der Gesellschaft erreichender Aufklärung, wichtige Anliegen nicht gesellschaftlich anerkannt werden (z.B. in Form eines Gesetzes, gesetzlichen Anspruchs ...)? ...
Unter dem Druck, das Label Attac im öffentlichen Bewusstsein halten zu wollen oder zu müssen, aber auch vor dem Hintergrund, dass das Pendel in Richtung NGOisierung der Globalisierungskritik ausschlägt, erscheinen die Partizipations- und Entschleunigungs-Bedürfnisse der Basis als Hindernis. Um jedoch zugleich der öffentlichen Selbstdarstellung als konsensorientierte soziale Bewegung gerecht werden zu können, werden Beschlüsse, Vereinbarungen oder Initiativen von einigen Wenigen hinter WIR-Formulierungen oder Passiv-Konstruktionen verborgen. Den attac-Mitgliedern ist dabei die Partizipation vorenthalten und es wird öffentlich ein Konsens suggeriert, wo keiner ist.
Als Beleg seien hier zwei Zitate angeführt: a) aus der Attac-Mitgliederwerbung in der GEW-Zeitschrift E&W 10/2004: „... suchen wir weitere MitstreiterInnen, die unsere Ideen verbreiten, unsere Kampagnen unterstützen.“, sowie b) aus: attac-D-info 22/04): „Gleichzeitig war diese Aktion auch der Auftakt dafür, unsere Alternative, die Solidarische Einfachsteuer (SES), einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dieses Steuermodell wurde von Attac gemeinsam mit ver.di entwickelt.“ Soweit uns bekannt ist, hat Sven Giegold dieses Modell (mit-)entwickelt. Eine Beschlussfassung auf Ratschlag oder attac-Rat erfolgte u.W.n.hier nicht. ...
Der in den letzten beiden Jahren immer häufiger zu hörende Satz : „Der Ratschlag ist eine Kokreis-Veranstaltung, die machen sowieso, was sie wollen, da gehen wir nicht hin.“, zeigt die inzwischen (neben den abnehmenden TeilnehmerInnen-Zahlen) erreichte Entfremdung an. ...
Ganz problematisch ist nun, wenn es in diesen unter 1. – 8. dargestellten Verhältnissen an Transparenz mangelt, es zur Häufung/Überlappung zahlreicher Funktionen/Ämter auf wenige Personen kommt, Verschränkungen und Beziehungen sich entwickeln, die außerhalb der Kontrolle der attac-Mitglieder liegen.

2003: Attac sieht sich und andere Groß-NGOs als Repräsentanz der Bewegung
Aus: Attac Deutschland, Pressemitteilung am 17. März 2004 zu den Demonstrationen am 3.4.2004

Ein ungewöhnlich breites Spektrum gesellschaftlicher Kräfte ist bei den Demonstrationen gegen Sozial-Kahlschlag am 3. April in Berlin, Köln und Stuttgart vertreten. Das beweist die Liste der Rednerinnen und Redner, die jetzt veröffentlicht worden ist: Sprechen werden führende Gewerkschafter aus Deutschland (Michael Sommer, Frank Bsirske, Jürgen Peters) und dem europäischen Ausland, Repräsentanten von Kirchen (Martin-Michael Passauer, Alfred Buß, Bärbel Danner), Studierenden und Arbeitsloseninitiativen sowie kritische Wissenschaftler (Prof. Rainer Roth) und Politiker (Ottmar Schreiner).

Astrid Kraus (Attac-Koordinierungskreis) im Interview mit der Jungen Welt, 23.3.2004 (S. 2)
Frage: Ist Attac mit dem Erreichten zufrieden?
Ja. Die Listen der Rednerinnen und Redner, die jetzt feststehen, spiegeln die ganze Breite des Bündnisses wider. Bei allen drei Demonstrationen, in Berlin, Köln und Stuttgart, werden Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen, der Gewerkschaften, der sozialen Bewegungen, der Studierenden und auch von Attac sprechen. Ich kann mich nicht erinnern, dass es ein derartig breites Bündnis schon einmal gegeben hat.
Frage: ... Nicht einmal der vornehmlich in den neuen Bundesländern vertretene Arbeitslosenverband darf reden. Finden Sie das in Ordnung?
Es wäre sicherlich begrüßenswert gewesen, wenn der Osten vertreten wäre. Ich hoffe, dass das beim nächsten Mal besser läuft.

Jörg Schindler, Mitglied des Attac-Rates (für JD/JL) in einer Mail am 12.4.2004 über den Attac-Rat
... instutionalisiertes überregionales Bündnistreffen ... Hier treffen sich 3 x jährlich BündnispartnerInnen aus dem fortschrittlichen Spektrum

Instrumentalisierung und Kanalisierung - jetzt auch bei den Hartz-Protesten, verkauft als "der Knoten ist geplatzt"
Aus Peter Wahl, "Zwischenzeiten" in: Sozialismus 4/2005 (S. 4)

Attac ist zum erfolgreichsten neuen Projekt emanzipatorischer Politik in diesem Land seit dem Ende des Kalten Krieges geworden. ... Attac ist in Deutschland zwar nicht der einzige, aber doch der sichtbarste Exponent jener globalen "Bewegung der Bewegungen" geworden, die seit Seattle spektakulär ins öffentliche Bewußtsein traf. ... Es ist aber ein Verdienst von Attac, erkannt zu haben, dass sich Unzufriedenheit angestaut hatte, die bis dahin nur deshalb nicht in Protest umschlug, weil niemand die Initiative ergriff, sie zu bündeln und in politische Aktion zu transformieren. Mit der Demo am 1.11. ist hier der Knoten geplatzt.

Elitenkämpfe

Es gibt nur wenige organisierte Teile in Attac, die der Elite gefährlich werden könnten. Dazu gehören Linksruck, SAV und die FreiwirtschaftlerInnen. Der wesentliche Einfluß auf Attac kommt von außen, z.B. Gewerkschaften und Medien. Intern wehren die Attac-Eliten Gruppen ab, die selbst gerne an der Machtfülle der Oberen teilhaben wollen.

Aus "Attac - innovative Organisationsform auf dem Drahtseil" von Jutta Sundermann, in: Junge Kirche 2/2004 (S. 5f)
... vergraulen junge Anhänger der sozialistischen Gruppe "Linksruck" Interessierte vor Ort.

Attac instrumentalisiert Bewegung

Was ist instrumentelle Herrschaft?

Aus dem Faltblatt "Mythos Attac" (Instrumentelle Herrschaft am Beispiel Attac)
Instrumentelle Herrschaft
Attac hat keine ausgeprägte Hierarchie. Die Verbindungen von zentralen Gremien und den Basis- und Arbeitsgruppen sind locker. Dadurch entsteht eine hohe Vielfalt unterschiedlicher Aktionsformen, Strukturen und Inhalte vor Ort. Das Spektrum reicht von anarchisch geprägten Gruppen über die mehrheitliche Orientierung auf reformistische Korrekturen des Bestehenden in einer neokeynesianisch bis traditionell-sozialdemokratischen Weise bis hin zu rechten, z.B. nationalistischen oder freiwirtschaftlichen Strömungen. Der modernen Strategie instrumenteller Herrschaft kommt diese Vielfalt entgegen, denn sie suggeriert eine große Breite und hohe Verankerung in verschiedenen politischen Gruppen. Attac wirkt wie der Dachverband aller Bewegungen und wird medial inzwischen zu fast allen Themen als Sprachrohr von Bewegung inszeniert. Die hohe Unterschiedlichkeit der Basis ist für die Vereinnahmung durch die zentralen Gremien und Sprecher gegenüber der Presse günstig, intern dagegen gleichgültig. Da zwischen Basis und zentralen Gremien wenig Verbindungspunkte bestehen, kann denen, die für das gesamte Attac nach außen auftreten, schlicht egal sein, wer an der Basis was denkt und tut. Die, die Attac vertreten, sagen das, was sie für richtig halten. Meist gibt es für die Positionen von Attac keine Abstimmungsprozesse im Verband. Was Attac ist, denkt, tut und fordert, bestimmen Sven Giegold, Peter Wahl und wenige andere mit ihren Interviews, Presseerklärungen und Reden. Attac ist ein mediales Konstrukt plus angeschlossener Basis. Die Attac-Sprecher reden im Namen aller, ohne dass diese überhaupt dazu befragt werden. Sie werden instrumentalisiert - als Personen, ihre Aktionen und die Bilder, die sie liefern.
Dieses Prinzip dehnt Attac auf die konkreten Kampagnen, auf Bündnisse und Aktionen aus. Immer wieder tritt das Phänomen neu auf: Viele Menschen engagieren sich auf ihre Weise, aber nur wenige verkünden über die Medien, warum das geschieht und welche politischen Forderungen damit erhoben werden.

Beispiele:

Aus einem Referat zu offenen Räumen auf dem Strategiekongress des Berliner Sozialforums (.rtf)
Aus Bewegungen bilden sich Führungscliquen heraus, offene oder informelle Kader bestimmen das politische Erscheinungsbild. Sicherlich, auf den ersten Blick scheint eine Bewegung im Vergleich zum Raum ein wesentlich effektvolleres Instrument der politisches Intervention zu sein. Aber das wird erkauft mit einem Homogenisierungs- und Hierarchisierungsprozess nach innen. Besonders dann, wenn die Bewegung politische Aufmerksamkeit durch die Medien oder gar den Gegner erfährt. Und nicht zuletzt eröffnet eine Bewegung den politischen Selbstdarstellern, den Machthungrigen unter uns große Chancen; was wiederum Gegenreaktionen auslösen kann, die alles blockieren.

Instrumentelle Herrschaft bedeutet, dass keine direkte Befehlsgewalt (Hierarchie) vorliegt, sondern eine Elite im Namen derer spricht, die sie intrumentalisiert. Eine "Basis" ist nötig als bunter Background, damit die "SprecherInnen" als wichtig angesehen werden. Die BasisakteurInnen haben aber keinen oder kaum Einfluß auf das, was die Elite behauptet, was die Meinung "aller" sei.
Diese instrumentelle Herrschaft übt Attac nach innen aus, d.h. die Attac-Basis wird vereinnahmt. Ebenso tritt Attac als Sprachrohr noch breiterer Teile von Bewegung auf - z.B. bei Bündnissen, Demonstrationen, gemeinsamen Aktionen. In den Medien wird Attac für die gesamte globalisierungskritische Bewegung genannt, seit Ende 2002 auch zum Thema Krieg sowie zunehmend zu ökologischen und sozialen Fragestellungen. Mit der Gründung weiterer Elite-Kampagnen in solchen Themen streben die Attac-Oberen das auch an (siehe den Filz um Attac).

Jeder ist ein Rädchen im System politischer Bewegung ... und die NGOs bestimmen den Inhalt!
Peter Wahl in: Ulrich Brand u.a., 2001, "Nichtregierungsorganisationen in der Transformation des Staates" (S. 133)

Die Gewerkschaften sorgen für Akzeptanz im gesellschaftlichen Mainstream, die Blockade des Direct Action Network für - fernsehgerechte - Dramatik und die NGO für die inhaltlich qualifizierte Vorbereitung und Unterfütterung der Aktionen"

Auseinandersetzung um eine Anti-Hartzbeschlüsse Demo in Berlin
Quelle: http://www.fau.org/artikel/art_031017-203708
Die Demonstration am 1.11. wurde okkupiert - Ein Putsch in der Vorbereitung hat stattgefunden!
Befürchtet wurde es schon länger, jetzt scheint es passiert zu sein: verdi/attac und Mitglieder einzelner Politsekten aus Berlin versuchen die Demo am 1.11. zu übernehmen, schließen die, von den bundesweiten Anti-Hartz Bündnissen und der Vorbereitungskonferenz, gewählte Demo-Vorbereitungsgruppe von allen Quellen (Website, Konto...) aus und laden SPD und Grünen Politiker als Redner ein. Mit dem Absender "ConsumentenBund@t-online.de", einer bekannten Gruppe, die seit langem in den Anti-Hartz Bündnissen mitarbeitet, veröffentlicht das Anti-Hartz-Bündnis NRW die nachfolgende Erklärung.
Eine Anmerkung in eigener Sache noch vorweg: wir hatten nach der bundesweiten Aktionskonferenz am 16. August 2003 in Frankfurt/M bereits erklärt, daß die FAU den DGB unkritischen (neugebastelten) Demo-Aufruf des Treffens nicht unterschreiben wird. Es war zu erwarten, daß die DGB Gewerkschaften, wenn sie die Demo der Basisinitiativen schon nicht verhindern konnten, versuchen würden, die Kontrolle an sich zu reißen.
Bringt Eier und Tomaten mit. Auf der Demo am 1.11. wird kein Agenda-Befürworter/Relativierer, SPD-, Grünen- oder DGB-Funktionär sprechen - dafür werden wir sorgen!

Quelle: Direkte Aktion März/April 2004 (S. 1)
Attac und Linksruck versuchten auf dem ersten Kongress zu Protesten gegen Sozialabbau am 13.12. durchzusetzen, dass nichts Konkretes beschlossen wird, um den DGB nicht festzulegen, da dieser erst später tagen würde.

Bericht einer Mitstreiterin vom Sozialforum Bochum von der Aktionskonferenz in Frankfurt/Main am 17./18.01.04
Bericht an das Sozialforum Bochum
http://www.free.de/FREE/projects/sofodo/texte/bericht-akonf-2004-01-1718/view

Bochum, den 25.01.2004
Ziel war, die Kräfte aus der Gewerkschaft.- Studenten.- und der sozialen Protestbewegung zu bündeln um den Widerstand gegen die aktuelle Politik zu entwickeln und Festlegung gemeinsamer Aktionstage in Anlehnung des europäischen Sozialforums in Paris (europäischer Aktionstag 2./3.April 2004).
Die rund 500 TeilnehmerInnen die an der Konferenz in Ffm, repräsentierte ein Breites Spektrum der Agenda-Gegner und machte klar wie der Wiederstand gewachsen ist. Um euch einen Überblick zu geben, wer alles da war, füge ich eine Auflistung an.
Eroeffnet wurde die Konferenz am Samstag mit Podiumsbeiträgen von zehn Vertretern verschiedener Bewegungen, unter anderem von Migranten, Behinderten, der Auszubildenden, Studenten, Bundesausschuss Friedensratschlag, ATTAC etc. Den meisten Beifall bekam Wolfgang Alles, Betriebsrat bei Alstom, Mannheim. Er forderte dazu auf, dem Kampf gegen den Arbeitsplatzabbau mit dem Kampf gegen die Agenda 2010 zu verbinden. Den Würgegriff der Regierung und Konzerne aufzureißen und das Jahr 2004 zum Jahr einer neuen außerparlamentarischen Opposition zu machen für eine lebenswerte Zukunft. Beendet wurde der Abend mit einer gemeinsamen Musikeinlage.
Sonntag: mit drei Referaten wurde am Sonntag die Konferenz weitergeführt. Es sprach H. Jürgen Urban, zu Strategie-Debatte in den Gewerkschaften (leider war ich da noch nicht anwesend), Anne Alex zur Erwerbslosenbewegung und Sabine Leidig von ATTAC. Anne Alex vom "Runden Tisch der Erwerbslosen" kritisierte die Gewerkschaftsführung wegen ihres Mittragens des Abbau sozialer Errungenschaften. Wies darauf hin wie wichtig eine kämpferische Interessenvertretung und ihre Wahrung auf Eigenständigkeit sei und brachte die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich zur Sprache. Wozu Sabine Leidig (Attac) in ihren Referat meinte das die Forderung der 30 Stundenwoche diejenigen ausgrenzt die mehr Arbeiten wollen und eine Enteignung von Gigantigen Vermögen andachte. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt im weiterem Verlauf der Konferenz stand im Mittelpunkt das Verhältnis zur Agenda 2010, zur Arbeitsniederlegung bis hin zum Streik/Generalstreik in den Betrieben. Hierzu war nach m.E. nicht ausreichend Zeit für ausführliche Diskussionen im anschließendem Diskussionsforum. Nach dem Mittagessen bestand die Möglichkeit in 7 Arbeitsgruppen für einen weiteren Austausch. In der Arbeitsgruppe - örtliche/regionale Bündnisse - wurde erarbeitet, das eine Vernetzung der Sozialforen für eine bessere Koordination notwendig ist. So gründete sich Sofo NRW , die erste Zusammenkunft ist am 10.April. Der weitere Aufbau des Netzwerks wird vorerst über www.so-wollen-wir-arbeiten.de abgewickelt. Unerfreulich aber sehr Aufschlussreich war das Auftreten der ATTAC-Führung ( Peter Wahl, Werner Rätz und Nico Wehnemann) im Abschlussplenum. Sie verlangten die Formulierung "Streik und Arbeitsniederlegung" in der Abschlusserklärung zu streichen sonst drohe der Ausstieg von Attac. Die Versammlungsleitung machte den Vorschlag diese evt. Änderung der Erklärung im Abschlussplenum abzustimmen. Diese Vorgehensweise wurde von der ATTAC-Führung als Pseudodemokratisch beschimpf nun regte sich Tumult im Saal. Der sich verstärkte, bis hin das aufgebrachte Leute Peter Wahl das Mikrofon entrissen, weil er immer wieder wütender auf die Versammlung einredete, obwohl die Diskussion beendet war. Die ursprüngliche Abschlusserklärung wurde mit großer Mehrheit verabschiedet mit vereinzelten Enthaltungen und 3 Gegenstimmen von der Attac-Führung. Nach meiner Schätzung waren noch ca.250-300 Leute anwesend.

Aus der von der Redaktion verfassten Einleitung zur Dokumentation "Rückkehr des Politischen" in: FR vom 7.7.2003 (S. 7)
In den ersten 18 Monaten seiner Existenz findet Attac jedoch noch sehr begrenzt Gehör; erst die Mobilisierungen anlässlich der Konferenz der Welthandelsorganisation in Seattle und die Mediatisierung der Ereignisse über die emblematische Aktion von Jose Bove gegen eine McDonald´s Filiale vermitteln einem großen Publikum diese Zusammenhänge.

Nicht anders: Die Bewegungsstiftung (im wesentlichen personalidentisch mit der attac-Führung)
Die laut eigenen Angaben europaweit erste Stiftung zur Finanzierung sozialer Bewegungen ...
(aus:  taz, 4.3.2002, als gäbe es nicht schon die ANstiftung, die Stiftung Umverteilen, viele ostdeutsche Stiftungen usw. - die der taz auch bekannt sind!)

Heimatlos gewordene Linke versammelt sich unter dem Dach von Attac
(Titel in der FR vom 22.10.2001)

Zum zweiten Mal treffen sich die Vertreter der weltweiten Zivilgesellschaft in der südbrasilianischen Stadt Porto Alegre ... Aus Deutschland werden neben Vertretern von Attac Deutschland auch Delegierte von WEED, SÜDWIND und vom Bündnis „erlassjahr.de“ teilnehmen
(Quelle: Presseinfo von Attac Deutschland vom 20.12.2001, http://www.attac-netzwerk.de/presse/011220.html)

Die Weltsozialforen von Porto Alegre und die Wiederholungen an einigen Orten der Erde, die folgen werden, sind Feiertage der weltweiten Sozialbewegung.
(aus: C. Grefe, M. Greffrath und H. Schumann, 2002: attac. Rowohlt Berlin, S. 179)

Das Symbol der Antiglobalisierungsbewegung ist die Bürgervereinigung Attac, die mit ihren rotweißen Fahnen auf jeder Kundgebung vertreten ist.
(Le Monde diplomatique, von der aus Attac gegründet wurde, in der Ausgabe vom 11.1.2002, Quelle)

Aus der Einleitung zur Tobin-Tax-Sonderseite in der Freitag vom 15.3.2002 (S. 7)
Ein Ende des ruinösen Devisenhandels fordern deshalb nicht nur die Aktivisten von Seattle und Genua, ..

Peter Wahl als Vertreter der NGO WEED meint, alle großen Umbrüche würden ihre sozialen Akteure und Bewegungen hervorbringen, so wie die Globalisierung ihre Kritiker in Attac vereint.
(aus Marina Achenbach, "Vorausdenken für die Stunde X" in Freitag vom 7.12.2001, S. 6)

Sozialforen als "die gesamte Bewegung"
Hugo Braun, "Attac und die Sozialforen" in: Attac Deutschland (Hrsg.), 2004: "Alles über Attac". Fischer, Frankfurt (S. 48)
Über die Sozialforen:
So formiert sich unter aktiver Mitwirkung von Attac auch in Deutschland eine breite Bewegung der gesamten Zivilgesellschaft.

Katja Kipping, stellv. LINKE-Bundesvorsitzende, in: Michael Brief u.a. (2007): "Die Linke", Dietz Verlag in Berlin (S. 100)
Die Blockaden wurden zu einem politischen Erfolg. Interessanter Weise waren diejenigen von attac, die nach dem Ausschreitungen am Samstag am intensivsten die Absetzung der Blockade betrieben hatten, diejenigen, die dann stolz vor den Kameras die erfolgreiche Fünffingertaktik der Blockaden erläuterten. Spätestens an dieser Stelle wurde deutlich, dass die Gefahr der Vereinnahmung einer Bewegung nicht nur von Seiten der Parteien droht.

Links zum Verhältnis Attac - Bewegung:

Interessant sind die Spannungen zwischen der Attac-Führung und organisierten Gruppen mit abweichenden Ideologie innerhalb von Attac. Während sich die amorphe Masse der Attac-Basis leicht instrumentalisieren läßt, weil diese sich für die Führung nur wenig interessiert, sind einige Gruppen Mitglied, die über Attac eigene Positionen verbreiten wollen. Sie beschweren sich darüber, dass innerhalb von Attac die Inhalte klar gesteuert werden. Bekannteste Gruppe ist Linksruck. Andere Beispiele:

Aus dem CGW-Rundbrief (FreiwirtschaftlerInnen) 2/2004 zu einer gewünschten Übernahme von Positionen in ein Attac-Papier (S. 11)
Im nunmehr veröffentlichten zweiten Entwurf des AWWO-Papiers sind diese Beschlüsse nicht umgesetzt worden. ... Eine - wieder einmal - enttäuschende Geschichte, man mag nicht daran glauben, dass usnere Positionen nur zufällig vergessen wurden. In einem Workshop zu Regionalwährungen auf dem Attac-Ratschlag in Essen am 8. Mai 04 erfuhr ich von Harald Klimenta, Mitglied des Attac-Koordationskreises, dass die Freiwirtschaft in den leitungsgremien von Attac ähnlich der Gruppe Linksruck wahrgenommen werde.

"Assimilieren"

Assimilieren bedeutet die Integration in ene übergeordnete Struktur ohne direkte Herrschaftsausübung, sondern durch "Aufsaugen", anlockende Werbung usw. Attac sowie den Pro-Attac/Neokeynesianismus-Medien wie FR, taz oder Spiegel gelingt es wie niemandem zuvor, fast die gesamte breite politischer Bewegung aufzusaugen. Eingetreten sind inzwischen auch nach eigenem Verständnis vorher linksradikale marxistische Gruppen wie die JungdemokratInnen/Junge Linke oder Linksruck. Die Kommune Niederkaufungen mit seiner anarchistischen Vergangenheit (Gründungsspruch "In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod") gründete die Attac-Gruppe Kassel, auch einzelne andere anarchistische AktivitstInnen agieren bei Attac.
Der Begriff "Assimiliren" als Herrschaftsform stammt aus der Serie Star Trek, in dem das mit kollektivem Bewußtsein ausgestattete "Volk" seine Feinde aufsaugt und integriert.

Aus der Hoppetosse-Mailingliste
Sternzeit 0102001. Ort: Erde. Raumschiff Attac: "Wir sind die Attac. Widerstand ist zwecklos. Ihr werdet assimiliert." Kleines Männchen quäkt: "Aber ich bin doch Anarchist!" "Widerstand ist zwecklos. Ihr werdet assimiliert und tobiniert."

Kanalisierung positiv
Aus Ruth Jung, "Attac - Sand im Getriebe", Nautilus 2002 (S. 39) ... der Begriff "Kanalisierung" ist, wie der Zusammenhang im Buch zeigt, positiv gemeint
Eine weitere Form der Kanalisierung dieser sich weltweit vergrößernden Unruhe war mit der Einrichtung des Ersten Weltsozialforums von Porto Alegre im Januar 2001 geschaffen worden.

Staatsberatung: Lobbyismus und Parlamentarismus

Die JournalistInnen, die das Attac-Buch schrieben, monierten im Vorwort der zweiten Auflage, dass Attac zu wenig auf Lobbyarbeit setzten - dafür hatten sie schließlich die Organisation mit in den Mittelpunkt gerückt
C. Grefe, M. Greffrath und H. Schumann, 2004: attac. Rowohlt Berlin 2. Auflage, Vorwort

Es ist noch nicht gelungen, eine Art parlamentarischer Lobby-Arbeit aufzubauen - eine große, mühsame, aber unverzichtbare Aufgabe für Attac. Denn am Ende muss jede Aufklärung und jeder Protest dort wirken, wo Gesetze gemacht oder geändert werden können, wo neue Strukturen gefestigt werden. (S. 13)
... verfügen Europas Attac-Gruppen über keinen professionellen Brückenkopf in Brüssel ... (S. 14)

Die Funktion und das Funktionieren der Basis

Aus der Attac-AG "Globalisierung und Ökologie", die auch den McPlanet initiierte sowie der ManagerInnen-Clique in Verden wurde ein Zeitung entwickelt, die Umweltgruppen modernisieren und zur kampagnen- und managementorientierten Basis machen sollen: aktiv.um. Sie erscheint im Ökom-Verlag als Beilage zu Punkt.um. Alle folgenden Zitate sind Tipps für Basisgruppen.

Aus der Zeitung der JungmanagerInnengruppen aus der Ex-Jugendumweltbewegung und Attac "aktiv.um"
Die perfekte Gruppensitzung: Es ist klar, wer die Verantwortung für Ablauf und Moderation des Treffens trägt. Die Vorbereitungsgruppe klärt im Vorfeld, welche Themen wichtig sind und wer in die Diskussionspunkte einführt. Die Gruppe kennt die Tagesordnung bereits im Vorfeld. So kann jeder entscheiden, ob er kommen und sich vorbereiten will. ... Die Gruppe ergänzt die Tagesordnung ... Am Ende der Diskussion stehen Ergebnisse, die alle in der Gruppe mittragen. ... Im Anschluss an das Treffen gehen alle gemeinsam in die nahe gelegene Kneipe. (aktiv.um 3/2004, S. 4)
Die Rolle des Moderators: Als ModeratorIn können Sie ihrer Gruppe einen großen Dienst erweisen. Sie haben es in der Hand, ob eine Diskussion "zerfleddert" oder direkt zum Ziel führt. Es liegt an Ihnen, ob sich die Gruppenmitglieder eingebunden oder ungerecht behandelt fühlen. ... Wenn Sie die Moderation übernehmen, sollten Sie den Gesamtablauf im Blick haben. Als Faustregel gilt: Der Moderator schafft den Rahmen, damit die Gruppe inhaltlich arbeiten kann. ... Erläutern Sie das Vorgehen ... Achten Sie darauf, dass das vereinbarte Vorgehen eingehalten wird ... Fassen Sie zusammen und spannen Sie einen roten Faden ... Bringen Sie die Diskussion zu einem Ende ... Schließen Sie positiv ab! Würdigen Sie das Ergebnis und danken Sie für die Diskussion. (aktiv.um 3/2004, S. 6)

Aus: aktiv.um Mai 2004 (S. 2 f)
Geld ist - neben der Personalpolitik - der effektivste Hebel der Macht in Organisationen. ...
Profi-Tipp: Lassen Sie sich von Unternehmen inspirieren. Langfristiger Erfolg braucht Planung. Jedes Unternehmen erstellt einen Business-Plan als Grundlage für seine Entscheidung. Verstehen Sie auch Ihre Umweltorganisation als ein Unternehmen mit Zukunft und entwickeln Sie einen Business-Plan!

Aus: aktiv.um Oktober 2004
"Organisation" und "Organismus" haben nicht von ungefähr den gleichen Wortstamm. Organisationen entwickeln sich ähnlich wie der menschliche Organismus weiter und durchlaufen verschiedene Phasen. Der Körper eines Menschen kann krank werden und auch eine Organisation kann in die Krise kommen. ... Organisationen durchleben nicht nur Phasen wie Organismen, sondern bestehen wie Organismen auch aus verschiedenen Organen, die sich gegenseitig beeinflussen und voneinander abhängig sind. Verletzungen im Kopf sind lebensgefährlich für den menschlichen organismus und auch ein zerstrittener Vorstand kann eine ganze Organisation lähmen. ...
Manchmal ist es aber sinnvoll, die Entwicklung zu steuern Zum Beispiel, wenn ein Manager sehr viel Streß hat und überarbeitet ist. Es besteht die Gefahr, dass sein Organismus krank wird und er somit für die Firma ausfällt. (S. 2)
Führen heißt, Ziele durch andere erreichen. ... Ihre Aufgabe als Vorsitzender oder Vorstand einer Umweltorganisation ist es aber nciht, Biotope zu pflegen, die Kasse zu führen oder den Rudnbrief auszuteilen. Die Aktiven, mitarbieter und Hauptamtliche, erwarten vielmehr von Ihnen, dass Sie Orientierung vermitteln und für Entscheidungen sorgen. ... Sorgen Sie dafür, dass Ihre Ehrenamtlichen genau wissen, wofür sie sich engageiren! ...
Wenn Sie Vorsitzende oder Vorsitzender einer lokalen Umwelt- oder Naturschutzgruppe sind, müssen Sie für Ziele sorgen, delegieren, organisieren. ... (S. 5)
Ihre Aufgabe ist es vielmehr, dafür zu sorgen ,dass Entscheidungen zügig zu Stande kommen ... Manchmal stellen sich Ehrenamtliche einer Entscheidung in den Weg - aus welchen Gründen auch immer. Versuchen Sie, den Konflikt zu entspannen und zu vermitteln - aber stellen Sie den einmal getroffenen Beschluss nicht infrage! (S. 6)

Attac suggeriert Offenheit und Gleichberechtigung
Werbetext in der Attac-Zeitung Frühjahr 2004 (S. 4)

... jede und jeder kann sich gleichberechtigt einbringen. ... Attac ist, was man selbst draus macht!

Aus dem Interview mit Sven Giegold im Managermagazin brand eins 1/2004 (S. 74ff)
Kritische christliche Kräfte, Gewerkschafter, Wohlfahrtsverbände - das sind die entscheidenden Player. ... Dieser Vorwurf, dass die Gewerkschaften Nichtarbeitende nicht gut vertreten hätten, ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll. ... Ich glaube, dass ohne Gewerkschaften viele unserer Ziele nicht erreichbar sein werden. ... Das bedeutet, wenn es uns nicht gelingt, den Wind in den Gewerkschaften, aber auch in den Kirchen und in großen anderen Verbänden in eine Richtung internationaler Re-Regulierung zu verändern, werden wir keine Chance haben.

Interne Strukturen

Für Hauptamtliche im Zentrum
Aus einem Interview mit Philipp Hersel vom Attac-Koordinierungskreis in der Jungen Welt, 4.5.2005 (S. 2)

... da die direkten Kontakte auf internationaler Ebene viel seltener sind als auf lokaler oder nationaler Ebene, braucht Vertrauens- und Netzwerkbildung oft Jahre und hohe Kontinuität. Das ist mit einer Struktur von Ehrenamtlichen, die sich verständlicherweise nicht auf Jahre hinaus festlegen können, kaum zu leisten.

Hauptamtliche erhalten sehr unterschiedliche Gehälter
Aus dem Antrag für eine Angleichung der Gehälter bei Attac-Hauptamtlichen auf dem Ratschlag Ende Oktober 2004

Die Angestellten im Attac-Bundesbüro werden unterschiedlich entlohnt. Der Unterschied macht in einigen Fällen fast das Doppelte aus.

Typischer Vorgang für Strukturen wie bei Attac (Zentrale plus Basis, aber kaum Verbindungen zwischen ihnen) in Auszügen aus Mailwechseln im April 2006 über die interne Gruppenliste von Attac:
Kritik aus einer Basisgruppe (Chemnitz):
Einerseits gab es deutliche Veränderungen in der Finanzverteilung gegenüber dem vorherigen Haushalt. Andererseits wurde der Vorschlag der Zentrale erst unmittelbar auf dem Ratschlag bekannt gegeben und es wurden nur in sich ausgeglichene Änderungsvorschläge zur Abstimmung zugelassen. Da sich ad hoc niemand zu konkreten Kürzungsvorschlägen durchringen konnte waren alle - auch wohlbegründete - Änderungsvorschläge automatisch vom Tisch.
Gegenposition: Im Übrigen stößt es mir ziemlich sauer auf, bezeichnest Du Ko-Kreis und Büro als Zentrale. Das ist mit dem Bündnis- und Netzwerkcharakter von attac unvereinbar. In dieser Sicht der Dinge liegt für mich das Hauptproblem.
Merke: 1. Gibt es keine Zentrale bei Attac, weil das ja dem Selbstverständnis widersprechen würde. 2. Darf auch keiner sagen, dass es eine Zentrale gibt, sonst könnte auffallen, dass es 1. doch nicht stimmt ...
Kritik an dem Vorgang aus einer anderen Basisgruppe (Würzburg):
Entweder sollten wir den demokratischen Zentralismus praktizieren wie bisher (was E. und
andere ablehnen) oder zu mehr Basisdemokratie übergehen (was vor allem Leuten aus den Mitgliedsorganisationen von Attac und den bisherigen Strippenziehern auf Bundesebene nicht so gut gefällt). Dass ein scharfes Kontra zu Eckhards Position aus Berlin kommt, ist nichts Neues, nun vertritt
diesen Standpunkt B. statt L.
Auch die Argumentation finde ich sehr spannend: Vor Entscheidungen heißt es, man soll die Einigkeit und Zukunft von Attac nicht durch "lähmende Anträge" und "Grundsatzdebatten" behindern. Hinterher sagt man dann, man solle die gemeinsam getroffenen Beschlüsse nicht anzweifeln. Da stellt sich das einfache Mitglied die Frage, ob Kritik überhaupt erlaubt ist oder ob wir bereits in der perfekten Attac-Welt leben. Offenbar nicht, wenn wir die stagnierenden Mitgliederzahlen und die rückläufigen Spenden anschauen. ...
Wenn die Mehrheit der Attacies weiterhin aus freier Entscheidung demokratischen Zentralismus nach dem Muster von Kaderparteien praktizieren möchte, dann kann ich damit leben. Unschön fände ich, wenn wie in der Vergangenheit versucht wird, mit einer manipulativen Debatte den Menschen Sand in die Augen zu streuen und sie zu überreden statt zu überzeugen. Das ist meines Erachtens unangemessen für ein emanzipatorisches Netzwerk, das Aktive und Mitglieder ernst nehmen sollte.

Führungskämpfe bei Attac Frankreich
Aus "Die Jüdische" (Quelle hier ...)

Am 17. Juni 2006 erhält die Liste des ATTAC-Präsidenten Jacques Nikonoff auf der Außerordentlichen Generalversammlung in Rennes nur eine knappe Mehrheit von 52 Prozent und damit 22 von 42 Sitzen im Verwaltungsrat dieser Vereinigung am Rande der Implosion.
Es spiegelt vortrefflich das wider, was die Gesamtheit der Globalisierungskritik ausmacht und nun endlich für alle sichtbar wird: einen Klüngel von ergeizigen autoritären Besserwissern aus dem rot-braunen Spektrum, zusammengewürfelt mit globalisierungskritischen Linken und linksradikalen Revoluzzern, die hin und wieder vor kriminellen Handlungen nicht zurückschrecken. Im Schlepptau führen sie eine applaudierende Presse mit sich, deren Ethik schon lange abhanden gekommen ist, nicht erst seit den Aktionen der Geisel Florence Aubenas und des Le Monde-Kritikers Philippe Cohen. ...
Schon im Falle der ehemaligen US-Bürgerin und seit 1994 Französin Susan George werden die Statuten zurechtgebogen. Damit sie Vizepräsidentin von ATTAC werden kann, kooptiert sie der Diplo als Gründungsmitglied. Finanzierungen aus den USA, vom Tansnational Institute (TNI), können somit besser fließen.
Heute ist die 71-jährige unermüdliche Theoretikerin des anti-liberalen Kampfes bekannt als Mutter der französischen Globalisierungskritiker. Eine ordentliche autoritäre Vereinigung kommt halt nicht ohne Vater und Mutter klar - mit allerdings ebenfalls nicht. ...
Regierungsfunktionäre und von diesen eingesetztes und geführtes Personal lenken die Globalisierungskritiker, die unter dem Wahlspruch Eine andere Welt ist möglich ihren aufopferungsvollen anti-kapitalistischen, anti-liberalen Kampf führen. Dieses undemokratische Verhalten wird damit gerechtfertigt, daß man die Ambitionen der Trotzkisten abwehren müsse. ...

Ausgewählte Beispiele aus der Praxis der Organisation ...

Mail aus der Zentrale:
Liebe Freundinnen und Freunde,
angesichts des fortgesetzten Ansturms an Bestellungen, neuen Publikationen und Beitritten suchen wir dringend nach BuerohelferInnen, die gegen Bezahlung (15 DM/h) hier Vollzeit und kurzfristig in unserem Verdener Buero bei Versand und Dateneingabe mithelfen. Wir kuemmern uns um eine Unterkunft. Bitte melden bei Karsten Hennig oder Soeren Janssen, Tel. 04231 / 95 75 91 oder per Email an info@attac-netzwerk.de
Mit vielen Grüssen aus Verden Sven Giegold

Kommentar auf der Hoppetosse-Mailingliste:
Wir sollten von attac eine ordentliche Besoldung der attac-Beschäftigten in Anlehnung an den Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) und die Einhaltung ihrer gewerkschaftlichen und tariflichen Rechte (Kündigungsschutz usw.) fordern.
Schon witzig, wie Diejenigen, die auf der einen Seite gegen prekäre Arbeitsverhältnisse und eine Deregulierung des Arbeitsmarktes streiten, auf der anderen Seite sich Lohnarbeit vorstellen, wenn sie selbst Arbeitgeber sind.
Übrigens feiert in der attac-Zentrale auch das (unbezahlte) PraktikantInnen-Unwesen fröhliche Urstände. Nachdem sie in Verden für das begehrte (lechz) Praktikumsszeugnis einer NGO (glibber) fleißig Zettel einkuvertiert hatten, treten sie (nach erfolgreichem Brainwash bzw. first wash) in den Ortsgruppen als gläubige Verden-Jünger in Erscheinung.
Wo ist der Unterschied zu  den dumpfbackigen „Volunteers for Schröder“  von Machnig und Müntefering, die derzeit in Berlin die „Kampa 2“ bevölkern???
Diese ärgerliche Landplage der fröhlichen und strebsamen PraktikantInnen zeichnet sich biographisch durch folgende Merkmale aus.
Alter 19 bis 30
Noch nie politisch selbst was gemacht (aber fließig studiert, am liebsten „Politikwissenschaft“ oder anderen Unsinn)
Auf der Stirn steht „Ich suche einen Job“
Keine politischen Äußerungen (außer, dass Herr Tobin und Frau Verden immer Recht haben)
Begeisterung für Forderungen wie nach Moderierung/Zensur von Mailinglisten („gegen die destruktiven Chaoten, die attac nur schaden“)

Mail-Bericht von der Hoppetosse-Liste
Aloha,
nun weile ich seit gestern abend hier in der Attac Zentrale - vielmehr: ich befinde mich in einem Haus mit den AttackSpacks.  Natürlich musste ich erst mal aus Versehen, weil ich nach dem Tagungsraum suchte, den AttacSpacks in die Arme laufen - alles nur Praktis und Ehrenamtliche Arme Würmchen ohne ein Anzeichen von Mitbestimmung oder so, nur dazu da, dem Oberchef und Konsorten die Tüten zukleben. Da war sogar Linksruck emanzipatorischer. Es gibt einfach eine klassische Trennung in Produktion und Reproduktion, in Entscheidungsaufgaben und Ausführungsjobs. Sven und co labern, diskutieren, geben Interviews und entscheiden über die Politik (so, wie das in der partiarchalen Familie zum Beispiel auch ist: der Vater hat das sagen), die anderen, also die Praktis, Selkretäries und Helfis dürfen HilsarbeiterInnen sein, resp. sind ausfuehrende, reproduktion., EKELHAFT!!!
Zum anderen habe ich schon lange nicht mehr so ein Gefuehl von Funktionärismus und Anonymität, von BerufspolitikerInnentum und Unbewegtheit gespürt wie hier. Es ist wie auf Arbeit, die sozialen Beziehungen der Anwesenden sind gleich null, sind streng unterteilt in Gäste und BewohnerInnen, in Reproduktion und Produktion, in Lohnarbeit und Ehrenamt...
Es kommt z.T. regelrecht Hotelstimmung auf. Eine AttacSpackin, die hier wohl irgendwelche Hilfsjobs verrichten darf, beschwerte sich, dass wir zu lange Musik machen, verlässt die Küche wenn wir kommen. Es gibt keine transparente Ablaufsentscheidung und keine gemeinsame Vereinbarung ueber Nutzungen.  Dafür bezahlt Attac viel fuer die Miete der Raeume. Und hier Wohnende und Arbeitende erzaehlten mir, dass diese anonyme Stimmung auch hauptsächlich von Attac ausgehen wuerde.
So viel Nicht-bewegung wie hier war nicht mal im LR Büro. (ich nehme das mal als brauchbaren Vergleich). Das liegt einfach wirklich daran, dass Attac hier so dominant ist. DIe belegen hier 4 Büros, sind also die grösste Gruppe... da wundert es nicht, wenn die Atmo im Arsch ist. Mensch freut sich auch schon darauf, wenn die umziehen.
Heute abend treffe ich mich mit J. wegen Finanzierungsfragen. Interessant das alles. Kungeln mit den grossen bewegungscheckerInnen...wobei ich mich eigentlich gar nicht so fühle, als waere ich mit diesen Profis in einer Bewegung. Das sind Welten.
Das Haus ist halt wesentlich grösser als die ProWe, auch professioneller eingerichtet und gemacht, alles mit mehr Kohle. Wobei ich das nicht unbediungt positiv sehe. Ich finde die ProWe gemütlicher und netter... vor Allem kommunikativer und bewegter.

Profi-Tipp im aus Attac-Eliten geprägten Magazin "aktiv.um", Sept. 2004 (S. 5)
Sie sollten nie ohne Genehmigung demonstrieren ...

Neue Ideen für Attac?

Vorschläge für Attac aus dem Buch "Mythos Attac" (Auszüge)

Das Buch "Mythos Attac" enthält einige Vorschläge für Organisierungsformen ohne Hierarchien, instrumentelle Herrschaft, kollektive Identität, Stellvertretung usw. Im Folgenden sind einige besonders für Attac geeignete dokumentiert.

Aus dem Vorwort
Dieses Buch will zu Streit anregen. Es vertritt keine Wahrheiten, son-dern Gedanken, Kritiken und Vorschläge. Streit ist eine Produktivkraft. Sie kann und soll das Denken und Handeln schärfen, aber auch erweitern hin zu neuen Ideen und Experimenten. Kritik darf und soll nicht verurteilen, sondern klären und hinterfragen. Dabei muss sie immer auch selbst wie-der kritisch gesehen werden. Streit ist ein endloser Prozess und diese Buch eine kleine Wegmarke - wichtig vielleicht, weil sie ein Korrektiv ist in einer sehr einseitigen Wahrnehmung von Attac und politischer Bewegung.
Wir als AutorInnen dieses Buches, die vor allem aus den beteiligten Gruppen und Projekten in Göttingen und rund um die Projektwerkstatt Saasen stammen, wollen den Streit und das Ringen um Weiterentwick-lung, Aktionsmethoden, gesellschaftliche Utopien und Kritik am Beste-henden gerne fortzusetzen. Wer Kontakt aufnehmen will, mitmischen und mitstreiten will, wer uns für Diskussionen, Veranstaltungen, weitere Texte o.ä. gewinnen will, kann sich melden:
Projektwerkstatt
Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen, Tel. 06401/903283
saasen@projektwerkstatt.de, www.projektwerkstatt.de/saasen

Aus der Einleitung
Das emenzipatorische Modell wäre die "Organisierung von unten", der Verzicht auf identitäre Geschlossenheit und vereinheitlichte Positionen - ohne "Wir" und "SprecherInnen". Bewegung ist Kooperation und Vernet-zung der Vielen. Der Spruch "Eine Welt, in der viele Welten Platz haben" wird auf die Organisierungsform übertragen. Das taktische Geschick, die gute Strategie richtet sich darauf, möglichst viel zu verbinden, Kooperationen zu ermöglichen, Streit zu organisieren, Austausch und gemeinsame Nutzung von Ressourcen aufzubauen, um mehr zu ermöglichen als im schlichten Nebeneinander. Das abschließende Kapitel stellt die Möglichkeiten direkter Aktion, gleichberechtigter Kooperation und offen-kreativer Gruppenstrukturen vor - als Anregung, nicht als Rezept.

Aus dem Perspektivenkapitel "Was ist zu tun?", Einleitung dort
Dieses Buch soll perspektivisch sein und Handlungsoptionen auch für all diejenigen beschreiben, die in oder mit Attac aktiv sind und es bleiben wollen oder die nach Alternativen suchen. Kritik und Demaskierung tragen das Risiko, dass Menschen resignieren, weil "alles nichts bringt". Darum folgt ein umfangreiches Kapitel mit konkreten Ideen - ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Denn eine reine Kritik bliebe auf der reaktiven Ebene stehen. Sie ist nicht perspektivisch und vorwärtsdrängend, sondern lässt sich durch Vorgaben anderer lenken. Kritisiert werden kann nur, was andere schon machen oder entwickelt haben. Zudem ist die Kritik selbst in der Analysequalität begrenzt, wenn sie sich nicht mit der Erfahrung der Praxis verknüpft. Das Wesen einer perspektivischen Kritik ist gerade das ständige Hinterfragen einer Praxis, die sich aus der Reflexion heraus immer weiter entwickelt - fragend auf den Weg machen, wie es die Zapatistas formulierten. Wo Kritik neben dem Geschehen steht und nicht teil-hat an der Erprobung von Praxis, werden wichtige Elemente genommen, die die Qualität einer Kritik ausmachen.

Kapitel "Chancen und Risiken einer radikalen Attac-Kritik"
Die folgenden Vorschläge sind kein Rezept, kein neuer "Stein der Wei-sen", sondern Anstöße, die sich neben Vorschläge stellen, die bereits gemacht wurden oder noch formuliert werden. Als dynamische Entwürfe sind sie spätestens bei jeder Umsetzung zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. So sind sie auch entstanden. Sie entstammen der Praxis herrschaftskritischer, kreativ-widerständiger Gruppen in Deutschland, die zwar klein sind und von größeren Organisationen und ihren Eliten meist ausgegrenzt werden. Dennoch sind sie im lokalen, regionalen und auch überregionalen Rahmen spürbar. Sie bilden keine feste Organisation, haben keinen gemeinsamen Namen, stehen in keinen Abhängigkeitsver-hältnissen und können genau das tun, was die Menschen, die sich dort engagieren, tun wollen. Die größeren Ressourcen wie Geld und materieller Ausstattung, Zugang zu den Eliten in Politik, Wirtschaft und Medien, Posten in den Bürokratien von SchülerInnen-, Studierenden- und Gewerkschaften werden von anderen besetzt und kontrolliert. Dennoch lassen sich viele Einzelaktionen auswerten, zudem hilft ein Blick über den Tellerrand Deutschlands hinaus. In anderen Ländern sind selbstorganisierte, unabhängige und kreative Basisbewegungen häufiger.
Es gibt keinen "Tag X", an dem sich alles dahin wandeln muss. Es gibt den heutigen Tag, an dem jede Gruppe und jeder Zusammenhang die Veränderung beginnen kann. In Hinblick auf Attac kann das für die eine Gruppe bedeuten, in Zukunft genauer hinzugucken, zu hinterfragen und sich kritischer zu entscheiden, was mitgetragen wird und was nicht. Eine andere Gruppe beginnt die Veränderung mit kleinen Schritten aus der bisherigen Praxis heraus, setzt auf eigene Ideen oder verwirklicht Anstöße aus den folgenden Texten. Andere brechen radikaler mit der Vergan-genheit bei Attac - und machen weiter als selbstbestimmte, unabhängige Gruppe. Jeder dieser Wege kann sich lohnen.

Kapitel " Konkrete Tipps für Gruppen"
Das Subjekt jeglicher emanzipatorischer Politik sind nicht Gruppen, Klas-sen oder Schichten, auch nicht die kollektiven Identitäten einer "Basis" oder gar des "Volkes", sondern die Menschen. Ihre Selbstentfaltung als dauernder Prozess der Loslösung aus Zwängen und der Erweiterung von Möglichkeiten ist das Ziel der Emanzipation. Diese grundlegende Posi-tion muss in einer emanzipatorischen Politik sichtbar werden - in den Positionen wie in den Aktionsformen.
Die Menschen schließen sich nach eigener Überzeugung und ohne Aufgabe ihrer Handlungsautonomie dort, wo sie nicht allein agieren wol-len, zu Gruppen zusammen. Diese konkreten Gruppen - seien sie dauer-haft oder für eine konkrete Aktivität organisiert - sind die Grundlage der politischen Organisierung von unten. Daraus folgt zweierlei: Zum einen bedeutet die Wichtigkeit der handlungsfähigen Gruppen, dass deren in-terne Struktur und Arbeitsweise entscheidend für die Umsetzung emanzi-patorischer Ideen ist. Wenn bereits die Basisgruppen Dominanzen auf-weisen, wird auch die Vernetzung zwischen Gruppen eine Kooperation der dominanten Kräfte der Gruppen sein und deren Dominanz noch stei-gern. Denn die Unterschiede beim Zugang zu Informationen, Handlungs-möglichkeiten und Infrastruktur steigt bei fortschreitender Komplexität. Zum anderen muss Vernetzung die Gruppen auch in ihrer unabhängigen Handlungsfähigkeit stärken, den Kontakt und die Kooperation zwischen ihnen gleichberechtigt gestaltet und alle gemeinsamen Aktivitäten immer aus dem Willen der Gruppen entspringen und in der von den jeweils Inte-ressierten entworfenen Art verwirklicht werden.

Im Anschluß an diesen Text folgen umfangreiche Vorschläge für konkrete Aktionen. Sie gelten überwiegend nicht nur für Attac-Gruppen. Unter den Vorschlägen sind im Buch einige als speziell auf Attac bezogen bezeichnet worden. Diese bilden jeweils einen Punkt in jedem Abschnitt - und sie sind hier als Aus dem Buch dokumentiert:

Anschließend folgen im Buch umfangreiche Hinweise zur Organisierung horizontaler Bündnisse.

Abschluß-Kapitel " Von Attac zur unabhängigen, offenen Gruppe"
Die Frage "Attac - Ja oder Nein?" verkürzt das, um was geht - nämlich um die Form der Organisierung, der direkten Aktion, der offenen Plattfor-men und nicht-identitären Vernetzung. Für alle, die bei Attac bleiben oder neu hinzustossen, heißt das: Wie kann das unter dem Label "Attac" Erreichte so weiterentwickelt werden, dass nichts verloren geht, was den AkteurInnen wichtig ist? Wie kann auf der anderen Seite die eigene Arbeit so geöffnet und das auch sichtbar gemacht werden, dass das Label "Attac" nicht Türen verschließt, weil eine Gruppe, die Attac heißt, oft identifiziert wird mit der Politik ihrer Chefetagen.
Ob Attac oder eine andere Gruppe - der Weg zu kreativen, offenen, vielfältigen Aktionsformen, zur Verbindung mit visionären Ideen und interner Gleichberechtigung ist ein weitreichender, aber spannender und notwendiger Entwurf zu einer emanzipatorischen Praxis. Es kann hilfreich sein, frühzeitig den Kontakt zu anderen Gruppen zu suchen, denn von diesem Entwurf ist nicht nur Attac weit entfernt. Wo Neues entsteht, sollte es von Beginn an als offener Prozess laufen, d.h. offen für alle, die sich für Veränderungen hin zu einer vielfältigen Bewegung interessieren. Emanzipatorische Politik braucht viele neue, kreative Versuche, aber: Eine andere Organisierung ist möglich!

Strukturvorschläge und -debatten innerhalb von Attac

Debattenbeiträge zum Transparenzantrag aus Stuttgart (siehe auch Diskussionsforum dazu bei Attac):

Ausschnitte aus dem Papier zur Zukunft von Attac von Oliver Moldenhauer, Attac-KoKreis, vom 17.11.2004
Die Fraktionsbildung nimmt zu. Inzwischen spielt Linksruck keine Rolle mehr bei uns aber zumindest die Stuttgarter, die AG Prekarisierung aus Berlin und zu geringerem Maße Teile des Kokreises agierten als abgegrenzte Gruppen. Bisher ist das noch nicht bedrohlich, aber der mögliche Schaden einer stärkeren Fraktionsbildung ist kaum überschätzbar. ...
Ein wichtiger quantitativer Indikator für geringeres Engagement ist die gesunkene Zahl an Neueintritten und die gestiegene Zahl an Austritten. Interessant sind hier übrigens Untersuchungen von Felix Kolb, der eine Korrelation zwischen taz-Berichten über Attac und Globalisierung und der Zahl der Neueintritte gefunden hat, während ein solcher Anstieg der Neueintritte bei der Erwähnung von Attac im Zusammenhang mit Hartz IV nicht oder sehr viel schwächer besteht. ...
Die Gründe für das nachlassende Engagement sind sicherlich vielfältig. In Frage kommen folgende Ursachen: ...
4. Der Themenwechsel innerhalb von Attac. Viele Austritte sind explizit mit unserem Engagement bei Hartz IV begründet worden. (Was nicht heisst, dass mensch dass Thema unbedingt meiden sollte.)
5. Die Wahlalternative zieht uns Aktive ab. ...
Die massiven Probleme des unkritisch angewandten Konsensprinzips, sind kaum im Bewusstsein. Deshalb möchte ich hier die wichtigsten Nachteile aufführen.
1. Konsens hat strukturkonservative Auswirkungen. Im Zweifelsfalle bleibt immer alles so wie es ist. Daher wird wahrscheinlich auch die jetzt angestossene Strukturdebatte keine oder nur sehr minimale Ergebnisse in Beschlussform zeigen.
2. Gruppen mit Konsensentscheidungen können sich gegen solche mit effizienteren Entscheidungsverfahren nur schwer durchsetzen: Das gilt z.B. für das Zusammenspiel von NGOs und Attac-AGs oder von Büro und Kokreis.
3. Konsens führt tendenziell zu Entscheidungen in kleinen Gruppen, Konsens-findungsgruppen fällen auf den Ratschlägen die eigentlichen Entscheidungen.
4. Kontrolle der Leitungsgremien ist stark erschwert: Wie kann ein Ratschlag einen Beschluss gegen den Kokreises durchsetzen, z.B. um ihn zu kritisieren, wenn der Kokreis selber Veto-Player ist?
5. Bei Konsensentscheidungen sind machtpolitisch nur die Leute relevant, die potentiell Vetos einlegen. Dies sind deutlich überproportional ältere Männer und wesentlich weniger z.B. junge Frauen.
6. Entscheidungen, z.B. in Gruppenkonflikten werden nicht getroffen; am Ende verlassen gerade diejenigen die Gruppe, die an effektiver Arbeit interessiert sind.
7. Die Mächtigsten sind diejenigen denen am wenigsten am Projekt liegt und die daher sagen können „Dann passiert eben gar nichts.“

Weitere Positionen und Vorschläge in und um Attac

Reform und Revolution, Pragmatismus und Utopie verbinden!
Roland Roth, "Alternativen, für die sich zu streiten lohnt", in: Frank Bsirske u.a., "Perspektiven!", VSA-Verlag Hamburg 2004 (S. 174)
Aber die oft nur scheinbar leicht machtbaren, pragmatischen Initiativen sollten die grundlegenden Veränderungsperspektiven stützen und sie zumindest nicht hintertreiben.

Links

Die wichtigsten Zitateseiten zu Attac
Links zu Kritik an Strukturen
Links zu Ideen einer Organisierung von unten
Weitere Links:

Lesestoff

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