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Geschichte

Die letzten Jahre auf Feldern und Betrieben

2008 und 2009 ++ 2010: Besetzungen ++ Weitere Aktionen ++ Vor Gericht ++ Feldbefreiung ++ Links

2016

Aus "BASF streicht Gentechnik zusammen", in: taz, 26.2.2016
Der Chemiegigant BASF will weniger in die umstrittene Agro-Gentechnik investieren. Rund die Hälfte der derzeit etwa 700 Stellen in der Forschung und Entwicklung für die Pflanzenbiotechnologie würden abgebaut, teilte das Unternehmen mit. In Europa würden 180, in Nordamerika 140 Stellen wegfallen. Der Ludwigshafener Konzern hatte bereits vor vier Jahren den Schwerpunkt seiner Gentechnik-Forschung in die USA verlegt - nachdem er den politischen Kampf um den Anbau seiner Gentech-Kartoffel Amflora in Deutschland gegen Kritiker der Technik verloren hatte.

2014

Auf der Eingangsseite von www.transgen.de stand im Februar 2014 der folgende Text:
2014: Kein Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Deutschland
Es bleibt dabei: Deutschlands Felder sind auch in diesem Jahr "gentechnik-frei". Der MON810-Mais, bisher die einzige gentechnisch veränderte Pflanzen, die in einzelnen EU-Ländern angebaut wird, ist hier weiterhin verboten. Und selbst wenn ein weiterer gv-Mais zugelassen werden sollte, an dieser Situation ändert sich so schnell nichts.

"EU: Kaum neue Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen", auf www.transgen.de am 31.7.2014
In der EU sind 2014 nur noch zehn Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen neu angemeldet worden. Damit setzt sich die Tendenz der Vorjahre fort: Seit 2009 ging die Zahl der bei der zuständigen Stelle in Brüssel registrierten Freisetzungen um 90 Prozent zurück. Einige Versuche, die sich über mehrere Anbauperioden erstrecken und bereits in den Vorjahren gemeldet wurden, werden auch 2014 fortgeführt. Wie schon 2013 gibt es in Deutschland auch in diesem Jahr keinen Freilandversuch mit gentechnisch veränderten Pflanzen.

Industrie zieht weitere Anträge für GVO-Anbau in Europa zurück (GM-Watch)
Obwohl eine Entscheidung der EU-Kommission über den Anbau von GV-Mais 1507 seit einigen Monaten erwartet wird, wurde sie immer noch nicht veröffentlicht. Gleichzeitig deuten einige Informationen darauf hin, dass sich die Biotech-Industrie aus dem Anbau von Gentech-Pflanzen in der EU zurückzieht.

Klaus-Dieter Jany verfasste zusammen mit anderen einige Übersichten zu Feldbefreiungen 2004 bis 2012 sowie zu Aktivitäten von Imkern:

Die EU verfolgte 2014 den Versuch, eine kommerzielle Pflanze in Europa zum Anbau zu bringen: Den Pioneermais 1507.

Aus der Reportsendung vom 18.2.2014 über den Genmais 1507
Gentechnisch veränderte Pflanzen sollen helfen, das Hungerproblem in der Welt zu bekämpfen. Doch Recherchen von report München in Brasilien zeigen: Statt mehr Ertrag und weniger Pestizideinsatz erlitten Bauern Umsatzeinbrüche und müssen zudem mehr Spritzmittel einsetzen. ...
Prof. Antonio Andrioli, Brasilianische Biosicherheitskommission: „Die Raupe hat das nur begonnen. Nach der Arbeit der Raupe sozusagen entwickeln sich jetzt eine Reihe von anderen Mikroorganismen, die jetzt diese Pflanze fressen. Das heißt, die Natur reagiert gegen den Eingriff in die Natur.“
Studien bestätigen Andriolis Vermutung: Je mehr Gentechnikpflanzen angebaut werden, desto resistenter werden Insekten und Unkräuter. Die Schädlinge passen sich an, werden noch widerstandfähiger. Inzwischen sind wir im Bundesstaat Parana. Der Mais ist hier noch ganz jung, aber schon jetzt ein Fest für die Raupen. Hier sind die Bauern gezwungen, immer mehr Insektizide einzusetzen, die der Genmais eigentlich überflüssig machen sollte. ...
Auf unsere Anfrage räumt Pioneer das Problem mit der Raupenplage ein – sie bilden Resistenzen.
Prof. Antonio Andrioli, Brasilianische Biosicherheitskommission: „Nach zwei Jahren Erfolg, beim dritten Jahr jetzt schon die Katastrophe. Also die Bauern wissen gar nicht mehr, was sie machen sollen. Die Agrarberater sagen, ja, ja, wir haben wieder Giftstoffe auf dem Markt, das ist aber dann ein Rückschritt. Man könnte sagen, die Gentechnik ist ein Rückschritt. Ein Rückschritt zu mehr Chemieeinsatz.“
An genau diesem Chemieeinsatz auf den Gentechnik-Feldern verdienen deutsche Firmen wie Bayer. Das Interesse der deutschen Wirtschaft an einem gentechnik-freundlichen Klima ist daher groß. Und so auch für die Kanzlerin, die sich hier bei der 150-Jahrfeier des Chemieriesen zeigt.
Diese Haltung kritisieren sogar Abgeordnete der Union. Josef Göppel, Bundestagsabgeordneter, CSU: „Letztlich kommt es schon von Frau Merkel. Die hat zur grünen Gentechnik eine eher positive Haltung. Und sie und auch andere glauben, dass man den Hunger in der Welt mit Gentechnik bekämpfen kann.“ Die Folge: Deutschland wehrte sich nicht gegen die Zulassung von 1507 in Europa.

2013

Das erste Jahr seit Langem, dass keine gv-Pflanze mehr auf einem Acker in Deutschland wuchs. Für das AgroBioTechnikum wurde ein neues Konzept vom Landtag beschlossen - ohne Gentechnik. Der Schaugarten Üplingen blieb geschlossen, der Pachtvertrag auf gentechnikfrei geändert.

2012

Dauerhafte Schwächung: Die Infrastruktur geht verloren. AgroBioTechnikum und Schaugarten Üplingen dicht!

2011

Deutsche Versuchsfelder attackiert! InnoPlanta-Forum 2011: Bericht und Faktenpapier

Absurde "Hausdurchsuchung" in der Projektwerkstatt: LKA Sachsen-Anhalt holt BioTechFarm-Papiere ab
Am 14.11.2011 rückte das LKA Sachsen-Anhalt mit drei Personen plus weitere, die noch an Grundstückecken wachten, in der Projektwerkstatt ein. Sie hatten einen Durchsuchungsbeschluss dabei, der nur eine Person auf ziemlich krude Weise zum Tatverdächtigen verschiedener Straftaten machte: Diese hätte die Genversuchsfelder in Üplingen zerstört "oder" illegal beschaffte Unterlagen aufbewahrt "oder" ... Offenbar steht hinter dem Ganzen keinerlei handfestes Ermittlungsergebnis, denn diese Verbindung mit "oder" wird äußerst unseriös. Für einen Durchsuchungsbeschluss reichte es aber - was bei der sachsen-anhaltinischen Justiz aber nicht überrascht. Die ist seit Jahren nichts als eine Hilfstruppe der Gentechnik- und anderer Seilschaften. Die Durchsuchung selbst fiel aber aus. Denn es ging, wie erwartet, um die Unterlagen, die die unbekannten FeldbefreierInnen im Juli bei ihrem Ritt durch die Plantagen mitgehen liesen (siehe Bericht in der TAZ). Die LKAler waren schon informiert, dass die Unterlagen auch ohne Durchsuchungsbefehl herausgegeben werden sollten - das war ja im Internet zu lesen. Also erhielten sie den dicken Briefumschlag und waren dann auch zufrieden. Zumindest darüber. Allerdings hatte sie etwas ganz anderes gestört: Die Nachfrage, ob sie sich verfahren hätten, da zwischen Durchsuchungsbeschluss und Ankunft fast drei Monate liegen würden, beantworteten sie mit Hinweis auf die komplizierten Verhältnisse in Hessen. Eigentlich wäre ja die dortige Polizei zuständig, aber die wollte gerade nichts mit der Projektwerkstatt zu tun haben. So mussten sie aus Sachsen-Anhalt selbst anreisen. Und wer nicht versteht, was damit gerade gemeint sein könnte, sollte mal unter Google-News oder anderen Presse-Suchplattformen meinen und den Namen des hessischen Ministerpräsidenten eingeben - oder sich auf www.fiese-tricks.tk bzw. direkt hier umschauen. Hahahahahaha ... ++ Indymedia

Wo waren die Felder?

Eine kleine Auswertung des Standortregisters und des Freisetzungs-Beantragungsregisters mit Stand Ostern 2011:

Soweit ein Überblick ... es sind also nur wenige Standorte, aber noch weniger Protest. Nach bisherigen Beobachtungen sind die Bundesebenen von Umweltverbänden, Grünen usw. im Jahr 2011 ein Totalausfall (Spenden und Mitglieder lassen sich mit dem Atomthema besser ziehen). Ebenso sieht es an mehreren Standorten auch regional aus - vor allem in Sachsen-Anhalt (siehe 1.1 und 2.3).

Aktionen

Rückblick 2010: Vorgeplänkel

Bilder größer durch Anklicken!

Besetzt! 2010 erwischte es zwei Felder ...

 


9. April: KWS-Feld in Wetze Auf ganzer Seite ++ Infoseite ++ HNA vom 9.4.2010 (Video)


Genfeldbesetzung im fränkischen Düllstadt Auf ganzer Seite ++ Feldbesetzungs-Blog ++ MainPost ++ BR-Film


Ende der Besetzung in Düllstadt: Bayern genfeldfrei! Auf ganzer Seite ++ Feldbesetzungs-Blog ++ BR


Vom ersten Morgen bis zur Mahnwache an der B 22: Bilder der Feldbesetzung in Düllstadt (größer durch Klicken)

Mehr Aktionen

Protestdemos in Braunschweig ... Nervenkrieg um Demoverbote des Geländes

Versuch 1: Demoverbotszone um bundeseigenes Genfeld Auf ganzer Seite ++ Gentechnik-Seilschaften

Versuch 2: Demo am 7.5.2010

Starker Staat und seine Genversuchsfelder Auf ganzer Seite ++ Flyer zu Gentechnikprotest in Braunschweig

Dann das Hauptverfahren der Klage gegen das Verbot der Demonstration auf dem vTI-Gelände

Und die nächste Instanz (Oberverwaltungsgericht): Kurzer Prozess!

Gentechnikkritik vor Gericht

Berufung im Genfeldbefreiungsprozess zu Kitzingen 2008 Auf ganzer Seite ++ MainPost

Feldbefreiungen 2010

9.7.2010: Amflora-Saatgutfeld zu Teilen zerstört
Feldbefreiung bei Herzberg (Brandenburg)
29.7.2010: Öffentliche, symbolische Feldbefreiung am Amflora-Feld

Materialien

Für den Fotokalender "Genfelder befreien!" gibt es Kalenderüberkleber für 2010, auch in Farbe)

Brisante Broschüre: Organisierte Unverantwortlichkeit - der Überblick über den Filz zwischen Behörden, Firmen, Forschung und Lobbyverbänden. Download +++ www.gentechnik-seilschaften.tk

Links