Im Juli 2005 erschien das erste von inzwischen fünf kleinen A5-Büchern in der Reihe "Fragend voran ..." des SeitenHieb-Verlages. Es hieß "Herrschaftsfrei wirtschaften". Das bislang zuletzt Erschienene heißt "Technik - für ein gutes Leben oder für den Profit?" Dazwischen liegen drei weitere Titel, von denen einer inzwischen vollständig vergriffen ist. Anliegen aller Bücher ist die Verbindung von Widerstand und Vision, von Aktion und Utopie:

Diese Seite informiert über die bislang erschienen und weitere Heft. Bestellt werden können die Bücher im Buchhandel, beim Verlag SeitenHieb oder im Aktionsversand der Projektwerkstatt. Jedes Buch kostet 4 Euro (Rabatte für WiederverkäuferInnen).

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Die Nr. 1: Herrschaftsfrei wirtschaften (3. Auflage)

Die erste Auflage erschien im Sommer 2005: Das erste Heft zum Thema "Herrschaftsfrei wirtschaften". Im Laufe des Jahres 2010 wurden die Bücher knapp - und Ende 2011 erschien eine neue Auflage. Sie war grundlegend überarbeitet. Außerdem gibt es seitdem das Wiki mit allen Texten, zum Teil sogar in einer längeren Fassung als im Buch. 2017 musste dann eine dritte Auflage gedruckt werden, diesmal nur aktualisiert hinsichtlich Links, Daten usw.

Denn der Wille, dagegen zu sein, bedarf in Wahrheit eines Körpers, der vollkommen unfähig ist, sich einer Befehlsgewalt zu unterwerfen; eines Körpers, der unfähig ist, sich an familiäres Leben anzupassen, an Fabrikdisziplin, an die Regulierungen des traditionellen Sexuallebens usw. (Sollten Sie bemerken, dass ihr Körper sich diesen >normalen< Lebensweisen verweigert, so verzweifeln Sie nicht - verwirklichen Sie Ihre Gaben!). Doch der neue Körper muss nicht nur radikal ungeeignet für die Normalisierung sein, sondern auch in der Lage, neues Leben zu schaffen.
(aus Negri/Hardt: „Empire“, Campus Verlag Frankfurt ++ rtf-Datei)

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Die Kapitel der zweiten Auflage mit Seitenangaben als .rtf-Dateien (soweit vorhanden)
Titel
Reaktionen

Rezension in der "Göttinger Drucksache" Nr. 525 (14.10.2005, S. 5)
Herrschaftsfrei Wirtschaften
Zu Theorie und Praxis ökonomischer Utopien
„Herrschaftsfrei Wirtschaften, Eigentum überwinden: Aktionen und Alternativen. Technik und Produktion, und: Projekte und Infos.“ Die Titelseite des vor kurzem von der "Stiftung FreiRäume“ herausgegeben Hefts verspricht viel. Ist denn nun auch drin, was draufsteht?
Das Heft ist von einem offenen AutorInnen­kollektiv geschrieben. Der unterschiedliche Erfahrungshintergrund der Beteiligten hat dazu geführt, dass Themen, die ansonsten auch in linksradikalen Debatten wenig Beachtung finden, behandelt werden. Die Erörterung solidarischer Ökonomie w ird nicht auf Standardthemen wie die freie Software Bewegung und Umsonstläden beschränkt. Beispielsweise werden verschiedene technische Entwicklungen vorge­stellt, die für herrschaftsfreies Wirtschaften nützlich sein können. Die Utopie, herrschaftsfrei zu produzieren, aber bitte auf' hohem Niveau, ökologisch refIektiert Und ohne mehr arbeiten zu müssen, greift der Text "Rapid Prototyping“ mit der These auf, dass die technischen Voraussetzung im Kommen sind, deren Mangel der Verwirklichung weitgehender Ziele bisher oft im Wege stand.
Mit dem Klassiker Unsonstladen beschäftigen sich gleich drei Beiträge. Hier wird nicht nur ein Einblick in die Idee und die tatsächliche Umsetzung gegeben, sondern es findet auch eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Kritik am Umsonstladenkonzept statt: Verlieren Dinge ihren Warencharakter, wenn sie in einem Umsonstladen stehen? Wenn die Läden wegen des vermeintlichen Tauschwertes der Gegen­stände leer geräumt werden, was bleibt den Betreibenden anderes übrig, als im Widerspruch zum eigenen Ansatz Nutzungsbegrenzungen (z.B.3-Teile-Regel) oder Gebühren einzuführen? Wie lässt sich gleichzeitig der Gefahr begegnen, dass ein Umsonstprojekt zur rein karitativen Einrichtung herabsinkt? Die Umsonstladis zeigen sich in diesen Fragen durchaus selbstkritisch.
Der Artikel Schulstreik greift ein Thema auf, der aus der Diskussion über emanzipatorische Strategien weitgehend verschwunden war. Die Abhandlung von Bildung als "Produkt eines Produktionsprozesses" macht die Nähe des Themas zum Bereich der Ökonomie deutlich. Ein weiterer inhaltlicher Gegenstand des Heftes, die "Ernährungssouveränität", ist nicht mit Entwicklungshilfe zu verwechseln, sondern ein Konzept für eine autonome Versorgung aller Menschen auf einem angemessenen Niveau, eben nicht nur für die sogenannten Entwicklungsländern erarbeitet. Auch in Europa muss über Ernährungsabhängigkeiten nachgedacht werden, um sich langfristig von der herrschenden Ordnung emanzipieren zu können.
Aber es fehlt in diesem Heft auch nicht an theoretischer Auseinandersetzung mit Tauschwert und Arbeitszwang. In den sprachlich leicht verständlichen Texten wird versucht, zentrale Begriffe wie "Knappheit" und "Bedürfnis" zu klären, ohne sich in abstrakter, abgehobener Sprache zu verklausulieren.
Mit der Ausführung der Idee eines Netzwerks von Gruppen, die bereits solidarische Ökonomie praktizieren, erhalten die theoretischen Über­legungen ein Gesicht. An vielen Stellen wird deutlich, dass es eine Reihe von Ideen gibt, die ausprobiert werden wollen. Auch ein vermeintlicher "Arbeiterpräsident" in Brasilien ersetzt nicht die Konzepte von solidarischer Ökonomie, wie die letzten Jahre gezeigt haben.
Zahlreiche Buchtipps und Links schließen das Ca. 90 Seiten umfassende Heft ab. Auch wenn die Diskussion konkreter politischer Aktionen zu herrschaftsfreien Wirtschaften vielleicht zu wenig Raum einnimmt, bietet diese Publikation in gut lesbaren Texten eine umfassende Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Bereichen des herrschaftsfreien Wirtschaftens. Der offene Redaktionskreis hat alle Interessierten aufgefordert, an den geplanten zukünftigen Ausgaben des Heftes mitzuarbeiten.
Das Heft versteht sich als Nullnummer einer Heftreihe "fragend voran... Hefte zu Widerstand und Vision". Zu bekommen ist es in Papierform in unserem Lieblingsbuchladen und in digital hier, wo auch die gesamte Heftreihe abonniert werden kann.
Also: Viel Spaß beim Lesen.
schöner leben göttingen

Als Nr. 2 erschien: Mensch Macht Tier (inzwischen in 2. Auflage)

Dezember 2006: "Mensch Macht Tier - Antispeziesismus und Herrschaft erscheint". Auch dieses Buch ging 2010 allmählich aus. Es wurde 2011 neu gedruckt - weitgehend unverändert. ++ Mehr Infos

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Austausch, Feedback, Diskussion
Downloads
Für den Titel-Umschlag wurden Fotos verwendet von:

Alle Fotos durften aufgrund ihrer Lizenzbestimmungen verwendet werden oder wurden von ihren UrheberInnen (Dankeschön!) für das Projekt zum Abdruck 'genehmigt' Alle Bilder wurden auf www.flickr.com gefunden, wo immer mehr Menschen ihre Fotos unter freien Lizenzen (hier: Creative Commons) veröffentlichen - alles für alle!

Anzeigen im Heft

Im Heft gibt es verschieden Anzeigen, unter anderm von einer Fair Trade- und einer Bio-Nahrungsmittel Firma. Warum? Über die Firmen-Anzeigen haben wir Lebensmittel für unabhängige, politischen Projekte organisiert. Dennoch haben wir klare Kritik an der kapitalistischen Grundausrichtung ,fairen Handels' oder dem Demeter-Anbau nach anthroposophischen Prinzipien (die Bio-Firma Naturata, die im Heft inseriert, vertreibt auch Demeter-Produkte, ohne diese besonders hervorzuheben).

Die Kapitel des Buches mit Seitenangaben als .rtf-Dateien (soweit vorhanden)

TitelbildVergriffen ist die Nr. 3: Wissen wollen können müssen

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Nr. 4 war und ist: Strafe - Recht auf Gewalt

Strafe - Recht der Gewalt erschien 2007. Erstellt wurde es in der Schweiz. Der Infotext zum Buch lautete: Strafe, sei es in der Erziehung, am Arbeitsplatz, in der Bildung oder per Knast, Psychiatrisierung und mehr, schafft oder verstärkt ständig die Probleme, die sie zu bekämpfen vorgibt. Das lässt sich durch Statistiken, aber auch durch einfache Beobachtung im Alltag schnell beweisen. Warum aber wird weiter an Strafe festgehalten? Was bringt das den Betroffenen oder wenigstens den Unbeteiligten? Oder dient Strafe nur der Durchsetzung abstrakter Ordnungen, schafft also entmenschlichten Zwangsordnungen Akzeptanz und Durchsetzungskraft? In etlichen Interviews mit RichterInnen, RechtsanwältInnen und JustizkritikerInnen werden diese Fragen erörtert. Zudem geht es um Alternativen? Wie sähe eine Gesellschaft ohne Noten, Normierung, Kontrolle und Sanktion sowie ohne Gerichte und Knäste aus? Extra-Seite zum Heft und Bestellseite bei www.aktionsversand.tk ++ Mehr Infos

Die Nr. 5: Technik - für ein gutes Leben oder für den Profit?

Technik - für ein gutes Leben oder für den Profit? ... erschien Ende 2011 in erster Auflage. Auf dem Wiki finden sich alle Texte zu diesem neuen Büchlein. Mehr Infos auch hier.

Die Kapitel des Buches mit Seitenangaben als .rtf-Dateien (soweit vorhanden)

Materialien zur Reihe

Ideen für weitere Hefte ... geplant, verworfen, verschoben oder noch in Arbeit

Emanzipatorischer Umweltschutz oder zu Klimaschutz/Energiewende von unten

Stand der Dinge: Einige der Textideen sind in die Nr. 5 zur Technik und in das Büchlein "Macht und Umwelt" der neuen Reihe "quadratisch.praktisch.theoriestark" eingeflossen. Projekt wird daher nicht mehr weiterverfolgt

Ernährung ohne Herrschaft

In Berlin und anderswo kursieren derzeit einige Ideen von konkreten Selbstversorgungsprojekten, die u.a. in einer Stadt-Land-Kooperation angedacht werden. Konkret geht es darum, Ernährung so zu organisieren, dass die, die sie produzieren, faire Bedingungen haben, und die, die sie konsumieren, direkt an der Produktion beteiligt werden und somit aus dem Kreislauf von Geldverdienenmüssen und teure Biolebensmittelkaufen aussteigen können. Das Ganze soll ein alternativökonomischer Kreislauf werden...
Kontakt: ...

Stand der Dinge: Unbekannt

Offener Raum

Ideen und Utopien, Bedenken und Chancen einer neuen Idee der Organisierung von unten. Zur Zeit steht noch keine Redaktionsgruppe, es sollen aber Texte gesammelt werden.

Stand der Dinge: Das Thema ist unter dem Titel "Offene Räume" als Buch in der neuen Reihe "quadratisch.praktisch.theoriestark" inzwischen erschienen (siehe hier).

Psychiatriekritik oder warum 'Verrückte' immer ein Recht auf freie Entscheidung haben sollten

Psychiatrischer Zwang ist Menschenrechtsverletzung und sogar eine Art Folter. Psychiatrie ist eine Form staatlicher Repression und sozialer Kontrolle. Warum einige Psychiatrie-Erfahrene so denken und was sie hingegen fordern, soll u.a. Schwerpunkt einer der Ausgaben dieses Magazins werden. Wer jetzt schon neugierig ist, kann sich informieren unter www.psychiatrie-erfahrene.de, www.die-bpe.de, www.antipsychiatrie.de, www.iaapa.ch und anti-zwangspsychiatrie.tk.

Stand der Dinge: Im Magazin "grünes blatt" ist eine Schwerpunktausgabe zum Thema erschienen. Die Kapitel zum Download:

Darüber hinaus wird Material für eine umfangreichere Dokumentation gesammelt. Ein Veröffentlichungszeitpunkt ist bislang nicht in Sicht. Mitwirkung ist erwünscht.

Horizontale Gesellschaft

Herrschaftsfreiheit bedeutet, dass sich Menschen immer horizontal begegnen, d.h. keine Vorbedingungen, institutionalisierten unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten und natürlich ohnehin keine Abhängigkeiten und Hierarchien bestehen. Aber wie sieht das konkret aus? Im Alltag, in der gesellschaftlichen Organisierung, in Gruppen und Beziehungen, Medien und Kommunkation, in Häusern und überall ... Verschiedene Texte und Beispiele, Debatten und Konzepte sollen das Heft füllen.

Stand der Dinge: Nicht mehr weiterverfolgt

Sexualität

Stand der Dinge: Unbekannt.

Gewalt und Militanz

Das Thema ist unter dem Titel "Gewalt" als Buch in der neuen Reihe "quadratisch.praktisch.theoriestark" inzwischen erschienen (siehe hier).

Verkauf und mehr

Jedes Heft kann einzeln bestellt, aber auch weitervertrieben werden. Dafür gibt es Mengenrabatte. Ziel ist, dass es auf möglichst vielen Büchertischen, in Buchläden usw. liegt.

Herausgeber der Hefte ist die Stiftung FreiRäume, die als gemeinnützig anerkannt ist. Spendenbescheinigung ist möglich - bis 200 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung.

Anzeigen und Anzeigentausch

Wer die neuen Hefte für Werbung u.ä. nutzen will, sollte sich auch an die Projektwerkstatt wenden. Wir empfehlen, auf die Bewerbung sehr zeitnaher Termine zu verzichten, da die Hefte über lange Zeit vertrieben werden sollen (also "zeitlos" sind). Allerdings sind nach Absprache Beileger u.ä. möglich.

Vorlage für Freianzeigen
Die nebenstehende Anzeige gibt zum Download als .tif und .pdf - wäre nett, wenn die in Zeitungen, auf Flugies und andersorts einen schönen Platz finden könnte! Und eine flachere (93x40mm) gibt es mit ähnlicher Gestaltung auch (.pdf).


Banner für Internetseiten

Das obige Banner kann auf Internetseiten übernommen werden - das wäre auch sehr nett! Einfach folgenden Quelltext einfügen (je nach Geschmack noch zentrieren oder ähnliches):
<a href="http://www.projektwerkstatt.de/hefte/index.html" target="_blank"><img src="http://www.projektwerkstatt.de/hefte/banner.jpg" width="360" height="51" vspace="3" border="1"></a>

Plakat
Wer dieses PDF herunterlädt, bekommt ein A4-Blatt, was gut ausgehängt werden kann als Plakat ... am besten z.B. auf A3 hochkopiert.

Mediadaten und Anzeigenpreise (als .pdf)

Kontakt: Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen, Tel. 06401/903283, fragend-voran@projektwerkstatt.de.

Einige der Menschen und Gruppen hinter dem Projekt