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Grafitti

Schöner kleben

Produkteaufkleber und Etiketten für überall

Beispiel: Klebeaktion im Kaufland mit Etiketten und Fake-Flyer (siehe Pressebericht rechts)

Hinweisaufkleber

Vom »Discordia Vertrieb" (Alte Hofstraße 23, 5222 Katzenbach)* gibt es eine Reihe selbstklebender Sticker, mit denen man sich so manchen Einkaufsbummel spannender gestalten kann. Die kleinen Aufkleber sind meist nur mit einem kurzen Begriff bedruckt, als da wären: »kaputt«, »Lüge«, »is' nix«, »Außer Betrieb«, »verseucht«, »zu teuer« u.a.m. - Klein aber OHO.
*Hinweis 2006: Lassen sich auch selbst machen – einfach auf Briefetiketten!
(Aus Pieper, Werner (1990): "Widersteh' Dich!", Werner Pieper's Medienexperimente in Lörrach)

Rechtliches

Aus einem "Handout" des Greenpeace-Anwaltes Michael Günther für Attac-Aktivisten (17.4.2004):

Wildes Plakatieren
Sofern Plakate oder Aufkleber ohne Substanzveränderung wieder entfernt werden können und sofern keine Funktionsbeeinträchtigung stattfindet, ist dies keine Sachbeschädigung (§ 303 StGB).
Nach den Landesbauordnungen kommt aber u.U. eine Ordnungswidrigkeit wegen Verunstaltung in Betracht. Diese wird aber SO gut wie nie verfolgt.
Der Herausgeber der Plakate kann wegen der Reinigungskosten nur in Anspruch genommen werden, wenn ihm nachgewiesen wird. dass er gezielt zu der wilden Plakataktion angestiftet oder diese veranlasst hat.

Verfremden von Plakaten, Werbung und fremden Logos
Solche Verfremdungen fallen regelmäßig unter die Meinungsfreiheit oder deren Unterfall die Satire und damit unter die Kunstfreiheit, sofern sie nicht beleidigend sind.
Falls aber eine schlichte Fälschung vorliegt und der Eindruck erweckt wird. Plakat, Flugblatt oder Logo stammen von dem Angegriffenen selbst, dann ist dies eine Persönlichkeitsrechtsverletzung, die bekämpft werden kann, jeweils abhängig von ihrem Inhalt. Die unbefugte Verwendung von Staatswappen ist eine Ordnungswidrigkeit (§ 124 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG)).

Die HerausgeberInnen von Plakaten und Aufklebern sind nicht für das wilde Plakatieren verantwortlich - jedenfalls nicht so einfach.

Aus einer Mitteilung von Robin Wood im Sommer 2013:
Die Stadt Hamburg hat sich nämlich auch weiterhin alle Mühe gegeben, Aufkleberkleben zu kriminalisieren und kam auf die Idee, Robin Wood für Aufkleber zu verfolgen auf denen eine heute Robin Wood gehörende Internetdomain angegeben war und die auf Ampeln im Stadtgebiet klebten. Rowo sei Nutznießer und müsst daher eine Sondernutzungsgebühr zahlen. RoWo hat sich erfreulicherweise dagegen gewehrt und gewonnen.

Mehr Tipps und praktische Anleitungen

Kleister zum Selbermachen
D.I.Y.: Man nehme Mehl (einfaches feines Speisemehl!, wohl besser keins aus Vollkorn) rühre es mit wasser dickflüssig an und übergieße es mit kochendem Wasser (bis er die entsprechende Kleisterkonsistenz hat). Der Kleister eignet sich super zum plackatieren, etc. Hält auch bei Regen usw. bombenfest!

Beispiele

Auf Werbeplakaten

Auf Wahlplakaten

Ankündigungsplakate

Öffentliches Plakatieren als Protestform

Straßenschilder

Adbusting

Mit diesem Begriff, einer Kombination der englischen Wörter "Advertising" (Werbung) und dem Verb "bust" (umgangssprachlich für zerschlagen), ist das Verändern der bereits vorhandenen Werbung für eigene Zwecke und Botschaften gemeint. Es wird also kein eigenes Plakat geklebt oder Graffiti gesprüht, sondern das vorhandene verändert. Verschiedene Varianten sind denkbar:

Links