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Tierschutz, Tierrechte, Anti-Jagd

Pelz
Bedrohte Arten vom Speiseplan eliminieren

Aus Pieper, Werner (1990): "Widersteh' Dich!", Werner Pieper's Medienexperimente in Lörrach
Auch der überzeugte Vegetarier wird sich kaum realistische Hoffnungen machen, die fleischessenden Mitbürger in Bälde völlig vom Fleischgenuß abbringen zu können. Zumindest der Verzehr von Tieren bedrohter Arten jedoch dürfte auch "Kadaverfressern" ein unappetitlicher Gedanke sein. Ein effektiver Weg diesen zu verbreiten ist es, auf Speisekarten in Restaurants zum Beispiel Schnecken und Schildkrötensuppen etc. durchzustreichen und eventuell eine kurze Erklärung für diese Zensur hinzuzufügen.

Waldspaziergang – einmal anders ... Gedanken zu direkten Aktionen gegen Jagd

Unter dem fadenscheinigen Deckmäntelchen der Ökologie oder auch ganz offen aus "Spaß am Töten" sind in den uns umgebenden Naturfleckchen zahlreiche Schießwütige unterwegs, deren Treiben nicht ungehindert zugesehen werden muss. Der Einstieg in Direkte Aktionen fällt beim Thema Anti-Jagd recht leicht, die meisten Aktionen sind legal bis niedrigschwellig, insbesondere, da die ausgespähten Objekte in der Regel unbewacht mitten im Grünen liegen.
Dass Hochsitze oder Kanzeln nicht für ewig erbaut sind, das wissen die meisten. Herkömmliche Holzbauten lassen sich leicht umsägen oder kippen, bei geeigneten Wetter- und Umweltbedingungen auch zu einem wärmenden Lagerfeuer verarbeiten. Das ist eine der einfachsten Sachen der Welt, aber warum stehen denn eigentlich noch so viele? Wie immer: Bitte niemals Hochsitze angesägt hinterlassen, mensch hat es nicht auf die Gefährdung von JägerInnen abgesehen.
Darüber hinaus hält die Technisierung auch bei den JägerInnen Einzug. Oft aufgewachsen in der Stadt ist der oder die Durchschnittsjagende nicht mehr vertraut damit, bei Nacht und Nebel durch den Wald zu stapfen und das "Wild" an Spuren zu erkennen. Stattdessen sind Jäger und Jägerin mit Autos unterwegs, oft Geländewagen oder Pickups, die an irgendeiner Stelle des Wagens nach außen durchblicken lassen, dass es sich um jagende EigentümerInnen handelt. Diese Autos (Vorsicht, meist ist Jägerin oder Jäger nicht weit, denn mensch möchte nicht viel laufen!) lassen sich nach Bedarf verzieren (zum Beispiel mit Abbeizer und Pinsel), oder es könnte vorkommen, dass urplötzlich Luft auf den Reifen fehlt.
Der moderne Homo sapiens jägermeister hinterlässt auch einen Teil seiner Technik im Wald. So finden sich moderne Kirrungstonnen aus Aluminium, die sich mit entsprechendem Gerät zerkleinern und dorthin befördern lassen, wo sie hingehören: In den grünen Punkt. Salzlecksteine können vergraben, Futterkrippen zerstört werden. Kein falsches Mitleid mit den Tieren im Winter! Das Füttern hat nur den Sinn, dem Jäger neues Wildfleisch heranzuzüchten und es an berechenbare Orte zu locken! An Futterplätzen finden sich häufiger auch Wilduhren, die mitsamt Ummantelung ins Getreide gesteckt sind. Kostenpunkt mindestens 30 €.
Sind Menschen nur für kurze Zeit oder spontan ohne Ausrüstung im Wald spazieren, ließen sich zumindest die Einrichtungen der Kanzeln etwas schmälern. Stühle verstecken, Teppiche, Leitern, Sichtschutz, Wärmedämmung, Wolldecken verschwinden lassen. Oder ihnen kleine Präsente in die Kabine legen. Klebrigen Saft auf Fensterbrettchen oder Holzbank hinterlassen. Vielleicht hat mensch ja einen Hund dabei, der dringend mal muss? JägerInnen überlegen sich in der Regel sehr genau, welchen Hochsitz sie in einer Nacht ansteuern wollen. Und da sie unflexibel sind, hält sie fehlendes Mobiliar oder ekelhafter Gestank zumindest eine Nacht lang vom Töten ab. Vor Jagden oder an Stellen, die bekanntermaßen gern von JägerInnen zum Morden verwendet werden, lassen sich Haare auslegen (im Friseursalon fragen ist allemal besser als eigene DNA-Ausweise zu hinterlassen).
Doch neben diesen insbesondere finanziell schädigenden Formen des Protests gegen Jagd stehen andere, nicht minderwichtige: Kommunizieren! Ob direkt mit JägerInnen, was je nach Situation nicht unbedingt ungefährlich ist, ob morgens mit PlatznachbarInnen im Bus oder auch indirekt über Hinweisschilder ("Idyllisch? Hier wurde heute Morgen ein Reh erschossen!"). Es ist wichtig, die Problematik in den Alltag der Menschen zu bringen, die zumeist sowieso nicht verstehen, wieso gejagt wird.
Übrigens: Viele Aktionen lassen sich auch gegen Randbereiche der Jagd, wie Schädlingsbekämpfung und Angeln, mitten in der Stadt organisieren!
Etwas gegen Jagd zu tun, hat vor allem etwas mit Fleiß und Kreativität zu tun. Aber auf jeden Fall bietet das Thema ein buntes Direct Action-Potpourri, bei dem für alle Interessierten etwas dabei sein dürfte...