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Direct-Action: Sabotage

Kurzfilme mit Beispielen und Anleitungen: Sabotage und kreative Militanz

Gedanken zur Sabotage

Sabotage, terroristische Tat oder Sachbeschädigung?

Für den Saboteur mag es in der Praxis keinen Unterschied machen, wo er Sand ins Getriebe, Zucker in den Tank und ähnliche Aktionen gegen Maschinen, Bulldozer, Bagger oder Baukräne durchzieht, um den Bau von Atomkraftwerken oder ähnlichen Wahnsinnsprojekten zu unterbinden. Für Juristen und damit auch für eine eventuelle Bestrafung durch Gerichte ist aber die Standort- bzw. Tatortfrage von großer Wichtigkeit. Sabotage in der Nähe von solchen Großprojekten wird als »terroristische Tat« gewertet. Eventuell gar Sabotage außerhalb dieser Krisenzonen, wenn es sich um Aktionen gegen am Bau dieser Anlagen beteiligten Firmen geht. Wenn man nun gegen identische Maschinen außerhalb dieses Einsatzgebietes vorgeht, wird dies nur als Sachbeschädigung bestraft. Der Unterschied: mehrere Jahre Knast.
Aus Pieper, Werner: "Widersteh' Dich!", W. Piepers Medienexperimente in Lörrach

Als Sabotage bezeichnet man einen Vorgang, der die Störung eines wirtschaftlichen oder militärischen Ablaufs hervorruft - zur Erreichung eines bestimmten (oft politischen) Zieles. Im alltäglichen Sprachgebrauch ist mit Sabotage oft auch die gewaltsame Beschädigung und Zerstörung von Gerät, Maschinen, Infrastruktur oder anderen Dingen zugunsten eines höheren Zweckes gemeint (Gewalt gegen Sachen). Menschen, die Sabotage betreiben, werden als Saboteure bezeichnet. Das Wort Sabotage entstand wahrscheinlich durch die Tatsache, dass französische Arbeiter ihre Holzschuhe (frz. "sabot") in die Mäh- und Dreschmaschinen warfen, um gegen die immer weiter fortschreitende Mechanisierung ihrer Arbeit zu kämpfen oder um sich eine Auszeit zu nehmen, bis die Maschinen repariert waren, wenn dieses überhaupt noch möglich war. Aus diesem Grund wurde der Sabot als ein Symbol der anarchistischen ArbeiterInnen benutzt. Siehe auch: Luddismus, Maschinenstürmer, Subversion (Quelle dieses Textes und der Links)

Beispiele und Ideen

2010 erschien das Heft "prisma" mit vielen Tipps. Es war (zusammen mit den Zeitschriften radikal und interim) Anlass für etliche Hausdurchsuchungen. Hier waren Inhalte dokumentiert, die technische Anleitungen enthalten. Das führte zu Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmen und zur vorübergehenden Abschaltung der gesamten www.projektwerkstatt.de. Sich einem solch wildgewordenen Staatsapparat zu beugen, fällt nicht leicht - aber um die anderen Inhalte wieder sichtbar zu machen, sind die Dateien nicht mehr erreichbar. Wir bemühen uns darum, das wieder zu ändern. Auch wenn viele "Linke" uns raten, das nicht zu tun, weil das Repression provoziert ... uns langweilt dieser vorauseilende Gehorsam. Diese Internetseite ist eine Plattform, sich Informationen zu holen. Wer damit was macht, ist Sache derer, die sich eine Aktion (hoffentlich gut!) überlegen. Wissen vorzuenthalten, ist nicht emanzipatorisch - egal ob bürgerlich oder von links!

Literatur

Notwehr oder Ecodefense

Das ursprünglich englischsprachige Werkt (Ecodefense) ist im deutschsprachigen Raum unter dem Ladentisch zu bekommen bei einigen linken Buchläden, bei Büchertischen auf Camps usw. Nachfragen lohnt. Der Inhalt: Autoreifen killen, Strommasten umsägen und mehr ...

Handbuch der schweizerischen Armee

Die Neufassung des § 129a verbietet die Publikation von näheren Angaben und Sicherheitstipps zu Aktionen wie Strommasten kappen, Bahnlinien stillegen, Baufahrzeuge beschädigen etc. So darf man in diesem Lande nichts über Anschläge auf Trafohäuschen und Telefonverteiler und andere politisch motivierte Happenings (z. B. vor und in mili­tärischen Anlagen) publizieren. Also kein Wort davon. Das fällt schwer, denn viele dieser Aktionen sind mit potentiellen Gefahren verbunden - für die Beteiligten und auch für Unbeteiligte. Diese Gefahren sind nicht nur rechtlicher Art, und ich hätte gerne genauere Warnungen ausgesprochen. So muß sich der bundesdeutsche Bürger seine Informationen aus dem Ausland holen. Zum Beispiel, und das nicht nur der Sprache wegen, aus der Schweiz. Schon die RAF und die Roten Zellen haben wohl das Grundlagenwerk »Der totale Widerstand«, das Schweizer Unteroffiziershandbuch, gründlich studiert. Dieses geht von einer durch eine fremde Macht bedrohten Schweiz aus, deren Armee (so sie bis dahin nicht allemal schon abgeschafft ist) eventuell schon neutralisiert ist. Wie kann sich nun die Bevölkerung eines so kleinen Landes gegen Besetzer wehren? Wie sollen sich da Leute wie du und ich verhalten, wenn eines Tages die Chinesen oder Marsianer oder sonstwer in unser Land einfallen? Besteht da nicht eine Informationspflicht? Was sagt dein Hausjurist dazu? »Der totale Widerstand« ist die Hardcore-Ergänzung zum vorliegenden Buch. Bis zum 31.12.86 war es auch bei uns frei erhältlich, jetzt wird es, laut dem deutschen Vertreiber, nur noch »an Beamte von Polizei und BGS, sowie Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr« verkauft.

Aus Pieper, Werner: "Widersteh' Dich!", W. Piepers Medienexperimente in Lörrach

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