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Strategie
Die Brücke von der Theorie zur Praxis

Dieser Text ist Teil der Gesamtabhandlung "Freie Menschen in Freien Vereinbarungen" ... zum Anfang und zur Gliederung

Nun soll es um die Umsetzung gehen. Das gezeichnete Bild wird dadurch zerklüfteter. Denn es kann kein geschlossenes Rezept geben auf dem Weg zu einer menschlichen, emanzipatorischen Gesellschaft. Evolution verläuft nicht linear, sondern baut auf den jeweils geschaffenen Möglichkeiten auf. Was heute als Entwurf geschriebenen werden kann, ist erstens eine Möglichkeit unter vielen und zweitens nur die auf dem Möglichkeitsniveau der Gegenwart. Ein emanzipatorischer Prozess als Evolution des Menschlichen würde dieses Niveau aber stetig anheben, d.h. die Möglichkeiten erweitern, die Bedingungen verändern und so neue Entwürfe ermöglichen. Alles Folgende ist daher eine Momentaufnahme und immer nur ein jeweiliger Aspekt.
Diese sollen aber zweigeteilt vorgestellt werden. Zunächst geht es um Strategien, dann um konkrete Praxisansätze. Der Unterschied ist, dass Strategien nicht einzelne konkrete Umsetzungsbaustellen betreffen, sondern eine Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis schaffen. Hier steht also die Frage "Worum geht es eigentlich?" im Mittelpunkt. Ziele, Zwischenschritte, Teilziele und Etappen werden formuliert - nicht als in Beton gegossene Vorgabe der richtigen Route, aber schon als Versuch, die Analyse der Geschichte, der gegenwärtigen Möglichkeiten und der Verhältnisse und Beziehungen, in denen Menschen stecken und wirken, zu verknüpfen und einen roten Faden für die dann daraus abzuleitenden praktischen Umsetzungsorte und -wege zu beschreiben.
Wer überlegt, wie der Weg zu den eigenen Zielen aussehen könnte, wer die Rahmenbedingungen und Machbarkeiten prüft und wer Erfahrungen aus der Praxis reflektiert und in neue Schritte einbaut - der/die handelt strategisch. So jedenfalls ist der Begriff hier gemeint. Strategie ist der - hoffentlich immer wieder überprüfte und weiterentwickelte - Plan von der Idee zur Umsetzung.

Es folgen fünf Texte zu strategischen Überlegungen für verschiedene gesellschaftliche Felder. Es handelt sich um keine vollständige Strategie, wahrscheinlich nicht einmal zu den benannten Punkten. Es dürfte darüber hinaus viele weitere geben. Das an dieser Stelle nur einzelne Bereiche und diese auch recht kurz dargestellt werden, liegt auch daran, das ein weiteres Buch - nämlich "Autonomie & Kooperation" - sich in der Hauptsache solchen Strategien widmen. Dort geht es um herrschaftsfreies Wirtschaften, horizontale Beziehungen zwischen Freien und Gleichen, Alternativen zur Strafe, Lernen ohne Zwang und emanzipatorische Umweltschutzkonzepte.

Autonomie und Kooperation

2006 erschien das Buch "Autonomie und Kooperation" zum Thema: Wie kann herrschaftsfreie Gesellschaft konkret aussehen?
Extraseite zum Buch
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