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Aktionsideen gegen Krieg und Patriotrisierung

 

Berichte

Da gibts noch zwei Aktionen, die ich kenne.  Die erste war nett&einfach, einer Statue (ich glaub es war der Fundamentalist ;) der das schwarzpulver erfunden hat) wurde zum Kriegsgegner, indem ein Mensch ihm ein zerbrochenes Gewehr umgehängt hat (aus Pappe gebastelt). Nett ists, wenns recht hoch ist, die grünen Mänchen können alle so schlecht klettern ;)
Die 2te ist recht cool, und war von ein paar radikaleren Menschen während des KosoWars als coole Innenstadt-aktion im Umfeld der Kundgebung/Demo. Verkauf von „Kriegsanleihen“. So richtig nett mit Bauchladen und Spiess-Outfit bedrucktes Papier „verkaufen“ ;)

Aktionen in Göttingen

Anschlag auf Göttinger Brunnen
09.10.2001: Das Wasser der Brunnen auf dem Bahnhofsvorplatz war gestern Nachmittag für mehrere Stunden rot gefärbt. Eine Gruppe gegen Gewalt bekannte sich mit einem Fax an das StadtRadio dazu, rote Farbe in den Brunnen geschüttet zu haben. Damit wollte sie gegen die Militärschläge der USA und Großbritannien gegen Afghanistan protestieren. In der Pressemitteilung teilte die Gruppe mit, dass eine Bekämpfung des Terrors mit einer Bekämpfung der in weiten Teilen der Welt herrschenden Armut einher gehen müsse, denn aus Armut und Perspektivlosigkeit würde der Terror entspringen. Weiter heißt es in dem Bekennerschreiben, dass durch die Militärschläge Blut vergossen würde, dass so wörtlich niemand etwas bringen würde. „Auch wir haben Blut hinzugefügt, dort wo es eigentlich nicht hin gehört“, so die Gruppe gegen Gewalt wörtlich. Die Göttinger Polizei traf am späten Nachmittag ein, um gemeinsam mit der Umweltpolizei den Schaden zu ermitteln.

Gruppe demoliert Türen und Scheiben in der Innenstadt
09.10.2001: 20 bis 40 Personen haben in der vergangenen Nacht gegen 23.30 Uhr Schaufenster und Türen von Geschäften in der Göttinger Innenstadt beschädigt.  Wie ein Polizeisprecher mitgeteilt hat, dauerte die Aktion nur 3 bis 4 Minuten.  Anschließend lief die Gruppe Richtung Nabel wo sie sich auflöste. Polizeibeamte nahmen die Personalien von 14 Personen auf. Es sei jedoch noch nicht klar, ob die erfassten Personen auch mit der Sachbeschädigung in Zusammenhang stehen, so der Sprecher. Über die Höhe des Schadens ist noch nichts bekannt.

Interessant auch, wie das ganze bei den Cops klingt (Presseerklärung)
POL-GOE: (01) Vermummte zerstören Schaufenster - 15 Personalien festgestellt [09.10.2001 - 11:02 Uhr]
Göttingen (ots) - Etwa 40 teils vermummte Personen haben gestern ab ca. 23.30 Uhr innerhalb von rund sieben Minuten in der Göttinger Innenstadt zirka zehn Schaufensterscheiben zerstört, etliche Mülltonnen umgeworfen und zwei Altpapier-Container angesteckt. Bei dem Eintreffen der Polizei löste sich die Gruppe auf und flüchtete in die Innenstadt. Von 15 Personen konnten die Personalien festgestellt werden. Ihre Tatbeteiligung wird noch abgeklärt.  Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf rund 20.000 DM geschätzt.
Bereits am Nachmittag hatten Unbekannte den Springbrunnen auf dem Bahnhofsvorplatz und den Gänseliesel-Brunnen mit einem schwach wassergefährdenden Rotfarbstoff verunreinigt. Dazu wurden Flugblätter mit dem Tenor «Es ist Krieg» in der roten Flüssigkeit gefunden. Die Ermittlungen wurden durch die Tatortumweltgruppe der Polizei Göttingen, dem Umweltamt der Stadt Göttingen, der unteren Wasserbehörde und einem Umweltsachverständigen durchgeführt. Ungefähr zeitgleich ging beim Göttinger Tageblatt ein Bekennerschreiben ein. Verantwortlich zeichnete eine «Gruppe gegen Gewalt».  (HL)
ots-Originaltext: Pressestelle Polizei Göttingen

Mehr Berichte

Gewaltfreie Aktion am Dienstag, 23. Oktober 2001, 14.00
Am Dienstag, 23. Oktober werden wir die Kaserne des Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr in Calw/Baden-Württemberg blockieren. Dieses Kommando würde bei einem eventuellen Bodeneinsatz mit Beteiligung der Bundeswehr zu den ersten Einsatztruppen gehören.
Wer sich an den Blockaden beteiligt, muss damit rechnen, vorübergehend festgenommen und strafrechtlich verfolgt (wahrscheinlich als Ordnungswidrigkeit) zu werden. Es ist uns wichtig, bei diesen Aktionen überlegt und übersichtlich zu handeln. Wir organisieren Einzelne in Bezugsgruppen und uns alle über SprecherInnenräte. Wir möchten auch Menschen die Teilnahme ermöglichen, die sich dem Risiko einer strafrechtlichen Verfolgung nicht ausset-zen wollen. Alle KriegsgegnerInnen, die uns bei diesen Aktionen als UnterstützerInnen be-gleiten und dadurch ihre Solidarität bekunden, bringen uns dem Ziel, die Waffen auf allen Seiten zum Schweigen zu bringen, näher.

ham heute hauptverkehrsstrasse vor der uni besetzt
anlass: regierungschef azanar hat heute im parlament Kriegskredite beantragt geht einiges hier obwohl sevilla poltisch eher mit dörfern wie köln zu vergleichen ist

Aktionsberichte im Internet

Vorschlag für eine Aktion zu großen kirchlichen Feiertagen

Soll den Zusammenhang zwischen religiösen Orientierungen bzw. externen Moralvorstellungen und dem Kampf zwischen den verschiedenen Fremdidentitäten aufzeigen.

Auch an anderen Tagen möglich +++ Bericht einer ähnlichen Aktion ...

  1. Als Trauerprozession (event. mit Kranzniederlegung) in Weihnachtsgottesdienste ziehen und dort für 5 min das „Programm“ unterbrechen für eine Gedenkminute und -ansprache. Zum Beispiel: Reingehen (mit Trompete oder anderer getragener Musik ... oder z.B. „Imagine“ u.ä.) nach vorne. Umdrehen als Trauerprozession.  Beginnen: Wir bitten um eine Gedenkpause. Es geht um viele Menschen, Tote, deren Angehörige, unvorstellbares Leid ... Der 11.  September, ein einschneidendes Land, ab diesem Tag war für die Menschen in dem Land alles anders. Alles. (Pause). Nicht nur ein zwei Häuser und ein Kriegsministerium stürzten zusammen. Am 11.  September 1973 wurde die gewählte Regierung von Chile gestürzt.  Danach Tausende ermordet, verschleppt, ertränkt, aus Flugzeugen geworfen, gefoltert. Die Welt interessierte es wenig. Wie so viele Tote. Milliarden - getötet durch Kriege, Hunger, Ausbeutung, Vertreibung, sexistische, rassistische und antisemitische Gewalt, Kreuzzüge, Hexenverfolgung, Teufelsaustreibung oder Profitgier.  Fast alle dieser Anschläge auf die Menschlichkeit war das Werk christlicher Gruppen, TäterInnen und der Schurken-Staaten, die ihnen als Papst, Präsident oder Kanzler Unterschlupf bieten. Wir möchten Sie bitten, eine Weile ruhig zu sein und über das Elend und den Tod der Milliarden nachzudenken, zu begreifen, warum diese Menschen starben und sterben. Wer sie mordet.
  2. Dann raus, die Leute stehen lassen und sich die nächste Kirche vornehmen (schön flexibel sein, damit es etwas dauert, bis die Jagd auf die „StörerInnen“ Erfolg hat ... am besten gar nicht).
  3. Am besten noch gute Flugis dabeihaben, in der das Ganze noch intensiver erklärt wird (z.B. beim Rausgehen in die Sitzreihen geben) - auch der Bezug zur Rettung der „zivilisierten Welt“.
Kleider machen Leute

Zum Beispiel auf der Friedensdemo am 13. in Berlin. Es war ja schön warm, und da hab ich die Idee verwirklicht, die mir am Vortag angesichts des schönen Wetters kam. Ich hab mir mein zotteliges Fell um die Hüften gebunden, einen Kieferknochen mit Zähnen (vermutlich von einem Schwein) um den Hals gehängt und alles andere ausgezogen. „Zivilisierte Welt, mir graust vor dir!“ hab ich dann mit Holzkohle auf meinen nackten Oberkörper geschrieben bzw schreiben lassen. So bin ich dann losgelaufen, hab weder gefroren noch geschwitzt und barfußlaufen tu ich eh gerne. Nur mein Rucksack war ein bischen Stilbruch.
War anscheinend eine kleine Sensation. Noch nie bin ich so viel fotografiert worden, wie an dem Tag. Kommt wohl auch nicht so häufig vor, dass ein Barbar durch die Großstadt läuft. Und ansonsten war die Demo auch nicht gerade aufregend. Ich war erstaunt, wieviel positive Reaktionen darauf kamen, auch von Leuten, die sehr zivilisiert aussahen. Ob sie es wirklich so verstanden haben, wie ich es gemeint hab, kann ich nicht beurteilen. Aber immerhin hatte ich den Eindruck, bei einigen ein paar ungewohnte Gedanken über Zivilisation ausgelöst zu haben.
Ein Fernsehteam hat mich gefragt, ob ich frustrierter Grünwähler sei. Als ob sich Barbaren für Parteipolitik interessieren würden.  Hab ihnen gesagt, dass es völlig egal wäre, wer da an der Regierung sei, gemacht wird doch dasselbe. Weshalb ich dann denn hier wäre?  Um gegen die Diffamierung der Barbaren zu demonstrieren. Da wurden sie etwas sauer, dass ich angesichts so ernster Themen Scherze machen würde. Ich hab ihnen dann noch erklärt, dass ohne die zivilisatorischen Errungenschaften wie der WTC-Türme und der Jumbo-Jets die Terroristen längst nicht soviel angerichtet haben könnten. Aber das Filmmaterial wird wohl im Papierkorb landen.
Anfangs waren es haptsächlich Privatleute, die mich fotografiert haben, das fand ich noch ganz in Ordnung, ich wollte ja auch an die Öffentlichkeit mit meiner Idee und meiner Meinung. Aber dann wurden es immer mehr Profifotografen, die fingen dann an rumzukommandieren, ich sollte dies und das machen, aber so dass es nicht gestellt aussieht. Das war dann ziemlich nervig, Fotomodell ist nicht so das richtige für mich. Da hab ich mich dann zurückgezogen, mir meine (halb)zivilisierte Tarnkleidung wieder übergezogen und hab mich auf den Heimweg gemacht.

Krieg und Terror beenden: Mobilmachung stoppen, Soldatenzüge blockieren
Gegen die Logik des Krieges!
Zeit: Sonntag, 11.11. um 17.30 Uhr, Ort: Bahnhofsvorplatz Göttingen
Kommt zahlreich und bringt Transparente und Material mit!
Hinter diesem Aufruf steht die Aktionsidee, sich z.B. an Soldatenzüge anzulehnen und so deren Ausfahrt aus Bahnhöfen zu verhindern/verzögern.

90 Kriegsgegner blockierten für eine Stunde Kreiswehrersatzamt in Freiburg
»No war but classwar« und »Deutsche Soldaten, Waffen, Geld, morden mit in aller Welt« stand auf den Transparenten, die die vorwiegend jungen Kriegsgegner bei sich trugen, die am Dienstag früh bei Dienstbeginn den Eingang des Kreiswehrersatzamtes (KWA) in Freiburg eine Stunde lang blockierten. Ziel der Aktion war es, den Betrieb der zentralen militärischen Verwaltungsbehörde in Baden-Württemberg »mal ordentlich zu stören«, wie es in einem Aufruf der Antifa Freiburg und der Antikriegs-Gruppe »fischers friends« hieß, die öffentlich zu der Blockade aufgerufen hatten.
Entsprechend vorbereitet präsentierte sich die Polizei, die mit einem Dutzend Einsatzkräften den Eingang der Bundesbehörde bewachte. Dennoch gelang es den rund 90 Demonstranten, den Zutritt der 76 KWA-Beschäftigten, die für die Erfassung, Musterung und Einberufung der männlichen Bevölkerung ganz Südbadens zuständig sind, mittels einer Menschenkette zu erschweren. Viele Beschäftige gelangten so nur durch Seitentüren ins Gebäude.
»Wenn jetzt Militäreinsätze mit Erpressung der sogenannten Volksvertreter durchgesetzt werden, dann wird es Zeit, daß sich eine außerparlamentarische Opposition zu Wort meldet«, sagte ein Sprecher der Antifa. »Wir wollten das Augenmerk auf die Rolle Deutschlands lenken, das wieder einmal freiwillig und gern in den Krieg zieht«.
4208 Männer wurden seit Anfang dieses Jahres im KWA Freiburg gemustert; 1526 in den Grundwehrdienst einberufen und auf verschiedene Militär-Standorte in der ganzen Republik vert eilt. 184 Männer wurden von Freiburg aus zu Truppenteilen der auch im Ausland aktiven Krisenreaktionskräfte einberufen.
Zwar wird von offizieller Seite versichert, daß nur »Freiwillige« im Ausland eingesetzt würden, doch wer länger als die vorgeschriebenen zehn Pflicht-Monate beim Militär bleiben will, muß sich vorab verpflichten, an »besonderen Auslandsverwendungen« außerhalb des NATO-Gebietes teilzunehmen. »Ohne diese Verpflichtung ist eine längere Dienstzeit bei der Bundeswehr nicht möglich«, bestätigt Martin Junker, Wehrdienstberater beim KWA Freiburg. Gelockt wird auch mit Geld: Nicht nur der Wehrsold ist ab dem elften Monat mehr als doppelt so hoch, ein Soldat erhält auch einen »Auslandsverwendungszuschlag« von täglich bis zu 180 Mark.
Die Demonstranten kommentierten das militärische Gebahren auf ihre Weise. »Scheiße im Kopf, Hand am Gewehr, das ist die deutsche Bundeswehr«, skandierten sie, sobald ein Bediensteter versuchte, in das Innere des KWA zu gelangen. Zu größeren Zwischenfällen kam es nicht. Nach einer Stunde wurde die Blockade beendet und eine Spontandemonstration durchgeführt, an der sich rund 60 Menschen beteiligten.