Projektwerkstatt

UNIVERSELLES LEBEN

Unterwanderung der Tierrechts- und Tierschutzszene durch Universelles Leben?


1. Einleitung
2. Wer bzw. was ist der Verein Universelles Leben?
3. Rechte Muster im UL-Denken
4. Kritik und Protest gegen Universelles Leben
5. Universelles Leben und der Umgang mit Kritik
6. Unterwanderung der Tierrechts- und Tierschutzszene durch Universelles Leben?
7. Links

Nach Ansicht kritischer TierechtlerInnen versucht die religiöse Sekte "Universelles Leben" seit einiger Zeit, sich in Tierrechts und -schutzzusammenhängen einzunisten - mittels eigener Verlage, Publikationen, Tarnorganisationen sowie der gezielten Unterwanderung von Tierrechtszusammenhängen.

Seit einiger Zeit versucht das Universelle Leben, in der Tierrechtsbewegung Fuß zu fassen. Dies betrifft insbesondere Lebensmittelproduktion und -handel ("Gut zum Leben", "Lebe-gesund-Versand", "Hin zur Natur" usw.), Publikationen ("Tiere klagen - der Prophet klagt an!", "Der Mord an den Tieren ist der Tod des Menschen", "Das tierfreundliche Kochbuch" sowie den Verlag "Das Brennglas" mit Broschüren wie "Der Lusttöter", "Der Tierleichenfresser"), die "Initiative zur Abschaffung der Jagd" und aktuell den sogenannten "Tierrechtskongreß" in Wien.

(Quelle: Pressemitteilung von Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, 2. September 2002)

Zusatz: Der Verlag "Das Brennglas" veröffentlicht zudem die Zeitschrift "Freiheit für Tiere", welche auch an Kiosken erhältlich ist.

Im Original: Universelles Leben und Tierrechte
TI: Sektenexperte - Vor Unterwanderung der Tierschützer-Szene gewarnt
QU: Frankfurter Rundschau
DA: 30.07.2002
SW: Rp; Org; Rel; Mys; Bw
AB: Die umstrittene Vereinigung „Universelles Leben“ versucht nach Ansicht von Weltanschauungsexperten, die Berliner Tierschützerszene zu unterwandern
BERLIN, 29. Juli (epd). Die umstrittene Vereinigung „Universelles Leben“ versucht nach Ansicht von Weltanschauungsexperten, die Berliner Tierschützerszene zu unterwandern. Die vorwiegend in Baden-Württemberg und Unterfranken beheimatete Glaubensgemeinschaft wolle über die „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ Einfluss auf die Tierschützer bekommen, sagte der Sektenbeauftragte der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Thomas Gandow, am Montag in Berlin. Dabei würden Jäger als „Lust-Töter“ verteufelt.
Die „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ plane für kommenden Samstag in den Räumen der Technischen Universität ein Symposium zum Thema „Natur ohne Jagd“. Einer der Podiumsteilnehmer soll unter anderen der Anwalt von „Universelles Leben“ und Pressesprecher Christian Sailer sein. Gründerin und „Prophetin“ der Vereinigung ist die 1933 geborene Gabriele Wittek. Gandow zufolge will sie in so genannten Offenbarungen eine direkte Verbindung zu Gott, Geistwesen und UFO- Piloten haben. Diese Informationen erhalten Sie ausschließlich zur nicht-kommerziellen Nutzung für die anti-rassistische Arbeit unter Vorbehalt jeglic her Rechte.
Dokumentations- und Informationszentrum für Rassismusforschung e.V.
Postfach 1247, D-35002 Marburg, Tel. (+49) 6421 37722, Fax. (+49) 6421 37794
Internet: www.dir-info.de Email: buero@dir-info.de
Direktzugriff Nachrichtendatenbank: www.dir-info.de/nachrichten

PRESSEMITTEILUNG
Spaltung und Neuorientierung der Tierrechtsbewegung notwendig im Kampf gegen fanatisierte Glaubenskrieger!
Aufruf zur Verhinderung des Tierrechtskongresses in Wien!
Seit Anfang des Jahres 2002 drängt „Universelles Leben“, - eine religiöse Glaubensgemeinschaft um die „Prophetin“ Gabriele Wittek - verstärkt in den Tierrechts- und Tierschutzbereich, um im politischen Leben Fuß zu fassen. Die Glaubensgemeinschaft hat über die letzten 20 Jahre im süddeutschen „Ökomarkt“ u.a. über eigene Produktionsstätten („Güter Neu-Jerusalem“), „Öko-„Lebensmittel („ibi“) und Vertrieb („Gut zum Leben“) zunehmend wirtschaftlichen Einfluß gewonnen.
Mit der Unterwanderung der „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ durch UL-Mitglieder und UL-Sympatisanten wurde Anfang August ein Symposium „Natur ohne Jagd“ in Berlin inszeniert. Die an religiösen Inhalten ausgerichteten Forderungen sind u.a. die staats-autoritäre Lenkung der Jagd (gesetzliches Jagdverbot zur Durchsetzung eines „Mehrheitswillens“), wobei unsinnigerweise die Zusammenarbeit mit „Öko-Jägern“ toleriert wird und sogar ökonomische Argumente für eine beschränkte Wildbejagung gegenüber ökologischen Argumenten gegen Jagd den Vorrang bekommen.
Nach Einschätzung der KAMPAGNE ZUR ABSCHAFFUNG DER JAGD ist das Einsickern extremer religiöser Strukturen in den Tierrechts- und Tierschutzbereich (TR/TS) problematisch für dessen politische Zukunft, da hierbei Tierrechtsargumente instrumentalisiert werden, um religiöse Inhalte zu befördern. Ökologisch-politische und allgemein-ethische Argumente treten in den Hintergrund. Darüber hinaus wird die gesellschaftliche Akzeptanz für dieses sensible politische Randthema gefährdet.
Aufgrund des sich szene-intern formierenden Widerstands gegen die steigende Einflußnahme von UL, aufgrund weitreichender Koalitionen sogar über politische Grenzen hinweg und aufgrund erfolgreicher Pressearbeit verschiedener Gruppen wurde das Symposium „Natur ohne Jagd“ in Berlin ein Flop: neben verschiedenen TeilnehmerInnen sagte sogar der Justitiar von UL, Rechtsanwalt Dr. Christian Sailer, dem das Symposium eigentlich zum Podium gereichen sollte, seine Teilnahme ab.
Hemprich, der Initiator der KAMPAGNE ZUR ABSCHAFFUNG DER JAGD dazu: TierrechtlerInnen sind keine politischen Spinner, die irgend einem religiösen Wahn folgen. Die Anti-Jagd-Arbeit der letzten Jahre war trotz ihrer Unterschiedlichkeit in Motivation und Ausdrucksform gekennzeichnet durch ein hohes Maß an intellektueller Besonnenheit und Klarheit. Die aktuell große Toleranz gegenüber religiösen Motiven schafft einen Graben zwischen politischen AktivistInnen und fanatisierten Glaubenskriegern.
Die Abschaffung der Jagd kann nur aufgrund gesellschaftlicher Umformungsprozesse erreicht werden: als gemeinsame freie Entscheidung freiwillig agierender Menschen. Diese libertär-anarchistische Forderung steht in direktem Gegensatz zu den totalitären Machtansprüchen einer extrem-religiösen Glaubensgemeinschaft vom Schlage“Universelles Leben“.
„Universelles Leben“ scheut öffentliche Kritik. Hier werden wir in Zukunft ansetzen. Wir werden jene öffentlich angreifen und demontieren, die im Namen von Tierrechten religiöse Wahnvorstellungen durchzusetzen versuchen.

Angriffsziel: Tierrechtskongress in Wien
Scheinbar unberührt von den aktuellen Vorgängen in Deutschland bietet der Anfang September 2002 in Wien veranstaltete Tierrechtskongreß UL-Funktionären und UL-Sympathisanten Gesprächsforen in verschiedenen Arbeitskreisen („Christentum und Tierrechte“, „Tierrechtsstrategien“, „Jagd“). Neben Dr. Sailer (Universelles Leben) treten hier auch die in Deutschland inzwischen als UL-Funktionärin inkriminierte Julia Brunke (Redakteurin des UL-Verlags „Das Brennglas“) und der offizielle Organisator des Berliner Symposiums Kurt Eicher (Initiative zur Abschaffung der Jagd) auf.
Selbst dem umstrittenen Tierethiker Dr. Kaplan wird im Rahmen seines Vortrags „Müssen Tierrechtler Veganer sein?“ die Möglichkeit zur Selbstdarstellung geboten.
Hemprich, der Initiator der KAMPAGNE ZUR ABSCHAFFUNG DER JAGD dazu: Die Art, wie der Kongress organisiert wurde sowie seine Inhalte zeigen, daß die Tierrechtsbewegung in Österreich derzeit weit entfernt ist von einer libertär-anti-hierarchischen und progressiven Ausrichtung. Der Glaube an politische Eliten drückt sich im österreichischen Tierrechtslager in einer allgemeinen Akzeptanz rechtskonservativer Politik insbesondere des Rechtspopulisten Haider aus. Hier muß an einem Wandel gearbeitet werden: Tierrechtsarbeit ist traditionell „links“. Sie verschließt sich jeglichen anti-emanzipatorischen Strömungen.
Derzeit versuchen in Österreich Rechtskonservative den TR- und TS-Bereich ebenso politisch zu besetzen, wie dies in Deutschland anhand der Vorgänge um die religiöse Glaubensgemeinschaft „Universelles Leben“ zu beobachten ist. Beim Tierrechtskongress in Wien ist nun für alle sichtbar, wie diese beiden Richtungen ganz öffentlich und schamlos zusammen geführt werden.
Ich rufe daher auf, aktiv gegen diese Entwicklungen anzugehen, den Tierrechtskongreß in Wien mit gewaltfreien Mitteln zu be- und verhindern.
Natürlich werde ich auch in Zukunft in gewohnter Weise meinen Beitrag dazu leisten: gewaltfrei und radikal!


Links: UL und die Tierschutz- bzw. Tierrechtsszene

TierrechtlerInnen für UL

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