Projektwerkstatt

GENTECHNIK-LEXIKON

Gentechnik-Steckbrief: Amflora


1. Teil B: Übersicht und Themenseiten
2. Gentechnik-Steckbrief: Anbau
3. Gentechnik-Steckbrief: Freisetzungen
4. Gentechnik-Steckbrief: Den Hunger besiegen?
5. Gentechnik-Steckbrief: Weniger spritzen?
6. Gentechnik-Steckbrief: Bio-Ökonomie
7. Gentechnik-Steckbrief: Risiken für die Gesundheit
8. Gentechnik-Steckbrief: Risiken für die Umwelt
9. Gentechnik-Steckbrief: Nebenwirkungen
10. Gentechnik-Steckbrief: Lebensmittel
11. Gentechnik-Steckbrief: Futtermittel
12. Gentechnik-Steckbrief: Koexistenz
13. Gentechnik-Steckbrief: Horizontaler Gentransfer
14. Gentechnik-Steckbrief: Grenz-/Schwellenwerte
15. Gentechnik-Steckbrief: Abstandsregelungen
16. Gentechnik-Steckbrief: Haftung
17. Gentechnik-Steckbrief: Terminatortechnologie
18. Gentechnik-Steckbrief: Cis- und transgen
19. Gentechnik-Steckbrief: Bt-Pflanzen (z.B. MON810)
20. Gentechnik-Steckbrief: RR-Pflanzen (z.B. Soja, Raps)
21. Gentechnik-Steckbrief: Amflora
22. Gentechnik-Steckbrief: LL601

Amflora (offizielle Bezeichnung EH92-527-1, auf EU-Ebene BPS-25271-9) ist eine von der BASF Plant Science gentechnisch veränderte Stärke-Kartoffelsorte, die als nachwachsender Rohstoff für die Kartoffelstärkeindustrie entwickelt wurde. Die neu entwickelte Kartoffelsorte bildet aufgrund einer gentechnischen Veränderung eine Stärke aus, die vollständig aus Amylopektin besteht. Dadurch soll eine optimierte stoffliche Nutzung für die Herstellung von Papier, Textilien oder Klebstoff ermöglicht werden. Bei herkömmlicher Stärke ohne gentechnische Verfahren ist eine aufwändige Entfernung des zweiten Stärkepolymers, der Amylose, erforderlich. (verändert nach: Wikipedia)

Risiken
Amflora enthält als Marker ein Antibiotika-Resistenzgen. Das birgt besondere ->Risiken für die Gesundheit. Zudem dürfen kommerzielle gv-Pflanzen nach der EU-Freisetzungsrichtlinie keine medizinisch wichtigen Resistenzgene gegen Antibiotika enthalten. Dennoch wurde der Anbau am 2. März 2010 durch die EU-Kommission zu industriellen Zwecken und zum Verfüttern zugelassen.

Zum Stand der Zulassung und Anwendung
Amflora ist eine sehr alte Entwicklung und wurde 1996 zur Zulassung beantragt. Insbesondere das enthaltene Antibiotika-Resistenzgen ist umstritten und stellt nicht den Stand der Technik dar. Zudem lehnen große Stärke-Hersteller die Verwendung ab aus Angst, Geschäftskunden zu verlieren. BASF hat daher längst neue gv-Kartoffeln entwickelt und treibt deren Zulassung voran. Amflora hingegen wird vom Konzern schon seit vielen Jahren nicht mehr favorisiert.

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