James Bond in Reiskirchen
Die fiesen Tricks von Polizei und Justiz

Erleichterung: Wiedergefunden!

Geschlagene 16 Minuten kurven die Polizeieinheiten um die Wieseckaue herum, um ihre überwachten Schwerstkriminellen wieder optisch einzufangen. Währenddessen streben ihre Objekte zügig Richtung Gerichtsgelände - das Federballspiel ruft. Sie stellen ihre Räder am Parkrand ab und überqueren zu Fuß die Ringallee, spazieren gut sichtbar in die Gutfleischstraße und schließlich auf das Gerichtsgelände. Die Polizei? Pennt. Kurvt irgendwo anders herum. Nicht die Überwachungsfahrzeuge entdecken die Aktivistis, sondern die Objektschutzstreife, deren Aufgabe es ist, die ganze Nacht wie blöd um die Gerichtsgebäude und die in der Nähe liegenden Innenminister-Anwaltskanzlei herumzugurken.


Vermerk VA Hentschel (Bl. 80)

Zeitgleich: Nervosität und Halluzinationen an der CDU-Zentrale

Offensichtlich treibt aber der Wahn, die Aktivistis irgendwo zu finden, seltsame Blüten. Denn eine andere Streife will eine der gesuchten Personen an einer ganz anderen Stelle der Stadt entdeckt haben - seltsamerweise genau zur gleichen Zeit, wie auch das Federballspiel am Gericht bemerkt wird. Es kann also gar nicht sein, da niemand an zwei Ecken gleichzeitig sein kann. Das wird auch der Einsatzzentrale im Polizei-Headquarter bekannt gewesen sein. Außerdem hat die Streifenwagenbesatzung nur Fahndungsfotos dabei. Die Person, die sie durchgeben, wird von ihr mit jemandem verwechselt, der 192cm groß ist. Die StreifenpolizistInnen, die aus der Bereitschaftspolizei Mühlheim stammen, können das nicht wissen. Die Einsatzzentrale aber schon ...

Fraglos werden die Polizeichefs Schust & Co. gewusst haben, dass die Meldung auf einem Irrtum beruhte. Dennoch werden sie dem eigentlich belanglosen Vorgang später einen interessanten neuen Sinn einhauchen ...


Vermerk PK Kelbch (Bl. 17)


Vermerk PKin Lerner (Bl. 18)

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