Gedichtelesungen zu Brandsätzen
Die fiesen Tricks von Polizei und Justiz

Gegendarstellung zwecklos - Presse schmückt noch aus

Den Giessener Zeitungen war das noch nicht genug - dort weiß mensch mehr als die Polizei: "Die Gruppe hatte offenbar die Absicht, Farbschmiereien zu begehen, Geräte dazu hatte sie dabei." (Giessener Anzeiger, 11. Dezember 2004, S.9). Noch genauere Informationen müssen Bernd Altmeppen vorgelegen haben: "Bei unterschiedlichen Personen fanden sich Farben und andere Utensilien." (Giessener Allgemeine, 11. Dezember 2004, S. 23, Autor: Bernd Altmeppen). Welche "Geräte" für Farbanschläge die AutorInnen des Giessener Anzeigers gemeint haben könnten, wird wohl ungeklärt bleiben. Der Text der Giessener Allgemeinen verbreitet sogar eindeutige Lügen (Farben sind nach Angaben der Polizei nie gefunden worden). Der für den Artikel verantwortliche Bernd Altmeppen tritt an dieser Stelle nicht zum ersten Mal in Erscheinung und ist bekannt für eine offen diffamierende Berichterstattung über Protestgruppen. Beiden Zeitungen lag eine Gegendarstellung vor - aber statt überhaupt zu recherchieren oder Betroffene zu fragen, werden Angaben der Polizei nicht nur übernommen, sondern um zusätzliche Lügen "bereichert". Auch in den nächsten Tagen findet sich in beiden Zeitungen keine Richtig- oder Gegendarstellung.


Gießener Allgemeine (oben) und Anzeiger (unten) vom 11.12.2003

Ergänzung

Ein halbes Jahr später führte ein Berliner Journalist mit dem Polizeichef in der Nacht des 9.12.2003 ein Interview und befragte ihn zu den Gründen der Festnahme damals. Günther Voss, der damals auch die Festnahmen anordnete, tischte die Lüge mit der gefundenen Farbe dabei erneut auf - nachdrücklich (Bl. 55 der Akte):

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