Die Polizei dreht durch!
Die fiesen Tricks von Polizei und Justiz

9.1.2003: Roland Koch besucht Grünberg ...

Veränderte Wände, gefakte Absagen ... Festnahmen als Quittung

Am 9.1.2003 eskalierte die Lage. Anlass war ein Wahlkampfauftritt des Ministerpräsidenten von Hessen, Roland Koch. Er hatte sich die Gallushalle in Grünberg ausgesucht. Bis zur Projektwerkstatt sind es von dort knappe 5 Kilometer. Doch ob das Geschehen in der Nacht vor dem Auftritt überhaupt mit der Projektwerkstatt in Zusammenhang gebracht werden kann, hat die Polizei nie festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt wollte sie das auch nicht mehr. Die Wut reichte für Verhaftungen, Hausdurchsuchung und eine absurde Attacke auf eine Demonstration.

Der Höhepunkt des Ganzen war absurder: Puff schlägt einem der Festgenommenen wutentbrannt ins Gesicht - und verletzt sich am Daumen. Drei (!) Tage später geht er zur Ärztin und bekommt ein Attest, was auf Stoßverletzungen hinweis (Bluterguss, Prellung). Er aber stellt Anzeige gegen den Geprügelten - und tatsächlich wird dieser vom Amtsrichter Wendel am 15.12.2003 wegen Körperverletzung gegenüber Puff verurteilt. Obwohl das Attest klar das Gegenteil beweist, stellt Wendel fest, dass sich Puff verletzt hat, als sich der Festgenommene losgerissen hätte. Das aber wäre wohl eine ganz andere Verletzung gewesen. Doch für Gießener Gerichte zählt nicht, was ist, sondern was sie - aus politischen Interesse - definieren.


Aus dem Attest (Bl. 8 der Gerichtsakte)

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