Gerichtspossen
Die fiesen Tricks von Polizei und Justiz

Wie weiter?

Es wird eine Berufung geben - der Verurteilte will gegen das Urteil angehen ... und Staatsanwalt Vaupel will eine höhere Strafe: Sechs Monate Knast ohne Bewährung für ein kleines Graffiti!

Für nur ganz wenige Graffitis will Staatsanwalt Vaupel also 6 Monate Haft ohne Bewährung (wenn der Angeklagte es überhaupt war, wäre er zudem Ersttäter in Sachen Graffiti). Wenn es um nichts geht, geben sich die Ordnungsgewaltigen dagegen friedlich - die Medien berichten treugläubig: Aus Aus "Von Wand-Alismus bis Wand-Kunst" in Fritz Gießen, Ausgabe April 2007 (S. 6)
Ähnliches rät Frank Navrade. Er ist Koordinator und Sachbearbeiter des Bereichs Graffiti des Polizeipräsidiums Mittelhessen. "... Auf das illegale Sprayen stehen Arbeitsstunden, im Extremfall (bei über hundert Fällen) sogar Gefängnisstrafen". Navrade weiter: "Nur bei Ersttätern und geringem Schaden empfehle ich einen Täter-Opfer-Ausgleich." Das bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der erwischte Sprayer sein eigenes Werk entfernen muss.

Doch ob und wann es dazu kommt, ist offener denn ja. Denn das Folgejahr 2007 war für die Gießener Justiz und Polizei keine Erfolgsstory - ihre Kritiker siegte vor dem Bundesverfassungsgericht und das Oberlandesgericht Frankfurt bescheinigte den Uniform- und Robenträgern Methden, die zuletzt in der Nazizeit angewendet wurden.


Brief des Vors. Richters Frank an den Angeklagten am 25.5.2007

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