Polizei erschießt Mensch
Gerichte schützen den Täter - ein Fallbeispiel gerichteter Justiz

Siehe auch: Eingangsseite zur Polizeidokumentation ++ Bericht 15.3.2004
Anti-Knast-Seiten +++ Antirepression +++ Polizeigewalt +++ Zum laufenden Gerichtsprozess

Verprügelt im Knast - das Opfer wird angeklagt

Der folgende Bericht wurde aus der JVA in Bruchsal zugeschickt:

wir sind in der kiste einqebunkert, nun hat das strafvollzugsrecht uns inhaftierten das recht eingeraeumt, einzelzellen zu haben - mein bruder und kollege hat dieses recht eingefordert - da aber in diesen land mehr eingesperrt wird als entlassen, sind die repressionsanstalten knallvoll belegt - und die repressionsmaschinerie ist in diesen land mehr damit beschaeftigt, rache und suehne zu betreiben als die buerger­ lichen und menschenrechte zu bewahren - menschenrecht nur - wenn es fuer das system bezahlbar ist oder damit profit verdienen laesst.

nun, mein bruder und kollege hat sein recht bewahren wollen und wollte einen einzelraum - da er schriftsteller und lyriker ist - braucht er das - um weiter in seinem fach vorwaerts zu kommen - aber die anstaltasstrategen und justizhelfer wollen keine "schlaue Schreiberlinge" und typen, die nicht so recht in das bild eines typischen zuchthaeuslers passen - und verweigerten ihm das recht - das ihm von gericht und justiz eigentlich per gesetz zugestanden haben - und weil mein bruder und kollege weiter sein recht eingefordert hat, wurde er kurzerhand aus der bude gezerrt von sechs beamten , dann "fixiert" (gefesselt) und noch in diesem zustand zusaetzlich auf den kopf getreten - das wollte er sich nicht gefallen lassen und stellte strafantrag gegen den raedelsfuehrer der knueppelbrigade - der zustaendige staatsanwalt in karlsruhe, der zuvor hier in der repression selber funktionaer war als fluegelverwalter, hat die anzeige nicht einmal angenommen - nun hat der zustaendige beamte der knueppelbrigade selber einen strafantrag gestellt und dieser antrag wurde - wie war es auch anders zu erwarten - von dem selben staatsanwaltangenommen - am 17. juli ist die verhandlung vor dem bruchsaler amtsgericht.

erfahrungen und umgang mit der deutschen justiz haben gelehrt das solche aktionen grundsaetzlich zu gunsten der staatlichen repressionisten ausgeht - ich kann mich erinnern, das in freiburg ein prozeß stattfand, weil angeblich ein gefesselter gefangener, gefesselt an haende und fueße, acht (8) beamte angegriffen haette und deswegen zu einer geldstrafe verurteilt wurde - um diesen theater nicht ganz die kroenung zu ueberlassen, das da wieder staatsgewalt gegen menschlichkeitsiegt, hatte ich gebeten, einen beobachter dort hinzubestellen - vorausgesetzt, es waere jemand dazu bereit -um so verstaendlich zu machen, das da oeffentliche beobachter gibt, die diesem geschehen aufmerksamkeit schenken -wie so ueblich, scheuen staatliche repressionisten die oeffenlichkeit -mein bruder und kollege wird diese verhandlung auch als tribuene verwenden, um aufzuzeigen, was da eigendlich hier abgeht. es geht nicht um diese beschissene einzelzelle oder um die schlaege und den tritt auf den hinterkopf -es geht darum, aufzuzeigen, wie staatliche gewalt in purer aktion die menschenrechte und menschenwuerde in den dreck zieht, wenn es um belange der justiz geht.

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