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Was ist die Projektwerkstatt?

Auf dieser Seite: Kurzbeschreibung ++ Was soll das? ++ Nutzen ++ Mitmachen ++ Regionale Aktionen ++ Formales/PGP++ Spenden


Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen ++ saasen@projektwerkstatt.de ++ Info- und Bestellformular
06401-903283 (mit AB), Fax 03212-1434654 ++ www.projektwerkstatt.de/saasen

Projektwerkstatt - Ein Kurzüberblick

Der (Haupt-)Sinn des Ganzen: Plattform für Aktionen und Projekte

Ständig und sich auch immer verändernd werden in den Räumen der Projektwerkstatt Projekte und Aktionen organisiert. Dabei handeln die jeweils aktiven Menschen nach ihren Ideen. Es gibt keine Chef*innen, kein Plenum - nur den Wunsch nach Kooperation der Unterschiedlichen, auf Augenhöhe. Viele regionale und überregionale Aktionen wurde aus der Projektwerkstatt angestoßen, hier entwickelt oder unterstützt, angefangen von Umsonstladen und UmsonstZug in Gießen, Aktionen gegen Strafe, Zwangspsychiatrie und Knäste, ganze Serien von Aktionen, Recherchen und mehr zu Themen wie Agrogentechnik, Braunkohle oder den Hype um Martin Luther, dazu viele Vorträge, Workshops und Seminare in verschiedenen Städten, Veröffentlichungen und Doku-Filme. Da die Projektwerkstatt ein Haus ist und keine Gruppe, steht auch nicht die Projektwerkstatt hinter den Aktionen, sondern es sind jeweils Menschen, die die Werkstätten für die Vorbereitung nutzen, von hier aus agieren und hier die nötigen Mitteln für wirksame Aktivitäten finden. Folglich ist den Aktionen nicht anzusehen, welchen Anteil das Planen, Werkeln und Üben in der Projektwerkstatt hat. Genau messbar ist der auch nicht, doch ohne das die "Villa Kunterbunt des kreativen Widerstandes" wäre die Agrogentechnik in Deutschland wohl kaum gescheitert, der Braunkohlewiderstand nicht oder langsamer entstanden, hätte die Methodensammlung "HierarchieNIE!" bestehende Hierarchien nicht bedrängt, wären Selbst- und Laienverteidigung vor Gericht, Ideen kreativer Antirepression und viele Methoden der Direct Action hierzulande noch weitgehend unbekannt.

Widerstand und Vision verbinden

Wie ein roter Faden zieht sich die Idee einer herrschaftsfreien Welt durch viele Projekte und Ideen der Menschen im Umfeld der Projektwerkstatt. Und auch das Haus selbst soll das ausstrahlen. Für viele ist das Mitmachen in den normalen Formen von Politik unvorstellbar, bedeutet es doch die Akzeptanz von Macht, das Mitmischen an den Tischen der Reichen und Privilegierten - immer verbunden mit der Gefahr, selbst zu korrumpieren, sich anzupassen.
Im Laufe der Jahre hat sich in und um die Projektwerkstatt eine bunte Mischung aus Theorie und Praxis herausgebildet, die auch das Besondere ist, denn die Verbindung zwischen beidem ist äußerst selten. Politische Bewegung hat einige Strömungen, die sich viel mit Theorie auseinandersetzen - aber das sind meist Leute mit gutem Einkommen, oft beim Staat angestellt, die dann in ihrer Freizeit ihre Theorien aufstellen, ohne auch nur eine Sekunde daran zu denken, daraus eine Praxis folgen zu lassen. Umgekehrt gibt es viele, vor allem jüngere Menschen, die mit Elan gegen Nazis, Kriege oder Autobahnen zu Felde ziehen, radikale Parolen brüllen und manchmal sogar für eine kurze Zeit ihren Alltag zu ändern versuchen. Die meisten von ihnen sollte aber niemand fragen, was genau sie kritisieren und welche andere Welt sie sich vorstellen ...
Die Projektwerkstatt soll ein Ort sein, in der sich beides verbindet - mit dem Ergebnis von Aktionen, die viel Inhalte vermitteln, und einer Auseinandersetzung mit theoretischen Fragen, die in praktischer Umsetzung mündet.

Zu all diesen Themen bieten Menschen aus dem Umfeld der Projektwerkstatt an, bei Diskussionen dabei zu sein, Vorträge oder Lesungen zu machen, vor allem aber in Trainings und Seminaren das Wissen weiter zu geben und zu üben. Eine Übersicht findet sich auf www.vortragsangebote.tk.

Organisierung von unten

Eine direkte Verbindung von Theorie und Praxis schaffen die Diskussion um die Strategien politischer Bewegung und die Entwicklung hierarchiemindernder Formen der Organisierung. Die harte Kritik an Protestformen, die sich an die Regeln der normierten Gesellschaft halten (Parteigründungen, Hauptamtlichenapparate, kommerzielle Ausrichtung von Protest, Orientierung auf Legalitätsgrenzen usw.), und an internen Hierarchien in politischen Gruppen hat zwischen vielen aktiven Menschen im Umfeld der Projektwerkstatt und den Eliten politischer Organisation deutliche Konflikte heraufbeschworen. Bei den in der Projektwerkstatt bevorzugten und zum Teil selbst entwickelten Formen der Organisierung von unten geht es mehr um horizontale Kooperation, um Kreativität und Selbstbestimmung auch in den eigenen Strukturen. Praktisch zeigt sich das schon in der Architektur des Hauses, welches auf OpenSpace- und andere Methoden ausgerichtet ist, aber auch im Verzicht auf zentrale Entscheidungsfindung, Räume und Geräte ohne Schlüssel und Passwörter usw. (siehe www.hierarchnie.tk).

Im Original: PGP-Key für Emails an die Projektwerkstatt ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden


Hallo,
hier spricht die
Projektwerkstatt ...

 

Spruchblase OpenSpace

Na schön,
ich bin schon wieder
zu moralisch. Ich will mal noch
ein paar ganz praktische Sachen loswerden, die Euch vielleicht helfen, selbst aktiv
zu werden.

O.K. Ihr denkt, das geht gar nicht. Außerdem erzählen meine Bewohnis* und Nutzis immer, dass niemand für die Projektwerkstatt reden darf. Naja, die meinen es ja gut und wollen, dass es keine Stellvertretung zwischen Menschen auf dieser Welt gibt. "Projektwerkstatt" ist halt der Name für diese Häuser. Was sie aber nicht ahnen ist: Ich kann doch sprechen. Und das tue ich jetzt mal, in dem ich Euch erzähle, warum es mich gibt und wie mensch mich nutzen kann. Denn das ist das Schönste, was ich kenne: Das Menschen über meine Fußböden schlurfen, sich an die Tische oder in die Hängematten setzen und hier kreative Ideen ausbrüten, Aktionen planen, Projekte gründen oder vorantreiben, heiß diskutieren, sich streiten oder einigen - und dabei einerseits untereinander immer auf gleicher Ebene begegnen, also keine Hierarchien oder Bevormundungen entstehen, sowie andererseits mich als den Ort, in dem das alles stattfindet, so belassen, dass viele andere Menschen noch viele interessante Dinge hier tun können. Nein, noch besser - dass sie immer wieder neue Ideen hinzusetzen, damit hier noch mehr möglich ist.

Spruchblase OpenSpace

Ich will Euch ein bisschen schildern, was Ihr hier alles machen könnt. Das Wichtigste ist mir, Euch darauf hinzuweisen, dass ich ein "Offener Raum" bin. Das ist nicht nur ein tolles Wort, sondern bedeutet auch etwas. Nämlich dass es hier keine Entscheidungsstruktur gibt, sondern alle Menschen, die da sind, immer gleichberechtigt sind, alle alles, was in mir ist, nutzen können. Niemand regelt das, aber Ihr müsst - das mal als Tipp! - selbst Kontakt aufnehmen mit den anderen, die hier sind, um Vereinbarungen zu treffen. Das ist praktisch, damit nicht ständig Frust entsteht, weil zwei gleichzeitig ein Gerät oder zwei Gruppen einen Raum nutzen wollen. Am besten ist, Ihr nutzt die Infowände intensiv. Die hab ich nämlich hier an meinen Wänden hängen, damit die Menschen nicht so viel aneinander vorbei handeln. Wenn Ihr da z.B. dranhängt, wann Ihr Euch wo zu welchem Projekt oder Thema trefft, können alle hinzukommen, die das interessiert, und Ihr vermeidet, dass andere zur gleichen Zeit den gleichen Raum nutzen wollen. Mit freien Vereinbarungen lässt sich auch vieles vermeiden, z.B. dass es nichts mehr zu Essen gibt, irgendjemand den Schlaf von anderen stört, dominantes Redeverhalten sich durchsetzt und vieles mehr. Wartet nicht darauf, dass andere die Dinge regeln, sondern tut das selbst.

Wenn ich zurückdenke an die Jahre, die ich schon als Projektwerkstatt existiere (vorher war ich viele Jahre Wohnhaus oder größtenteils leer, davor Bauernhof - aber damit will ich Euch jetzt nicht zutexten ...), dann fällt mir auf, dass ganz viele Menschen hier in große Not geraten, weil sie gar nicht darauf klarkommen, keine Anweisungen, Regelungen und mehr oder minder direkte Befehle zu bekommen. Einerseits passt das zu dem, was Menschen über die Bedingungen in anderen Häusern erzählen - da herrschen überall Hierarchien, dominante Personen, Apparate, außerdem gibt es Rollenverhalten, Zurichtungen aus Schule und Elternhaus, durch Medien und Gesetze. Muss grauenvoll sein - ich habe so was ja früher auch ständig erlebt und selbst in der Zeit, seit ich eine "Projektwerkstatt" bin, passiert immer wieder diese Scheiße, dass die Menschen in mir das nicht gebacken bekommen mit der Herrschaftsfreiheit. Andererseits aber überrascht mich die viele Hilflosigkeit bei der Selbstorganisierung doch, denn in die Projektwerkstatt kommen vor allem Menschen, die von sich glauben, selbstbestimmt zu leben. Die meisten irren sich. Darum kann ich Euch aus der traurigen Erfahrung, dass hier viele Menschen und Treffen gescheitert sind, weil Selbstorganisierung nicht aktiv herbeigeführt, sondern als "haben wir alles klar" einfach angenommen wurde, nur empfehlen: Wartet nicht ab, sondern macht den Ablauf von Treffen oder den Tagen hier zu einer aktiven Sache von Euch. Das heißt nicht, dass Ihr Euch um alles kümmern müsst, aber schon, dass Ihr Euch nicht als Aktive fühlt, Eure Ideen und mich zu erhalten und weiterzuentwickeln, d.h. überall mit hinguckt und lernt, wahrzunehmen, was um Euch abgeht. Denn daraus speist sich ein spannendes Leben! Nehmt Euch eigene Sachen vor, guckt was andere machen, trefft Vereinbarungen, Kooperationen oder streitet Euch, wo etwas nicht zusammenpasst - ohne Zwang zur Einigung. Aber diese Mischung aus Autonomie und Kooperation macht das Leben interessant. Meins übrigens auch ... denn nix ist langweiliger als Menschen und Gruppen, bei denen immer das gleiche oder nichts passiert ...

Fangen wir mit der Technik an. Die ist von, wie ich finde, sehr kreativen, aber nicht immer handwerklich begabten Menschen hier in mich eingebaut worden. Fand ich auch immer gut - auch wenn manchmal was von mir kaputtging, weil so einige mit Mühe wussten, wie rum sie einen Hammer halten sollten oder dass ein Holzbeitel kaputt geht, wenn mensch es in mein Mauerwerk rammt. Im Laufe der Jahre ist aber gaaaaaanz viel an Werkzeug, Technik, Büchern, Aktenordnern, Kochtöpfen und etlichem Nützlichen mehr in mein Inneres geschafft worden. Das alles könnt Ihr nutzen. Ihr braucht weder mich noch irgendjemanden anders zu fragen. Die Räume sind absichtlich so gestaltet, dass viele Winkel, Ecken und Räume unterschiedlicher Größe und Ausstattung entstanden, so dass Ihr Euch das zu Euch Passende aussuchen könnt. Macht einfach Euer Ding mit dem, was hier ist. Wenn andere es auch nutzen wollen, sprecht Euch ab. Schön ist, wenn die Vielfalt an Ausstattung erhalten bleibt oder sogar wächst. Wenn sich die ganzen Menschen, die in mir rumlaufen, gegenseitig unterstützen oder auf Pannen aufmerksam machen, kann das auch einiges bringen. Jede Ecke ist sozusagen eine offene Plattform, Ihr könnt sie nutzen, gestalten, ergänzen. Es gibt keine Beschränkungen außer der, dass alles, was weg ist, nicht mehr genutzt werden kann. Ich fand's immer klasse, wenn nicht nur viele Geräte, Bücher & Co. in mir sind, sondern auch die Verbrauchsmaterialien ständig da sind und rechtzeitig neu organisiert werden ... von Papier über Toner, Farbe ... bis zum Futtern.


Eigentlich ist
die Idee der Projektwerkstatt
damit schon gut erklärt ...

 

 


So, das soll erst mal
reichen. Ich halte mal meinen Mund, schließlich kommt es darauf an, dass Ihr hier redet, werkelt und mehr.

... und ich könnte einfach sagen: Hier bin ich mit richtig guter Ausstattung (ok, ist ein bisschen Poserei von mir jetzt ...) - benutzt mich! Aber es gibt noch was anderes Interessantes, was ich Euch sagen will. Ihr könnt nämlich allein oder in einer Gruppe einfach loslegen. Einige Menschen haben sich für mich aber noch etwas mehr ausgedacht. Ich finde, die haben da auch recht, denn sie meinten, dass ein Nebeneinander vieler Ideen und Projekte ja schon ganz nett sei, aber eigentlich wäre es noch besser, wenn auch ein ständiger Austausch, Informationsfluss und Kooperation leicht entstehen könnte. Also sind sie hergegangen und haben überall, vor allem aber im großen Seminarraum und den angrenzenden Durchgangsbereichen, viele Tafeln und Wandzeitungen angebracht. Die machen es nun ganz einfach, jedes Treffen als "Open Space" zu organisieren. Was? Noch nie gehört? Dann wird's aber Zeit: Bisher hatten Treffen meist einen festen Ablauf. Bei den einen war das vorgegeben, andere standen auf Basisdemokratie und laberten in endlosen Plena über alles - wobei mir auffiel, dass sich meist immer dieselben Personen durchsetzten. Eigentlich ist Basisdemokratie auch gar nicht so anders wie Hierarchie - bei beiden bestimmt irgendeine Struktur über die Einzelnen. Beim "Open Space" ist das anders. Hier finden immer die Sachen statt, zu denen Menschen Lust haben und sich vereinbaren. Wann was wo geschieht, legen immer die jeweils Interessierten fest. Durchdenkt das mal: Alle haben irgendwelche Ideen im Kopf. Vielleicht ist es auch ganz passend, sich die erst mal mitzuteilen und/oder auf einer ersten Wandzeitung aufzuhängen, was Ihr für Ideen habt. Das kann auch ständig ergänzt werden. Wenn sich dann eine konkrete Verabredung zu einer Diskussion, Aktionsvorbereitung, zum Kochen oder zu was auch immer ergibt, wird das auf einer zweiten Wand bekannt gegeben. Dann wissen alle Bescheid und können dazukommen. Außerdem kann es zu Kooperationen kommen, wo was zusammenpasst. Ist ein Treffen vorbei, sollte ein kurzes Ergebnis mit Kontaktpersonen usw. auf einer dritten Wand landen. Dann können auch alle, die nicht dabei waren, einen Eindruck bekommen oder noch mal nachfragen. Eine vierte Wand ist für Ankündigungen - also was zukünftig passieren soll. Natürlich gibt es noch eine fünfte Wand für alles, was nicht reinpasst. Schließlich ist hier immer alles offen, gnadenlos! Das Ganze ist ein voll cooles System, wenn Ihr es mittragt, also aktiv draufguckt, was draufhängt ... und nicht abwartet, dass andere Eure Tage organisieren! Ach ja, das hatte ich ja schon mal gesagt, ist mir halt immer so wichtig.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Leider gibt es doch ein paar Ausnahmen. Einmal hat jemand von meinen Bewohnis die Türen zum Grasdach zugemacht, nachdem immer wieder Menschen trotz anderer Bitte darauf rumgelaufen sind und immer wieder was kaputtging. Letztens ist nun jemand durch einen Dachziegel gekracht. Ich fand das auch absurd, auf die Dachziegelfläche zu springen - aber hat halt jemand gemacht. Und nicht Bescheid gegeben. Das ist dumm, da regnet's dann auch noch durch, so sind die Türen nun zu und das Grasdach nur noch zum Angucken.
Die nächste Ausnahme sind Dinge, von denen es eine gewisse Tradition gibt, dass es andere stört - laute Musik in Schlafräumen oder nachts draußen ist schon fies ohne Rücksprache mit den Betroffenen (was ja meist nicht geht), beim Rauchen ist es genauso. Wäre nett, wenn so was immer auf Vereinbarungen beruht. Beim Rauchen schlage ist allerdings vor, es in meinen Räumen ganz zu lassen, weil es ja auch hinterher noch spürbar bleibt. Meine Bewohnis haben überwiegend gar keine Lust auf Rauchen in Räumen. Wenn es nicht anders geht, dann nur im großen Raum mit dem Billardtisch.
Eine andere Ausnahme sind die Bücher, CDs, Broschüren usw., die einige in meinen großen Seminarraum in eine Ecke gestellt haben. Die kann mensch mitnehmen, sollte aber dafür Geld da lassen. Die Preise stehen da meist irgendwo, sonst fragt einfach die Leute hier, wenn Ihr das nicht zahlen könnt. Wie ich mitbekommen habe, lässt sich da auch immer was verhandeln.
So, mehr Ausnahmen gibt's glaub ich nicht.

Ein bisschen Mut möchte ich übrigens noch denen machen, die hier im Haus Lücken finden - wo also noch etwas fehlt, was für ihre Idee, ihr Thema oder ihr Projekt nützlich wäre: Überlegt doch, ob Ihr nicht selbst etwas habt oder besorgen, schnorren ... könnt, um die Lücke zu füllen. Ich werde ein offenes Haus bleiben, dass heißt Ihr könnt auch selbst das, was Ihr hier vorbeibringt oder reinorganisiert, immer nutzen! Irgendjemand von denen, die hier wohnen, hat übrigens im Internet eine Liste untergebracht, was mir so fehlt. Voll schlau, finde ich - und würd' mich freuen, wenn Ihr mal da draufguckt ... Vielen Dank!

Erklären will ich Euch noch das *, denn ich rede seit einigen Jahren so, dass die in dieser Welt meist völlig überflüssige Einteilung in zwei Geschlechter nicht in meiner Sprache vorkommt. Damit will ich Sprache selbst zu einer Aktion machen. Ob's gelungen ist, sei dahingestellt - aber die Endung "is" soll eine geschlechtsneutrale Formulierung sein. Ach ja ... eigentlich passt dazu gar nicht, dass ich unten in meinen Gemäuern Klos nach zwei Geschlechtern getrennt habe. Hab ich auch nicht vorgeschlagen, aber manchmal kommen auch Menschen, denen das wichtig ist. So hab ich's belassen - Ihr könnt aber natürlich entscheiden, das einfach zu ignorieren und zu machen, was allen von Euch recht ist. Wie überall anders ja auch.
Also jetzt los. Vergesst Arbeitsgebis, Eltern, Lehris, Profs, Vorsitzende, KoKreise oder Steuerungsgruppen - hier seid Ihr wichtig, zusammen mit den anderen, die hier auch was wollen. Aber ich selbst finde mich auch wichtig und würde gerne eine offene Projektwerkstatt mit vielen Möglichkeiten, guter Ausstattung und vielen interessanten Menschen sein und bleiben. Viel Spaß dabei ... Eure Projektwerkstatt. Off.

Das (Zusammen-)Leben im Haus: Aktiv, kreativ, widerständig ... und auch schwierig

Archive, Werkstätten, Gruppenräumen - das prägt das Haus. Aber es ist auch Platz für Menschen, die hier länger bleiben wollen - zwei Tage, eine Woche oder auf unbestimmte Zeit. Privaträume und -besitz sind aber auch hier nicht angesagt. Wer auf so etwas steht, findet Millionen dafür passender Räume auf der Welt. Die Projektwerkstatt ist ein Ort zum Aktivsein. Damit er das auch bleibt, sollen finanzielle Abhängigkeiten und organisatorische Einbindung in größere Strukturen vermieden werden. Das klappt in der real-kapitalistisch/herrschaftsförmigen Welt nicht von selbst. Die Menschen, die in der Projektwerkstatt agieren, müssen es daher schaffen, mit eigenen Ideen und Willen, aber auch mit Hilfe eines solidarischen Umfelds das Haus und die Ausstattung aufrechtzuhalten, besser noch weiterzuentwickeln. Vom täglichen Essen über die jährliche Heizholzmenge bis zu den verbleibenden Kosten für Müll, Wasser, Telefon usw. gilt es, eine gut funktionierende Versorgung hinzubekommen. Dabei sollen alle Beteiligten „horizontal“ zueinander stehen, also weder die einen mehr zu sagen haben noch die anderen sich der Sorge um das Haus und seine Abläufe entziehen.
Das hat, zugegeben, in der Vergangenheit immer nur phasenweise gut geklappt. Eine Extra-Seite erzählt Euch die Hoffnungen, die Versuche, das oftmalige Scheitern und die Pläne für die Zukunft ...

Umweltgerechtes Haus

Und das auch noch - voll die Öko-Villa Kunterbunt. Das aber hat einen klaren Grund, denn die Projektwerkstatt ist vor langer Zeit (1990) aus den damals noch bestehenden radikalen, d.h. herrschaftskritischen Teilen der Umweltbewegung heraus entstanden. Die Konsequenz im Alltag und das Engagement für eine lebenswerte Umwelt sind bis heute geblieben, auch wenn es längst nicht mehr das einzige Thema ist. Das Haus wurde mit umweltverträglichen oder von anderer Stelle wiederverwerteten Stoffen aufgebaut, die Nahrung kommt von Bio-Bauern oder aus dem, was andere wegwerfen. Widerständig wurden Menschen gegen Umgehungsstraßen, Genversuche, Golfplätze und Müllverbrennung. Da die meisten Umweltgruppen sehr regierungsnah sind, haben wir nur wenig Partner aus dem Ökobereich. Das Haus ist aber offen für alle - die große Bibliothek könnte ökologisch Interessierte reizen, denn immer noch bilden die Bestände zu Umweltthemen einen großen Teil in den vielen Regalen.

Bücher, Broschüren, Filme und inzwischen ein eigener kleiner Verlag

In der Projektwerkstatt sind über 50 Filme, Bücher, Reader, Broschüren und CDs entstanden, darunter der fast legendäre Direct-Action-Kalender und einige bekanntere Bücher wie "Monsanto auf Deutsch", "HierarchNIE!" oder "Freie Menschen in freien Vereinbarungen". Die meisten Bücher, DVDs, CDs, Reader, Zeitschriften, manchmal sogar Postkasten oder T-Shirts, waren aber eher das (wichtige!) Begleitmaterial zu Aktionen und Kampagnen, fanden sonst aber eher weniger Beachtung. Eine Übersicht mit Bestellformular gibt es unter www.aktionsversand.tk Alle dort genannten Materialien sind auch in der Projektwerkstatt und im Gießener Antiquariat Guthschrift (Bahnhofstr. 26) direkt zu bekommen.
Da selbst kleine und politische orientierte Verlage in der Regel auf Profit ausgerichtet sind, ihre Bücher mit Copyrightvermerken versehen und Autor*innen zwecks Verkaufserfolgt zu populistischen Orientierungen drängen, haben einige Aktivistis aus dem Umfeld der Projektwerkstatt im Jahr 2006 den nicht-kommerziellen Verlag SeitenHieb gegründet, der alle Bücher unter freien Lizenzen und zu Selbsteinschätzungspreisen vertreibt.

 Bücher, DVDs aus der Projektwerkstatt (Auswahl):
Wir wollen eine andere Welt: Stress mit denen, die die alte gut finden und verteidigen ...

Ein Haus wie die Projektwerkstatt ist vor allem denen ein Dorn im Auge, die zu den Privilegierten gehören. Darum haben Polizei, Behörden und Justiz viele Jahre lang versuch, das Projekt einzuschränken und die aktiven Menschen hinter Gitter zu bringen. Ob Richter*innen, PolitikerInnen und vor allem Polizeitrupps - aus allen Kasten haben schon mal welche Projektwerkstatts-Aktive bedrängt, beschimpft, mitunter sogar verprügelt (ja - selbst Politiker*innen und Richter*innen machen so etwas!). Über absurde Erfindungen von Straftaten bis zu einem Haufen von Gerichtsverfahren ließen die Staatsgewaltmonopolisten keine Gelegenheit aus - bis sie es, weil die Wirkung ausblieb, übertrieben. Am 14. Mai 2006 ließen der damalige Innenminister Volker Bouffier und seine Schergen Menschen aus der Projektwerkstatt festnehmen. Die ihnen vorgeworfenen Straftaten konstrierten sie der Einfachkeit halber selbst. Die Sache flog aber auf und ging dann nach hinten los - bis in den hessischen Landtag wurde die Federballaffäre diskutiert. Seitdem herrscht viel Ruhe, denn die Polizei muss mit dem Makel leben, nachweislich Straftaten erfunden und wissentlich Unschuldige festgenommen zu haben - auf Geheiß von ganz oben. Zu den "Fiesen Tricks von Polizei und Justiz" sind eine Ton-Bilder-Schau und ein Buch entstanden. Mehr Infos zu kreativem Umgang mit Repression unter www.projektwerkstatt.de/antirepression und zu Polizeihandeln in Mittelhessen unter www.polizeidoku-giessen.tk.

Was soll das Ganze? Ein Versuch, die Projektwerkstatt zu beschreiben ...

Die Projektwerkstatt zu beschreiben, ist nicht einfach. Sie ist der gegenkulturelle Versuch, als offene Aktions- und Projektplattform mehrere verschiedene Ziele miteinander zu verbinden. Im Mittelpunkt steht das politische Aktionshaus mit seinen Werkstätten (Holz&Metall, Layout&Druck, Sabotage&Aktion, Theater&Film usw.), den großen Archiven und Bibliotheken sowie mehreren Räumen für Treffen und Veranstaltungen. Um das alles optimal nutzbar zu machen, laden ein Seminarhaus (für extra angemeldete Seminare und Gruppen) und das Vorderhaus mit Platz für kleine Gruppen und Einzelpersonen zum Verweilen ein - für ein paar Stunden, Tage oder länger, je nachdem, wie lange Veranstaltungen dauern, an politischen Aktionen geschraubt wird usw. Rundherum findet Ihr einen phantastischen Rahmen durch kreative Räume, viel Wissen und Material für politisches Handeln und die Ausstattung mit guter Wärmedämmung, manch Fußboden- und Lehmwandheizung, Solardächern, Regenwassernutzung, meist prall gefüllten Kellerräumen voll containerten oder selbst geernteten Lebensmitteln - ach, und noch viel mehr.

Da der Raum kraft seiner Bestimmung, dem Willen der Erschaffenden und zusätzlich durch formale Verträge jede äußere Ordnung und innere Hierarchie zurückweist, um stattdessen ein Leben und Agieren aus freier Selbstorganisierung zu garantieren, gibt es keine Möglichkeit, das Haus und sein Weise "objektiv" darzustellen. Projektwerkstatt ist im übertragenen Sinne pure Quantenmechanik: Die Wirklichkeit entsteht erst durch Augen des*r Betrachter*in. Will heißen: Alles sind Möglichkeiten. Die Projektwerkstatt ist das, was Menschen für sich im Haus entdecken oder draus machen. Das kann sehr viel sein, denn überall bieten sich Handlungsmöglichkeiten. Das Haus ist eine riesige Werkstatt für politische Aktion. Egal ob anketten oder klettern, lernen, recherchieren, eine Broschüre layouten oder sogar drucken, Veranstaltungen oder Besprechungen durchführen, ein Theater proben oder Fakes verfassen: Für alles sind die Arbeitsmaterialien und Räume da. Ob allein, zu dritt oder 20 Leute, ob vier Stunden, ein Wochenende oder drei Monate, ob selbstversorgt oder mitlebend im Haus - alles geht.

Wie Ihr das macht, ist Eure Sache. Niemensch muss gefragt werden und niemensch kontrolliert Euch. Ihr könnt fragen, Euch helfen lassen, auf die vielen kleinen Schilder oder längeren Bedienungsanleitungen achten. Wir empfehlen das auch, aber zwingen niemensch, auch wenn uns oft die Haare zu Berge stehen, wie schnell manche Menschen Räume durcheinander bringen, Geräte zerstören oder Ressourcen verbrauchen, weil sie einfach drauflos wurschteln. Ihr könnt allein agieren, als Gruppe abgeschottet bleiben oder Euch mit anderen vernetzen, mit anderen kooperieren, selbst andere unterstützen oder beraten. Ihr müsst das aber selbst tun, Kontakt aufbauen, kommunizieren. Kein Vorstand, Hausmeisti oder Plenum wartet darauf, Euch das Leben fremd zu bestimmen. Das ist die Idee des offenen Raumes, einer Art experimentelle Zone und Gegenkultur zu dem gelenkten Leben in Familien, Schule, an der Uni, am Arbeitsplatz, in der Welt der Fernsehprogramme, Apps und Youtubefilme. Dass in diesem Experiment des Lebens jenseits von Hierarchien, Eigentum und Regeln viele fremdeln, ist völlig logisch, denn nicht nur das Haus und sein Innenleben kollidieren mit der Wirklichkeit, sondern auch die Menschen. Dabei ist das nicht deren "Schuld", sondern in der Regel Folge gesellschaftlicher Verhältnisse, die Menschen prägen und auf bestimmte Erwartungshaltungen, Lebenskulturen usw. zurichten. Was aber nichts nützt ... Die bisherigen Phasen mit mehreren Menschen, die dauerhaft in der Projektwerkstatt leben und agieren, waren einige Jahre schwungvoll und kreativ, verloren sich dann aber in alle möglichen Richtungen. Waren einige schlicht ausgebrannt, versuchten es andere doch mal mit einem Studium oder Job, spezialisierten sich auf das ständige Stellen von Geldanträgen bei staatlichen Stellen oder ließen sich von NGOs kaufen. Das ehemalige Antiknastaktivistis heute in genau diesem Apparat arbeiten, stellt dann nur den Höhepunkt solcher Prozesse dar, die wie ein Naturgesetz das Leben in der Projektwerkstatt prägen.

Fangen wir aber in der "richtigen" Reihenfolge an: Zuerst das, was diese "Villa Kunterbunt des kreativen Widerstandes" Euch bietet. Dieses faszinierende Haus ist eine ideale Plattform, politische Aktionen vorzubereiten, sich Knowhow dafür zu besorgen, zu recherchieren, zu basteln, zu schweißen, zu üben ...
Danach stellen wir vor, wie Ihr das Haus mitgestalten könnt - von der einmaligen Handlung bis zum längeren Mitwirken. Ob sich daraus, dass wieder mehr Menschen die Unabhängigkeit selbstorganisierter Aktion ausleben wollen, dann wieder eine Perspektive für ein festeres Team in und um die Projektwerkstatt ergibt, werden wir sehen.

Vorab aber mal ein Blick in das Haus und auf die Umgebung:

Mehr Infos

Wer mehr erfahren will, kann einfach anrufen oder auch vorbeikommen. Es lohnt sich, einfach zu wissen, was in dem Haus steckt, um es selbst bei Bedarf nutzen zu können. Viele Infos über das Haus, seine Einrichtung, die Seminarunterkunft und die vielen Projekte finden sich im Internet.

Was bietet die Projektwerkstatt?

Offene Aktionsplattformen

Wichtigste Idee ist, möglichst gute Bedingungen für konkrete politische Aktionen aller Art zu bieten. Gerade in der Idee von "Direct Action" ist ja die Vielfalt, Unberechenbarkeit und Selbstorganisierung enthalten. Optimal handeln können Menschen und Gruppen, die viele Ideen und Knowhow haben, welche Aktionen wann möglich und sinnvoll sind - und die dann den Zugriff auf Material, Informationen, Verteiler usw. haben, um das auch praktisch umsetzen zu können. In der Projektwerkstatt wird beides geboten: Wissen in Form von Büchern, Filmen, Ausstellungen, Anleitungen sowie Wissensweitergabe per Trainings, Vorträgen, Workshops, Internet und Veröffentlichungen, dazu viele Räume voller Werkzeug, Aktionsbedarf vom Bolzenschneider über Aktionsfahrräder, Besetzungsutensilien bis zu Verkleidungskram, Filmschnittcomputern und Druckmaschinen. Eine Liste der Aktionsräume mit ihrer jeweiligen Ausstattung findet Ihr auf dieser Seite ...

Archive, Bibliotheken, Informationsangebote

Während die verschiedenen Werkstätten in den oft verwinkelten Räumen oder Raumecken untergebracht sind, nimmt die riesige Bibliothek der Projektwerkstatt den ganzen zentralen Bereich der ehemaligen Scheune ein. Was dort steht, ist eine einmalige Sammlung nicht nur von ca. 12.000 Büchern, sondern von großen Mengen sogenannter grauer Literatur, also Schriften, die nie offiziell irgendwo verlegt wurden, sondern als Flugblätter, Broschüren usw. gedruckt wurden. Sie füllen Steh- und Aktenordner, gut sortiert nach verschiedenen Themen. Diesen Schatz findet Ihr in keiner Uni- oder Stadtbibliothek. Das ist Wissen aus der Bewegung, also von den Expert*innen des Alltags. Alle Materialien sind nach Themen sortiert, außerdem gibt es ein Verzeichnis der Bücher, d.h. Ihr könnt online abfragen, was vorhanden ist und wo es steht. Die "graue Literatur" ist dabei nicht erfasst - sie findet sich in den thematischen Regalen zu direkten Durchblättern. Die Themenregale:

Bei der Suche nach einem Namen für unser Archiv wandelten wir auf Pippis Spuren. Will heißen: Wir haben uns ein Wort ausgedacht: Kabrack! Viel genauer steht alles auf der Extraseite zu unseren Archiven und Bibliotheken. Außerdem gibt es eine Infobroschüre als .pdf-Download

Neben dem Buch- und Infoarchiv gibt es in der Projektwerkstatt weitere Sammlungen, in denen Ihr stöbern könnt:

Das Seminarhaus: Betten, Küche, Sanitärraum, Gruppenräume

Um die Aktionswerkstätten optimal nutzen zu können, gibt es auch Übernachtungsbereiche. Wir sind dabei kein Hotel, aber es ist bequem und ermöglicht auch mehrtägiges Werkeln an Projekten, Treffen zum Planen und Auswerten, Trainings und Seminare. Da die Werkstätten und Archive uns wichtiger sind als Komfort im Stil der hochsubventionierten und teuren Tagungsstätten der Republik, findet Ihr hier Gemeinschaftsschlaf- und Sanitärräume. Wer mehr Komfort sucht, geht dann lieber woanders hin. Hier ist die "Villa Kunterbunt des kreativen Widerstandes", also weder ein Hotel noch Privatwohnsphäre oder Wellnessoase. Was wir haben:

Für die Nutzung bitten wir um eine Spende nach Selbsteinschätzung (Richtwert: 6-10 Euro pro Person und Nacht) für die entstehenden Kosten und um das Haus aufrechterhalten zu können. Wenn wir Lebensmittel bereitstellen, wünschen wir uns 4 bis 7 Euro pro Person und Tag.

Mehr Infos

Projektwerkstatt mitgestalten

Das Ziel der Projektwerkstatt ist, dass Menschen sie nutzen für konkrete politische Aktionen. Da ist längst nicht alles ausgereizt, was geht. Die meisten Gruppen, die in den letzten Monaten kamen, schienen nicht an konkreten Projekten zu arbeiten, sondern politische Überschriften eher als Verschleierung der rein auf soziale Begegnung ausgerichteten Treffen zu nutzen. Auch gab es nur noch wenige Kontakte und erst recht keine Vereinbarung von Kooperationen - da war einfach nichts, zu was es solches hätte geben können.
Dennoch: Wir bleiben dabei - das Haus soll all denen eine Hilfe sein, die selbst Projekte planen und umsetzen wollen. Auch wenn wir (nur noch) ein ganz kleines Gegengewicht zu den großen Playern geld- und PR-orientierter politischer Bewegungen sind - wir wollen das bleiben und weiter ausbauen. Wir agieren dabei in der Hoffnung, dass es auch in Protestbewegungen wieder eine Zeit gibt, in der nicht Apparate und Spendenerwartungen alles dominieren, sondern wieder die Menschen mit ihren (unterschiedlichen) Ideen und der direkten Kooperation, die keiner Steuerung und hauptamtlichen Verwaltung bedarf.

Damit die Projektwerkstatt als momentane Insel dieser Ideen, aber hoffentlich dann auch wieder Initialort anderer Organisierung erhalten bleibt und wächst, freuen wir uns über Mitwirkung. Im günstigsten Fall tragen die, die Projektwerkstatt kennen und nutzen, immer auch ein Stück dazu bei, dass die Räume und Ausstattung erhalten und gut nutzbar bleiben. Angesichts dessen, dass sich das, was für Aktionen wichtig ist, auch immer mal weiterentwickeln. Es kommen neue Geräte, neue Einsatzgebiete, neue Anwendungen, neue Bücher usw. auf den Markt - und es hilft, wenn die Stück für Stück auch in der Projektwerkstatt nutzbar werden.

Wo kann mensch mitwirken? Eigentlich überall - und das wäre auch super. Ein paar Vorschläge:

Es gibt eine Extraseite, wo die Möglichkeiten zur Mitwirkung etwas genauer aufgeführt werden.

Kein "Schöner wohnen" in der Aktionsvilla Kunterbunt! Aber Platz zum widerständigen Leben!

Es gibt in vielen Räumen auch Matratzen, Betten, Hängematten & mehr. Die laden zum Lesen, Ausruhen, Nachdenken, Knuddeln oder Schlafen ein. Dafür sind sie auch da. Allerdings soll diese attraktive Ausstattung nicht dazu führen, dass Menschen sich in der Projektwerkstatt einnistet und ein privates Leben führt (Studium, Arbeit, Abhängen ...) - nur eben mit kostenlosem Fullservice. Wer hier - gerne auch für längere Zeit - im Haus lebt und wirkt, sollte das weder als Selbstzweck noch zwecks (Re)Integration in die Normalität tun. Wer nur nach einer Wohnung oder einer gemütlichen Unterbringung beim Studieren, Lohnarbeiten oder Abhängen sucht, hat in diesem Land alle Möglichkeiten. Die Projektwerkstatt hat eine andere Idee!

Allerdings gibt es keine Verbote im Haus. In den 27 Jahren haben wir schon alles erlebt: Menschen, die Bücherregale in Kartons verpacken, um sich dort privat einzurichten mit Kaffeemaschine und Matratzen. Leute, die hier mitwirkten, um die Innereien kennenzulernen und dann die gemeinsame Kasse und die Konten leerzuräumen. Menschen, denen wir Material liehen, es aber nie wieder sahen - ganz oft auch solche, die bei uns freundlich taten, um von uns unterstützt zu werden, aber längst hinten rum erzählten, wie blöd sie unsere Idee der Eigentumslosigkeit eigentlich finden. Gruppen überwiegend wohlhabender Menschen, die hier alles nutzten, sich um nichts kümmerte und am Ende mit der Parole, sie wollten ohne Geld leben, uns auf der Arbeit und den Kosten sitzen ließen.
Wir können und wollen keine Kontrollen einführen, um das zu unterbinden. Denn solche Macht hat noch nie insgesamt die Verhältnisse verbessert, sondern nur Privilegien geschaffen, so dass dann nur noch die internen Eliten abzocken konnten. Das tun die in der Regel auch - nirgendwo wir so viel unterschlagen, gelogen, betrogen und unterdrückt wie in den Sphären derer, die ihre Macht mit der Notwendigkeit zur Kontrolle legitimieren.
Was bleibt für die Projektwerkstatt: Wir appellieren nachdrücklich dafür, den Sinn der Projektwerkstatt als offene Aktionsplattform zu begreifen und sie nicht für privates Wohnen oder bequeme Nutzung jenseits politischen Engagement zu missbrauchen. Da viele Projekte mehr Zeit einnehmen als ein paar Stunden, sich Menschen daher sogar Wochen oder Monate einnisten wollen, um aktiv zu sein bzw. Projekte vorzubereiten, gibt es die Betten. Das Seminarhaus kann sogar ganze Gruppen aufnehmen, die mehrere Tage hier verbringen für Seminare, Projekttreffen oder etwas anderes. Das alles erhöht die Nutzbarkeit der Räume. Aber: Nur Wohnen - nein danke! Dafür gibt es Millionen von Häusern und Wohnungen in der Republik.

Mitunter - aber gar nicht so häufig - fordern Menschen in der Projektwerkstatt mehr Privatsphäre ein. Das ist eigentlich nicht die Idee des Hauses, aber auch in einem Widerstandsnest, gerade einem so bunten Haus, ist vieles durch Absprachen möglich. Zudem steht noch ein großer Zirkuswagen, dessen linke Hälfte zu einem netten Aufenthalts- und Bedarfsrückzugsraum umgebaut werden kann. Für Menschen, die die politische Plattform Projektwerkstatt mögen, aber - allein oder mit anderen - doch auch eine Privatwohnung wollen, bietet sich zudem die Möglichkeit, im Ort oder der Umgebung Wohnraum zu mieten ... oder weitere alternative Projekte aufzubauen.

Leben an der Projektwerkstatt? WGs politisch aktiver Menschen in der Nähe?

Die Projektwerkstatt ist keine Kommune, keine Gemeinschaft - es gibt hier kein "Wir". Warum sollten Menschen auch die verschiedenen Dinge des Lebens mit immer den gleichen Personen angehen? Das ist von der Logik her dann doch nur die quantitativ erweiterte Familie. Auch dort gilt: Mensch hat sich irgendwie zu einem (sogar formalisierten) "Wir" verbunden, die nun beim Urlaub, Kinderbetreuen, Essenbesorgen, Hausputzen, Gartengestalten, Vögeln, Fernsehgucken, Diskutieren und allem möglichen Weiteren immer in der fast der gleichen Personenkonstellation durchs Leben ziehen. Der merkwürdige Schwur der Gemeinschaft trennt dieses seltsame Gebilde gleichzeitig nach außen ab.

Ne - darauf haben wir hier keinen Bock. Leben in der Projektwerkstatt soll auch im Alltag ein offener Prozess sein. Für jede neue Idee sollte wieder neu zu überlegen: Mit wem zusammen? Was passt gut? Wo kann mensch sich mit wem verbünden und so den Alltag besser meistern? Ziel ist ein Geflecht von Alltags-Kooperationen mit möglichst vielen Menschen, aber nicht jedesmal denselben. Doppelungen sind natürlich nicht verboten, denn formalisiert ist hier nichts. Aber warum soll der gleiche Personenkreis für eine Kooperation bei der Essensbeschaffung passend sein wie bei der gemeinsamen Nutzung von Werkzeug, dem Teilen von Fahrzeugen oder Fahrkarten, beim Leben mit Kindern usw.?

Das Haus der Projektwerkstatt selbst soll frei bleiben von Privaträumen und reiner Wohnnutzung. Sie ist eine Aktionsplattform - aber genau als diese könnte sie für Menschen attraktiv sein, die in der Nähe wohnen. Daher wünschen wir uns, dass in der Umgebung politisch aktive Wohngemeinschaften, Familien oder Einzelleute leben, die die Projektwerkstatt nutzen und mit weiterentwickeln - egal ob in Saasen, als Landprojekt in der Nähe oder als WG in Gießen. Wer solch eine Kombination interessant findet, kann sich natürlich gern auch melden.


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Kleine Tipps zum besseren Einsteigen ...

Okay ... du hast das gelesen und - weiterhin bzw. jetzt erst recht - Lust auf Projektwerkstatt? Dann kannst du einfach kommen und sehen, ob du damit klarkommst, dass hier eigene Ideen zählen und niemensch dich bei der Hand nimmt, um dir dein neues Leben zu zeigen. Vielleicht ist keine andere Person da oder alle sind beschäftigt oder wollen gerade nicht oder mit dir nicht oder ... das muss dich nicht hindern. Zuneigung oder Freundschaft sind keine Voraussetzung für die Nutzung der Projektwerkstatt. Sie sollen auch nicht über Kooperation oder Solidarität entscheiden, denn das wäre fatal, wenn immer nur die sich gegenseitig helfen, die auch eine Clique bilden oder im gleichen Verein sind.

Wenn dir ein solcher Sprung ins kalte, aber spannende Wasser zu groß scheint, kannst du auch Phasen nutzen, in denen sicherer ist, dass Menschen da sind und Projekte laufen, bei denen du mit einsteigen und die Projektwerkstatt kennenlernen kannst. Hier einige Beispiele:

Also ... warum nicht? Wer eigene Ideen hat und nicht nur mitlaufen will bei Aktionen anderer, ist herzlich willkommen.

Das "Projektikum" - einige Wochen oder Monate volle Pulle in der Projektwerkstatt. Wer hat Lust?
Die "Villa Kunterbunt des kreativen Widerstandes" ist in die Jahre gekommen. 27 Jahre nach der Gründung ist das Haus in seiner einzigartigen Architektur, der Fülle an Aktionsmaterial, Anregungen usw. zwar immer noch ein Leuchtturm kreativer Widerständigkeit - nur ist das nicht mehr besonders gefragt. Angesagt sind Aktionen, die Hauptamtliche vorbereiten. Oder solche, die nicht anecken und Fördergelder/Karrieren nicht gefährden. Am besten auch so, dass das politische Denken nicht überfordert wird und alles schön seicht mit einfachen Forderungen oder gleich eher als Party abläuft. Von den ehemals 50 Projektwerkstätten sind viele genau dahin abgeglitten. Saasen ist tatsächlich und traurigerweise die letzte der ursprünglichen Art. In den Räumen ist es mitunter einsam geworden. Der Zeitgeist ist woanders hin geweht, getrieben von den gesellschaftlichen Verhältnissen, die auf kommerzielle Dienstleistung, Fremdbestimmung und Verschulung aller Lebensbereiche abzielen.
Wer hat Lust, hier in den kreativen Räumen eine andere Art des Lebens kennenzulernen oder weiter zu entwickeln? Macht doch mal ein paar Wochen oder Monate fest mit! Kümmerst Euch dabei um konkrete Bereiche der Projektwerkstatt - von den alltäglichen Sachen, um hier geldfrei zu leben (containern, renovieren, Material beschaffen) über die ständigen Projekte wie die Bibliotheken, Archive oder die riesige Internetseite (deren Umbau gerade besonders viel Einsatz verlangt) bis zu eigenen Ideen. Ein "Projektikum" wäre eine Mischung aus allem drei, also dem Unterstützen dessen, was ohnehin läuft, und eigenen Ideen. Wobei Ihr natürlich auch bei ersterem eigene Gedanken entwickeln könnt ...
Den Zeitraum können gemeinsam klären. Besonders günstig wären die zentralen Wintermonate, weil hier besonders viel in der Projektwerkstatt läuft, z.B. die Seminar- und Archivierungsphase von Weihnachten bis Mitte Januar und dann anschließend das Globale-Filmfestival.

Raus aus dem eigenen Sumpf - Projektwerkstatt als Sprungbrett ins Drumherum

Das ist jetzt mehrfach betont: Die Projektwerkstatt ist eine offene Aktionsplattform. Sie kann von allen Menschen genutzt werden, die mit den Räumen etwas anfangen können. Es geht vor allem kreativ-widerständige, politische Aktivität. Aber Gruppenräume, Theater-, Schweiß-, Fahrrad-, Layoutwerkstätten und mehr, die Seminar- und Übernachtungsräume usw. können sicherlich auch für viele andere Dinge genutzt werden. Das alles ist kein Selbstzweck, sondern soll konkrete Projekte und Aktionen unterstützen.

Widerstand, Aktionen, Recherchen überregional

Viele der bisherigen Aktionen organisierten sich überregional, z.B. Proteste gegen Atomkraftwerke und -transporte, gegen die Agrogentechnik, Braunkohle usw. Zudem entstehen im Haus Ausstellungen, viele Bücher und Broschüren, Zeitungen, Filme und mehr. Es soll eine Villa Kunterbunt des Widerstands sein - von direkten Aktionen über Veranstaltungen bis zu Theoriearbeit, z.B. zu Fragen der Herrschaftsfreiheit, zur Kritik an Knast und Strafe usw.

Aktion und Selbstorganisierung regional

Von praktischen Naturschutzaktionen über den Widerstand gegen Golfplätze, Umgehungsstraßen oder die Zwangspsychiatrie bis zur Auseinandersetzung mit Neonazis in der Region oder durchgeknallten staatlichen Repressionsbehörden zog sich über die Jahre stets auch die Beteiligung an oder Initaitive für politische Initiativen in der Region. Einiges fand in der unmittelbaren Umgebung statt, anderes in Gießen und/oder anderen Städten Mittelhessens. Mehr haben wir in Gießen auch Treffpunkte und aktionsunterstützende Infrastruktur (mit) aufgebaut, so in den 90er Jahren die Projektwerkstatt in der Ebelstraße, das Café Ö in der Roonstraße und etwas später die Projektwerkstatt "begrenzt" auf dem heutigen THM-Campus. Seit 2016 gibt es den Aktionsraum in Gießen als Aktionsmateriallager, Treffpunkt und Ort von Lesungen, Seminaren, Trainings und mehr. Wichtig war uns stets, Kontakt, Vernetzung und Kooperationen mit möglichst vielen anderen Gruppen zu erreichen. Dazu haben immer wieder gruppenübergreifende politische Zeitungsprojekte ingang geschoben - aktuell existiert der Gießener Landbote, früher gab es die Zeitung "Platz", den "Widerhaken" und in ganz frühen (Öko-)Zeiten die Umweltzeitung "Der Specht".

Auch im Ostkreis Gießen und West-Vogelsberg, also in unmittelbarer Umgebung der Projektwerkstatt, gibt immer wieder Aktionen und Projekte. Vor wenigen Jahren beteiligten wir uns am Widerstand gegen eine regionale Nazi-Gruppe. Wir waren das von ihnen am häufigsten attackierte Gebäude und mussten uns, zusammen mit anderen Betroffenen und Antifagruppen der Region, entsprechend verteidigen. Das bürgerliche Netzwerk, welches ebenfalls entstand und von Kirchen, Grünen und örtlichen Bürgermeister*innen dominiert wurde, grenzte uns hingegen übel aus.

Im Original: Projekte und Netzwerke aufbauen ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Es gibt Ideen sowohl für die Projektwerkstatt in Saasen wie auch für Gießen bzw. die Region insgesamt. Für Gießen diskutieren wir den Aufbau eines Treffpunktes als Mischung aus Aktionsplattform und Veranstaltungsraum. Dort könnte z.B. alle paar Wochen ein Tag mit Kulturprogramm, politischen Vorträgen, Debatten, Ausstellungen usw. stattfinden. Das Ganze soll keine bestimmte Gruppe ansprechen, sondern offen für alle sein und wirken. Die teilweise eher ausgelutschten, in ritualisierten Abläufen agierende Parteien und Politgruppen der Stadt sind keine Zukunftsoption mehr, sollen aber auch nicht ausgegrenzt werden (und schon gar nicht einzelne Interessierte aus ihnen). Es soll Aktionstrainings in Gießen geben, damit endlich wieder eine Runde von Menschen entsteht, die aus der provinziellen Langeweile mehr macht.

Rund um die Projektwerkstatt
Es beginnt eine neue Ära (Anfang 2016). Ein paar neue Leute, ein paar neue Ideen - und dann die Sondersituation mit den Flüchtlingsunterkünften im Dorf. Daraus entstand einie Dynamik, die Köpfe kreisten um neue Ideen. Im Moment ist alles eine unverbindliche und sicherlich unvollständige Vorschlagsliste, welche "Angebote" für Eigenaktivität und Umverteilung in der Projektwerkstatt möglich wären. Wenn es Einzelpersonen oder (sich dann z.B. abwechselnd) kleine Gruppe gibt, die ein solches "Angebot" eröffnen, also z.B. einmal wöchentlich, monatlich oder in einem anderen Takt damit in der Projektwerkstatt machen wollen, so kann es sofort losgehen. Es muss nicht alles zeitgleich und auch gar nicht alles klappen.

Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt
Schrauben, Basteln, Flicken … mit den Geräten aus der Projektwerkstatt, gespendeten oder mitgebrachten Materialien. Am eigenen Fahrrad oder Aufbereitung von Schrotträdern für Leute, die bisher noch keinen fahrbaren Untersatz haben. Bei Interesse auch Bau besonderer Gefährte – vom Tandem über Lastenräder bis zu Fahrradhängern.

Weitere Schrauber- und Bastlerwerkstätten/Repair-Cafés
Was für Fahrräder gilt, geht auch mit Computern oder anderen Geräten, für Holz- oder Metallarbeiten: Treffpunkte für Bastler in eingerichteten Räumen mit Unterstützung von Leuten, die sich drum kümmern und Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Kino und Kultur
Wie wäre es mit ein unregelmäßigen Nachmittagen/Abenden mit Lesungen, Musik, Kabarett und Filmen? Das wäre auch gut verbindbar mit anderen Angeboten (Cafe, Umsonstverteilung/Flohmarkt…). Auch Spiele- und Akrobatikabende, Schreibwerkstätten und mehr wären denkbar. Um den anti-kommerziellen Charakter der Projektwerkstatt zu unterstreichen, wäre eine Idee, ausschließlich Creative-Commons-Texte, -Filme und freie Musik zu bieten.

Offenes Café
Offen einladen als Treffpunkt – mit leckerem Essen, Trinken und Möglichkeit zum Gespräch, Kennenlernen des Hauses (bei Interesse mit Führungen), vielleicht auch mal der einen oder anderen Besonderheit (Saftpressen, Kochen, Backen …). Gut verbindbar mit anderen Angeboten.

Bibliotheken
Ein Herzstück des Hauses sind die riesigen Bibliotheken: Bücher, Flyer-, Broschüren- und Zeitschriftensammlungen, Filme, Spiele, Musik und vieles mehr. Dafür sind nicht nur Menschen gesucht, die Lust haben, einen Bereich (z.B. ein Thema oder die Filmecke oder oder …) zu betreuen, sondern die wunderschönen Räume sind für begleitende Aktivitäten aller Art geeignet. ++ Die Bibliothek trägt einen Kunstnamen: www.projektwerkstatt.de/kabrack

SoLaWi & Co.

Im Raum Gießen/Marburg sowie in Wetzlar gibt es sie schon: Höfe, die bedürfnisorientiert eine feste Runde von (z.B. 100) Menschen versorgen. Markt und Konkurrenz sind Vergangenheit – die Beteiligten agieren solidarisch zusammen. So eine Runde soll auch im Ostkreis Gießen/West-Vogelsberg entstehen. Höfe gibt es, die mitmachen würde. Wer aber startet die Initiative zu einem wachsenden Kreis von Menschen, die versorgt werden? ++ Infoseite: www.projektwerkstatt.de/region

Lebensmittel-Verteilpunkt
Ob innerhalb des Netzwerkes der Lebensmittelretter_innen (auch wenn die insgesamt etwas unpolitisch und die bundesweiten Aushängepersonen z.T. ziemlich merkwürdig sind) oder als etwas Eigenes- wie wäre es, mit den Supermärkten im Ost- und Nordkreis (Lumda-/Wiesecktal und Vogelsbergrand) zu sprechen, eben mit den Marktbeschicker_innen in Grünberg und eventuell weiteren – und dann in der Projekwerkstatt einen oder mehrere regelmäßige Verteiltage zu machen? Gut verbindbar wäre das mit Umsonstladen-Öffnungszeit und offenem Cafe/Küche für alle.

Umsonstladen
Bis Gießen ist es eine lange Anfahrt – wie wäre es mit einem Umsonstladen in der Projektwerkstatt? Der könnte z.B. einmal pro Woche offen haben und (teilweise?) zwischendurch auch so erreichbar sein (eine Idee sind klarsichtige Vitrinen im Zugangsbereich zum Hof). Ergänzend kann ein schwarzes Brett das Verschenken von größeren Teilen (Schränke, Küchenmaschinen, Fahrräder …) vermitteln. Wer hat Lust, so etwas einzurichten, Öffnungszeiten zu organisieren und dann da den Laden zu betreuen?

Flohmärkte
Um mehr Menschen zu gewinnen für die Idee, brauchbare Sachen weiterzugeben, könnte es ab und zu auch einen Flohmarkt geben – vielleicht auch zeitgleich mit einigen der Öffnungszeiten des Umsonstladens (z.B. U-Laden 1x pro Woche, Flohmarkt monatlich dabei). Könnte also auch zu einem Projekt verschmelzen.

Trainings und Kurse
Die Projektwerkstatt darf gerne ein Ort sein, wo Menschen ihr Wissen weitergeben – egal ob Kochkurse, Akrobatik, Musikinstrumente lernen, Nähen, Jonglieren, Klettern, Computer- oder Werkzeuggebrauch … Wer hat Lust, Kurse anzubieten?

Bunt-Fahrräder und Nutzer_innengemeinschaften (NutziGems)

Der Vorschlag ist alt, hat aber durch die Flüchtlingsunterkünfte nochmal neuen Anstoß bekommen: Statt dass alle immer alles selbst haben müssen (Eigentum erhöht den Bedarf an Ressourcen, damit an Geld, Arbeitszeit und Umweltbelastung), können Pools zur gemeinsamen Nutzung entstehen. Zum Beispiel: Ein Bestand bunter Fahrräder an einem Ort mitten in Saasen - zugänglich für alle. Eine Werkstatt mit guter Ausstattung - zugänglich für alle. Bibliotheken, Spielesammlungen und mehr - immer zugänglich für alle. Damit nicht immer alle alles für sich besorgen und horten müssen ...

Formales, weitere Infos und der PGP-Key

Die Projektwerkstatt ist ein offener Raum. Als Rechtsträger des Hauses fungieren ein gemeinnütziger Verein und die von ihm getragene Stiftung FreiRäume. Diese haben keinen Einfluß auf die inhaltliche Arbeit der Gruppen, aber er stellt aktiv den Raum als Rahmen für politische Bildungsarbeit, Seminare, Kunst und Kultur sowie politische Aktivitäten. Der Begriff des Politischen meint hier entsprechend der Wurzel dieses Begriffs das Politische, also das die Menschen Betreffende. Er ist nicht zu verwechseln mit Parteipolitik. Infopaket kann hier bestellt werden ...

Einzelne Räume können auch von anderen Trägern gepachtet werden, die eigenständig Projekträume und Projekte aufbauen. Das Grundprinzip eines offenen Hauses darf dadurch allerdings nicht tangiert werden, d.h. auch diese Räume bleiben für alle Menschen offen.

Wegbeschreibung

Per Zug: Haltestelle „Saasen“ auf der Strecke von Gießen nach Fulda (Vogelsbergbahn) und auf der Buslinie 110 von Gießen nach Grünberg/Mücke. Vom Bahnhof ca. 4 min zu Fuß (siehe Plan).
Per Fahrrad: Von Gießen kommend dem „R7“ (ausgeschilderter Fernradweg folgen), führt immer die Wieseck entlang. Ausnahme: In Reiskirchen bis Lindenstruth an der Bahn halten (Feldweg „Lumda-Wieseck-Radweg“).
Trampen: In 4 km Entfernung liegt die Tank- und Raststätte Reinhardshain an der A5. Fussweg von dort zur Projektwerkstatt durch den Wald (im Internet beschrieben).
Genauer mit Lageplan hier ...

Warum so wenig von der Projektwerkstatt zu hören ist? Taktische Zensur fast überall

Ansonsten sei darauf hingewiesen, dass nur sehr begrenzt Informationen über die Projektwerkstatt und Projektgruppen aus dem Umfeld in die "normalen" Medien gelangen. Die bürgerliche Presse hetzt eher gegen Projektwerkstättler_innen oder ignoriert alles. Sogenannte "linke" Medien liegen vollständig in der Hand von Eliten - und diese sind sie ja Nutznießer_innen der Dominanzstrukturen. Folglcih mögen sie die Projektwerkstatt wegen den von dort ausgehenden Kritiken an Hierarchien in der Bewegung nicht. Natürlich darf mensch das nicht so offen sagen. Daher werden alle möglichen absurden Gründe vorgeschoben, um Aktive aus der Projektwerkstatt aus politischen Organisierungen draußen zu halten. Dabei gleicht sich das Verhalten der verschiedenen Apparate ziemlich stark: Viele Kanäle zu Zeitungen, Online-Plattformen, Kongressen, Camps und politischen Zentren sind durch die jeweiligen Eliten für Menschen, die die Ideen der Selbstermächtigung vertreten, blockiert. Sie bedienen sich je nach ihren Möglichkeiten des Hausrechts oder williger Vollstrecker_innen, die überall - ohne selbst nachzudenken - den jeweils Oberen zu Diensten sind. Das können eigene Aufpasser_innen, die Ordnungstruppen von Polizei, Staatsschutz, VS & Co. oder eine Art "linker" Szenepolizei sein.. Besonders stark zensiert sind alle Beiträge, die die Handlungsfähigkeit der Einzelnen steigern, also z.B. Training für kreative Aktionen oder Selbstverteidigung vor Gericht, die Ton-Bilder-Schauen "Fiese Tricks von Polizei und Justiz" oder "Die Mischung macht's!". Die Eliten, wo auch immer sie agieren, haben eben mehr Interesse an einer pflegeleichten Schafherde als an aufmüpfig selbständigen Akteur_innen. Wo überall zensiert wird ...

Wer ein bisschen über die Vergangenheit der Projektwerkstatt stöbern will, kann das in den verschiedenen Minizeitungen in und um Gießen tun, an denen Projektwerkstättler_innen selbst mitwirkten. In einer Ecke der großen Archive der Projektwerkstatt finden sich Sammlungen und Dokumente aus der Vergangenheit seit der Gründungsphase, damals noch im "Alten Bahnhof Trais-Horloff". Und aus der Phase der Jugendumweltbewegung davor, aus der die Projektwerkstatt dann entstand, sind auch viele Dokumente gesammelt.

Im Original: PGP-Key für Emails an die Projektwerkstatt ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden

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Spenden, Ausstattung, Finanzen ...

Eine zentrale Säule dafür, dass die Projektwerkstatt seit 1990 unabhängig, frech und kunterbunt geblieben ist, bildet die konsequente Absage an Abhängigkeiten und Einbindung in zentrale Strukturen, etwa große Verbände oder staatliches Handeln. Bevor wir hier Möglichkeiten nennen, uns auch materiell und finanziell zu unterstützen, sei klar gesagt: Am wichtigsten sind Aktionen. Für das Haus wichtig ist dann, dass sich Menschen um Erhalt und Ausbau der Räume und ihrer Ausstattung kümmern. Viele Ressourcen beschaffen wir aus dem, was woanders übrig bleibt oder weggeschmissen wird.

Beispiel Lebensmittel: Filme aus und über die Versorgung der Projektwerkstatt über Kooperationen und Containern:

Dennoch bleiben ein paar Lücken. Daher suchen wir immer wieder Sachspenden. Hier gibts es eine aktuelle Liste. Und jetzt folgen unsere Konten und Informationen, wo es sogar Spendenbescheinigungen gibt - für alle, die (hoffentlich nicht nur) auch finanziell helfen wollen.

Spendenkonto für die Projektwerkstatt (Träger: Stiftung FreiRäume):

Über dieses Konto kann die Projektwerkstatt mit ihren Einrichtungen unterstützt werden. Eine Spendenquittung kann ausgestellt werden für alle Spenden zum Haus, den laufenden Betrieb sowie Archive, Bibliotheken, die meisten Werkstätten und die Seminarräume.
Für konkrete Projekte kann über obiges Konto nicht gespendet werden. Dafür gibt es ein anderes Konto mit einem anderem Träger:

Warum zwei Vereine? Da rund um die Projektwerkstatt Offenheit und Transparenz immer wichtig waren, sollt das gerne erklärt werden. Zudem stehen hier auch die Jahresendabrechnungen zum Download im Netz.

Wer die Möglichkeit hat, in einer Zeitung u.ä. Anzeigen von uns abzudrucken ... das wäre nett. Entweder per Mail anfordern oder hier gleich runterladen:

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