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Die Projektwerkstatt
Ein Kurzüberblick

Die Projekte
Ständig und sich auch immer verändernd werden in den Räumen der Projektwerkstatt Projekte und Aktionen organisiert. Dabei handeln die jeweils aktiven Menschen nach ihren Ideen. Es gibt keine ChefInnen. Projekte der vergangenen Jahre waren der Aufbau eines Umsonstladens in Gießen, Aktionen gegen Strafe und Knäste, das Utopie-Camp im Sommer 2003, viele Vorträge, Workshops und Seminare in verschiedenen Städten, Aktionen und Demonstrationen gegen die Gefahrenabwehrverordnung, gegen Kriege und gegen Abschiebungen in Gießen, Straßentheater gegen die Militarisierung der EU und vieles mehr. Da die Projektwerkstatt ein Haus ist und keine Gruppe, steht auch nicht die Projektwerkstatt hinter den Aktionen, sondern es sind jeweils Menschen aus der Region aktiv, die die Werkstätten für die Vorbereitung nutzen.

Leben
Im Haus ist Platz für Menschen, die hier länger bleiben wollen - zwei Tage, eine Woche oder auf unbestimmte Zeit. Privaträume und -besitz sind aber auch hier nicht angesagt. Wer auf so etwas steht, findet Millionen dafür passender Räume auf der Welt. Ziel ist, dass alle Menschen „horizontal“ zueinander stehen, also weder die einen mehr zu sagen haben als die anderen, aber auch nicht, dass die einen unabgesprochen dafür zuständig sind, für die anderen oder das Funktionieren des gesamten Hauses zu sorgen.
Also: Selbstbestimmung soll den Alltag und unser Zusammenleben prägen. Gleichberechtigung ist ein Ziel zwischen Männern und Frauen, zwischen Neuen und Alten in der Projektwerkstatt sowie zwischen Erwachsenen und Jugendlichen bzw. Kindern. Von diesem Ziel sind wir ständig weit entfernt.

Umweltgerechtes Haus
Die Projektwerkstatt ist vor langer Zeit (1990) aus den damals noch bestehenden radikalen, d.h. herrschaftskritischen Teilen der Umweltbewegung heraus entstanden. Die Konsequenz im Alltag und das Engagement für eine lebenswerte Umwelt sind bis heute geblieben, auch wenn es längst nicht mehr das einzige Thema ist. Das Haus wurde mit umweltverträglichen oder von anderer Stelle wiederverwerteten Stoffen aufgebaut, die Nahrung kommt von Bio-Bauern oder aus dem, was andere wegwerfen. Widerständig wurden Menschen gegen Umgehungsstraßen, Genversuche, Golfplätze und Müllverbrennung. Da die meisten Umweltgruppen sehr regierungsnah sind, haben wir nur wenig Partner aus dem Ökobereich. Das Haus ist aber offen für alle - die große Umweltbibliothek könnte ökologisch Interessierte reizen.

Widerstand und Vision
Wie ein roter Faden zieht sich die Idee einer herrschaftsfreien Welt durch viele Projekte und Ideen der Menschen im Umfeld der Projektwerkstatt. Und auch das Haus selbst soll das ausstrahlen. Für viele ist das Mitmachen in den normalen Formen von Politik unvorstellbar, bedeutet es doch die Akzeptanz von Macht, das Mitmischen an den Tischen der Reichen und Privilegierten - immer verbunden mit der Gefahr, selbst zu korrumpieren, sich anzupassen.
Im Laufe der Jahre hat sich in und um die Projektwerkstatt eine bunte Mischung aus Theorie und Praxis herausgebildet, die auch das Besondere ist, denn die Verbindung zwischen beidem ist äußerst selten. Politische Bewegung hat einige Strömungen, die sich viel mit Theorie auseinandersetzen - aber das sind meist Leute mit gutem Einkommen, oft beim Staat angestellt, die dann in ihrer Freizeit ihre Theorien aufstellen, ohne auch nur eine Sekunde daran zu denken, daraus eine Praxis folgen zu lassen. Umgekehrt gibt es viele, vor allem jüngere Menschen, die mit Elan gegen Nazis, Kriege oder Autobahnen zu Felde ziehen, radikale Parolen brüllen und manchmal sogar für eine kurze Zeit ihren Alltag zu ändern versuchen. Die meisten von ihnen sollte aber niemand fragen, was genau sie kritisieren und welche andere Welt sie sich vorstellen ...

Praxis
„Direct Action“ ist die bekannteste Form von politischer Praxis, die mit der Projektwerkstatt in Verbindung gebracht wird (von Medien, Politik und Polizei, die nicht begreifen können, dass die Projektwerkstatt ein Haus ist - noch dazu ein offener Raum -, das nicht selbst Aktionen machen kann). Straßentheater, Kommunikationsguerilla, Besetzungen, Störaktionen, Sabotage und vieles mehr macht den Reigen dessen aus, was zu „Direct Action“ gehört. Doch Praxis ist auch der ökologische Alltag, die Selbstorganisierung vom Essenbeschaffen bis zum Ausbau des Hauses, ebenso die Entwicklung hierarchiemindernder Gruppenverfahren und vieles mehr.
Mehr Infos: www.direct-action.tk, www.hierarchnie.tk, www.alltagsalternativen.tk.

Theorie
Seminare, Workshops, Diskussionen, Internetforen und viele Veröffentlichungen sind aus der Projektwerkstatt heraus organisiert worden. Die wichtigsten Themen der letzten Jahre waren die Herrschaftskritik und der Entwurf herrschaftsfreier Utopien, die Ablehnung von Strafe und Alternativen zu Knästen, Polizei, Erziehung und Kontrolle, die Dekonstruktion von Zweigeschlechtlichkeit, die Kritik an autoritären Umweltschutzkonzepten und Ideen für alternative Ökonomie. Seit Mitte 2005 gibt es für diese Debatten die Reihe „Fragend voran ...“, zudem sind viele Internetseiten, Bücher und Hefte entstanden. 2006 erschien das Utopie-Buch "Autonomie & Kooperation".
Mehr Infos: www.herrschaft.tk und www.aktionsversand.tk.

Organisierung von unten
Eine Verbindung von Theorie und Praxis ist die Diskussion um die Strategien politischer Bewegung. Die harte Kritik an Protestformen, die sich an die Regeln der normierten Gesellschaft halten (Parteigründung, Petition, Demonstrationsrecht usw.), und an internen Hierarchien in politischen Gruppen hat zwischen vielen aktiven Menschen im Umfeld der Projektwerkstatt und den Eliten politischer Organisation deutliche Konflikte heraufbeschworen. Bei der Organisierung von unten geht es mehr um horizontale Kooperation, um Kreativität und Selbstbestimmung auch in den eigenen Strukturen.
Mehr Infos: Organisierung von unten, www.debatten.tk.

Veröffentlichungen
In der Projektwerkstatt sind inzwischen viele Bücher, Broschüren, der regelmäßige Direct-Action-Kalender, Zeitschriften, aber auch CDs und T-Shirts entstanden. Eine Übersicht mit Bestellformular gibt es unter www.aktionsversand.tk und auf den letzten Seiten dieses Heftes. Alle dort genannten Materialien sind auch in der Projektwerkstatt direkt zu bekommen, dort gibt es einen kleinen Raum als "Buchshop".

ReferentInnen
Mehrere Menschen aus dem Umfeld der Projektwerkstatt können für Diskussionen, Veranstaltungen, Trainings oder Workshops angefragt werden - zu allen Themen, in denen im Haus gewerkelt wird, z.B. Direct Action, Gender, Herrschaftskritik, Hierarchieabbau, Kritik an NGOs wie Umweltverbänden, Attac oder Parteien usw. Eine Übersicht findet sich auf www.vortragsangebote.tk.

Stress ...
Ein solches Haus wie die Projektwerkstatt ist vor allem denen ein Dorn im Auge, die zu den Privilegierten gehören. Darum sind Polizei, Behörden und Justiz seit Jahren völlig durchgeknallt dabei, das Projekt einzuschränken und die aktiven Menschen hinter Gitter zu bringen. Von prügelnden RichterInnen, PolitikerInnen und vor allem Polizeitrupps über absurde Erfindungen von Straftaten bis zu einem Haufen von Gerichtsverfahren lassen die Staatsgewaltmonopolisten keine Gelegenheit aus. Auch Eliten in politischen Gruppen sind mitunter ganz ähnlich drauf - Hausverbote, Ausschlüsse oder gar Prügel gegen Andersdenkende kommen da ebenso vor. Die Projektwerkstatt selbst bleibt aber in all diesen Auseinandersetzung ein „offener Raum“ - weder Bullen noch politische Kader noch irgendjemand anders würde aus dem Haus verbannt. Mag nur sein, dass sie sich nicht wohlfühlen mit ihrem Denken und Handeln. Sollen sie auch nicht ...
Mehr: www.projektwerkstatt.de/antirepression, www.polizeidoku-giessen.tk.

Mehr Infos
Wer mehr erfahren will, kann einfach anrufen oder auch vorbeikommen. Es lohnt sich, einfach zu wissen, was in dem Haus steckt, um es selbst bei Bedarf nutzen zu können. Viele Infos über das Haus, seine Einrichtung, die Seminarunterkunft und die vielen Projekte finden sich im Internet.

Wegbeschreibung
Per Zug: Haltestelle „Saasen“ auf der Strecke von Gießen nach Fulda (Vogelsbergbahn) und auf der Buslinie 110 von Gießen nach Grünberg/Mücke. Vom Bahnhof ca. 4 min zu Fuß (siehe Plan).
Per Fahrrad: Von Gießen kommend dem „R7“ (ausgeschilderter Fernradweg folgen), führt immer die Wieseck entlang. Ausnahme: In Reiskirchen bis Lindenstruth an der Bahn halten (Feldweg „Lumda-Wieseck-Radweg“).
Trampen: In 4 km Entfernung liegt die Tank- und Raststätte Reinhardshain an der A5. Fussweg von dort zur Projektwerkstatt durch den Wald (im Internet beschrieben).
Genauer mit Lageplan hier ...

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