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Gesellschafts-Themen

Gegen Strafe, Knast und Psychiatrie ++ Links

Gegen Strafe

Die Mauer muss weg! Alternativen zu Einsperren und Strafe

Strafe soll gewaltförmiges Verhalten von Menschen stoppen. Tatsächlich tut sie genau das Gegenteil. Wie jede andere autoritäre Struktur treten unter Kontrolle, Strafjustiz und Knast deutlich mehr Gewalttätigkeiten auf. Gerichtsverfahren und Urteile verhindern nicht Straftaten, sondern tragen zur Kriminalisierung bei. Das zeigt selbst eine Studie der Bundesregierung - und dennoch wird immer härter bestraft, mehr Überwachung, mehr Kontrolle und neue Knäste gefordert. Wenn es um Nazis geht, stimmen auch linke Gruppen in den Chor des Bestrafungs-„Fanblocks“ ein.
Der Wegfall von Atomkraft ist für viele noch vorstellbar, ohne grundsätzlich an den Rahmenbedingungen dieser Republik zu rütteln. In der Forderung nach Abschaffung von Strafe und Repression wird unmittelbar die grundsätzliche Herrschaftsfrage gestellt. Denn ohne Polizei, Knast und Gerichte ist kein Staat zu machen. Mit dieser Veranstaltung ist daher die Hoffnung verknüpft, spannende Debatten über eine Welt ohne Herrschaft zu führen, ohne Widersprüche auszublenden. Was sind die Alternativen zu Strafe, Knast und Kontrolle? Wie gehen Menschen in einer herrschaftsfreien Gesellschaft mit gewaltförmigen Verhalten um?

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Anti-Knast und Anti-Psychiatrie

Knast und Zwangspsychiatrie sind die härteste Unterdrückungsform des Staates und die letzte Drohung der Verhaltensnormierung. Daher sind ihre Strukturen und Grundlagen ein wichtiges Feld der Kritik von Herrschaft. Aus dem Nachdenken über eine Welt ohne Psychiatrie und Knäste können reizvolle Utopiediskussionen entstehen. Zudem können Aktionen gegen die Zwangseinrichtungen zu Symbolen für den Widerstand werden.

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Ton-Bilder-Schau "Fiese Tricks von Polizei und Justiz"

Ankündigungstext-Vorschlag:
"Die Vorwürfe klingen ungeheuerlich: Polizisten basteln einen Brandsatz oder fertigen Gipsabdrücke selbst an, um Beweismittel zu haben. Beweisvideos und -fotos verschwinden, Falschaussagen werden gedeckt, Observationen verschwiegen, um Straftaten erfinden zu können. Alles Hirngespinste von Verschwörungstheoretikern? Offenbar nicht." (ddp am 22.11.2007, 10.26 Uhr)
Eine Bühnenschau wie ein Bond-Film - und die Polizei- und Gerichtsakten belegen alles: Verfolgung wegen Graffitis, die es nie gab. Inszenierte Falschaussagen durch Polizei- und Gerichtsbeamte. Geheime Observationen, die vertuscht werden, um Straftaten zu erfinden. Staunen über die Dreistigkeit der Staatsmacht. Kopfschütteln über uniformierte Dummheit. Lachen über die kreative Gegenwehr! Eine Mischung aus Enthüllung, Kriminalroman, Kino, Kabarett und Straftaten - und immer die Originalquellen an die Wand projiziert!

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Angebote für Trainings zu kreativem Umgang mit Gerichten und Polizei

Frühere Vorträge: Thema Gender ... Diese Übersicht ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Geschlechterverhältnisse (Dekonstruktion & more)
Von Geburt an werden Menschen darauf zugerichtet, einem der zwei vorgegeben Geschlechtern zu entsprechen und die entsprechende Sexualität zu entwickeln. Wer ohne eindeutige Geschlechtsmerkmale auf die Welt kommt, wird chirurgisch und hormonell angepaßt. Solche Gewalt ist allerdings nur selten nötig: Ob Medien, Spielzeug, Wissenschaft oder Stammtischgespräch die zweigeschlechtliche Norm durchzieht Gesellschaft bis in die letzten Winkel. Völlig selbstverständlich reproduzieren (fast) alle Menschen in ihrem Alltag die typischen Rollenlogiken. Diskriminierung und sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist dabei fester Bestandteil dieser Normalität. "Fuck gender!" meint den Widerstand gegen die Kategorisierung von Menschen - der Traum dahinter ist eine Welt, in der Einteilungen in m/w oder homo ?/heterosexuell passe sind und ein Rahmen geschaffen wird, in der vielfältige Lebensweisen nebeneinander existieren können.
Gerade deshalb macht es Sinn, über Ausbruchsversuche nachzudenken. Der Arbeitskreis könnte ein Ort sein, um Geschlecherrollen und damit einhergehende Hierarchien zu hinterfragen und Sensibilität für geschlechtsspezifisches Verhalten zu schaffen. Auch die Praxis soll nicht zu kurz kommen: Wie können zweigeschlechtliche Normen und Sexismus im Alltag hinterfragt werden? Welche Möglichkeiten bietet kreativer Widerstand, um diese Normalität zu durchbrechen? Beziehungen - Ausbruchsversuche aus der Kategorisierung sozialer Kontakte
Warum müssen zwischenmenschliche Begegnungen überhaupt in Freundschaft/Beziehungen eingeteilt werden? Warum ist es so wichtig, dass ich keinen Sex mit meinem besten Freund habe? Bin ich ohne eindeutige, sexuelle Orientierung überlebensfähig? Welches Gen regelt, dass ich nur einfach verknallt sein kann? Ist es schlimm, zu fünft zu kuscheln? Wie können Räume geschaffen werden, in denen keine Normen, sondern die Menschen selbst bestimmen, wie viel Distanz und Nähe sie sich wünschen? In diesem Workshop würde ich gerne der Frage nachgehen, ob zwischenmenschliche Begegnungen jenseits von Schubladen wie Zweigeschlechtlichkeit, Beziehung-Freundschaft und heterosexueller Norm organisiert werden könnten - immer auch mit kritischem Blick auf die Probleme von bisherigen und aktuellen
Ausbruchsversuchen.
  • Längerer Text dazu
Romantische Zweierbeziehung. Entstehung, Kritik und Gegenentwürfe
Fast alle Menschen organisieren sich früher oder später in isolierten Zweierbeziehungen. Und die Allgegenwart dieser Form des Zusammenlebens – gleich ob in Medien oder im eigenen Umfeld – scheint etwas anderes bereits schon in unseren Köpfen unvorstellbar zu sein. Dabei ist die romantische Zweierbeziehung eine relativ moderne Erfindung, eng verbunden mit der Durchsetzung kapitalistischer Verhältnisse und Zweigeschlechtlichkeit. In diesem Workshop würde ich gerne das Selbstverständliche hinterfragen: Wie kam es historisch zur Entstehung der romantischen Liebe und Zweierbeziehung? Was sind Probleme dieses Modells? Welche Mechanismen führen dazu, dass die romantische Zweierbeziehung so eine prägende Stellung hat? Auch die bisherigen Ausbruchsversuche – Stichworte „Offene Beziehung“ oder „Freie Liebe“ sollen von diesem kritischen Fokus nicht ausgenommen werden. Zudem soll Raum dafür da sein um darüber nachzudenken, ob Einteilungen zwischenmenschlicher Kontakte überhaupt sinnvoll sind und was individuelle und politische Strategien sein könnten, um andere Beziehungsweisen umzusetzen.

Links und Infos