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Wer schuf den Menschen? Gott!
Wer schuf Gott? Die Menschen!

Auf dieser Seite: Religiöse Wahrheit ++ Kirchen- und Religionskritik ++ Kirchenaustritt ++ Links

KirchenaustrittReligiöse Wahrheit - nein Danke!

Aus Michael Schmidt-Salomon, "Offenheit statt Offenbarung"
Ein Großteil der zahlreichen historisch wie in der Gegenwart festzustellenden Unmenschlichkeiten können nämlich verstanden werden als Epiphänomene einer fehlerhaften, meist unreflektierten, erkenntnistheoretischen Einschätzung: dem unter Religiösen aller Coleur anzutreffenden Irrglauben, im Besitz der absoluten, universell gültigen Wahrheit zu sein, oder genauer: im Besitz dieser Wahrheit sein zu können.
Die hier anzutreffende Konstruktion einer durch Offenbarung ermöglichten Schnittmenge zwischen der jenseitigen "Welt an sich" mit der diesseitigen "Welt des Menschen" war die epistemologische Ursache für millionenfaches Morden. Es gab in der Geschichte der Menschheit kaum eine Idee, die soviel Leid, soviel Elend provozierte, wie die religiöse Idee, daß absolute Wahrheit (Gott, Schicksal etc.) losgelöst vom Menschen existiere und per Offenbarung Auserwählten zuteil werden könne.
Denn Offenheit und Offenbarung schließen einander aus. Potente Offenbarungs-Religionen kennen -wenn man ihnen den Freiraum läßt- allzu häufig nur eine Maxime, den Umgang mit dem Andersdenkenden betreffend: Du wirst dran glauben - oder: Du wirst dran glauben! Eine Maxime, die nicht nur zur Zeit der Kreuzzüge brutal umgesetzt wurde. Anfang der vierziger Jahre unseres Jahrhunderts mußten bekanntlich einige Hunderttausend Serben und Serbinnen "dran glauben", weil sie sich nicht zum Katholizismus bekehren lassen wollten. ...
Eine der größten und wichtigsten Leistungen der kritischen Vernunft ist die Erkenntnis des konstruktivistischen Charakters unserer Weltwahrnehmung und die damit verbundene Absage an den Olymp.
Die menschliche Vernunft ist bescheidener geworden. Sie behauptet nicht mehr, die Welt aus olympischer Perspektive erkennen zu können, sie weiß, daß sie dazu nicht in der Lage ist, weil sie selbst "die Welt" anthroporelational konstruiert.
Der Kern dieser Erkenntnis läßt sich in einem einzigen Satz ausdrücken, den zu beherzigen erste WeltbürgerInnen-Pflicht sein sollte:
Wir können die Welt nicht wahrnehmen, wie sie losgelöst von unserer Wahrnehmung existiert.
Wenn dieser Satz stimmt (und ich kenne keine vernünftige Widerlegung dieses Satzes), so heißt dies, daß der gesicherte Zugang zur "Welt an sich" (die Welt losgelöst von unserer Wahrnehmung) für alle Zeiten versperrt ist und daß die einzige Welt, über die wir gerechtfertigt verhandeln können, die "Welt des Menschen" ist, eine menschliche Konstruktion, von der wir nur wissen, daß sie sich in den Kämpfen der Evolution wohl als existentiell sinnvoll herausgestellt hat. Ob und inwieweit aber diese Konstruktion mit der "Welt an sich" übereinstimmt, läßt sich nicht entscheiden, weil wir als Menschen für diese Entscheidung keine Kriterien besitzen. ...
Die religiöse Reklamierung eines Anspruchs auf offenbarter "Welt an sich"-Wahrheit verstößt fundamental gegen dieses Grundprinzip des Diskurses, denn der religiöse Mensch benutzt im Gegensatz zum nichtreligiösen nicht nur Argumente, die in der "Welt des Menschen" beheimatet sind (die gegeneinander abgewogen und modifiziert werden können), er benutzt zudem noch Argumente, die ihrem Anspruch nach einer höheren Ebene angehören (die durch menschliche Argumente nicht aufgehoben werden können). Durch diese pseudotranszendentale Verstärkung seiner Argumente wird der religiöse Mensch argumentativ unangreifbar. Er steht über den Dingen, berichtet über höhere Einsichten. Konsequenz: Er überhöht sich selbst, übervorteilt und erniedrigt seine(n) nichtreligiöse(n) KommunikationspartnerIn, der/die in der Kommunikation nicht mit gezinkten Karten spielt.

Aus der Bibel: Johannes-Evangelium 20, 29
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

Papst Leo x., zitiert hier ... - genaue Quelle unbekannt
Wieviel dieses Märchen von Christus uns und den Unseren genützt hat, ist allbekannt!

Überschrift im Spiegel, 52/01
Der New Yorker Terrorangriff der islamischen Fundamentalisten zielte auch auf das liberale Crede des Abendlandes. Doch Europäer und Amerikaner wolltensich von den „Gotteskriegern“ nicht einreden lassen, sie hätten bloß Wohlstand zu bieten: Ihre geistige Tradition ist es wert, verteidigt zuwerden ...

Peter Porsch, PDS-Fraktionsvorsitzender in Sachsen, in seiner Presseerklärung zum Weihnachtsfest, zitiert nach Junge Welt, 27.12.2001 (S. 4)
Weihnachten 2001 stehen die christlich-abendländischen Werte mehr auf dem Prüfstand denn je.

"Wir sind Papst" (Schlagzeile der BILD-Zeitung)

Deutsch, rechts, reaktionär - was will mensch mehr? Kardinal Ratzinger hat's zum Papst geschafft - er selbst nennt sich Papst Benedikt XVI. und war seit 1981 Kardinal in Rom.

Der eher als "linker" Sozialdemokrat geltende ehemalige Kirchentags-Chef Erhard Eppler ist vom konservativen Papst begeistert - Hauptsache, ein Deutscher sitzt oben?

Erhard Epplers Text "Der Neoliberalismus ist am Ende" in: FR 12.11.2005 (S. 8)
Immerhin ist dieser kluge deutsche Professor jetzt Papst.

Wie Kirche so abgeht ... zur Zeit von Ratzinger-Benedikt

KirchenaustrittSeit Joseph Alois Ratzinger Papst ist, ist das Amt des Panzers Gottes vakant. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner bemüht sich unüberhörbar um diesen Posten. Er ist so eins mit den in seiner Kirche überlieferten Schemata von Gut und Böse, dass es ihm keine Sekunde in den Sinn kommt, dass ein Vergleich Hitlers mit Herodes eine Verharmlosung des Nationalsozialismus darstellt. Zur Abtreibungspille RU 486 fällt ihm ein, es sei eine Tragödie, wenn sich "die chemische Industrie ein zweites Mal anschicken würde, in Deutschland ein chemisches Tötungsmittel für eine bestimmte gesetzlich abgegrenzte Menschengruppe zur Verfügung zu stellen."
Der 1933 in Breslau geborene Joachim Meisner scheint besessen vom Nationalsozialismus. Er lässt kaum eine Gelegenheit aus, ihn zu erwähnen. Mal braucht er ihn, um abtreibenden Frauen klarzumachen, dass sie nicht besser sind als die massenmordenden Nazis es waren, mal kultiviert er selbst das nationalsozialistische Vokabular und spricht von "Entartung" oder um ihn genau zu zitieren: "Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie verliert ihre Mitte."
Text über Kardinal Meißner aus Köln, in: FR, 17.9.2007 (S. 32)

Rechts: Werbung im Katalog des Weltbild-Verlags, der sich im Besitz der katholischen Kirche befindet (weltbild.de 10/2007, Rückseite)

Plakat aus Zeitschrift "Dorfkirche"Kirchen

Kirchenkritik

Auszüge aus der Dokumentation in der FR, 11.2.2006, S. 10
Wann genau es angefangen hat, weiß heute keiner mehr. Irgendwann war es plötzlich da, das Unfassbare. Das Böse. Es nannte sich Luzifer, Judas, Hitler, Nero und Kain. ... Die Erklärung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Josef Höffner, allerdings enttäuschte bald. Er teilte im April 1978 mit: "Es besteht für die Menschen des ausgehenden 20. Jahrhunderts kein Grund, das Wirken Satans und böser Geister in unserer Welt zu leugnen oder die Aussagen darüber als absurd zu empfinden." Und Kardinal Joseph Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI., erklärte bei einer Fernsehdiskussion des Bayerischen Rundfunks am 21. April 1978: "Aus dem Neuen Testament kann zwingend auf die Existenz des Teufels als eines personalen Wesens geschlossen werden." Einzige Autorität im Kampf gegen das Böse sei die römisch-katholische Kirche.

Kirchenschützer

Gregor Gysi (damaliger Linken-Fraktionschef im Bundestag) im Interview
Kirchen wird es solange geben, solange die Menschen religiös glauben und ich kann mir keine Zeit vorstellen, in der die Menschen aufhörten, dies zu tun. Nur durch die Religionsgemeinschaften haben wir zum Beispiel in Deutschland allgemein verbindliche Moralvorstellungen. Dabei spielt die Bergpredigt eine besondere Rolle. Der Kapitalismus setzt auf Konkurrenz und Wettbewerb, erzeugt also keine Moral. Die Linken sind im letzten Jahrhundert so gescheitert, dass auch sie zur Zeit nicht fähig sind, allgemein verbindliche Moralformen aufzustellen. Nur dank der Religionsgemeinschaften verfügt unsere Gesellschaft noch über solche.

Im Original: Zu den Finanzen von Kirchen ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
DER SPIEGEL 49/2001 - 3. Dezember 2001 (Link zur Quelle)
Kirche - Diskret wie Schweizer Banken
Die Kirchen klagen über rückläufige Steuereinnahmen und leere Kassen.  Doch ein Wissenschaftler hat errechnet: Die Christen-Institutionen sind die reichsten Unternehmer der Republik.  Drei Jahre lang recherchierte der Hamburger Politologe Carsten Frerk penibel Zahl um Zahl. Er las Haushaltspläne und Bilanzen, befragte Finanzräte und Stiftungsaufseher, durchforstete Rechenschaftsberichte und Staatskirchenverträge. Dann rechnete er zusammen - und kam auf eine stattliche Summe. Die beiden großen Kirchen in Deutschland, so sein Fazit, verfügen über ein Gesamtvermögen von fast einer Billion Mark.
Das Unterfangen des 56-jährigen Wissenschaftlers war höchst beschwerlich.  Denn wenn es um ihr Geld geht, sind die beiden Kirchen so verschwiegen wie Schweizer Banken. Zwar sickert hin und wieder mal eine Zahl über kirchliche Latifundien, Weinberge, Brauereien, City-Immobilien oder Forste und Gutshöfe durch, doch einen Überblick hat niemand. Die Kirchenoberen achten streng darauf, dass nicht allzu viel publik wird.
Die Haushaltspläne der evangelischen Landeskirchen etwa enthalten in der Regel Sperrvermerke zu Haushalts- und Vermögensfragen.  Angaben über Stiftungen, Sondervermögen und Immobilien werden nicht veröffentlicht. Sogar die katholische Bischofskonferenz klagt über „die Zurückhaltung ihrer Bistümer“, die „äußerst ungern pekuniäre Auskünfte erteilen“. Der Grundbesitz beider Kirchen wurde zuletzt 1937 in einer offiziellen Reichs-Statistik erfasst.  Aktuelle Zahlen gibt es nicht.
Frerks Zahlen, die er Mitte Dezember veröffentlicht, dürften denn auch für Aufregung sorgen: Der Autor stellt erstmals detailliert Vermögenswerte, Geldanlagen und Immobilien von Landeskirchen und Diözesen, karitativen Stiftungen und anderen ebenso frommen wie lukrativen Werken vor*.
Carsten Frerk: „Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland“.
Alibri Verlag, Aschaffenburg; 436 Seiten; 48 Mark / 24 EURO
ISBN 3-932710-39-8

Das gesamte Kirchenvermögen (Geld, Aktien, Beteiligungen, Grund und Immobilien) beziffert Frerk auf 981 Milliarden Mark - damit sind die Kirchen die reichsten Unternehmer der Republik.
Allerdings verteilt sich der Reichtum sehr unterschiedlich auf eine Vielzahl kirchlicher Rechtsträger - von der Dorfgemeinde bis zu den Hilfswerken Misereor (katholisch) und Brot für die Welt (evangelisch).
Von der knappen Kirchen-Billion ist indes nur ein Teil sofort verfügbar.
Immobilien- und Grundbesitz im Wert von 298 Milliarden, so Frerk, seien ebenso problemlos kapitalisierbar wie 170 Milliarden Mark Geldvermögen. Historische Kirchenbauten dagegen haben, da unverkäuflich, nur theoretischen Wert.
Auch der aber ist beträchtlich: Würde die Kirche den Kölner Dom etwa als Museum einer öffentlichen Stiftung übereignen, könnte sie mit einer Ausgleichszahlung von 500 Millionen rechnen.  Beide Kirchen, so hat der Autor errechnet, besitzen alles in allem 6,8 Milliarden Quadratmeter Grund und Boden - etwa dreimal so viel wie Bremen, Hamburg, Berlin und München zusammen.  Allein auf evangelischem Boden stehen 75 062 Gebäude. Mal auf Filetgrundstücken in der City, mal am Dorfanger.  Die Katholiken vermochten keine Zahl zu nennen.
Das Gemeindehaus der Hamburger St.- Petri-Kirche etwa ist ein siebenstöckiger Bürobaunahe der Haupteinkaufsstraße, Schätzwert 20 Millionen, vermietet an einen Radiosender und an Firmen.  In Berlin-Mitte gehörten Grund und Boden sowie das Gebäude des Dorint-Hotels am Gendarmenmarkt einem Immobilienfonds der EKD. In Hildesheim verfügt die katholische Kirche über 16 City-Grundstücke. Den Wert aller kirchlichen Gebäude und Grundstücke beziffert Frerk auf 424 Milliarden Mark.
Ihre Ausgaben für Personal, Seelsorge und gute Taten decken die Kirchen jedoch kaum aus Vermögen, sondern vor allem aus laufenden Einnahmen. Allein 17 Milliarden kommen jährlich durch die zwangsweise von den Mitgliedern erhobene Kirchensteuer herein - rund 9 Milliarden bei den Katholiken, etwa 8 bei den Evangelischen. Weitere 19,1 Milliarden beziehen sie aus staatlichen Quellen, zum Teil als Zuschüsse, zum Teil als Ausgleich für die Zwangsenteignung von Kirchengut mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803.
Mit öffentlichen Geldern werden unter anderem extra bezahlt oder subventioniert:
Militär-, Anstalts- und Polizeiseelsorge, Kirchentage, Denkmalpflege, Religionsunterricht, kirchliche Kindertagesstätten, Kirchen-Bibliotheken und Konfessionsschulen. In zahlreichen Bundesländern werden zudem Bischöfe und Pfarrer wie Beamte vom Staat besoldet. Der Staat verzichtet außerdem auf 20 Milliarden Einnahmen, indem er den Kirchen steuerliche Privilegien einräumt. Zudem kostet die Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer mittlerweile rund 6,8 Milliarden pro Jahr.
Einen Großteil ihres Geldes deponieren die frommen Geldhüter auf zwölf kirchlichen Banken - etwa der katholischen Kölner Pax-Bank oder der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft Kiel. Frerk taxiert die Einlagen kirchlicher Organisationen bei den religiösen Geldinstituten auf insgesamt 42 Milliarden Mark. Trotz der permanten Klage der kirchlichen Finanzverwalter über sinkende Steuereinnahmen und harsche Sparmaßnahmen ist diese Summe in den letzten Jahren gestiegen. 1997 waren es noch 7,5 Milliarden weniger.  Dabei fehlt in den Bilanzen der Kirchenbanken ein wichtiger Posten: die Kirchen-Depots mit Aktien und Investmentpapieren.  Mit diesen „unsichtbaren Depots“, so Frerk, steige die Summe der Anlagegelder - auf rund 50 Milliarden Mark. Die Kirchen-Banken sind zudem nur eine Größe im Finanzspiel der Christen. Nach Frerks Einschätzung existieren bei „weltlichen“ Geldhäusern etwa dreimal so viel Kirchenkonten wiebei Pax und Co. Die gesamten kirchlichen Geldeinlagen setzt er auf derzeit 170 Milliarden Mark an.  Eigene Baufirmen, Versicherungen und Siedlungsunternehmen werfen ebenso Millionengewinne ab wie Kolping-Hotels und CVJM-Herbergen oder kirchliche Reiseunternehmen. Auf zwei Milliarden Umsatz wird allein das Volumen kirchlicher Gruppenreisen in Deutschland geschätzt.
Auf die Vermögenslage angesprochen, dementierte der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Manfred Kock: „Unser Vermögen wird überschätzt.  Wir verfügen nur über die uns gesetzlich zustehenden Rücklagen, die für drei Monate reichen.“
Beide Kirchen haben zuletzt für 1993 immerhin 5,1 Milliarden Mark Einnahmen aus Vermögen zugegeben, was bei einer Verzinsung von fünf Prozent 102 Milliarden Mark Vermögensbesitz ergäbe. Dabei fehlten noch die Wohlfahrtsverbände sowie die Hilfs- und Missionswerke.  Auf diese Werke ist Frerk nicht gut zu sprechen. Sie schmücken sich seiner Ansicht nach mit fremden Federn:
Misereor etwa finanziert sich zu 49 Prozent aus Steuergeldern, zu 41 Prozent aus Spenden, nur 8 Prozent kommen aus diözesanen Mitteln. Warum Misereor als „Bischöfliches Hilfswerk“ firmiert, fragt Frerkangesichts der Zahlen, „bleibt unerklärlich“.
Untersucht hat der Autor auch einzelne Landeskirchen und Diözesen, etwa das Erzbistum Köln. Der Sprengel mit seinen 2,3 Millionen Katholiken gilt gemeinhin als reichstes deutsches Bistum.  Doch das stimmt nicht ganz: Reich ist nicht das Erzbistum, sondern lediglich der „Erzbischöfliche Stuhl zu Köln“, ein Titel, der an den jeweiligen amtierenden Oberhirten gebunden ist.  Rechtlich bedeutet das: Vermögen und Einnahmen müssen nicht im  Diözesanhaushalt ausgewiesen werden, da die „Bischöflichen Stühle“ ihre Etats quasi privat verwalten.
Über das Generalvikariat besitzt der Kölner Bischofsstuhl, in Person: Kardinal Joachim Meisner, 67, zum Beispiel rund 40 Prozent des Grundkapitals der „Aachener Siedlungs- und WohnungsgesellschaftmbH“, der 22 000 Einheiten im Rheinischen gehören. Geschätzter Marktwert des bischöflichen Anteils: 1,9 Milliarden Mark. Vom Jahresgewinn 1998 gingen 3,7 Millionen in die erzbischöfliche Kasse. Ein Kapitel für sich sind die Medien-Beteiligungen der Kirchen. So gehört die lukrative Augsburger Weltbild-Gruppe, die in ihrem Buchversand auch allerhand esoterische Titel vertreibt, 15 Bistümern. An der Tellux Beteiligungsgesellschaft sind 8 Oberhirten als  Mehrheitsgesellschafter beteiligt. Die TV-Firmaproduziert kirchenfreundliche Streifen wie „Glut unter der Asche“ oder „Nikolaikirche“, aber auch Krimis wie „Der Discokiller“ aus der Serie „Polizeiruf 110“.
Bei seinen Nachfragen zum kirchlichen Medien-Engagement stieß Frerk auf eine Mauer des Schweigens. Immerhin fand er heraus: Der Umsatz in Verlagen beträgt mindestens 1,5 Milliarden, in der kirchlichen Filmbranche 68 Millionen Mark.
Den vermutlich größten Kirchenschatz vermochte der Hamburger Wissenschaftler indes nicht einmal annähernd zu erheben - jene Kleinodien wie Kelche, Monstranzen und Reliquiare, die in kirchlichen Museen und Tresoren lagern oder zu sehen sind. Aus ihnen, glaubt Frerk, ist so wenig Kapital zu schlagen die aus dem Dom zu Speyer. Deshalb hat er sie unter der Rubrik „Kunst, Sakrales und Unverkäufliches“ zusammengefasst.
PETER WENSIERSKI
Bibelkritik
Kirchlicher Rassismus

Scheinheiligkeit und rassistische Klischees im gleichen Text
Aus Pater Urban Rapp, „Weltkirche ist Missionskirche“ in: Eucharistischer Weltkongress München e.V. (1961), „Statio orbis“, Kösel Verlag München (S. 160, 164)
Kirche kennt keine Rassen und keine Grenzen. ...
„Der Afrikaner erlebt den Anruf und die Anziehung durch die katholische Kirche als etwas Angeborenes und Natürliches.“ „Er findet sich selbst ganz natürlich zu Hause im Mysterium, ja er ist gefangen und gleichsam gebannt von allem, was erhaben ist. Unser Glaube ist voll von Mysterien, und unsere Liturgie offenbart etwas Erhabenes.“ Als äthiopische Kleriker am Anfang und am Schluß der afrikanischen Missionsveranstaltung Kultgesänge und ﷓tänze vorführten, wurde auch und vielleicht gerade für Afrika die Bedeutung des Tanzes für die Liturgie deutlich.

Atheismus?
Kritik an anderen Formen mystischer Durchgeknalltheit
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Gießen

Wer nach besonderen Formen von Kirche und Religion im Raum Gießen sucht, wird schnell fündig. Den die erste evangelikale Hochschule Deutschlands wurde im Oktober 2008 in Gießen eröffnet. Es gibt einen "Campus für Christus" der freien Evangelen. Zusammen mit dem Verlag und anderen Einrichtungen in Wetzlar ist Mittelhessen die Zentrale der freien evanglischen Gemeinden.

Sog. Sekten jenseits der Staatskirchen
Absurde Verquerungen

Kirchenaustritt

Wollen Sie 2,5 % Gehaltserhöhung extra ?
Wenn Sie keiner Kirche angehören oder wenn Sie voller Überzeugung dort Mitglied sind, dann ist dieses Informationsblatt für Sie ohne Bedeutung. Aber die meisten von uns wurden als Säuglinge ohne eigenes Zutun zum Kirchenmitglied gemacht - und damit auch zum Kirchensteuerzahler. Haben Sie schon einmal nachgedacht, wie lange Sie als Erwerbstätige(r) nur für die Kirche arbeiten? Es ist etwa eine Stunde pro Woche, ein halber Tag im Monat, mehr als eine Woche im Jahr und ein volles Jahr Ihres Arbeitslebens!
Erwerbstätige, die einer Kirche angehören, zahlen im Schnitt etwa 500 Euro/1000 DM Kirchensteuern pro Jahr. Im Lauf des Arbeitslebens sind das in der Regel zwischen 15.000 und 30.000 Euro / 30.000 und 60.000 DM. Einschließlich Zinsen, aber ohne die künftigen Steigerungen macht das nach 40 Jahren - bis zum Rentenalter - eine Summe von 100.000 bis 150.000 Euro / 200.000 bis 300.000 DM aus (je nach Zinshöhe).Wer die Kirchensteuer spart, hat also später allein aus den Zinsen dieses Vermögens eine enorme Zusatz-Rente. Diese wird auch dringend notwendig: Heute kommen auf einen Ruheständler 3 Arbeitnehmer, im Jahr 2010 noch 2 und 2030 nur mehr einer. Spätestens dann, wahrscheinlich aber schon ab 2010, ist Ihre Rente nicht mehr allein mit dem jetzigen System finanzierbar.
Beim Austritt brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben. Rund zwei Drittel der Kirchensteuer werden für die Bezahlung der Pfarrer (Monatseinkommen im Schnitt über 4.000 Euro / 8.000 DM!) und des sonstigen Kirchenpersonals ausgegeben, weniger als ein Zehntel für öffentliche soziale Leistungen. Wenn Sie also 10 % der eingesparten Kirchensteuer für einen sozialen Zweck eigener Wahl spenden, kann Ihnen niemand unsoziales Verhalten unterstellen, und Sie bestimmen selbst, welche Anliegen Sie unterstützen. Denken Sie auch daran, wie die Kirchen als Arbeitgeber mit ihren Beschäftigten umspringen. Mit fristloser Entlassung muß rechnen, wer in "wilder Ehe" lebt, wer seine Kinder nicht taufen läßt oder wer es wagt, die Zahlung der Kirchensteuer zu verweigern (was ja noch nicht heißen muß, daß man keinen Glauben hat!) und - dies aber nur in der katholischen Kirche - wer geschieden ist und wieder heiratet. Das gilt auch dann, wenn der kirchliche Betrieb ganz vom Staat finanziert wird. Die Kirchen geben sich nur dann sozial, wenn es nicht um ihren eigenen Geldbeutel geht. Was tun? Wenn Sie aus der Kirche austreten wollen, gehen Sie einfach mit Ihrem Ausweis aufs Standesamt Ihres Wohnorts. (In Hessen auf das örtliche Amtsgericht). In Bayern tun das jedes Jahr zwischen 40.000 und 60.000 Einwohner - über eine halbe Million seit 1990. Fast jeder 5. Bayer (jeder 4. Hesse) gehört keiner der beiden Großkirchen mehr an.
Nähere Informationen erhalten Sie bei:
- www.kirchensteuer.de
- www.kirchenaustritt.de
- www.stop-kirchensubventionen.de

Besuchen Sie auch:
- www.ibka.org
- www.humanistische-union.de
- www.humanismus.de
- www.freidenker.de
- www.bfg-augsburg.de

(Quelle: Flugblatt vom Bund für Geistesfreiheit, Postfach 22 03 63, 86183 Augsburg)

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Herrschaftskritik und Widerstand