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Tierrechte: Mythen und Ausblendungen

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Kritik an Tierrechten

Hauptwiderspruch Veganismus

Der verbreitete Mythos, dass Veganismus per se das Gute schafft oder Tieren hilft, ersetzt scheinbar die politische Analyse und Reflektion. Selbst die nahe liegendsten Widersprüche werden ausgeblendet: Hinter konventionell hergestellten, „veganen“ Nahrungsmittelen verbergen sich Millionen von Mäusen und anderen sogenannten „Schädlingen“, die mit Häutungs- und Blutgerinnungshemmern brutal getötet werden. Ähnlich kritiklos wird das krasse Ausbeutungsprodukt Soja konsumiert, das Menschen im Trikont ausschließlich für die Reichen auf der Nordhalbkugel produzieren. Und selbst eine komplett vegane, ökologische Landwirtschaft würde in Europa zu einem Wegfall zahlreicher Tierarten führen. Obwohl es sehr nahe liegt, ist nicht spürbar, dass diese Widersprüche in veganen bzw. Tierrechtszusammenhängen diskutiert werden. Der Verdacht liegt nahe, dass „vegan“ mehr ein Code ist, dem das Gefühl der „reinen Weste“ anhaftet, mit Tierausbeutung nichts mehr zu tun zu haben als eine ständige Reflektion von Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnissen, die ich für notwendig halte.

Mythos Tierbefreiung

„Für die Befreiung von Mensch und Tier“ heißt es so schön – und zugleich verklärend. Denn das Herrschaftsverhältnis von Menschen über Tieren ist nicht auflösbar, weil es keine kommunikative Basis gibt, um miteinander Vereinbarungen zu treffen. Dieser Umstand – nicht der Speziesismus – führt dazu, dass Tiere immer das Objekt menschlichen Handelns bleiben werden. Es ist schlicht unmöglich, dass Menschen mit Tieren verhandeln, wo sie ihre Häuser bauen oder Nahrungsmittel herstellen – und all das hat deutliche Auswirkungen auf Tiere und Umwelt. Selbst das wünschenswerte Ende von Tierhaltung und -Ausbeutung, die Verleihung von Tierrechten wäre das Ergebnis von Entscheidungen, die Menschen unter sich getroffen haben.

Vegane Ausblendungen

Aus Gruppe im Rausch der Tiefe (1995): Ein Diskussionspapier gegen die Politisierung von Ernährung (und für eine Revolution ohne Veganismus). In: Interim Nr. 331, 11. Mai 1995. Berlin: Selbstverlag (S. 15-21)
Ein grundlegender Zug (Zwang) von Lieben ist es. durch das Vernichten von anderem Leben weiterzuexistieren. An dieser Tatsache, die darin begründet ist, daß es kein einziges Lebewesen gibt und je gab, was ohne dieses Prinzip existiert kommen mir nicht vorbei. [...] Dieses scheint so erstmal im Widerspruch zu unsern Praktiken und Utopien zu stehen und wir finden es wichtig und zentral an diesem Punkt einen linken Umgang zu finden. Doch die bisherigen Ansätze gerade aus der veganen Szene finden wir falsch, da sie implizieren daß durch eine bestimmte Ernährung dieser Widerspruch aufgelöst werden kann (...).

 

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Kritik an Tierrechts-Gruppen