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Ernährung selbstbestimmt
FoodCoops, Alltagsalternativen, Zitate

Der folgende Text ist recht alt. Er ist deshalb nicht falsch, aber eine aktuellere und weitergehende Form sind solidarische Landwirtschaften - auch noch keine Utopie, aber immer die Überwindung marktorientierter Produktion.

Food-Coops und mehr ... Praktische Formen der „Globalisierung von unten“

Jede Zeit hat ihre Themen, ihre Höhepunkte, ihre Entwicklungspotenziale. Das gilt für alle gesellschaftlichen Bereiche – auch für das Ringen um gesellschaftliche Entwicklungen, um Zukunft im allgemeinen. Das mag mensch bedauern und lieber auf kontinuierliche Aktivitäten setzen. Food-Coops gehören dazu. Sie bestehen über Jahre und Jahrzehnte, überdauern die „Wellen“ der Umweltschutz- und allgemeinen Politikdebatten. Ob Waldsterben, Tschernobyl, die Ökosteuer, die Klimagefährdung, der Castor oder jetzt das Thema „Globalisierung“ – Food-Coops gestalten ein Stück Alltagsrealität. Im besten Fall auf Dauer.
Doch der Gegensatz ist nicht unauflösbar. Ganz im Gegenteil. Die Debatte um „Globalisierung“ entspringt einem Unwohlsein, einem Protest und dem Willen, sich nicht wie eine Schafherde behandeln zu lassen zugunsten weltweiter Profitmaximierung. Wo alles nur noch in „Wert“ gemessen wird. Was nicht verwertbar ist, ist unnütz – egal ob Tier- oder Pflanzenarten, Biotope, Rohstoffe oder Menschen. Gegen dieses grausame Verständnis in der kapitalistischen Gesellschaft wehren sich Menschen. In ihrem Protest einig, haben sie doch ganz unterschiedliche Vorstellung, was anders werden soll ... angefangen von Menschen, die glauben, mit irgendeiner kleinen Steuer käme die bessere Welt, bis zu Menschen, die Schritt für Schritt oder im großen Entwurf alle Formen der Herrschaft und Verwertung abgeschafft wissen wollen.

Was fehlt allen meist? Formen der Praxis – irgendwelche kleinen oder auch größeren Versuche, Experimente der „anderen Welt“, die ja „möglich“ sein soll, wenn mensch den Parolen glaubt.
Und wer fehlt meist? Menschen, die in ihrem Alltag Formen der Praxis probieren – z.T. seit vielen Jahren.

Diese Trennung ist ein Teil der Schwäche. Food-Coops sind nur eine Form der Praxis – und sie sind nur ein Beispiel dafür, wieviel gewonnen wäre, wenn solche Gruppen mit den sozialen Bewegungen von Protest, Widerstand und Vision zusammenkämen. Wenn aus der Vielfalt von Kritik und Experiment eine buntere, kreativere Bewegung entstehen würde.
Darum möchten wir an alle Food-Coops den Vorschlag herantragen, sich in die Diskussionen und Proteste um die „Globalisierung“ einzubringen (und auch in andere Themen). Denn das paßt einfach zusammen:
 

Ziel wäre, die Idee von Praxis, von einem Beginn kooperativer Alternativen zu einem Teil von Bewegung zu werden – die Proteste und Öffentlichkeitsarbeit selbst zu unterstützen, aber auch Menschen aus Protestgruppen für eine Praxis zu gewinnen.

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Lesestoff

Etliche Texte und Zitate sind mit, andere ohne Namen - das liegt zum einen daran, wie wir die Texte bekommen haben, zum anderen können die, deren Texte hier abgedruckt sind, auch selbst bestimmen ... Mail genügt und der Name wird gestrichen bzw. hinzugefügt.