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Mensch & Tier

Aus Gruppe Gegenbilder, 2000: Freie Menschen in Freien Vereinbarungen, S. 17 ... Download als PDF ++ Neuauflage, umfangreich überarbeitet im Frühjahr 2012: Bestellen!
Menschen finden - im Unterschied zu Tieren - ihre Lebensbedingungen nicht einfach vor, sondern sie stellen sie aktiv gesellschaftlich her. [Tiere verändern zwar auch ihre Umwelt, z.B. der Biber, dies jedoch nicht im Sinne einer gesellschaftlichen Herstellung] Diese Herstellung geschieht durch Stoffwechsel mit der Natur unter Verwendung von Arbeitsmitteln. Sie ist kumulativ, d.h. hergestellte Dinge, Wissen, Erfahrung und Kultur werden historisch angesammelt.

Zur Frage von Tierrechten

Alle Rechte gehen vom Menschen aus!

Diskussionspapier zu den Fragen, ob es Tierrechte geben kann, wie sie aussehen würden oder TierrechtlerInnen FaschistInnen sind

Entwurf für ein Positionspapier. Autor: Jörg Bergstedt, Institut für Ökologie/Fachbereich Politik&Wirtschaft

Diese Betrachtung geht von einem emanzipatorischeren Leitbild aus. Ziel einer solchen emanzipatorischen Politik ist eine Gesellschaft, in dem die Menschen das gesellschaftsgestaltende Subjekt sind. Die Menschen bestimmen ihre Sozialisation - kein Gott, kein Konzern, keine Regierung und nichts "von Natur aus". Der emanzipatorische Anspruch an die Gesellschaft ist das Bild eines gleichberechtigten Neben- und Miteinanders der Menschen, von "freien Menschen in freien Vereinbarungen". Es gibt nichts über dem Menschen als wertendes Subjekt. Alles geschieht von den Menschen aus und ist durch sie legitimiert.

Der Unterschied Mensch und Tier

Aus dem emanzipatorischen Leitbild und dem Begreifen des Menschen als gesellschaftsgestaltendem Subjekt ergibt sich eine klare Schlußfolgerung: Die Gestaltung der menschlichen Gesellschaft ist Sache der Menschen. Die Menschen sind gleichberechtigt. Niemals aber werden Tiere daran teilhaben. Es ist nicht möglich, mit einem Hund, einer Katze oder Kuh debattieren zu wollen, ob mensch umzieht, eine Ausbildung anfängt, die Revolution ausruft oder andere Menschen ausbeutet. Die Frage der Gestaltung der Gesellschaft ist eine Frage zwischen den Menschen. Und das unterscheidet den Menschen grundlegend von den Tieren und anderen Lebewesen. Dieser Unterschied ist durchgreifend und ohne Übergangsformen.

Was Mensch und Tier nicht unterscheidet und welche Unterschiede unwichtig sind

Die zur Zeit geführte Debatte um das Verhältnis von Mensch und Tier ist durch den Versuch geprägt, biologische Unterschiede nachzuweisen oder zu negieren. Beide Extreme der Debatte, d.h. sowohl die VerfechterInnen der Theorie, Menschen und Tiere seien gleich und daher gleichberechtigt, als auch etliche KritikerInnen dieser Gleichsetzung versuchen mit biologischen Unterschieden zu argumentieren. Bemerkenswerterweise begeben sich damit beide in eine biologistische Argumentation, denn Biologismus bedeutetet die Übertragung biologischer Zustände auf soziale Prozesse und Wertungen. Bei der Frage der Tierrechte und des Verhältnisses von Mensch und Tier geht es aber genau um eine Frage der Gestaltung von Gesellschafte, also um eine soziale Frage. Dort mit biologischen Behauptungen zu argumentieren, ist biologistisch - d.h. die KontrahentInnen argumentieren zur Zeit beide biologistisch, also tendenziell faschistoid.*
Tatsächlich sind die biologischen Unterschiede zwischen Tieren und Menschen sehr relativ. Vom Organismus her sind Säugetiere dem Menschen sehr viel ähnlicher als Säugetiere und Kleinsttiere, etwas Wenigzeller, Würmer oder auch Insekten. Angesichts der Vielfalt körperlicher Eigenschaften innerhalb der Tierwelt vom Begriff "Tiere" in Verbindung mit einer Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit mit Menschen zu reden, erscheint bereits abstrus. Auch hinsichtlich des Sozialverhaltens, der Kommunikation zwischen Tieren usw. sind die Unterschiede zwischen den Tieren derart groß, daß jegliche biologistische Argumentation sinnlos ist.
Kurz: Einen biologischen Unterschied oder, eben von Seiten der TierrechtlerInnen, eine biologische Ähnlichkeit zwischen Tieren und Menschen konstruieren zu wollen, ist aus zwei Gründen falsch:
- Zwischen den Tieren sind die Unterschiede so groß, daß es keinen zusammenfassenden Vergleich zwischen Tier und Mensch geben kann.
- Die biologischen Unterschiede oder Ähnlichkeiten spielen für soziale Wertsetzungen, u.a. das Verleihen von Rechten, keine Rolle.
Die TierrechtlerInnen irren, wenn sie aus einer vermeintlichen biologischen Ähnlichkeit Tierrechte ableiten. Und die KritikerInnen des Tierrechts irren, wenn sie aus vermeintlichen Unterschieden das Gegenteil ableiten. Beide argumentieren biologistisch, weil sie biologische Befunde für soziale Wertungen mißbrauchen.

Zusätzliche Erschwernis: TierrechtlerInnen übersehen ihre eigenen Wertsetzungen

Ein kritischer Blick auf die Realität des Alltags und der politischen Forderung von TierrechtlerInnen zeigt, daß auch sie in der Regel nicht die Tiere insgesamt meinen, sondern tatsächlich nur einige wenige Arten, die sich allesamt durch einen Fakt auszeichnen: Sie haben eine gewisse äußerliche Ähnlichkeit mit dem Menschen. Gänzlich desinteressiert sind TierrechtlerInnen aber meist an Insekten, Würmern, Spinnen, Milben, Flöhen usw. - spätestens dann, wenn sie ihr Leiden nicht wahrnehmen.
Beispiele: Jede Autofahrt ist ein tausendfaches Grab für die an Windschutzscheibe und Kühler zerschellenden Insekten. Der Einsatz von Instektiziden in der konventionellen Landwirtschaft führt zu brutalen Tötungsvorgängen in Millionenhöhe. Die Gifte führen zu innerlichem Verbluten, zu Nervenschäden oder verhindern das Häuten - ein langsames Dahinsterben ist die Folge. Daraus folgt, daß z.B. der Verzehr von Bio-Fleisch wesentlich weniger Tiermord verantwortet wie veganes Essen aus konventionellem Anbau.
Aus all dem folgt, daß sich Tierrechte in der Regel nicht den Tieren insgesamt, sondern ganz bestimmten Artengruppen widmen. Auch wenn es hier große Unterschiede zwischen TierrechtlerInnen gibt - es ist unübersehbar, daß vor allem die dem Menschen schon immer nahestehenden Tiere, also Haus- und Nutztiere sowie einige andere Arten (Vögel, Frösche) usw. im Mittelpunkt des Interesses stehen. Das ist nicht verwerflich, aber doch zu beachten bei der Frage, was eigentlich Tierrechte sein sollen und wie sie sich begründen. Die Tatsache, daß Tierrechte in der Praxis vor allem für die dem Menschen nahestehenden Arten gelten, spricht neben den schon genannten Gründen dafür, daß die Menschen die wertenden Subjekte sind. Sie entscheiden (in einem emanzipatorischen Verständnis gleichberechtigt, in einer Demokratie über Kader/Institutionen, in einer Diktatur durch Einzelne), welche Werte und Rechte gelten sollen.

Kann es Tierrechte geben und wo kommen sie her?

Ja, es kann Tierrechte geben. Die Kritik an Tierrechten ist nämlich genauso abstrus und biologistisch wie die Behauptung, Tierrechte seien per se vorhanden. Es gibt keine naturgegebenen Wertsetzungen - und auch keine göttlichen oder sonstigen. Der Mensch ist wertendes Subjekt. Das wäre in Frage gestellt, wenn es Rechte per se geben würde - zumal das ohnehin nur Konstruktionen wären, denn auch die Festlegung, welches Recht jetzt per so vorhanden sein soll oder nicht, trifft der Mensch. Die Frage "Haben Tiere per se, also von Natur aus Rechte?" ist zu verneinen, weil selbst die Bejahung dieser Frage durch den Menschen erfolgen würde und erst durch die Bejahung eine praktische Konsequenz schafft.
Ebenso ist die Behauptung, Tiere könnten per se keine Rechte haben, falsch, denn so wäre dem Menschen eine wichtige Wertsetzung entzogen: Rechte zu verleihen. Daher: Es kann Tierrechte geben, weil der Mensch jede Form von Wertsetzung vornehmen kann. Aber diese Tierrechte kommen immer vom Menschen.
In der heutigen Zeit verleiht der Mensch ganz andere Rechte: Eigentumsrechte, Wasserrechte, Urheberrechte. Die Verwertung und Kapitalsicherung im Sinne des Profits der Besitzenden steht im Mittelpunkt. Davon unterscheidet sich der Begriff der Menschenrechte. Eigentumsrecht ist das Recht am Eigentum, Menschenrecht das Recht der Menschen selbst und an sich selbst. Daß diesem Recht zur Zeit wenig Beachtung geschenkt wird, überrascht wenig angesichts einer gesellschaftlichen Ausrichtung an Profit und ökonomischer Macht.
Tierrechte wären eine dritte Kategorien. Es geht nicht um das Sichern von Rechten an Tieren. Es geht aber auch nicht um Rechte im Sinne der Menschenrechte, weil die Tiere nicht mit den Menschen zusammen die Gesellschaft entwickeln, Macht schaffen oder abschaffen, unterdrücken oder befreien, Selbst- oder Fremdbestimmung durchsetzen. Dennoch liegt es im Bereich der menschlichen Freiheit, Recht als Wertsetzung zu schaffen, den Tieren Rechte zu verleihen. Dem Menschen diese Souveränität absprechen zu wollen, ist alles andere als emanzipatorisch.

Welche Tierrechte kann der Mensch verleihen?

Theoretisch alle - jedoch gibt es eine Grenze da, wo Tierrechte emanzipatorische Ziele in Frage stellen, d.h. also das Selbstbestimmungsrecht der Menschen einschränken. Dieser Punkt wird zu Streit führen. Ist es eine Einschränkung des Selbstbestimmungsrechtes von Menschen, Fleischkonsum zu verhindern? Läßt sich überhaupt eine globale Lösung finden, die Unterschiede in der Ernährung von Menschen in Grönland, Mitteleuropa oder Afrika negiert? Sind uns als wertenden Subjekten die Insekten auf dem Acker weniger wichtig als das Rind auf dem Biobauernhof?
Allgemeingültige Regeln werden kaum zu finden sein. Daraus folgt aber keineswegs, daß Tiere Sachen sind. Es kann Entscheidung der einzelnen Menschen oder auch Ergebnis einer gesellschaftlichen Debatte sein, Tieren - allen oder bestimmten - kein Leid zufügen zu wollen, sogar ihr Leben und ihre Unversehrheit zu achten, diese zumindest von Seiten der Menschen nicht anzutasten. Ob eine solche Entscheidung sinnvoll ist, ist eine offene Frage.
Biologische Tatbestände sind weder für noch gegen eine solche Festlegung anzubringen. Daher muß argumentiert werden - im Sinne einer emanzipatorischen Gesellschaft, in der die Menschen gleichberechtigt ihr Zusammenleben organisieren und ihren Umgang mit dem, was um sie herum ist als Umwelt - den Tieren, den Pflanzen und der unbelebten Natur.

Anmerkung

Selbst in neueren Veröffentlichungen begründen TierrechtlerInnen immer wieder ihre Forderung nach Tierrechten, also einem Recht auf Leben und Unversehrtheit, anhand der Übereinstimmung des tierischen und des menschlichen Körpers. So schreibt z.B. H.F. Kaplan im Buch "Operation Tierbefreitung", daß die Menschen und Tiere einen gleichen Organismus haben und deshalb (!) auch eine gleiche Seele. Kaplan schließt daraus auf gleiche Rechte.
In einem Streitgespräch über Tierrechte äußerten Ökoli-FunktionärInnen nicht nur ihre Position, daß die Verwendung des Begriffs Tierrechte faschistisch sei und Tiere als Sachen angesehen werden müßten, sondern sie begründeten ihre Position mit den biologischen Unterschieden zwischen Menschen und Tieren. Die Ökoli-Mitwirkende Andrea Capitain konstruierte diesen Unterschied danach, daß Tiere nicht miteinander kommunizieren und dadurch komplexe soziale Ordnungen herstellen könnten. Diese Argumentation ist nicht nur biologistisch (weil sie biologische Grundlagen zu sozialen Wertungen nutzt), sondern sie liegt gänzlich auf der Linie des biologistischen Tierrechtlers P. Singer, der mit umgedrehter Konsequenz Menschen die Menschenrechte abspricht, wenn sie u.a. nicht oder nur eingeschränkt kommunizieren können (nicht-lebenswertes Leben). Daraus läßt sich ersehen, daß biologistische Positionen von TierrechtlerInnen und von ihren KritikerInnen gleichermaßen verwendet werden - wenn auch nur mit gegenteiligem Ziel.

Zitate zum Verhältnis von Mensch und Natur

Aus Bookchin, Murray (1992): "Die Neugestaltung der Gesellschaft", Trotzdem-Verlag in Grafenau (S. 11 f., mehr Auszüge)
Wenn wir Menschheit und Gesellschaft so radikal von der Natur trennen bzw. sie ganz naiv auf bloße zoologische Einheiten reduzieren, dann können wir letzten Endes nicht mehr erkennen, wie die menschliche Natur aus der nicht­menschlichen Natur und die Evolution der Gesellschaft aus der Evolution der Natur entstanden ist. ...
Nichtmenschliche Arten mögen mitunter lose Verbände formen und sich sogar zu einem kollektiven Schutz organisieren, um ihre Jungen vor Angreifern zu verteidigen. Diese Gemeinschaften können aber wohl kaum, außer in einem sehr weiten und oberflächlichen Sinne, als strukturiert bezeichnet werden. Menschen dagegen bilden höchst formalisierte Gemeinschaften, die im Laufe der Zeit in ihrer Struktur ständig weiter ausgebaut werden. Und tatsächlich bilden sie nicht nur Gemeinschaften, sondern ein neues Phänomen, nämlich Gesellschaften.
Wenn wir nicht in der Lage sind, Tiergemeinschaften von menschlichen Gesellschaftsformen zu unterscheiden, setzen wir uns der Gefahr aus, die einzigartigen Züge zu übersehen, die das menschliche Sozialleben von der tierischen Gemeinschaft unterscheidet - vor allem die Möglichkeit, daß eine Gesellschaft sich ändert, ob zum Guten oder Schlechten, und wie es zu solchen Veränderungen kommt. ... Von Anbeginn der Geschichte, bis in die moderne Zeit, bestand der Trick aller herrschenden Eliten einfach darin, die eigenen, gesellschaftlich geschaffenen hierarchischen Herrschaftssysteme mit gemeinschaftlichem Leben als solchem gleichzusetzen, wobei letztlich die von Menschen erschaffenen Institutionen als von Gottes Gnaden erscheinen oder eine biologische Rechtfertigung erhalten. ... (S. 18)
Ich stelle diese sehr provozierenden Fragen nicht, um eine überhebliche Arroganz gegenüber nichtmenschlichen Lebensformen zu rechtfertigen. Wir müssen des Menschen Einzigartigkeit als Gattung, die sich durch seine sozialen, phantasievollen, konstruktiven und konzeptionellen Eigenschaften auszeichnet, in eine Art Synchronisation mit der Schöpfungskraft, dem Reichtum und der Vielfalt der Natur bringen. ... (S. 20)
Das "Noah-Prinzip", jede existierende Form des Lebens um ihrer selbst willen zu erhalten - ein Prinzip, das von (S. 27) dem Antihumanisten David Ehrenfeld vertreten wird - ist bedeutungslos ohne die Mindestvoraussetzung, nämlich die Existenz eines "Noah", womit eine bewußte Form des Lebens, genannt Menschheit, gemeint ist, die vielleicht auch solche Lebensformen rettet, die die Natur selbst, in einer Eiszeit, Austrocknung des Landes oder einer kosmischen Kollision ausrotten würde. ... (S. 28)
Dauerhafte Einrichtungen wie Armeen, Polizei, oder auch kriminelle Gruppen existieren nicht in der Tierwelt. Wo sie zu existieren scheinen, wie etwa die "Soldaten" einiger Insekten wie der Ameisen, handelt es sich um Beispiele genetisch determinierten Verhaltens und nicht um gesellschaftlich hervorgebrachte Institutionen, die durch Rebellion radikal veränderbar sind. (S. 52)

Bio-vegane Landwirtschaft

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Aus dem Schwerpunkt "bio und vegan?" in: bionachrichten Februar 2017 (S. 22-40)
Bio und vegan? Der VEBU sagt „ja“
Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) setzt sich für die Interessen vegetarisch und vegan lebender Menschen ein. Geschäftsführer Sebastian Joy erklärt gemeinsame Grundprinzipien von Bio und Vegan. Von Ronja Zöls
Herr Joy, viele Veganer ernähren sich am liebsten biologisch. Der biologischen Landwirtschaft liegt aber der Kreislaufgedanke zugrunde. Sind Bio und Vegan vereinbar?
Die vegane Lebensweise mit ihrem Anspruch, besonders nachhaltig zu sein, passt sehr gut zum ökologischen Landbau. Eine wirtschaftliche Tierhaltung kann den sogenannten Nutztieren nie ein uneingeschränktes Lebensrecht ermöglichen und ist daher mit der veganen Idee unvereinbar. In den Richtlinien ökologischer Anbauverbände, ausgenommen Demeter, und der EG-Öko-Verordnung sind jedoch weder der Einsatz tierischer Produkte noch die Tierhaltung für die Landwirte verpflichtend. In der Praxis sind inzwischen viele Bio-Höfe reine Pflanzenbau-Betriebe. Vielmehr geht es in den Grundprinzipien des ökologischen Landbaus um den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und ein nachhaltiges Wirtschaften. Im Zentrum stehen die Stoffwechselprozesse zwischen Boden und Pflanzen. Daher unterstützt der VEBU dieses Leitbild.
Pflanzlicher Kompost ist zu wenig vorrätig. Ist Kunstdünger tierischem Mist vorzuziehen?
Für ein ökonomisch erfolgreiches Wirtschaften sind weder erdölbasierte Düngemittel noch organischer Dünger aus den Ausscheidungen von „Nutztieren“ notwendig. Wie die zunehmende Anzahl bio-vegan wirtschaftender Betriebe zeigt, ist eine ökologisch verträgliche Landwirtschaft ganz ohne Tierhaltung möglich. Genutzt werden dort lediglich wildlebende Tiere. Maßnahmen wie die Anlage oder der Erhalt von Hecken sowie naturbelassenen Feldrändern erhöhen die Artenvielfalt und helfen damit auf natürliche Weise, Fraßoder Befallschäden vorzubeugen. Bodenfruchtbarkeit und Humusbildung können allein durch sinnvolle Fruchtfolgen, Gründüngung, Fruchtartenvielfalt und vor allem durch den Einsatz stickstoffbildender Leguminosen erhalten oder sogar gesteigert werden. Nährstoffverluste lassen sich zudem durch verwitternde bodeneigene Mineralien oder die Düngung mit Mulch, Kompost und Silage ausgleichen. Für eine langfristig ausreichende Versorgung des Bodens mit Phosphat müssen in Anbetracht der weltweit begrenzten Phosphatvorkommen neue Verfahren zum Einsatz kommen und zwar ganz unabhängig von der Art der Bewirtschaftung. So kann es künftig sinnvoll sein, zur landwirtschaftlichen Nutzung Phosphate aus Abwässern und Abfällen zurückzugewinnen. Aber auch die Nutzung tierischer Ausscheidungen in der Landwirtschaft wäre mit einer veganen Lebensweise vereinbar, sofern die Tiere wie auf Lebenshöfen so frei und artgemäß wie möglich leben und sterben dürften.
Wildbienen alleine schaffen die Bestäubungsleistung für unser Obst nicht. Wie sähe eine Lösung ohne Imker aus?
Für viele Imker sind Bienen ein Hobby, welches sich positiv auf die Natur auswirken kann – solange die Honigproduktion nicht im Vordergrund steht. Im Fokus der Kritik des VEBU steht daher in erster Linie die Massenproduktion, welche die verschiedenen Ursachen für das Bienensterben vereint.
Viele Veganer ernähren sich auch von Ersatzprodukten und damit wenig regional. Außerdem sind vegane Produkte oft hochindustriell verarbeitet …
Jede Form der Ernährung sollte ausgewogen und vielfältig sein. Für vegetarisch und vegan lebende Menschen bieten fleischfreie und rein pflanzliche Produkte eine gute Abwechslung auf dem Speiseplan, der aber überwiegend aus Obst und Gemüse, idealerweise regional und saisonal, sowie aus Hülsenfrüchten und Vollkorngetreideprodukten bestehen sollte. Wenig verarbeitete Lebensmittel sind immer gesünder als solche, die stark verarbeitet wurden. Sojawürstchen, Seitanschnitzel und Tempehburger bieten eine Abwechslung auf dem Teller, die wir begrüßen. Die Unternehmen sind aufgerufen, möglichst naturnahe Produkte herzustellen, die einen guten Geschmack bieten und gesund sind. Die vegane Produktvielfalt wird in den nächsten Jahren noch zunehmen. Dafür werden auch neue Rohstoffe erschlossen. Produkte auf Basis von Erbsenprotein, Lupinen oder heimischen Sojapflanzen sind nur einige Beispiele. In Deutschland leben aktuell rund 8 Millionen Vegetarier, das sind 10 Prozent der Bevölkerung, Tendenz steigend. Davon leben etwa 1 Million Menschen vegan. Diese Zahlen haben eine erhebliche Bedeutung für die Wirtschaft in Deutschland. Diese reagiert und bietet eine immer breiter werdende Produktpalette an veganen Alternativen an. Dieses Angebot wird in den nächsten Jahren kontinuierlich verbessert, denn die Konsumenten sind zunehmend kritischer und gut informiert. Sie verlangen nach gesunden veganen Alternativen.
Der Großteil der Konsumenten isst gerne tierische Produkte. Wäre es nicht sinnvoller und lösungsorientierter, für eine Reduzierung des tierischen Konsums einzutreten und zu argumentieren als für den völligen Verzicht? Würde man damit nicht mehr Menschen erreichen?
Der VEBU setzt sich mit positiver Öffentlichkeitsarbeit dafür ein, den Fleischkonsum dauerhaft zu senken und eine pflanzenbetonte Lebensweise als attraktive und gesunde Alternative allen Menschen zugänglich zu machen. Wir unterstützen beim Start in eine genussvolle Ernährung mit zahlreichen Angeboten und zeichnen uns durch motivierende Kampagnen, vielfältige Veranstaltungen und die zielgerichtete Arbeit mit Multiplikatoren aus. Für Experten wie Verbraucher hat sich der VEBU als führende Anlaufstelle in allen Fragen des vegetarisch-veganen Lebens etabliert. Laut einer Untersuchung von TNS essen schon 56 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen bewusst seltener Fleisch und gehören somit zu den sogenannten Flexitariern. Der VEBU begrüßt diese Entwicklung und spricht sich ausdrücklich für einen „Weg der kleinen Schritte“ aus. Für die meisten Menschen ist es schwierig, von heute auf morgen ihre Ernährung umzustellen. Da ist schon etwas gewonnen, wenn sie ihren Fleischkonsum reduzieren. Wir unterstützen mit VEBU-startup Hersteller dabei, fleischfreie Produkte am Markt zu etablieren. Mit VEBU-Gastro zeigen wir Catering-Unternehmen, wie sie vegane Gerichte auf den Speiseplan bringen. Durch die Begleitung bekannter Unternehmen und Marken auf ihrem Weg zu einem größeren vegetarisch-veganen Angebot kommen wir dem Ziel einer fleischfreien Gesellschaft Stück für Stück näher.

Bio und vegan? Ein Biokreis-Landwirt sagt „nein“!
„Öko-Landwirtschaft braucht Nutztiere“, sagt Peter Schmidt vom Klosterhof Bünghausen in Gummersbach (NRW). Von Peter Schmidt
Seit zwei oder drei Jahren wird die Auseinandersetzung heftiger. Viele Veganer machen Front gegen die Tierhaltung, scheren die extensive biologische Tierhaltung und die agrarindustrielle Massentierhaltung über einen Kamm. Zunächst: Ich akzeptiere jede Gewissensentscheidung. Wenn sich also jemand entscheidet, dass für ihn oder sie kein Tier mehr getötet werden soll, ist das völlig in Ordnung. Dies ist eine Entscheidung ähnlich der, mit der ich mich vor vielen Jahren entschied, keinen Dienst an der Waffe zu leisten, sondern im Krankenhaus für den Mitmenschen. Aber die Akzeptanz von Gewissensentscheidungen gilt in alle Richtungen. Was bleibt, ist die Frage, was geschehen würde, wenn der vegane Lebensstil mehrheitsfähig wäre. Ich selbst habe mir vor mehr als 20 Jahren die Frage gestellt, welche Art von Lebensmitteln ich essen will. Heute erzeugen wir Lebensmittel, die unseren Kriterien entsprechen – öko, regional und so weit wie möglich tiergerecht. Ackerflächen sind in unseren Steillagen kaum realisierbar, Grünland lässt sich nur mit Tieren bewirtschaften. Dem Akt des Schlachtens kommt bei uns eine besondere Bedeutung zu. Es ist nicht das seelenlose Abliefern irgendeines Tieres in einem Großschlachthof – bei uns haben alle Rinder beispielsweise Namen und Hörner, leben tiergerecht bis zu ihrem Tode. Der kommt – bei den Ochsen mit etwa drei Jahren. Dann fährt der Schlachter auf den Hof, das Tier wird bis wenige Minuten vor dem Schlachten mit der Herde gehalten, hat bis zum Tode Betreuung von meiner Frau oder mir und stirbt dann stressfrei. Nicht schön, zugegeben – und für mich heißt dies auch immer drei Tage Abschiednehmen. Aber es gehört dazu. Denn was würde passieren, wenn wir auf die Tiere auf dem Hof verzichten würden?
1. Rassesterben Wir haben vor mehr als 20 Jahren begonnen, alten und vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen (Bergschafe, Rotes Höhenvieh, Mechelner Hühner) eine Perspektive auf dem Hof zu geben. Dabei gehen wir davon aus, dass eine Erhaltung „on farm“ echte Perspektiven bietet (eingefrorene Genreserven haben den Nachteil, dass sie sich nicht dem wandelnden Klima anpassen). Immer entstehen bei der Nachzucht 50 Prozent männliche Tiere. Während wir beispielsweise bei den Schafen rund 100 Prozent der weiblichen Nachzucht verkaufen können, ist dies bei den Schafböcken nicht möglich. Zucht heißt immer auch Auslese, die besten männlichen Tiere werden weiter zur Zucht eingesetzt, die schlechteren als Fleisch verkauft. Sie liefern so die notwendigen finanziellen Mittel, um die Zucht weiter betreiben zu können. Würden wir alle männlichen Tiere kastrieren und bis zum Lebensende füttern, wäre dies finanziell nicht tragbar. „Wer alte Nutztierrassen – auch als Genreserve – erhalten will, kann dies nicht als Veganer tun“, sagt Antje Feldmann, Geschäftsführerin der Gesellschaft zur Erhaltung alter und bedrohter Haustierrassen.
2. Ende der Kulturlandschaft Magerwiesen, Streuobstwiesen – dies alles sind seltene und artenreiche Biotop-Typen. Wir pflegen sie mit unseren Rindern und Schafen. Grünland ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, der Erhalt ist allein mit menschlicher Pflege nicht zu schaffen. Heidelandschaften, Steppen oder auch Grünland der Mittelgebirge sind dank tierischer Beweidung entstanden und ohne sie nicht zu erhalten. „Wir benötigen die Rinder und Schafe zum Erhalt und zur Pflege unserer Kulturlandschaft“, betont beispielsweise Frank Herhaus, Leiter der Biologischen Station Oberberg, und setzt auf die Kooperation mit den Landwirten.
3. Bruch mit der Kreislaufwirtschaft Man kann dem Boden nicht nur nehmen, man muss ihm auch geben. Als Biokreis-Landwirte setzen wir konsequent auf Kreislaufwirtschaft. Wir düngen mit dem, was unser Hof hergibt, also mit Mist vom eigenen Rind, vom eigenen Schaf, von den eigenen Hühnern und Pferden. Ein veganes Lebensprinzip trifft gerade die Öko-Landwirtschaft im Kern. Denn Kunstdünger sind verboten, selbst ein Ackerbau- Betrieb (den Veganer ja unbedingt fürs Überleben benötigen) braucht Dung, den er sich – falls keine eigenen Tiere auf dem Hof sind – von einem anderen Bio-Betrieb zukaufen muss. Das Prinzip der Permakultur integriert Nutztiere zum langfristigen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Wer auf die Tiere verzichtet, verzichtet auf deren Nährstoffe für eine ökologische Landwirtschaft und braucht Kunstdünger. Die Vorräte sind endlich, Phosphor beispielsweise gilt als nur noch begrenzt vorrätig, Phosphorverbindungen im natürlichen Mist schonen die Vorräte. Zudem schafft die chemische Düngung Probleme nicht nur im Grundwasser. Ein oft propagierter Ausweg: Nährstoffe aus organischen Düngemitteln. Das ist ein schwieriges Unterfangen, bestätigen Vertreter der bio-veganen Landwirtschaft und universitärer Einrichtungen unisono. Allerdings setzen Akteure der bio-veganen Landwirtschaft wie Daniel Mettke (Bund für Vegane Lebensweise) auf Kompost aus Grünschnitt, auf die Gärreste von Biogasanlagen und auch auf die Verwertung von Lebensmittelresten, die statt als Viehfutter als Dünger genutzt werden könnten. Für mich ist dies keine Lösung – ich will weder Biogas-Substrate auf meinem Acker noch den Kompost kommunaler Biosammler (was da alles so drin ist …) oder gar Lebensmittelreste auf dem Betrieb haben. Und rein betriebliche Kreisläufe sind kaum realisierbar – denn der Anbau pflanzlichen Düngers braucht Platz, „reduziert also die Anbaufläche für Marktfrüchte“, so Lucas Knebl, Universität Gießen, Institut für organischen Landbau. Ich schätze, es geht sicherlich mehr als man sich heute vorstellen kann, doch ob man Deutschland mit einer um ein Drittel reduzierten Ackeranbaufläche – Grünland kann vielfach nicht und soll ja aus Klimaschutzgründen wenig umgebrochen werden – ernähren kann? Hier gibt es Visionen, aber keine schlüssigen Antworten.
4. Abkehr von regionalen, natürlichen Lebensmitteln Wer sich für eine vegane Lebensweise entscheidet, verzichtet auf die Produkte, die mit Hilfe von Tieren produziert wurden – Eier werden ebenso gemieden wie Käse oder auch Honig. Ich akzeptiere das, schließlich kann jeder für sich entscheiden, was auf den Tisch kommt. Aber: Bei dem Futter für unsere Tiere verzichten wir auf unserem Hof seit Beginn auf Importfuttermittel (Maniok, Soja, Tapioka) und füttern wo immer möglich, was bei uns oder in der Nachbarschaft wächst. Vegane Ernährung berücksichtigt dies nicht – ein regionales Konzept lässt sich so nicht realisieren. Auch sind viele Produkte hoch industriell hergestellt, Urteile der Zeitschrift Öko- Test kritisieren dies oft genug.
5. Fazit Diese Diskussion ließe sich sicherlich endlos weiter führen. Was mir wichtig ist: Möge der vielfach zu spürende Hass aus der Diskussion verschwinden. Zudem sind wir Bio-Bauern gemeinsam mit den Veganern ja durchaus kritische Konsumenten. Viele sind zur veganen Lebensweise übergegangen, um keine industrielle Tierhaltung zu fördern. Das eint uns. Wünschen würde ich mir, dass die, die diesen Beweggrund haben, lieber gezielt einen Hof nach ihren Wünschen finden und so eine zukunftsfähige Art der Landwirtschaft fördern. Denn letztlich haben Nutztiere in der Landwirtschaft eine hohe Bedeutung, ihre Qualitäten sind so vielfältig, dass wir zu viel verlieren würden, verzichteten wir auf sie. Weniger Tiere, keine intensive Haltung: Das wäre ein gemeinsames Ziel.

Kreislauf im Wandel
Anbauverband für die vegane Landwirtschaft stellt Richtlinien für bio-zyklischen Anbau vor. Von Ronja Zöls
Vor zwei Jahren hatte der Boden von Biokreis-Landwirt Bernd Kugelmann dringend Dünger nötig. Doch woher nehmen? Bio-Dünger war gerade nicht verfügbar. Mist aus Massentierhaltung? Das wollte Bernd Kugelmann unbedingt vermeiden. Zum Glück hatte er eine Mitarbeiterin, die in Südamerika Entwicklungshilfe geleistet hatte. Sie hatte in der Vergangenheit viel mit Kompost gearbeitet und zeigte Bernd Kugelmann, wie man dieses pflanzliche Düngemittel herstellt. Seither wird auf dem Hof in Kandel (Rheinland-Pfalz) biologisch und vegan produziert. Und in diesem Jahr hat Bernd Kugelmann gemeinsam mit dem Biokreis-Verarbeiter Georg Thalhammer den Anbauverband für die vegane Landwirtschaft BIO.VEG.AN. gegründet. „Wir wollen den biozyklischen Anbau voranbringen“, sagt Bernd Kugelmann. Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) als auch die Albert-Schweitzer- Stiftung sitzen bereits mit im Boot, außerdem mehrere Landwirte, Verarbeiter und Händler. Die Grundlage dafür sind Richtlinien, die für bio-veganen Anbau gelten sollen. Derzeit liegen sie der IFOAM, dem Weltverband des ökologischen Landbaus, zur Genehmigung vor. Zur Biofach wollen die Initiatoren die neuen Regeln und auch ihren Verein vorstellen. Das zentrale Element der Richtlinien für biozyklischen Anbau: keine Tierhaltung. Doch was heißt das? Darf kein Pferd mehr auf der Koppel herumlaufen? „Es darf Pferde geben und es darf auch Hühner geben, aber nicht zur kommerziellen Nutzung, sondern nur zum Eigengebrauch“, erklärt Bernd Kugelmann. Auch die Düngemittel dürfen eben keine tierischen Komponenten enthalten. Eine sogenannte Grüne Liste enthält die zugelassenen Hilfsstoffe. 50 Seiten lang sind die Richtlinien und sollen künftig auch von den Öko-Kontrollstellen überprüft werden, um am Ende echte vegane Produkte für Veganer vermarkten zu können. „Denn vegan ist, was vegan produziert wird“, sagt Bernd Kugelmann. Er hat ein Patent auf die Produktion bio-veganer Lebensmittel angemeldet, in dem Düngeverfahren, Bio-Kontrollverfahren und Pflanzenschutz beschrieben werden. Die neuen Richtlinien sollen dieses Patent ablösen. Bernd Kugelmann selbst ist kein Veganer, auch Georg Thalhammer sagt: „Ich koche oft vegan, aber wenn ich eingeladen bin, esse ich das, was es gibt.“ Doch das Interesse an veganen Produkten sei derzeit von Seiten der Verbraucher groß. Beide sind der Meinung, dass biozyklische und biologische Landwirtschaft gleichwertig nebeneinander bestehen sollten. Massentauglich sei die bio-zyklische Anbauweise derzeit nicht. Da würden noch viele Rohstoffe, Instrumente und Forschung fehlen. Und doch, so die Erfahrung, sei sie dem Boden sehr zuträglich. „Ich bin nicht gegen Kuhmist“, sagt Georg Thalhammer, „doch pflanzlicher Dünger scheint den Böden besonders gut zu tun.“ Auch Bernd Kugelmann meint, dass die Struktur seiner Böden besser geworden sei. Die Grundwasserverbände seien mit Hinblick auf eine Reduktion der Nitratausbringung ebenfalls interessiert an der neuen Anbauform. Das Vorbild Griechenland zeige außerdem, dass biozyklischer Anbau auch auf lange Sicht funktioniere.

Auszug aus den Richtlinien (derzeit nur auf englisch verfügbar)
GUIDELINES
General preconditions Criteria for entering the ‚Biocyclic-Vegan‘ control and certification system A producer‘s decision to comply with the principles of organic and particularly of biocyclic-vegan farming must be widely founded on a global perspective which encompasses all aspects of life. As a result, this decision concerns the totality of all his operating units and activities. Thus the focus of interest is not the individual product but the producer himself and his farm as a whole including his interaction with the ecosystem and the social structures of his environment. (…) Switching of production systems Biocyclic-vegan production systems require a permanent commitment to biocyclic-vegan production practices. The production system shall not rely upon continuous switching between biocyclicvegan and conventional and/or organic but nonvegan management (...) Prohibition of the use of animal manure The use of animal manure is categorically prohibited. This regulation does not apply for the excrements of animals and soil organisms that live freely and voluntarily on the premises of the operation. No animal manure in any form whatever may be applied on the operation. Animal manure does not only include solid dung and slurry, but also all preparations – produced on the operation or purchased externally – that are to be used for fertilization, plant fortification and/or soil improvement and that contain ingredients of animal origin or that have been elaborated in using parts of the bodies of animals (e.g. horn shavings, feathers, animal meal, vermicompost on the basis of animal manure, hydrolysis products of animal origin). If there are animals kept on the operation this is only permitted, if they are neither raised for slaughter nor for any commercial use, if their number does not exceed 0.2 livestock units per hectare and if the way they are kept does at least correspond to the standards of organic farming. The manure of these animals has to be composted separately and may only be used at a stage of full maturity and only for permanent crops, not however for the cultivation of field crops and vegetables. It has to be at least one year old, and it must have regularly been turned with water being added. Two third of the final volume of the compost elaborated in this manner have to be of vegetal origin.

Vorreiter Griechenland
Seit diesem Jahr ist erstmals biozyklischvegan zertifiziertes Obst und Gemüse aus Griechenland im deutschsprachigen Lebensmittel-Einzelhandel erhältlich. Bei den ersten Produkten, die mit dem Begriff „biozyklisch-vegan“ gelabelt in den Supermärkten in Deutschland und Österreich zu kaufen sind, handelt es sich um Orangen, Clementinen, Zitronen, Granatäpfel, Kiwis, Cherry-Tomaten und Olivenöl. Für rund 100 griechische Oliven-, Obst- und Gemüsebetriebe, die bio-zyklisch produzieren, organisiert die BNS Biocyclic Network Services die Vermarktung ihrer Bio-Produkte in den deutschsprachigen Raum. Wann und wo biozyklisch-veganes Obst und Gemüse im deutschsprachigen Einzelhandel verfügbar ist, ist unter www.biovegan.org zu sehen. Quelle: Bund für vegane Lebensweise

Auch Veganer brauchen Imker
Wenn der Gute zum Bösen wird … - Überlegungen eines Bio-Imkers. Von Marc Schüller. Der Autor Marc Schüller ist Biokreis-Berater für Imker.
Als Imker bin ich, ohne dass ich schon etwas gesagt habe oder jemand etwas von mir weiß, immer gerne gesehen und habe die Sympathien auf meiner Seite. Denn die Tatsache, dass ich Bienen halte, wird schon als positiv und wichtig erachtet. Das gleiche gilt für meine Produkte, denn Honig als reines gesundes Naturprodukt und Kerzen aus Bienenwachs werden als besonders edel und schön bewertet. Ich selber bin dann aber doch überrascht, ja fast irritiert, wenn ich genau wegen meiner Bienenhaltung von Teilen der veganen Bewegung als Massentierhalter, als Tier-Ausbeuter, Honigräuber, Tierquäler und ähnliches bezeichnet werde und mich ernsthaft mit sogenannter Tierbefreiung auseinandersetzen muss. Woher kommt aber diese Diskrepanz? Warum geht der Veganismus bei der Bienenhaltung nicht weg
von dem Vorwurf, dass Tiere zur Produktion benutzt werden? Sind nicht gerade die Bienen ein Paradebeispiel für einen Gegenentwurf zur klassischen Tierhaltung sowie ihre Produkte der Inbegriff von Ursprünglichkeit und Natürlichkeit?

Bienen in aufgeräumte Wälder?
Entgegenhalten muss man in solchen Diskussionen die unglaubliche Bestäubungsleistung, die die Bienen für die Gesellschaft und unsere Landschaft leisten. Sie sichern die Vielfalt und Ausgewogenheit unserer Nahrung, ja genau genommen auch unser Überleben. Zum anderen prägen die Bienen unser Landschaftsbild, da fast alle Blüh-Pflanzen auf den Besuch der Bienen angewiesen sind. Damit waren die Bienen der Garant schlechthin für die Entstehung der Artenvielfalt und sind es heute für deren Erhalt. Wirkliche Alternativen zu unseren Honigbienen gibt es dabei nicht, da die Bestäubung durch Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten nicht ausreichend oder aufgrund von „falschen“ Blühzeiten nicht vorhanden ist. Damit können wir schlichtweg auf Bienen nicht verzichten. Aber könnten wir denn auf die Haltung verzichten und die Bienen dahin zurückbringen, wo sie herkommen, nämlich in die Wälder? Wer unsere aufgeräumten Wälder kennt, weiß die Antwort. Bienen brauchen Baumhöhlen und eine intakte Natur mit einem üppigen Angebot an verschiedenen Nektar- und Pollenquellen. Beide Voraussetzungen gibt es heute nicht mehr. Dazu kommen zunehmend Krankheitserreger, Parasiten, der Klimawandel,
die Bodenversiegelung, die Pestizidbelastung aus der konventionellen Landwirtschaft und viele andere Faktoren, die die Fürsorge und Pflege durch einen Imker zur Voraussetzung für das Überleben machen. Drastisch ausgedrückt gäbe es im heutigen Europa ohne Imker in sehr kurzer Zeit praktisch keine Bienen mehr − nach mehr als 100 Millionen Jahren Entwicklungsgeschichte dieses Insekts. Damit kommt den hunderttausend Imkern in Deutschland, die ihre Bienen in den allermeisten Fällen als Hobby halten, eine wichtige und verantwortungsvolle, ja arterhaltende Rolle zu. Nur ihnen ist es zu verdanken, dass wir den sowieso schon gefährdeten ökologischen Kreislauf unserer Natur in Schwung halten können, dass beispielsweise unsere Bäume blühen und Früchte tragen, dass wir Gemüse im Garten anbauen, die Blütenvielfalt auf unseren Wiesen bewundern und unsere heimischen Vögel beobachten können, da sie sich von den unzähligen Wild-Beeren ernähren können. Die Bienen sind für die Natur das Schlüsseltier schlechthin.

Tierwohl versus Ausbeutung
Gleichwohl müssen sich auch die Imker der gesellschaftlichen Debatte um Tiernutzung und ihre Folgen stellen. Sie müssen sich zu Recht fragen lassen, inwiefern Praktiken der Bienenhaltung als Ausbeutung und Ausnutzung gelten und an welchen Stellen das Tierwohl mehr in den Vordergrund zu stellen ist. Ist das Ziel des maximalen Honigertrags richtig und das Maß aller Dinge? Sind wir als Imker nicht auch schon längst Teil eines globalisierten Systems, einer Landwirtschaft, die auf Kosten der Umwelt und der Tiere Erträge generiert? Als Imker stehen wir genauso wie andere Tierhalter vor der Wahl: Mache ich dies so oder eben anders? Lasse ich beispielsweise mehr Honig bei den Bienen oder füttere ich mehr ein? Führe ich die Bienen so, dass es für mich bequemer ist oder für die Bienen? Ich kann die Bienen als Teil einer Landschaft verstehen oder sie zur Ertragssteigerung durch Deutschland oder Europa fahren. Ich kann die Bienen aus Gründen des maximal zu entnehmenden Honigs mit einem Absperrgitter dahin bringen, dass ein organisches Wachsen ihres Brutnestes nicht mehr möglich ist, oder ihnen die natürliche Freiheit lassen. Ich kann die Zucht sehr eng an den Imker-Bedürfnissen orientieren oder die Biologie und das Wesen der Bienen achten.

Ein Vertrag zwischen Bienen und Imker
Letztendlich geht es fern jeden Dogmas zu Recht um das wichtigste Argument der Veganer, nämlich um den Respekt vor dem Tier. Deshalb möchte ich meine persönliche Bienenhaltung mit einem Vertrag zwischen den Bienen und mir beschreiben: Ich kümmere mich um ihr Überleben genauso wie um ihr Wohlergehen in möglichst naher Anlehnung an ihre Natur, sie geben mir dafür einen Teil ihres Honigs und nebenbei die Faszination über ihre Leistungen. Dazu ist es wichtig, sein Tun jederzeit selbstkritisch zu überdenken und gute und sinnvolle Alternativen zu entwickeln, um der Komplexität der Sache gerecht zu werden. Die Bio-Imkerei und ganz besonders die Richtlinien des Biokreis versuchen diesen anspruchsvollen Spagat zwischen Tierwohl und Tiernutzung zu bewerkstelligen und im Zweifel zu Gunsten des Tieres zu interpretieren. Diese Vorgaben werden gerade von den Bio-Imkern ständig überprüft und diskutiert und sind selbstverständlich als Prozess zu begreifen. Auch der Veganismus braucht die vielen Imkerinnen und Imker, umgekehrt brauchen wir als Gesellschaft ganz dringend die Kritik an unserer Haltung gegenüber Tieren – und auch an unserer Bienenhaltung.

„Vegan ist erwachsen geworden“
Vegan-Koch und Buch-Autor Björn Moschinski spricht im Tischgespräch über seine eigene Ernährung, Kochen in Großküchen und die vegane Seele. Von Ronja Zöls
Herr Moschinski, seit wann und warum essen Sie „anders“?
Ich bin seit meinem 14. Lebensjahr Vegetarier, seit meinem 15. Lebensjahr Veganer. Auslöser war damals ein Bericht in der Bravo über Massentierhaltung und Tiertransporte. Ich wollte erst mal nicht für das Leid der Tiere mitverantwortlich sein. Während eines Prozesses von einem Jahr wurde mir auch die Problematik der Kükentötung bewusst, weshalb ich dann auf Eier verzichtet habe. Viele Verbraucher wissen außerdem nicht, dass die Milchproduktion mit der Schwangerschaft einer Kuh einhergeht, der ihr Kalb nach der Geburt entrissen wird. Die Opfer sind Kuh und Kalb. Das hat mich auch dazu gebracht, auf Milch zu verzichten.
Damals war Veganismus noch nicht sehr verbreitet. Wie haben Ihre Eltern reagiert?
Die dachten sich „Der macht eh, was er will“ und verstanden es als Phase. Ich habe da keinen Widerstand, sondern Unterstützung erfahren.
Muss vegan auch bio sein?
Vegan ist für mich ein Muss, Bio ist wichtig, allerdings mit Abstrichen. Ich achte sehr darauf, woher die Bio- Produkte kommen. Gemüse kommt auch aus Ägypten, wo fossile Wasserquellen angezapft werden und dann 80 Prozent des Wassers verdunstet. In der Wüste darf man kein Bio-Gemüse anbauen. Da kaufe ich dann lieber Regionales vom Bauern, der nicht zertifiziert ist, aber keine Pestizide ausbringt. Außerdem achte ich auf Saisonalität und kaufe zum Beispiel im Winter keine Tomaten.
Der Vegan-Trend macht vielen Bio-Bauern Angst, weil er kaum mit der Kreislaufwirtschaft, bei der Ackerbau und Viehhaltung zusammengehören, vereinbar ist. Können Sie diese Angst verstehen?
Interessant ist die Frage: Wie haben Bauern es früher gemacht? Die Kreislaufwirtschaft funktioniert gut im Kleinen und auch heute noch, wenn Tiere auf Lebenshöfen gehalten werden. Die Kreislaufwirtschaft wird aber in die Massenproduktion eingebunden. Wenn die Massentierhaltung zurückginge, gäbe es mehr freie landwirtschaftliche Flächen, deren Böden man ganz anders nutzen könnte. Auch die biodynamischvegane Landwirtschaft ist eine Option.
Halten Sie vegane Ernährung für massenkompatibel?
Allein in Indien leben mehr als 500 Millionen Menschen fleischlos. Fleisch, Eier und Milch sind vielerorts Luxusartikel. Das beweist, dass die vegane Ernährung bereits massenkompatibel ist. Pflanzliche Produkte sind nicht nur gesünder, sondern auch einfacher und ressourcenschonender zu produzieren. Die Nährstoffaufnahme pflanzlicher Produkte funktioniert besser. Die vegane Ernährung ist größtenteils basisch und übersäuert den Körper nicht.
Trotzdem entstehen durch die vegane Ernährung auch Mängel wie der Vitamin-B12-Mangel …
Etwa 30 Prozent der Deutschen leiden an Vitamin-B12-Mangel. Wenn man jetzt mal frech behaupten würde, dass jeder Veganer und jeder Vegetarier einen Mangel hat, dann würden immer noch doppelt so viele Fleischesser einen Mangel haben. B12-Mangel ist kein Problem der Veganer, sondern der Gesellschaft. Der Ursprung liegt darin, dass B12 über Bakterien, welche im Humus angesiedelt sind, selbst erzeugt werden kann. Durch den Hygienezwang und die extreme Verarbeitung der Lebensmittel nehmen wir diese über die normale Ernährung nicht mehr auf. Außerdem ist bei vielen Menschen der Verdauungstrakt angegriffen und die B12-Aufnahme gehemmt. Dazu kommt, dass auch im Tierfutter hohe Dosen von Vitamin B12 enthalten sind. Wenn Tiere dieses Supplement nicht bekommen würden, wäre auch in tierischen Produkten aus der Massentierhaltung kein B12 enthalten. Da nehme ich lieber selbst die Pille als sie dem Tier zu geben, um es dann zu töten.
Sie setzen sich stark für das vegane Kochen in Großküchen ein. Wie groß ist da das Interesse?
Das Interesse ist sehr groß, und das hat einen einfachen Hintergrund. Großküchen gibt es vorwiegend in Ballungsgebieten, wo verschiedene Menschen mit verschiedenen Ernährungsgewohnheiten arbeiten. Mit veganer Küche erreichen Sie die meisten von ihnen: den Kuhmilch-Intoleranten, den Muslimen, den Inder, den Vegetarier, den Veganer und den bewussten Fleischesser, der sagt: Wenn es etwas gutes Veganes gibt, esse ich es gerne.
Ist Bio und Vegan teurer als normales Kantinen-Essen?
Ein guter Preis hat mit einer guten Mischkalkulation zu tun. Relevante Fragen sind: Welche Rohstoffe werden eingesetzt? Wie sind die Arbeitsabläufe?
Wie wichtig ist es den Konsumenten dabei, dass Veganes auch biologisch ist?
Veganismus hat grundsätzlich nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Es bedeutet lediglich: Verzicht auf tierische Produkte. Nun gibt es aber für „vegan“ verschiedene Ansätze. Einige Veganer achten darauf, dass sie nachhaltig leben, andere auf ökologische Ernährung, wieder andere auf günstigen Konsum. Vegan ist aber keine Jugendkultur mehr, vegan ist erwachsen geworden. Die vegane Seele besitzt einen gewissen Intellekt. Immer mehr Veganer haben das nötige Kleingeld für „Clean Eating“ und bevorzugen wenig verarbeitete Produkte, natürliche biologische Rohstoffe und Regionalität.
Essen Sie auch mal was Ungesundes?
Ja, sicher. Ich hole mir mal einen veganen Burger, auf dem Weihnachtsmarkt Pommes oder esse Chips – allerdings ohne Geschmacksverstärker.
Könnten Sie sich vorstellen, eine Partnerin zu haben, die Fleisch isst?
Nein. Das würde extremes Konfliktpotenzial mit sich bringen. Ich könnte in keinem Haushalt mit tierischen Produkten leben. Und ich würde es auch nicht ertragen, wenn meine Freundin im Restaurant Fleisch essen würde. Wenn ich solo wäre, würde ich nicht sagen „Ich suche eine vegane Partnerin“, aber meist lerne ich Menschen kennen, die vegan sind oder sich ändern. Aber natürlich gibt es in meinem Freundeskreis auch Fleischesser.
Wenn Sie von einem Fleischesser zum Essen eingeladen werden, gehen Sie überhaupt hin?
Ja. Kürzlich waren wir bei einem amerikanischen Freund zum Burger- Essen eingeladen. Er hat für mich und meine Freundin vegane Patties besorgt, ich habe die vegane Remoulade mitgebracht, die dann auch alle gegessen haben.
Mit welchem veganen Produkt können Sie jeden Nicht-Veganer beeindrucken?
Mein veganer Eiersalat schmeckt eins zu eins wie echter Eiersalat. Der charakteristische Geschmack ist Schwefel, durch kleine Dosen Schwefelsalz erreicht man das richtige Aroma. Reinen Fleischgeschmack würden wir erleben, wenn wir ein Tier töten, ein Stück herausreißen und in den Mund stecken. Fleischgeschmack, wie wir ihn kennen, entsteht durch Röstaromen, Rauch, Gewürze. So definieren wir Geschmack jedes Mal neu. Geschmack passiert auf der Zunge und im Gehirn. Das können wir vegan auch machen.
Was halten Sie von der Kombi „vegan und fit“, wie Attila Hildmann sie zelebriert?
Ich finde die Kombination eher schwierig. Man kann sich als Veganer gesünder, aber auch ungesünder als ein Fleischesser ernähren. Vegane Ernährung als Abnehm- oder Fitness- Diät zu verkaufen ist aus meiner Sicht falsch. Ohne Sport setzt auch ein Veganer leicht an, denn in vielen veganen Produkten sind Zucker und Fette enthalten. Aber viele Veganer setzen sich sowohl mit Ernährung als auch mit Sport auseinander und ernähren sich im Vergleich zum Fleischesser gesünder beziehungsweise bewusster. Trotzdem macht Attila Hildmann einen guten Job und hat das Bewusstsein bei vielen geschärft.

 

Propaganda aus Schlachthöfen und Konzernzentralen

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Aus der Broschüre der FNL "Verantwortungsvolle Nutztierhaltung":
Tierschutz ist in Deutschland für Landwirte selbstverständlich. (S. 10f)
Eier aus Kleinvolierenhaltung weisen wesentlich geringere Keimzahlen in der Schale auf, weil sie mit dem Kot gar nicht erst in Berührung kommen. (S. 19)

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Lesestoff

Mensch Macht Tier ... 4 Euro

Themen: Speziesistische Ideologie, Tierrechte, Konstruktion von Arten, Veganismus, Containern, Jagd-Kritik, Soja-Produktionsbedingungen, Tierrechtsaktivismus. A5, 116 S.

Befreiung hört nicht beim Menschen auf! ... 4 Euro

Reader zu Perspektiven aus der Tierbefreiungsbewegung von der Gruppe BerTA. A5, 100 S.