Willkommen im Wiesecktal - Refugees welcome!
Für eine bunte Welt in Grünberg, Reiskirchen, Buseck bis Gießen und überall!

Refugees welcome

Auf dieser Seite werden Informationen über Menschen im Wiesecktal und der Umgebung zu finden sein. Es geht um ein Austausch, Kooperation und gegenseitige Unterstützung OHNE GRENZEN! Damit sind alle Grenzen gemein, die Menschen aufteilen, voneinander trennen oder sogar gegeneinander aufbringen: Nationen, Dörfer, Geschlechter, Alterskategorien, Hierarchien. Anregungen, Informationen und mehr bitte per Mail.

Der Gießener Landbote - monatlicher Terminkalender

Angelehnt an den Titel der legendären Aufklärungsschrift von Georg Büchner starten wir mit einer kleinen Übersicht in Faltblattform. Erstmals für April 2016 sind hier Termine aus unterschiedlichen Orten zusammengetragen, die vor allem aus den Flüchtlings-Unterstützer_innengruppen kommen. Alle dort aufgeführten Termine sind aber offen für alle - eben: Keine Grenzen! Ladet Euch die aktuelle Ausgabe herunter - zum Selbstlesen, Auslegen, Verteilen!

Ziele

Unser Anliegen ist Solidarität und Miteinander mit den Menschen, die aus fernen Ländern hierher kommen. So wie viele Menschen, wenn sie irgendwo fremd sind, die Sprache, Menschen, Denkkulturen usw. (noch) nicht kennen und zunächst über kaum eigene Mittel verfügen, Unterstützung brauchen, wird es auch im Wiesecktal darum gehen, sich gegenseitig zu helfen. Wer Flüchtlinge unterstützen kann - tut das! Wer mit ihnen zusammen Solidar-Strukturen aufbaut, die am Ende das Denken im Wiesecktal hin zu einer solidarischen Gesellschaft verändern - noch viel besser!

Solidarität und Kooperation statt Integration in den Kapitalismus

Viele, viele Flüchtlinge. Die Chance, die darin steckt, ist das Nachdenken, wie Menschen zusammenleben können. Alle, die hier leben, würde bei einigem Nachdenken schnell dahinter kommen, dass das Grauen, wegen dem die Menschen fliehen, auch und ziemlich stark aus Deutschland kommt: Kriege, Landraub, Rohstoffabbau, schmutzige Industrien und mehr. Statt Grenzzäunen oder gar bewaffneten Einheiten gegen heranreisende Menschen wäre das Ende von NATO/Bundeswehr, ein regionales und umweltgerechtes Wirtschaften der richtige Weg. Aber wer will den gehen? Mit den hierher kommenden Menschen könnte ein kleiner Wandel gelingen, denn sie alle brauchen (und fast alle wollen auch) ein nettes Zuhause und ein gutes Auskommen. Wird das genauso kapitalistisch organisiert wie das Leben der Deutschen, werden sie von Opfern zu Täter_innen im globalen Ausbeutungsregime. Warum also nicht andere Wege suchen - am besten Flüchtlinge und bereits hier Wohnende zusammen: Nutzer_innengemeinschafen von Geräten, Fahrrädern, Autos usw.? Solidarische Landwirtschaft statt Lebensmittelimporte? Umsonstläden statt Kaufhäuser? Gemeinsame Werkstätten, Küchen und mehr?

Für ein anderes Wertesystem statt Integration der Flüchtlinge in eine Welt der Ellbogen und Ausbeutung!

Treffpunkte und Termine entlang von Lumda, Wieseck und Wetter

So, 26.6., ab 14 Uhr in der Projektwerkstatt: Bunter Aktionstag, wahrscheinlich mit Umsonstmarkt, politischer DIskussion, Filmen und um 18 Uhr das Planungstreffen für das Juli-Programm

Rückblicke (Auswahl vergangener Termine)

Fr, 13,5., 16.15 Uhr ab Harbach (Treffpunkt Dorfplatz, Abfahrt aus den umgebenden Orten um 16 Uhr): Radtour zum Erlebnispfad nach Lindenstruth und dann weiter nach Saasen (gemütliche Abschlussrunde in der Projektwerkstatt) - mit und für Flüchtlinge!

Mo, 9. und 23.5., 18 Uhr: Politisches Gespräch in der Projektwerkstatt

April: Schöne Fußballspiel in Lindenstruth und auch anderswo ... ChampionsLeague-PublicViewing in der Projektwerkstatt ... Politische Gespräche zu Eigentum ... und der neue Mai-Landbote!

29.3.: Fahrt mit Refugees aus beiden Saasener Unterkünften zum Offenen Treff in Reiskirchen ... und Fertigstellung der ersten Ausgabe (April 2016) des "Gießener Landboten" auf Deutsch und Englisch (zudem als Plakat)

18. und 26.3.: Gemeinsames Fußballspiel in Lindenstruth - mit Refugees aus Unterkünften der Umgebung. Darüber hinaus entstehen in diesen Tagen Kontakte nach Harbach, Ettingshausen, Laubach und anderen Orten, um dort gemeinsam genutzte Infrastruktur zu schaffen, sich auszutauschen, zu unterstützen und mehr.

9.3.: Baubeginn am Sääser "Bunt-Bike-Port", dem Unterstand für phantasievolle Fahrräder, die allen Menschen in Saasen und ihren Gästen jederzeit zur Verfügung stehen (siehe Plakat).

27.2.: Planung für den Unterstand der Bunt-Fahrräder auf dem Gelände der Unterkunft in der Bahnhofstraße 1. Die Räder sollen von der Straße aus zugänglich sein und von allen in Saasen genutzt werden können: Gemeingut statt Eigentum! Gesucht werden jetzt Metallträger (z.B. Gerüststangen oder Ähnliches), aus denen eine Behausung für Fahrräder entstehen kann (schweißen, schrauben usw.). Wo ist so etwas übrig?

26.2.: Gemeinsames Fußballspiel Afghanen, Syrer und Projektwerkstättler auf dem Platz in Saasen - und es setzt sich sogar die Idee auf, alle Mannschaften zu mischen: Gute Stimmung, Kennenlernen, keine Grenzen auch auf dem Platz! Es entsteht Lust auf mehr ... wer hat Lust, mitzuspielen oder als bestehende Mann-/Frauschaft mal ein Freundschaftsspiel zu machen?

19.2.: Zwölf Menschen aus Afghanistan sind in die zweite Gemeinschaftsunterkunft in der Müllerecke in Saasen eingezogen. Herzlich willkommen!

11.2.: Die Stimmung ist gut - jedenfalls viel besser als nach der ersten Bürger_innenversammlung im November 2015 zu befürchten war. Sofort nach ihrer Ankunft schmiedeten die Flüchtlinge einen engen Draht zur Projektwerkstatt. Einige von ihnen nutzten dort fast täglich die Werkstätten, den Partyraum mit Kicker und Billard oder das Internet. Während der Globale Mittelhessen besuchten viele die Filmvorführungen dort. Am 14.2. stand abends erstmals eine Runde im Musikraum und machte mit Flöte, Gitarre, Drums und Keyboard ordentlich Alarm. Nach ca. zwei Wochen kamen auch Deutschkurse ingang. Selbst den anfangs eher skeptisch bis fremdenfeindlich gestimmten Bürger_innen blieb wenig anderes übrig, als einen gelungenen Start ins multikulturelle Zeitalter für Saasen festzustellen - auch wenn diejenigen, die tatsächlich in den ersten zwei Wochen nach Ankunft der Flüchtlinge denen sofort halfen und bis heute ihr ganzes Haus offenhalten zum täglich Besuch, zur Nutzung der Werkstätten usw., nicht erwähnt wurden. So entstand der folgende Zeitungstext - und in der Sache ist das gut, wenn ein solcher Eindruck entstanden ist. Ein als Nazi gekleideter Bewohner Saasens schlich unzufrieden schon vor Ende der Versammlung aus dem Saal ...

Gießener Anzeiger zur Bürger_innenversammlung
Gießener Anzeiger am 13.2.2016 (Seite 29 ++ der Autor&Fotograf ist gleichzeitig Ortsvorsteher ++ größer durch Anklicken ++ PDF)

Tipps: Kleidung, Mobilität und mehr
Wohnungen gesucht!

Auf der Bürger_innenversammlung fragte ein Mensch, wie lange denn die Flüchtlinge jeweils an einem Ort bleiben. Es wäre ja schade, die zu integrieren und dann verschwinden sie wieder. Die Antwort vom Landkreismitarbeiter war, dass die Wohnsituation in den Unterkünften schon so sei, dass die Flüchtlinge nach anderen Möglichkeiten Ausschau halten - immerhin leben bis zu fünf Personen in einem normalen Wohnraum (also: 5 Betten, Stühle, Schränke, ein Tisch und Kühlschrank). Wenn ihnen aber passende Wohnungen im gleichen Ort oder der Nähe angeboten werden, würden sie oft auch gerne da bleiben, wo schon Kontakte entstanden sind. Also, Menschen im Wiesecktal: Wo steht Wohnraum leer und lässt sich zu einer netten Bleibe machen, damit aus Gästen echte Mitbürger_innen werden?

Suchliste für Materialspenden an die Flüchtlingsunterkünfte in Saasen (wird ständig aktualisiert)

Die folgende Liste basiert auf den Angaben der Bewohner_innen in der Saasener Unterkunft (Ergänzungen werden folgen). Vielen Dank an all die, die Sachen vorbeigebracht haben - von den Nadeln für Ballpumpen über Fahrräder bis zu Lampen.

Wohin bringen? Entweder zu den öffentlichen Treffen oder in die Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen. Dort werden auch viele Sachen repariert, können Räume und Einrichtungen von Flüchtlingen und allen anderen Menschen genutzt werden (Suchliste für die Ausstattung dort: Sachspenden ++ Mitwirkung). In der Fahrradwerkstatt der Projektwerkstatt sind inzwischen sowohl für die Saasener wie auch für die Ettingshäuser Unterkunft Fahrräder zusammengeschraubt worden.

Texte zum Nachdenken

Weitere Informationen folgen ++ Impressum