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Konkrete Entwürfe für eine andere Welt

Eigentum

Eigentum über alles
Aus Karl Albrecht Schachtschneider (2012), "Die Souveränität Deutschland" (S. 32)
Die Verfassung ist ... die Freiheit des Menschen (MdS, S. 345) und alle mit der Freiheit untrennbaren Rechte, ... Dazu gehören aber auch essenziell die Gewährleistung des Eigentums, ohne das der Mensch nicht selbstständig ist, sowohl das Recht am Eigentum als auch das Recht auf Eigentum.

Eigentum abschaffen?

Aus: autonome stadt, Entwurfsarbeit von Tomislav Knaffl im Wintersemester 2000/01 an der Uni Stuttgart
da niemand all seine güter gleichzeitig nutzen kann und die sorge um akkumulierte güter die wahrnehmungsqualität für den augenblick einschränkt, soll das eigentumsrecht in ein nutzrecht überführt werden. dies erfordert einen sprung in der wirtschaftlichen organisationsweise, da die meisten menschen des gegenwärtige tauschsystem gewohnt sind und es verinnerlicht haben.

Freie "Ware"/Freies Wissen

Weder Tauschen noch Schenken
Freie Software und andere Freie Produkte sind nicht Gegenstand irgendwelcher Tauschvorgänge. Freie Software steht allen zur Verfügung, die sie benötigen - sie kann einfach genommen werden. Auch wer überhaupt nichts zu Freier Software beigetragen hat - wie jedeR durchschnittlicheR Gnu/Linux-NutzerIn -, kann sie in vollem Umfang und ohne Abstriche nutzen, sich die Quellen anschauen, daraus lernen und sie weitergeben. Das Konzept des Tausches ist auf Freie Produkte schlicht nicht anwendbar. Das schließt im übrigen ein, daß auch eine Person, die etwas gibt, nicht erwarten kann, dafür etwas zu bekommen.
Andererseits kann auch nicht von Geschenken im engeren Sinne gesprochen werden, da Freie Software im allgemeinen nicht für bestimmte andere Personen geschrieben wird. Höchstens von einem Geschenk an die Menschheit könnte gesprochen werden.
(Quelle)

Oder doch nicht so richtig???

Marx, Karl/Engels, Friedrich (1890), „Manifest der Kommunistischen Partei“, zitiert nach: „Gegen die Strömung“, Dez. 2005
Was den Kommunismus auszeichnet, ist nicht die Abschaffung des Eigentums überhaupt, sondern die Abschaffung des bürgerlichen Eigentums.

Christoph Spehr in "Zwischenbilanz", in: "Gleicher als andere", Karl Dietz Verlag Berlin, 2003 (S. 300)
Eine Abschaffung des Staates kann ich mir in der Tat nur so vorstellen, dass Teile seiner Fuinktionen durch ander Großkooperationen übernommen werden ... Das heißt nicht, dass der Staat verschwinden würde, aber sein Charakater würde sich grundlegend verändern ... Eigentum hingegen kann man gar nicht abschaffen. Eine Gesellschaft des "jeder macht, was er denkt und nimmt sich, was er braucht" halte ich für nicht denkbar ... Aus Sicht der freien Kooperation ist Eigentum eine Überlassung, einer Form von Ermöglichung, und daher ist das große, ungleiche Eigentum eines, das von unten zu kontrollieren ist und dessen Überlassung rückholbar ist ...

Zur Bedarfswirtschaft

Aus: autonome stadt, Entwurfsarbeit von Tomislav Knaffl im Wintersemester 2000/01 an der Uni Stuttgart
in der bedarfswirtschaft wird im gegensatz zur marktwirtschaft für vorher angemeldete bedarfe von individuen und nicht wie in der marktwirtschaft auf verdacht zum tausch auf dem anonymen markt produziert. dies soll den verlust der konkurrenz mit gewinn der kooperation mit sich bringen.

Lesestoff

Etliche Texte und Zitate sind mit, andere ohne Namen - das liegt zum einen daran, wie wir die Texte bekommen haben, zum anderen können die, deren Texte hier abgedruckt sind, auch selbst bestimmen ... Mail genügt und der Name wird gestrichen bzw. hinzugefügt.