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Zitate zu Krieg und Anti-Kriegsarbeit

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P.M., 2001: Subcoma, Paranoia City Verlag in Zürich (S. 23)
Kriege entstehen nie dadurch, dass Menschen sie wollen. Sie entstehen aus objektiven Ungerechtigkeiten, die zu Wut und Hass führen und dann politsich fast automatisch in Ausrottung und Krieg umgesetzt werden. ... Kriege können also nicht mit Pazifismus vermieden werden, es geht um die Beseitigung der Grundursache - und das ist die Arbeitsmaschine, die auf patriarchaler Unterdrückung, Konkurrenz, Ungleichheit und sozialer Zersetzung beruht. Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit, diese Ursache zu beseitigen oder in einem Strudel regionaler Atomkriege unterzugehen.

Pro Krieg

Aus einem Kommentar von Thomas Kröter in der FR, 13.10.2007 (S. 10)
Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat recht. Ziviler Aufbau und militärischer Schutz in Afghanistan gehören zusammen. ...
Es gehört daher zu den Absurditäten der deutschen Debatte, dass ausgerechnet der Einsatz von Aufklärungsflugzeugen besonders umstritten ist. Denn je mehr die Kämpfer über das Schlachtfeld und den Gegner wissen, umso besser sind sie in der Lage, zivile Opfer zu vermeiden. Gerade die Tornados sind daher gut für den Aufbau. ...
Aber trotz aller Ungereimtheiten bleibt die Grundthese richtig: Ohne Militär keine Hilfe. Und richtig bleibt auch: Ein Abzug würde nicht nur das Land ins Chaos stürzen, er würde den Taliban einen Sieg bescheren, ...
Afghanistan ist heute ein Land mit zwei Gesichtern. Einerseits gibt es mehr Unsicherheit, Anschläge, Krieg. Andererseits kehren Flüchtlinge in Scharen zurück, boomt die Wirtschaft in den Städten, können Mädchen selbst auf dem Land zur Schule gehen. Diese positive Entwicklung zu stärken muss das Ziel jeder Debatte über das internationale Engagement sein. Von Abzug wird noch lange keine Rede sein können.

Kommentar zum letzten Absatz: Tja, das hier positiv Dargestellte (ob es stimmt, ist eine andere Frage) ist so neu nicht. Und ohne das damalige sowjetabhängige Regime zu loben: Es waren die Westmächte, die die Taliban ausbildeten, um die Macht zu übernehmen. Vorher war es mit der Gleichberechtigung der Frauen, Bildung für alle schon mal wenigstens etwas besser. Aber mensch dreht es sich halt, wie es gebraucht wird.

Hoch leben die Völker!

Horst-Eberhard Richter in einer Rede auf dem Antikriegstag des DGB in Frankfurt, dokumentiert in der FR vom 3.9.2003 (S. 7)
"Alternative Völkergemeinschaft", das soll hier die Gemeinschaft der Volksmehrheiten bezeichnen, die gegen den Irak-Krieg standen, ohne ihren Willen durchsetzen zu können. Hier liegt ein riesiges Potenzial bereit, das darauf wartet, in die offizielle Politik aus einem Bewusstsein heraus einwirken zu können, das der Mentalität der politsichen Machtelite nach allem Anschein ein deutliches Stück voraus ist. Ich vermute, dass der friedliche Verlauf unserer großen Demonstrationen wesentlich mit dem Bewusstsein eigener moralischer Überlegenheit zusammenhängt. Man wusste, dass in der Kriegsablehnung ein höheres und reiferes Verantwortungsgefühl wirksam war als in der Feindbildhetze der Kriegstreiber.

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