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Technik und Wissenschaft

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Alles, was Technik bringt, ist gut!

Im Original: Blauäugige Technikvernarrtheit ... Diese Zitate ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Humanisten fordern: Menschen sollen genetisch und technisch optimiert werden
Auszug aus Vowinkel, Bernd: "Auf dem Weg zum Transhumanismus?", in: "Der neue Humanismus", Alibri in Aschaffenburg (S. 142)
Wenn man Genmanipulation und künstliche Intelligenz ablehnt, muss man sich aber mit dem Elend in unserer Welt und dein Untergang unserer Zivilisation abfinden. Ein Kritiker hat die Ansichten von Habermas daher sehr treffend als „die Zukunft tot gedacht" bezeichnet.
Ein ethisches Problem besteht darin, dass genoptimierte Menschen selbst keinen Einfluss auf ihre eigenen Gene haben können, da hier die Wahl ja vor der Geburt getroffen wird. Als Horrowision wird häufig angeführt, dass der Staat eventuell die Möglichkeit nutzen könnte, gezielt Menschen mit bestimmten Eigenschaften auszustatten. Solange Eltern die Wahl haben, werden sie sich wohl für eine möglichst vorteilhafte Genkomination entscheiden. Das ändert natürlich nichts daran, dass es in der transhumanen Gesellschaft klare Regeln geben muss, die das Wahlrecht der Eltern und Eingriffe des Staates in vernünftigen Grenzen halten.

Aus Christoph Lammers: "Kreationismus auf dem Vormarsch", in: Junge Welt, 30.12.2009 (S. 10)
Tatsächlich wäre ein klares Bekenntnis zur Wissenschaft und zum rationalen Weltbild ein Fortschritt zur Überwindung von religiösem Fundamentalismus.

Mit High-Tech werden sogar Stickstoffdünger und Pestizide zum Musterfall der Nachhaltigkeit
Aus der Broschüre der FNL "Natur nutzen – Natur schützen":
Ein Musterbeispiel für zukunftsweisende nachhaltige Entwicklung ist Präzisionslandwirtschaft: Sie erlaubt mittels modernster Technik (GPS u. a.) innerhalb eines Ackers fast punktgenaue Anwendungen. Beispielsweise misst ein Sensor, auf das Dach des Traktors montiert, bei der Ausbringung von Stickstoffdüngern die Intensität des Blattgrüns in den Pflanzen. Daraus berechnet die Steuerungssoftware an Bord des Traktors den Stickstoffbedarf und steuert den Düngerstreuer, der dann die richtige Menge ausbringt. (S. 16)
Investitionen in Forschung und Entwicklung neuer Produkte sind Investitionen in einen nachhaltigen Nutzen für Landwirtschaft und Naturhaushalt. So durchlaufen z. B. Pflanzenschutzmittel umfangreiche Tests und werden von den Zulassungsbehörden auf ihre Unbedenklichkeit für Mensch, Tier und Umwelt geprüft.
(S. 19)

Gerichtete Wissenschaft

Aus der Beschreibung eines Forschungsprojektes zu grüner Gentechnik (Quelle)
Empirische Untersuchungen zu Technikkonflikten konnten zeigen, dass es sich bei diesen weniger um Auseinandersetzungen um die Vor- und Nachteile einer Technologie handelt, als um die Auseinandersetzung unterschiedlicher Weltbilder.
Ziel des Projektes ist es am Beispiel der Kontroverse um die Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft, die divergenten Weltbilder unterschiedlicher Akteure systematisch zu untersuchen und den Anteil der Technik an der Generierung des Konfliktes heraus zu arbeiten.
Ausgehend von einer kritischen Rekonstruktion des aus der Wissenschaftsforschung stammenden Ansatzes der Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) wird die These aufgestellt, dass Weltbilder vor allem durch materielle Objekte (Quasi-Objekte)gestützt werden. Unter welchen Bedingungen der gemeinsame Bezug unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure auf diese Quasi-Objekte Konflikte entstehen läßt oder kooperatives Handeln ermöglicht, soll die empirische Untersuchung der Repräsentationen der „Grünen Gentechnik“ bei ausgewählten Organisationen zeigen.

Aus der Antwort eines "Feldbefreiers" in Gießen:
... halte ich aber den Forschungsansatz für klassische interessensgeleitete Forschung. Das Ergebnis steht schon in der Ausgangsbehauptung fest. Wer Technologie politisch kritisiert, kritisiert sie nicht technisch-wissenschaftlich, sondern weltanschaulich. Warum soll eine politische Kritik (z.B. Zunahme des Herrschaftspotentials durch eine bestimmte Technologie) eigentlich unwissenschaftlich sein? Und: Warum ist bereits die Grundannahme, dass wer politisch argumentiert, die wissenschaftliche Kritik (so das überhaupt trennbar ist) unterlassen?
Ich würde einladen, unseren Konflikt mit aufzunehmen. Das könnte aber die Grundannahme in Frage stellen. Daher wäre es aus wissenschaftlicher Tradition heraus eher typisch, uns zu vergessen.

Aus Gordon, Uri (2010): "Hier und jetzt", Nautilus in Hamburg(S. 172 ff.)
Die Universitäten ihrerseits werden ermutigt bis gedrängt, ihre Forschung einem kommerziellen Nutzen zuzuführen, wobei durch die Privatisierung und durch direkte Finanzierung unter gewissen Bedingungen seitens der Regierungen Druck in diese Richtung ausgeübt wird. Da die Universitäten bestrebt sind, die Entstehung lukrativer Unternehmen anzustoßen, ist es aus ihrer Sicht nur folgerichtig, die wirtschaftliche Relevanz der Forschung zu berücksichtigen. ...
In Großbritannien nehmen Vertreter großer Unternehmen regelmäßig an Sitzungen von Gremien wie dem akademischen Forschungsrat teil, der über große Summen von Fördergeldern entscheidet, und beeinflussen so die politischen Entscheidungsprozesse hinsichtlich der Technologieentwicklung. Inoffiziell gibt es darüber hinaus Lobby-Gruppen, die von der Industrie unterstützt werden, so die British Royal Society unter anderem von BP, Esso, Rolls-Royce. Und zwischen den Führungsetagen von Wirtschaft, Universitäten und Regierung begehen für Funktionen, die für den Bereich Wissenschafts- und Technologiepolitik relevant sind, »Drehtüren«. Ähnlich verhält eS Sich in allen anderen entwickelten Ländern.
Unter solchen Bedingungen überrascht es nicht, dass die Entscheidungen über den Wert einer technischen Entwicklung »nicht einfach eine Frage der technischen oder auch wirtschaftlichen Einschätzung ist, sondern eine politische. Eine Technologie wird für sinnvoll erklärt, wenn sie den bestehenden Machtverhältnissen entspricht« (David F. Noble). Technologische Entwicklung verstärkt demnach strukturell die Perpetuierung und Erweiterung der bereits allgegenwärtigen Zentralisierung, Rationalisierung und Konkurrenz, die westliche Gesellschaften kennzeichnen. So gesehen »findet permanent ein gesellschaftlicher Prozess statt, bei dem sich wissenschaftliche Erkenntnis, technologische Entwicklung und wirtschaftlicher Profit in eingefahrenen Bahnen wechselseitig verstärken, Bahnen, denen unübersehbar der Stempel politischer und wirtschaftlicher Macht aufgeprägt ist« (Langdon Winner).
Mit anderen Worten, die hypothetische Frage, ob Technologie je in die »richtigen« Hände gelangen kann, beantwortet sich zunächst einmal mit der Feststellung, dass sie jedenfalls in einer hierarchischen Gesellschaft immer in den »falschen« Händen war und sein wird.

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Aus Bakunin, Michail: Gott und der Staat (Nachdruck 1995 im Trotzdem Verlag, Internet)
Das größte wissenschaftliche Genie sinkt unvermeidlich und schläft ein, sobald es Akademiker, offizieller, patentierter Gelehrter wird. Es verliert seine Selbstbestimmung, seine revolutionäre Kühnheit und die unbequeme und wilde Tatkraft, die für das Wesen der größten Genies charakteristisch sind, die stets berufen sind, hinfällige Welten zu zerstören und die Grundlagen neuer Welten zu legen. Zweifellos gewinnt es an Höflichkeit, nützlicher und praktischer Weisheit, was es an Denkkraft verliert. Es wird, mit einem Wort, verdorben. ...
Eine wissenschaftliche Körperschaft, welcher die Regierung der Gesellschaft anvertraut wäre, würde sich bald gar nicht mehr mit der Wissenschaft, sondern mit ganz anderen Dingen beschäftigen; sie würde, wie alle bestehenden Mächte, sich damit befassen, sich ewige Dauer zu verschaffen, indem sie die ihr anvertraute Gesellschaft immer dümmer und folglich ihrer Regierung und Leitung immer bedürftiger machen würde.
Was aber von wissenschaftlichen Akademien gilt, gilt in gleicher Weise von allen konstituierenden und gesetzgebenden Versammlungen, selbst den aus dem allgemeinen Stimmrecht hervorgegangenen. Letzteres mag zwar ihre Zusammensetzung erneuern, was aber nicht hindert, daß sich in wenigen Jahren eine Körperschaft von Politikern bildet, die tatsächlich, nicht rechtlich bevorrechtet sind und durch ihre ausschließliche Beschäftigung mit den öffentlichen Angelegenheiten eines Landes eine Art politischer Aristokratie oder Oligarchie bilden. (S. 65)
In ihrer gegenwärtigen Organisation, als Monopolisten der Wissenschaft, die als solche außerhalb des sozialen Lebens bleiben, bilden die Gelehrten eine abgeschlossene Kaste, die viele Ähnlichkeiten mit der Priesterkaste hat. Die wissenschaftliche Abstraktion ist ihr Gott, die lebenden und wirklichen Individuen sind die Opfer; sie sind die geweihten und patentierten Opferpriester. ...
Die Wissenschaft kann ebensowenig die Individualität eines Menschen wie die eines Kaninchens erfassen. Das heißt, sie steht beiden gleich uninteressiert gegenüber. Nicht, daß ihr das Prinzip der Individualität unbekannt wäre. Sie erfaßt es vollständig als Prinzip, aber nicht als Tatsache. Sie weiß sehr gut, daß alle Tierarten, die Gattung Mensch inbegriffen, nur wirklich existieren als unbestimmte Zahl von Individuen, die geboren werden und sterben und neuen, ebenso vorübergehenden Individuen Platz machen. ... (S. 84)
Die Wissenschaft weiß das alles, aber sie geht nicht weiter und kann nicht weiter gehen. Da die Abstraktion ihre wahre Natur bildet, kann sie wohl das Prinzip der wirklichen und lebenden Individualität erfassen, aber sie kann nichts mit den wirklichen und lebenden Individuen zu tun haben. Sie beschäftigt sich mit den Individuen im allgemeinen, aber nicht mit Peter und mit Jakob, nicht mit diesem oder jenem Individuum, die für sie nicht existieren, nicht existieren können. Ihre Individuen sind, nochmals bemerkt, nur Abstraktionen. ... (S. 85)
Der ungeheure Vorzug der positiven Wissenschaft vor der Theologie, Metaphysik, Politik und dem juristischen Recht besteht darin, daß sie statt der von diesen Lehren verkündeten lügenhaften und unheilvollen Abstraktionen wahre Abstraktionen aufstellt, welche die allgemeine Natur oder die Logik der Tatsachen selbst, ihre allgemeinen Beziehungen und die allgemeinen Gesetze ihrer Entwicklung ausdrücken. (S. 87)
Die Wissenschaft ist einerseits zur vernünftigen Organisation der Gesellschaft unentbehrlich, andererseits darf sie, da sie unfähig ist, sich für das Wirkliche und Lebendige zu interessieren, sich nicht um die wirkliche oder praktische Organisation der Gesellschaft kümmern.
Dieser Widerspruch kann nur auf eine Art gelöst werden: durch die Auflösung der Wissenschaft als außerhalb des sozialen Lebens aller existierendes Wesen, das als solches von einer Körperschaft patentierter Gelehrter vertreten wird, und durch ihre Verbreitung in den Volksmassen. Die Wissenschaft, die berufen ist, hinfort das kollektive Bewußtsein der Gesellschaft zu vertreten, muß wirklich Eigentum aller werden. Ohne ihren universellen Charakter zu verlieren, den sie nie aufgeben kann, ohne aufzuhören, Wissenschaft zu sein, und fortfahrend sich mit den allgemeinen Verhältnissen und Beziehungen der Individuen und Dinge zu beschäftigen, wird sie tatsächlich mit dem unmittelbaren und wirklichen Leben aller Individuen verschmelzen. Diese Bewegung wird derjenigen ähnlich sein, welche die Protestanten zu Anfang der Reformation sagen ließ, daß man jetzt keine Priester mehr brauche, da jeder Mensch jetzt sein eigener Priester werde, da jeder Mensch allein dank der unsichtbaren Vermittlung unseres Herrn Jesu Christi, jetzt seinen Herrgott in sich habe. Aber hier handelt es sich nicht um den Herrn Jesus Christus, noch um den Herrgott, noch um politische Freiheit, juristisches Recht, was bekanntlich alles theologisch oder metaphysisch offenbarte und gleich unverdauliche Dinge sind. Die Welt der wissenschaftlichen Abstraktionen ist nicht offenbart, sie ist der wirklichen Welt eigen und ist deren Ausdruck und allgemeine oder abstrakte Darstellung. (S. 88 f.)
Medizin

Gemacht wird, was Geld bringt
Aus dem Interview "Wer zahlt, schafft an" mit dem Buchautor Hans Weis, in: Junge Welt, 13.8.2009
In Deutschland hingegen bleiben die Arzneimittelbehörden tatenlos und lassen die Pharmakonzerne schalten und walten, wie es ihnen beliebt. ... Fast alle großen Pharmakonzerne sind notorische Gesetzesbrecher. Da geht es um illegale Vermarktungspraktiken im großen Stil, betrügerische Preismanipulationen, Bestechung und unerlaubte Beeinflussung von Ärzten, verbotene Werbung, Manipulation von Studien und um Schädigung von Patienten. ... Zur Kontrolle von Arzneimitteln gibt es international tätige Instanzen wie die US-Arzneimittelbehörde FDA und die europäische Zulassungsbehörde EMEA. Die FDA wird zur Hälfte von der Pharmaindustrie finanziert, die EMEA zu zwei Dritteln. Die EU finanziert die EMEA also nur zu einem Drittel. ... Je hochrangiger ein Arzt ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß er nebenbei im Sold der Pharmaindustrie tätig ist und sich als sogenannter Meinungsbildner für Marketingaufgaben einer Firma einsetzen läßt. Um Patienten einen Überblick zu geben, habe ich in meinem Buch eine Liste von 85 hochrangigen Medizinern und ihren konkreten finanziellen Verbindungen zu Pharmakonzernen im deutschsprachigen Raum aufgelistet.

Gentechnik

Matrix

Aus Jorgen Randers (2012): "2052. Der neue Bericht an den Club of Rome", Ökom in München (S. 370ff.)
Wir sehen also einer Zukunft entgegen, in der die beiden alten Formen evolutionärer Diversität abnehmen und eine neue entsteht. Wir haben diesen Weg so wenig bewusst gewählt oder geplant wie unsere homininen Vorfahren sich dafür entschieden zu sprechen oder unsere einzelligen Vorfahren entschieden, mehrzellige Arten zu bilden. Es wird einfach nur deshalb geschehen, weil etwas fundamental Neues eine massive evolutionäre Diversifizierung ermöglicht. Wo werden wir dabei bleiben? Werden wir die Computer Kultur beherrschen können? Oder werden Computer die Menschen so betrachten, wie wir andere Arten sehen: interessant, nützlich, sogar notwendig, aber im Wesentlichen eine niedrigere Lebensform? ...
Der Gedanke des sich selbst optimierenden Computerprogramms ist so offensichtlich korrekt und scheint sobald man ihn gehört hat einen derart offensichtlichen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung zu haben, dass man sich fragt, warum man nicht selbst darauf gekommen ist. »Die dritte Blütezeit des Lebensbaums« ist ein wahrer Trendbrecher.
Die beiden in den vorangehenden Ausblicken vorgestellten Visionen der Zukunft sollten uns daran erinnern, uns nicht zu sehr auf unsere heutigen Probleme und Perspektiven zu fixieren. Es mag etwas länger dauern als 40 Jahre, so weit zu gelangen, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass die Menschheit im Jahre 2112 uns so unähnlich sein wird wie wir den Menschen, die 1912 die Erde bevölkerten. Damals lebten 1,7 Milliarden Menschen in relativ isolierten Nationen, mit weißen Flecken auf der Weltkarte und ohne Elektrizität, Frauenrechte und das internet. Vorbehaltlich des gemeinsamen evolutionären Schubs von bürgerlicher Lebensweise, digitaler Technik und extensiver Klimaschädigung dürften wir in den nächsten 100 Jahren signifikante Veränderungen erleben wenngleich dies in der 4,5 Milliarden jährigen Geschichte der Erde nicht mehr sein wird als ein Wimpernschlag.

Digitale Demenz

Aus Niels Boeing, "Rip, Mix & Fabricate" in: "Anarchistische Welten" (2012, Nautilus in Hamburg, S. 191)
Damit ändert auch der Computer seinen Charakter: War der PC ein relativ freies Werkzeug für die Datenverarbeitung durch jeden, ist das Smartphone vor allem ein Gerät zum Konsumieren von Datenanwendungen. Die geschlossene Technosphäre ist eine wachsende Ansammlung von Blackboxes, die wir nicht durchschauen sollen

Aus "Nur 30 Minuten halten es Kinder ohne Handy aus", in: Die Welt, 18.7.2015
Ein Mittagessen ist noch drin. 30 Minuten, das halten die meisten Kinder aus, ohne auf ihr Smartphone oder in den Rechner zu schauen. Dann ist Schluss. Nach einer halben Stunde zieht es 60 Prozent der Neun- bis Zehnjährigen wieder an eines der digitalen Medien. Das hat eine Studie des Projekts Blikk-Medien ergeben. Die Folgen dieses Medienkonsums sind bisher wissenschaftlich nicht erforscht, klagen die Kinderärzte. "Viele Jugendliche zeigen bereits heute Anzeichen einer Medienabhängigkeit", erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU).

Aus "Smart im Drohnenmodus", in: Junge Welt, 27.8.2016 (S.9)
Schlaue Dinge, die die Welt nicht braucht: Globale Konzerne wollen unsere Nannies ­werden. Das Ziel: Nachhaltige Gewinne und Konsumentenkontrolle ...
Das durchcomputerisierte Haus bzw. die komplett vernetzte Wohnung sind Experimentierfelder. Sie gelten als entscheidende Schnittstelle für das Aufeinandertreffen der warenproduzierenden und Dienstleistungen anbietenden Wirtschaft mit dem Individuum namens Verbraucher. Die Anbieter versprechen Sicherheit vor ungebetenen Besuchern, wollen dem Bewohner vermeintliche Routinearbeiten abnehmen, bieten Komfort und Bequemlichkeit im spielerischen Umfeld.

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