FILME AUS UND ÜBER GIESSEN
AfD-Proteste am 29.11.2025
Aktionen und Veranstaltungen ● Klimaschutz 2035null-Kampagne ● Verkehrswende ● UmsonstZug ● Grund- und Menschenrechte ● AfD-Proteste am 29.11.2025
AfD-Jugend in Gießen: Rechtsruck überall (Folge 1 zum Protest am 29.11.2025)
Das war es also, das Großereignis von Rechten, Antifa, Demokratieretter*innen, selbst nach rechts rückender politischer Mitte, Polizei und Innenpolitik - angekündigt mit allen verfügbaren Drama-Adjektiven, beschrieben je nach Interesse als lahm bis "Bürgerkrieg". Die Inhalte gingen weitgehend verloren - oder waren besorgniserregend. Die AfD-Jugend, neu unter "Generation Deutschland" geführt, und ihre erwachsenen Chef*innen ließen keinen Zweifel an ihrer weiteren Radikalisierung und rechtsextremen Gesinnung. Die Innenpolitik überbetonte aus eigenem Interesse die eher sehr wenigen Scharmützel zwischen Demonstrantis und Polizei - und die demokratische Mitte, die ohnehin ja den Sektor bildet, in dem der Ruck nach rechts am deutlichsten stattfindet, formten den Protest zu einem "hilflosen Antifaschismus". Oder schlimmer: Linksradikale Gruppen wurden herausgedrängt oder winkten von sich aus ab angesichts dessen, dass der Protest gegen den Rechtsruck selbst ein Teil des Rechtsruck ist, in dem er auf klare Positionen verzichtet und keine Probleme mit anti-linken Parolen und deutschnationalen Symbolen hat. ++ Folge 1 einer kritischen Analyse der Proteste von "widersetzen" und bürgerlichen Gruppen am 29.11.2025 in Gießen. Die weiteren Folgen werden unter anderem die innere Struktur der Protestbündnisse und die seltsame Überbetonung der Gewaltfrage behandeln. ++ afd.siehe.websiteAfD-Jugend in Gießen: Masse und Führung (Folge 2 zum Protest am 29.11.2025)
Dass die Gründung der AfD-Jugend nicht verhindert werden konnte, war kein Zufall und auch kein Erfolg der Polizei, sondern bereits die Strategie des Protestes selbst. Der diente nämlich vor allem dem Aufbau eigener Organisationsstrukturen. "Widersetzen" sollte und soll als Dachlabel gesetzt werden - unter intransparenter Führung avantgardistischer Gruppen. Und in Gießen wollten bürgerliche Gruppen vor allem ihren eigenen Rechtsruck verschleiern - und drückten die Proteste damit selbst ein Stückchen in die rechte Richtung. Linke und aktivistische Gruppen waren daher nur sporadisch mit dabei oder wurden gar hinausgedrängt. ++ afd.siehe.website ++ Folge 1 zu den Inhalten am 29.11.2025AfD-Jugend in Gießen: Nachbereitung vergeigt (Folge 3 zum Protest am 29.11.2025)
Schon der 29.11.2025 warf einige Fragen auf: Worum ging es bei dem Protest eigentlich? Warum gab es kaum Bezüge zu der AfD-Veranstaltung? Was sollten die ganzen Erfolgsmeldungen, obwohl das vorher behauptete Ziel (AfD-Jugendgründung verhindern) nicht nur deutlich verfehlt, sondern auch gar nicht angestrebt wurde? Und was machten die ganzen anti-emanzipatorischen Gruppen, Parteien und Slogans auf den Protestkundgebungen?Die Wochen danach bestätigten den Verdacht: Es ging gar nicht um eine Bekämpfung der AfD, und auch nicht um emanzipatorische Inhalte, sondern um Macht und Selbstdarstellung. Dafür waren die AfD, im Nachhinein aber vor allem die Polizei nur die Projektionsfläche, um Menschen für sich zu gewinnen und eigenen Reihen zu schließen. Mit politischer Intervention hat das Ganze nicht viel zu tun.