Religionskritik

MYTHEN ÜBER DEUTSCHLAND: GMBH, BESETZTES LAND, LICHTGESTALT DER WELT ... ODER WAS?

Manipulierte Geschichte - das Deutschland der Weltvereinfacher


1. Einleitung
2. Die BRD existiert nicht
3. Deutschland existiert zwar, aber nur als GmbH
4. Deutschland existiert schon, ist aber von fremden Mächten besetzt und ohne Friedensvertrag
5. Deutschland existiert schon, soll aber vernichtet werden
6. Von fehlenden Unterschriften bis zur Missachtung der tollen Gesetze
7. Deutschland finanziert die Welt / viele andere Länder
8. Manipulierte Geschichte - das Deutschland der Weltvereinfacher
9. Denk ich an Deutschland voll umnachtet ... konkrete Pläne für die nationalen Rettung
10. Links und Materialien

Geschichtsschreibung ist Herrschaft. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, aber wenig präsent. Wer definieren kann, was die Menschen als Vergangenheit an- und hinnehmen, kann darüber bestimmte Gegenwartspolitiken durchsetzen. Geschichte ist Diskurs. Es ist daher aus herrschaftskritischer Sicht sinnvoll und notwendig, jede, aber vor allem die dominante Geschichtsschreibung ständig zu hinterfragen. Wenig Sinn macht es jedoch, die eine interessensgeleitete, d.h. durch Interpretation, Erfindung und Weglassen gesteuerte Geschichtswahrnehmung durch eine andere zu ersetzen, die selbst auch wiederum engstirnig eine vorgegebene Wahrheit oder Ideologie pseudo-argumentativ untermauern soll. Das aber ist in "Verschwörungstheorien" weit verbreitet.

Rechts: Aus "Stimme&Gegenstimme" 39/2014

Dabei soll hier nicht für die Anerkennung von Wahrheiten gestritten werden. Wahrheit ist eine problematische Idee und nicht zufällig meist mit autoritären Praktiken der Diskurssteuerung verbunden. Auch für die deutsche Geschichte gilt, dass Skeptizismus nichts als feststehend und unverrückbar anerkennen darf. Nichts ist nur deshalb, weil es schon immer so war oder gedacht war - und erst recht nicht, weil es ein Gebot gibt, so zu denken. Doch aus solch skeptischem Blick folgt nicht die gegenteilige Wahrheit, sondern der analytische Blick auf das vorhandene Wissen. Die hinter Theorien, Informationen und Geschichtsschreibung stehenden Interessen werden kritisch beäugt, bei Bedarf argumentativ zerpflückt. Endgültige Klarheiten haben keinen Selbstwert - aber aus der ständigen Offenheit gegenüber neuen Erkenntnissen abzuleiten, dass alles nur erfunden ist, was nicht in den eigenen (ideologischen) Kram passt, wäre die gleiche Leichtgläubigkeit - nur umgekehrt. Zumal viele derer, die vereinfacht die Welt erklären, gar keine so abweichenden Auffassungen von Staat und Gesellschaft haben. "Ordnung und Wirtschaftswachstum" wünschen sich z.B. die Deutsches-Reich-AnhängerInnen um Beowulf von Prince im bereits genannten Buch.

Im Original: Wirrungen über Deutschland
Aus Beowulf von Prince u.a.: "Tue Deine Pflicht ..."
Nur ein einwandfreies Recht(s)system (Recht(s)staat) garantiert Wohlstand und Arbeit für alle ... (S. 7)
Unsere Vorfahren haben 1877 mit der Schaffung des Gerichtsverfassungsgesetzes, der Zivilprozess- und Strafprozessordnung ein wahres Meisterwerk hinterlassen. All diese Gesetze dientem im Grunde nur einem Zweck, nämlich Angeklagte nicht wie bisher in Geheimprozessen abzuurteilen, sondern sie vor Willkürurteilen zu schützen. ... Dieses Buch soll nun beschreiben, wie es möglich ist, dass Richter und Staatsanwälte mit Hilfe auch der Rechtsanwälte unsere erstklassigen Gesetze umgehen und aushebeln. ... Oder sind Sie dafür, dass in unserem Land wieder Ordnung und Wirtschaftswachstum einkehrt? (S. 14)

Die Richter in der BRD sprechen das Urteil "Im Namen des Volkes". Wieso steht hier nicht "Im Namen des Deutschen Volkes"??? Zur Zeit Hitlers gab es noch Urteile im Namen des Deutschen Volkes (...). Damals existierte auch noch eine Verfassung. (S. 115)

Die Regierung der BRD handelt nur in dem von den Siegermächten erlaubten Rahmen. ... (S. 53)
Deutschland hat keinen Friedensvertrag. Der Zusammenschluss BRD und DDR war nur der Zusammenschluss zweiter Besatzungskonstrukte zu einem Besatzungskonstrukt.
Schließlich haben die Besatzungsmächte die oberste Gewalt in ihren Händen. (S. 136)

Die Allierten haben bis heute sämtliche Rechte an Patenten aus der BRD. ...
Es kann nicht sein, dass wir ausgeplündert werden. ... Deshalb sollten die Alliierten Deutschland nicht ständig wie eine Kuh melken. (S. 138)

Die Vorenthaltung eines Friedensvertrages ist ein Betrug am Deutschen Volk. (S. 138)

Aus dem Katalog des KOPP-Verlages:


Deutschlandmythen helfen Regierenden
Die ganzen Mythen über Deutschland lassen sich nicht nur im Detail widerlegen. Sie verstellen vor allem den Blick auf die Mechanismen, die in modernen Herrschaftssystemen vorherrschen - angefangen vom Staat über die globalen Netze konkurrierender Nationen, einer kapitalistischen Wirtschaft bis ins von patriarchalen, rassistischen und sonstig diskriminierenden Logiken durchzogenen Alltagsleben. Sie verursachen die Probleme, die von den "VerschwörungstheoretikerInnen" - oftmals gut begründet - angeprangert, für die aber dann manipulativ vereinfachte Erklärungen hergeleitet werden. Vereinfachungen bieten den Reiz, schneller gedanklich erfassbar zu sein und sich zudem durch den nachfolgenden selektiven Blick auf Abläufe und Ursachen selbst zu bestätigen. Sie sind damit aber tatsächlich selbst zum Teil des Problems geworden. Denn sie lenken ab von einer scharfen, herrschaftskritischen Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse, vom notwendigen Ringen um Verbesserungen und neue gesellschaftliche Modelle sowie vom Kampf gegen die Verteidigung des Bestehenden. "Verschwörungstheorien" helfen den Institutionen, Organisationen und Mechanismen, die die Welt aktuell dominieren - weil sie verwirren, Ohnmacht schüren und höchstens mal zufällig Teile der VerursacherInnen oder ein strukturelles Detail des Problems treffen. "Blindes Huhn find' auch mal ein Korn", wird dann zur Theorie umgedeutet - wie ein schlechtes Horoskop. Eine weitergehende Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse wird so nicht nur verschwiegen, sondern durch den vereinfachten Blick selbst vertuscht. Das ist im Sinne derer, die eigentlich kritisiert werden sollten, weil sie von den Verhältnissen profitieren bzw. diese zur Zeit privilegiert steuern können.

Für Deutschtümelei kommt es noch dicker: Deutschland (nicht die BRD) ist vor allem eine Erfindung
Was Deutschland alles nicht ist, wer es angeblich beherrscht, wem es zu dienen hat - überall darauf hagelt es schnell Antworten. Doch was Deutschland denn ist und welche Geschichte es hat, das scheint schwieriger. So schwierig, dass sich viele Behauptungen über das vermeintlich existierende Germanentum (als völkische Einheit auf einem abgrenzbaren Territorium) auf blumige Legenden aus der deutschen Romantik stützen. Ein absurdes Beispiel ist die Figur des römischen Offiziers Arminius, der - nach der Legende - um eine Frau namens Thusnelda konkurrierte und sich in der Mackermännerschlacht dann der Unterstützung einiger ursprünglicher Einwohner des Besetzungsgebiete bediente, wo heute Deutschland lag. Er gewann offenbar die in größere Schlachten mündenden Streitereien, konnte sich dessen wegen weiterer Intrigen, denen er dann zum Opfer fiel, nicht lange freuen. Die Schlacht wurde aber zur nationalen Befreiungstat umgedeutet, Arminius Hunderte Jahre später als Germanenführer inthronisiert und namentlich eingedeutscht (jetzt: Hermann). Höhepunkt der Geschichtserfindung eines Germanentums war dann das riesige Hermannsdenkmal, welches - wenn schon falsch, dann richtig - in der Nähe von Detmold errichtet wurde. Leider weit neben dem Ort der Schlacht um Thusnelda ...
  • Mythenbildung um die Gründungsstunde des Germanenreiches und den Helden der Varusschlacht (Arminius, im 19. Jahrhundert besseren Marketinggründen für das Deutschtum in Herrmann umbenannt), Texte in Junge Welt am 9. und 10.9.2009 : Teil 1 ++ Teil 2 (Bild rechts: Herrmannsdenkmal bei Detmold)
  • Allgemeine Infos über Deutschland (Geographie, Geschichte usw. - Quellen/Herkunft nicht überprüft): Auf deutsch-nachrichten.de

Entsprechend hilflos sind Versuche, Deutschland als etwas kulturell Gewachsenes, eine Ethnie, eine abgrenzbare Bevölkerung oder gar etwas Natürliches zu definieren. Von einheitliche Sprache ist da die Rede (soso ... dann ist die Schweiz aber kein Volk, denn die hat vier Amtssprachen - außerdem ist sehr fragwürdig, ob in Aurich, Görlitz und Cham wirklich die gleichen Sprachen gesprochen werden, in Salzburg und Basel aber eine andere).

Im Original: Aus "Die Souveränität Deutschland"
Buch von Karl Albrecht Schachtschneider, erschienen in DEM Verlag vereinfachter Welterklärungen (Kopp)
Wenn die freiheitliche Bürgerlichkeit im Staat gelebt werden können soll, müssen die Menschen, die zusammenleben, die Bürgerschaft, ein wirkliches Volk sein, eine Nation, das durch seine Sprache, Geschichte, Schicksal oder in anderer substanziellen Weise, vor allem durch den Willen zur Nation seinen Zusammenhalt und damit Solidarität gewährleistet (Rprp, S. 1177 ff). Die nationale Homogenität gibt der demokratischen Willensbildung die erforderliche Chance. Dieses Prinzip hat mit dem Begriff Deutsches Volk, der in der Präambel des Grundgesetzes steht und in Art. 20 GG, der außer Art. 1 GG die fundamentalen Strukturprinzipien Deutschlands formuliert, zum Ausdruck kommt, unabänderlichen Verfassungsrang. Diese Prinzipien würden auch gelten, wenn sie nicht im Grundgesetz stünden; denn die Deutschen sind ein Volk, das, wenn auch nicht ganz, auf einem Gebiet zusammenlebt und eine Verfassung hat, die mit den Deutschen geboren ist. Darum kann niemand in der Welt den Deutschen die Hoheit oder eben die Souveränität über ihr Leben geben oder nehmen. ... (S. 36)
Die territoriale Rechtsgemeinschaft muss prinzipiell alle Menschen erfassen, die ein Gebiet bewohnen, um mit dem Recht den Frieden zu gewährleisten. Neben dem Volk kann eine Bevölkerung von Menschen ohne Staatsangehörigkeit dauerhaft nicht geduldet werden. Um der allgemeinen Freiheit, die sich demokratisch in der Republik verwirklicht, eine Chance zu geben, muss das Volk hinreichend homogen sein (Rprp, s. 1177 ff). ...
Heterogenen Bevölkerungsgruppen mangelt es an der notwendigen inneren Solidarität. Eine heterogene Bevölkerung wird keine Bürgerschaft im freiheitlichen Sinne, sondern zu Untertanen einer elitären Obrigkeit. Eine Ethnie hat die notwenige Homogenität, aber die meisten Völker sind nicht auf Ethnien beschränkt. Aber die sprachliche Homogenität ist unverzichtbar, wenn alle Menschen eines Staates in Freiheit leben können sollen, sowohl privat und beruflich als auch und vor allem staatlich als Bürger, die an der politischen Willensbildung teilhaben. ...
Das Grundgesetz verfasst das Deutsche Volk zu einem Staat, nicht irgendeine Bevölkerung. Das folgt aus der Präambel und aus dem Widerstandsrecht des Art. 20 Abs. 4 GG. Die "Deutschen" im Sinne der Präambel und des Art. 20 Abs. 4 GG sind die deutsche Ethnie. Zwar ist die Staatsangehörigkeit durch das Staatsangehörigkeitsrecht formalisiert, aber sie darf nicht beliebig zugesprochen werden, sodass das Deutsche des Deutschen Volkes verlorengeht. Naturalisation ist ihrem Prinzip nach eine Ausnahme aus familiären Gründen. Das Deutsche ist durch die Herkunft und eine christlich fundierte, aufkläre-rische kulturelle Einheit bestimmt. Deutschland ist aus der Spracheinheit der Menschen in der Mitte Europas entstanden (Rprp, S. 1194). Das Grundgesetz verfasst Deutschland nicht als Einwanderungsland. Das Prinzip des Deutschen steht nicht zur Disposition des Gesetzgebers, auch nicht des verfassungsändernden Gesetzgebers (Art. 79 Abs. 3 GG). ...
Die Gebietshoheit ist nichts anderes als die Staatsgewalt des Volkes (PdR, S. 58 ff.). (S. 38f)


Weltkriege und die Frage der Kriegsschuld
Die Kriegsschuld wird ständig neu diskutiert. So zum Beispiel in der Themenausgabe "Ausgabe 74/13 Kriegsschuld" von Stimme&Gegenstimme. Ein Auszug davon ist rechts zu finden. Daniel Prinz geht einen Schritt weiter: Schon immer sollte Deutschland zerstört werden - von den anderen Mächten, von der Kirche und von seinem Lieblingsfeindbild, den Jesuiten.

Aus Daniel Prinz (2014), „Wenn das die Deutschen wüssten …“ (Amadeus-Verlag, S. 194)
An dieser Stelle möchte ich Sie noch einmal an den Kulturkampf zwischen Otto von Bismarck und der römisch katholischen Kirche erinnern, wobei Bismarck gegen den wachsenden Einfluss der Kirche und den der Jesuiten vorging. Was die Kirche Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts auf politischem Wege nicht durchsetzen konnte, wurde dann eben durch die beiden darauffolgenden Weltkriege mit Gewalt und Vernichtung durchgesetzt. Spätestens jetzt sollte Ihnen ein großes Licht aufgegangen und nachvollziehbar sein, warum die letzten einhundertfünfzig Jahre so vehement Krieg gegen die Deutschen geführt wurde. Es ging darum, das deutsche Volk zu versklaven und auszubeuten! Und auf dem Weg zur Weltherrschaft, der Neuen Weltordnung, darf dann niemand im Wege sein.

Dumm nur für all die Holocaust- und Kriegsschuldleugner*innen, dass die Nazis ihre Kriegsziele schon vor 1939 deutlich formulierten. Von einer Notwendigkeit der Verteidigung war da keine Rede. Stattdessen ging es um Raum für das deutsche Volk ("Volk ohne Raum"), um auszumerzende Untermenschen oder die überlegende Kulturlandschaft, die Deutsche stets schaffen würde (dafür gab es Applaus auch von Naturschutzorganisationen!).

Vernichtungspläne in O-Tönen der Täter
Aus "Vollständig zerschlagen", in: Junge Welt, 9.3.2019 (S. 15)
Schon vor der Annexion der CSR-Grenzgebiete durch Deutschland ab Oktober 1938 entstanden Planungen für die Auslöschung der tschechischen Nation. Nur dadurch sei die deutsche Herrschaft auf »ewig« zu sichern. In einem Dokument der sudetendeutschen Naziführung vom Sommer 1938 mit dem Titel »Grundplanung O.A.« heißt es: »Von historischen Gegebenheiten ausgehend (…) kann das Tschechentum nicht als eigenständiges Volkstum angesehen werden. (…) Nie mehr darf es in der Geschichte eine tschechische Wiederentstehung geben. Alle Möglichkeiten für eine solche müssen von Grund aus zerstört werden.« (www.fronta.cz/ dokument/sudetonemecka-strana-grundplanung-1938)
In der Niederschrift über eine Beratung mit Hitler am 29. September 1940 heißt es, »die Verdeutschung des böhmisch-mährischen Raumes durch Germanisierung der Tschechen, d. h. durch ihre Assimilierung« wurde beschlossen. »Von der Assimilierung seien auszunehmen diejenigen Tschechen, gegen welche rassische Bedenken beständen oder welche reichsfeindlich eingestellt seien. Diese Kategorie sei auszumerzen.«
(Politisches Archiv des Ausw. Amtes, Inl II Geh., Ref II, Bd. 3).

Dank Hitlers "Mein Kampf" konnte mensch schon ein Jahrzehnt vor der "Machtergreifung" lesen, was bevorstehen würde. Wie die Nazis Deutschland gleichschalten, die Macht erobern und Ungewollte ausmerzen wollten, war zudem spätestens seit 1931 bekannt, als durch Indiskretion die sogenannten "Blutpläne für Hessen" bekannt wurden. Was 1933 dann deutschlandweit geschah, war hier schon zwei Jahre vorher geplant.


Holocaustleugnung
Wer immer behauptet, es hätte keine Vernichtung von Juden (und anderen gegeben), also den Holocaust leugnet, oder Hitler samt Umfeld den Angriffskrieg in alle Richtungen abspricht, muss auch behaupten, dass Hitler ein Angeber und Versager war - und sein Umfeld ebenfalls aus Versagern oder Lügnern bestand. Es gibt unzählige Originalzitate der NS-Führer, in dem sie ihre Vernichtungspläne offen ankündigen. Warum sollte es Vernichtungskrieg und Holocaust nicht gegeben haben, wenn Tausende Dokumente und Zeug_innen ihn bestätigen und die Tätern auch nachweislich genau das machen wollen?

Im Original: Zitate von NS-Führer über Juden/Kriegsziele
Adolf Hitler über die Juden, in: Mein Kampf (S. 724 f.)
Sorgen aber muß sie dafür, daß wenigstens in unserem Lande der tödlichste Gegner erkannt und der Kampf gegen ihn als leuchtendes Zeichen einer lichteren Zeit auch den anderen Völkern den Weg weisen möge zum Heil einer ringenden arischen Menschheit.

In einer Rede am 6. April 1920 (Quellenangaben der folgenden beiden Zitate)
Wir wollen keine Gefühlsantisemiten sein, die Pogromstimmung erzeugen wollen, sondern es beseelt uns die unerbittliche Entschlossenheit, das Übel an der Wurzel zu packen und mit Stumpf und Stiel auszurotten. Um unser Ziel zu erreichen, muss uns jedes Mittel recht sein, selbst wenn wir uns mit dem Teufel verbinden müßten.
Am 3. Juli 1920 schrieb Hitler an Konstantin Hierl
Sowenig ich einer Tuberkelbazille einen Vorwurf machen kann einer Tätigkeit wegen, die für den Menschen Zerstörung bedeutet, für sie aber Leben heißt, so sehr bin ich aber auch gezwungen und berechtigt, um meiner persönlichen Existenz willen den Kampf gegen die Tuberkulose zu führen durch Vernichtung ihrer Erreger. Der Jude aber wird und wurde durch Jahrtausende hindurch in seinem Wirken zur Rassetuberkulose der Völker. Ihn bekämpfen heißt ihn entfernen.

Über Kriegsziele, in: Mein Kampf (S. 741 f.)
So wie unsere Vorfahren den Boden, auf dem wir heute leben, nicht vom Himmel geschenkt erhielten, sondern durch Lebenseinsatz erkämpfen mußten, so wird auch uns in Zukunft den Boden und damit das Le-ben für unser Volk keine göttliche Gnade zuweisen, son-dern nur die Gewalt eines siegreichen Schwertes.
So sehr wir heute auch alle die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit Frankreich erkennen, so wirkungslos bliebe sie in der großen Linie, wenn sich in ihr unser außenpolitisches Ziel erschöpfen würde. Sie kann und wird nur Sinn erhalten, wenn sie die Rückendeckung bietet für eine Vergrößerung des Lebensraumes unseres Volkes in Europa. Denn nicht in einer kolonialen Erwerbung haben wir die Lösung dieser Frage zu erblicken, sondern ausschließlich im Gewinn eines Siedlungsgebietes, das die Grundfläche des Mutterlandes selbst erhöht und dadurch nicht nur die neuen Siedler in innigster Gemeinschaft mit dem Stammland erhält, sondern der gesamten Raummenge jene Vorteile sichert, die in ihrer vereinten Größe liegen.
Die völkische Bewegung hat nicht der Anwalt anderer Völker, sondern der Vorkämpfer des eigenen Volkes zu sein. Andernfalls ist sie überflüssig und hat vor allem gar kein Recht, über die Vergangenheit zu maulen. Denn dann handelt sie wie diese. So wie die alte deutsche Politik zu Unrecht von dynastischen Gesichtspunkten bestimmt wurde, so wenig darf die künftige von völkischen Allerweltsgefühlsduseleien geleitet werden. Insbesondere aber sind wir nicht der Schutzpolizist der bekannten „armen, kleinen Völker“, sondern Soldaten unseres eigenen.
Wir Nationalsozialisten haben jedoch noch weiter zu gehen: Das Recht auf Grund und Boden kann zur Pflicht werden, wenn ohne Bodenerweiterung ein großes Volk dem Untergang geweiht erscheint. Noch ganz besonders dann, wenn es sich dabei nicht um ein x-beliebiges Neger völkchen handelt, sondern um die germanische Mutter all des Lebens, das der heutigen Welt ihr kulturelles Bild gegeben hat. Deutschland wird entweder Weltmacht oder überhaupt nicht sein. Zur Weltmacht aber braucht es jene Größe, die ihm in der heu tigen Zeit die notwendige Bedeutung und seinen Bürgern das Leben gibt.
Damit ziehen wir Nationalsozialisten bewußt einen Strich unter die außenpolitische Richtung unserer Vorkriegszeit. Wir setzen dort an, wo man vor sechs Jahrhunderten endete. Wir stoppen den ewigen Germanenzug nach dem Süden und Westen Europas und weisen den Blick nach dem Land im Osten. Wir schließen endlich ab die Kolonial- und Handelspolitik der Vorkriegszeit und gehen über zur Boden-politik der Zukunft.
Wenn wir aber heute in Europa von neuem Grund und Boden reden, können wir in erster Linie nur an Rußland und die ihm untertanen Randstaaten denken.

Auf Wikipedia zu Heinrich Himmler
Hitler bewertete am 2. April 1945 den Holocaust als seine bleibende Leistung, für die er sich von der Nachwelt gewürdigt sah: "So gesehen wird man dem Nationalsozialismus ewig dankbar sein, daß ich die Juden aus Deutschland und Mitteleuropa ausgerottet habe."


Himmler im Jahr 1942:
Unsere Aufgabe im Osten besteht nicht darin, im alten Sinne des Wortes zu germanisieren, das heißt der Bevölkerung die deutsche Sprache und Gesetze aufzuerlegen, sondern durchzusetzen, dass der Osten ausschließlich von Personen mit reinem germanischen Blut bewohnt wird.

Aus den Posener Reden von Heinrich Himmeler
Die sind gut dokumentiert. Himmler arbeitete die meisten seiner Reden nicht vorher aus, sondern hielt sie anhand knapper handschriftlicher Notizen. Seit Ende 1942 wurden seine mündlichen Vorträge nicht mehr stenografiert, sondern auf Wachsschallplatten aufgezeichnet. Diese Tonaufnahmen tippte Untersturmführer Werner Alfred Venn ab und korrigierte dabei einige offenkundige grammatische Fehler oder ergänzte fehlende Worte. Himmler korrigierte diese Rohfassung handschriftlich nochmals; der so autorisierte Text wurde auf einer Schreibmaschine mit großen Typen erneut kopiert und dann abgelegt.
Von Himmlers dreistündiger Rede am 4. Oktober 1943 ist die maschinenschriftliche Endfassung von 115 Seiten (ein Blatt ging verloren) in den SS-Akten aufgefunden und als Dokument 1919-PS beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vorgelegt worden. Am 23. Verhandlungstag wurde eine Passage daraus zitiert, die jedoch nicht den Holocaust betraf. Auch der Tonmitschnitt dieser Rede ist erhalten, so dass die Unterschiede zwischen gesprochener und redigierter Textfassung überprüft werden können: Sie sind geringfügig und in keinem Fall sinnverfälschend (Quelle: Wikipedia).
Das folgende sind Auszüge aus den Abschriften (Quellen: Wikipedia ++ gesamte Rede als PDF)
Zur Behandlung der Völker Osteuropas
Ein Grundsatz muss für den SS-Mann absolut gelten: ehrlich, anständig, treu und kameradschaftlich haben wir zu Angehörigen unseres eigenen Blutes zu sein und sonst zu niemandem. Wie es den Russen geht, wie es den Tschechen geht, ist mir total gleichgültig. Das, was in den Völkern an gutem Blut unserer Art vorhanden ist, werden wir uns holen, indem wir ihnen, wenn notwendig, die Kinder rauben und sie bei uns großziehen. Ob die anderen Völker in Wohlstand leben oder ob sie verrecken vor Hunger, das interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur brauchen, anders interessiert mich das nicht. Ob bei dem Bau eines Panzergrabens 10.000 russische Weiber an Entkräftung umfallen oder nicht, interessiert mich nur insoweit, als der Panzergraben für Deutschland fertig wird.
Zur „Ausrottung des jüdischen Volkes“
Ich meine jetzt die Judenevakuierung, die Ausrottung des jüdischen Volkes. Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. – ‚Das jüdische Volk wird ausgerottet’, sagt ein jeder Parteigenosse‚ 'ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir.’ […] Von allen, die so reden, hat keiner zugesehen, keiner hat es durchgestanden. Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von menschlichen Ausnahmeschwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht und ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte. Denn wir wissen, wie schwer wir uns täten, wenn wir heute noch in jeder Stadt – bei den Bombenangriffen, bei den Lasten und bei den Entbehrungen des Krieges – noch die Juden als Geheimsaboteure, Agitatoren und Hetzer hätten. Wir würden wahrscheinlich jetzt in das Stadium des Jahres 1916/17 gekommen sein, wenn die Juden noch im deutschen Volkskörper säßen.
Zur Tötung aller Juden ohne Ausnahmen
Ich bitte Sie, das, was ich Ihnen in diesem Kreise sage, wirklich nur zu hören und nie darüber zu sprechen. Es trat an uns die Frage heran: Wie ist es mit den Frauen und Kindern? – Ich habe mich entschlossen, auch hier eine ganz klare Lösung zu finden. Ich hielt mich nämlich nicht für berechtigt, die Männer auszurotten – sprich also, umzubringen oder umbringen zu lassen – und die Rächer in Gestalt der Kinder für unsere Söhne und Enkel groß werden zu lassen. Es mußte der schwere Entschluß gefaßt werden, dieses Volk von der Erde verschwinden zu lassen. Für die Organisation, die den Auftrag durchführen mußte, war es der schwerste, den wir bisher hatten. […]
Ich habe mich für verpflichtet gehalten, zu Ihnen als den obersten Willensträgern, als den obersten Würdenträgern der Partei, dieses politischen Ordens, dieses politischen Instruments des Führers, auch über diese Frage einmal ganz offen zu sprechen und zu sagen, wie es gewesen ist. ? Die Judenfrage in den von uns besetzten Ländern wird bis Ende dieses Jahres erledigt sein. Es werden nur Restbestände von einzelnen Juden übrig bleiben, die untergeschlüpft sind.

Dass der Holocaust auch wirklich stattfand, bejubelte Himmler am 21. Juni 1944 bei der weltanschaulich-politischen Schulung der Generalität in Sonthofen:
Es ist gut, dass wir die Härte hatten, die Juden in unserem Bereich auszurotten.

Joseph Goebbels notierte am 13. Dezember in sein Tagebuch über eine Rede Hitlers (zitiert nach Peter Longerich (2001), "Der ungeschriebene Befehl", Piper, München ( S. 138 f.)
„Bezüglich der Judenfrage ist der Führer entschlossen, reinen Tisch zu machen. Er hat den Juden prophezeit, daß, wenn sie noch einmal einen Weltkrieg herbeiführen würden, sie dabei ihre Vernichtung erleben würden. Das ist keine Phrase gewesen. Der Weltkrieg ist da, die Vernichtung des Judentums muß die notwendige Folge sein. […] Wenn das deutsche Volk jetzt wieder im Ostfeldzug an die 160 000 Tote geopfert hat, so werden die Urheber dieses blutigen Konflikts dafür mit ihrem Leben bezahlen müssen.“
Ebenfalls im Tagebuch notierte Goebbels als eigene Auffassung: "... diese jüdische Pestilenz muss ausgerottet werden. Nichts davon sollte übrig bleiben." (zitiert nach Martin H. Siebert, "Bitte schreib das auf, Opi", S. 108)

Gesammelte Zitate von Hitler auf der Wikipedia-Seite "Endlösung der Judenfrage" (Quellen dort)
Adolf Hitler hatte bereits 1919 in einem als Gutachten zur Judenfrage bestellten Brief an einen Parteifreund die „Entfernung des Juden überhaupt“ zu einem Ziel des Nationalsozialismus erklärt.[18] Dass „Entfernen“ für ihn das Ausrotten der Juden bedeutete, zeigte Hitler bereits in einer Rede vom 6. April 1920: „Wir wollen keine Gefühlsantisemiten sein, die Pogromstimmung erzeugen wollen, sondern es beseelt uns die unerbittliche Entschlossenheit, das Übel an der Wurzel zu packen und mit Stumpf und Stiel auszurotten. Um unser Ziel zu erreichen, muss uns jedes Mittel recht sein, selbst wenn wir uns mit dem Teufel verbinden müßten.“
Am 3. Juli 1920 schrieb Hitler in einem Brief an Konstantin Hierl: „Sowenig ich einer Tuberkelbazille einen Vorwurf machen kann einer Tätigkeit wegen, die für den Menschen Zerstörung bedeutet, für sie aber Leben heißt, so sehr bin ich aber auch gezwungen und berechtigt, um meiner persönlichen Existenz willen den Kampf gegen die Tuberkulose zu führen durch Vernichtung ihrer Erreger. Der Jude aber wird und wurde durch Jahrtausende hindurch in seinem Wirken zur Rassetuberkulose der Völker. Ihn bekämpfen heißt ihn entfernen.“1922 zeichnete der Journalist Josef Hell ein Gespräch mit Hitler auf, in dem dieser sich wie folgt geäußert haben soll: „Wenn ich einmal wirklich an der Macht bin, dann wird die Vernichtung der Juden meine erste und wichtigste Aufgabe sein. Sobald ich die Macht dazu habe, werde ich zum Beispiel in München auf dem Marienplatz Galgen neben Galgen aufstellen lassen und zwar so viele, als es der Verkehr zuläßt. Dann werden die Juden gehängt, einer wie der andere, und sie bleiben solange hängen, bis sie stinken. So lange bleiben sie hängen, wie es nach den Gesetzen der Hygiene überhaupt möglich ist. Sobald man sie abgeknüpft hat, kommen die nächsten daran und das geschieht so lange, bis der letzte Jude in München ausgetilgt ist. Genauso wird in den anderen Städten verfahren, bis Deutschland vom letzten Juden gereinigt ist.“
1924 in „Mein Kampf“ entfaltete Hitler die rassistische Begründung dafür und griff dabei auch einen Gedanken Dührings auf: „Ohne klare Erkenntnis des Rasseproblems, und damit der Judenfrage, wird ein Wiederaufstieg der deutschen Nation nicht mehr gelingen.“
Diese Ideen wurden in der NSDAP Gemeingut. Am 3. April 1925 sagte Julius Streicher nach Neugründung der zuvor verbotenen Partei anstelle des Hauptredners Hitler, der damals in Bayern Redeverbot hatte: „Seit Jahrtausenden vernichtet der Jude die Völker. Macht heute den Anfang, daß wir den Juden vernichten können!“

Hermann Göring laut Wikipedia (Quellen dort genannt)
Zur Reichtsprogromnacht
„Mir wäre lieber gewesen, ihr hättet 200 Juden erschlagen und hättet nicht solche Werte vernichtet.“

Zu Vernichtungskrieg und Endlösungsplanung
In seiner Funktion als Beauftragter für den Vierjahresplan organisierte er die wirtschaftliche Ausbeutung der besetzten Gebiete. Dass dem von ihm mitverantworteten Hungerplan Millionen von Menschen zum Opfer fallen würden, bezeichnete er als notwendig und erwünscht. So sagte er am 25. November dem italienischen Außenminister Graf Ciano:
"In diesem Jahr werden 20 bis 30 Millionen Menschen in Russland verhungern. Vielleicht ist es gut so, da bestimmte Völker dezimiert werden müssen.“[16]
Im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher bestätigte er, sich in einer Anordnung gegenüber den Reichskommissaren für die besetzten Gebiete im August 1942 unter anderem wie folgt geäußert zu haben:
„Früher schien mir die Sache doch verhältnismäßig einfacher zu sein. Da nannte man das plündern. Das stand dem Betreffenden zu, das wegzunehmen, was man eroberte. Nun, die Formen sind humaner geworden. Ich gedenke trotzdem zu plündern, und zwar ausgiebig.“[17]
Seine Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung des Holocaust ist durch einen Befehl vom 31. Juli 1941 belegt, dessen Echtheit er auch in den Nürnberger Prozessen bestätigte.[18] In diesem beauftragt er Reinhard Heydrich, alle notwendigen Vorbereitungen zur „Endlösung der Judenfrage“ zu treffen und einen „Gesamtentwurf“ hierfür zu erarbeiten. ...

Am 31. Juli 1941 schrieb Göring, den Hitler 1938 mit der „Gesamtlösung der Judenfrage“ beauftragt hatte, an Heydrich:
„In Ergänzung der Ihnen bereits mit Erlaß vom 24. Januar 1939 übertragenen Aufgabe, die Judenfrage in Form der Auswanderung oder Evakuierung einer den Zeitverhältnissen entsprechend möglichst günstigen Lösung zuzuführen, beauftrage ich Sie hiermit, alle erforderlichen Vorbereitungen in organisatorischer, sachlicher und materieller Hinsicht zu treffen für eine Gesamtlösung der Judenfrage im deutschen Einflußgebiet in Europa. […] Ich beauftrage Sie weiter, mir in Bälde einen Gesamtentwurf über die organisatorischen, sachlichen und materiellen Vorausmaßnahmen zur Durchführung der angestrebten Endlösung der Judenfrage vorzulegen.“
(der Brief im Original)

Reinhard Heydrich dazu, wie die "Endlösung" aussehen solle (aus Robert Gerwarth (2011), "Reinhard Heydrich: Biographie", Siedler, München, S. 262)
Unter entsprechender Leitung sollen nun im Zuge der Endlösung die Juden in geeigneter Weise im Osten zum Arbeitseinsatz kommen. In großen Arbeitskolonnen, unter Trennung der Geschlechter, werden die arbeitsfähigen Juden straßenbauend in diese Gebiete geführt, wobei zweifellos ein Großteil durch natürliche Verminderung ausfallen wird. Der allfällig endlich verbleibende Restbestand wird, da es sich bei diesem unzweifelhaft um den widerstandsfähigsten Teil handelt, entsprechend behandelt werden müssen, da dieser, eine natürliche Auslese darstellend, bei Freilassung als Keimzelle eines neuen jüdischen Aufbaues anzusprechen ist.

Aussage des Lagerkommandanten Rudolf Höß im KZ Auschwitz unter Eid im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess 1946
Ich befehligte Auschwitz bis zum 1. Dezember 1943 und schätze, daß mindestens 2.500.000 Opfer dort durch Vergasung und Verbrennen hingerichtet und ausgerottet wurden; mindestens eine weitere halbe Million starben durch Hunger und Krankheit, was eine Gesamtzahl von ungefähr 3.000.000 Toten ausmacht. Diese Zahl stellt ungefähr 70 oder 80 Prozent der Personen dar, die als Gefangene nach Auschwitz geschickt wurden; die übrigen wurden ausgesucht und für Sklavenarbeit in den Industrien des Konzentrationslagers verwendet.

Über den Ablauf des Massenmordes an fast 40000 Jüd*innen in einer Erschießungsaktion (29. und 30.9.1941 in Babi Jar) berichteten die Täter in der »Ereignismeldung UdSSR Nr. 106« ebenfalls selbst (Quelle):
Einmal auf Grund der wirtschaftlichen Besserstellung der Juden unter bolschewistischer Herrschaft und ihrer Zuträger- und Agentendienste für das NKWD, zum anderen wegen der erfolgten Sprengungen und der daraus entstandenen Großfeuer, war die Erregung der Bevölkerung gegen die Juden außerordentlich groß. Hinzu kommt, dass Juden sich nachweislich an der Brandlegung beteiligt hatten. Die Bevölkerung erwartete deshalb von den deutschen Behörden entsprechende Vergeltungsmaßnahmen. Aus diesem Grunde wurden in Vereinbarung mit dem Stadtkommandanten sämtliche Juden Kiews aufgefordert, sich am Montag, den 29.9. bis 8.00 Uhr an einem bestimmten Platz einzufinden. Diese Aufrufe wurden durch die Angehörigen der aufgestellten ukrainischen Miliz in der ganzen Stadt angeschlagen. Gleichzeitig wurde mündlich bekanntgegeben, dass sämtliche Juden Kiews umgesiedelt würden.
In Zusammenarbeit mit dem Gruppenstab und zwei Kommandos des Polizeiregiments Süd hat das Sonderkommando 4 a am 29. und 30.9. 33.771 Juden exekutiert. Geld, Wertsachen, Wäsche und Kleidungsstücke wurden sichergestellt und zum Teil der NSV (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt, U. S.) zur Ausrüstung der Volksdeutschen, z. T. der kommissarischen Stadtverwaltung zur Überlassung an bedürftige Bevölkerung übergeben. Die Aktion selbst ist reibungslos verlaufen. Irgendwelche Zwischenfälle haben sich nicht ergeben. Die gegen die Juden durchgeführte ›Umsiedlungsmaßnahme‹ hat durchaus die Zustimmung der Bevölkerung gefunden. Dass die Juden tatsächlich liquidiert wurden, ist bisher kaum bekanntgeworden, würde auch nach den bisherigen Erfahrungen kaum auf Ablehnung stoßen. Von der Wehrmacht wurden die durchgeführten Maßnahmen ebenfalls gutgeheißen. Die noch nicht erfassten bzw. nach und nach in die Stadt zurückkehrenden geflüchteten Juden werden von Fall zu Fall entsprechend behandelt.

Entlarvend ist, dass sich Rechte gleichzeitig durchaus rühmen für die Millionen Toten. Das passt auch nicht zusammen: Den Holocaust leugnen und gleichzeitig angeben, soviele Juden getötet zu haben. So lautet eine Zeile in einem von der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt 1997 herausgegebenen Liederbuch: "Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million".

Übrigens: Hitler war ein absoluter Volks-Sozialdarwinist. Er wollte andere Völker ausrotten, weil er die für minderwertig hielt. Als sein Reich den Weltkrieg verlor, änderte er seine Meinung und wollte nun das unterlegene Volk vernichten - also die Deutschen. Dazu reichten seine Möglichkeiten aber nicht mehr ...

Adolf Hitlers sog. "Nerobefehl" am 18.3.1945 laut Aufzeichnungen von Albert Speer (zitiert auf Wikipedia)
Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein. […] Es sei nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil sei es besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Denn das Volk hätte sich als das schwächere erwiesen und dem stärkeren Ostvolk gehöre dann ausschließlich die Zukunft. Was nach dem Kampf übrigbliebe, seien ohnehin nur die Minderwertigen; denn die Guten seien gefallen.

Reichsführer SS Heinrich Himmler, zitiert in "Unser Traum vom Weiten Osten" (Junge Welt, 13.6.2017, S. 12)
Aber auch öffentlich bekannte sich der Reichsführer SS, zwecks dieses Aufbaus Ost die zunächst noch dort lebenden Menschen zu eliminieren, denn: "Unsere Aufgabe ist es, den Osten nicht im alten Sinne zu germanisieren, das heißt den dort wohnenden Menschen deutsche Sprache und deutsche Gesetze beizubringen, sondern dafür zu sorgen, dass im Osten nur Menschen wirklich deutschen, germanischen Blutes wohnen." Das war der "Leitspruch", den er – neben dem geheimen "Generalplan Ost" – zur selben Zeit im Juni/Juli-Heft der Zeitschrift Deutsche Arbeit allen Deutschen verkündete.

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