Religionskritik

MYTHEN ÜBER DEUTSCHLAND: GMBH, BESETZTES LAND, LICHTGESTALT DER WELT ... ODER WAS?

Denk ich an Deutschland voll umnachtet ... konkrete Pläne für die nationalen Rettung


1. Einleitung
2. Die BRD existiert nicht
3. Deutschland existiert zwar, aber nur als GmbH
4. Deutschland existiert schon, ist aber von fremden Mächten besetzt und ohne Friedensvertrag
5. Deutschland existiert schon, soll aber vernichtet werden
6. Von fehlenden Unterschriften bis zur Missachtung der tollen Gesetze
7. Deutschland finanziert die Welt / viele andere Länder
8. Manipulierte Geschichte - das Deutschland der Weltvereinfacher
9. Denk ich an Deutschland voll umnachtet ... konkrete Pläne für die nationalen Rettung
10. Links und Materialien

Nicht immer bleibt es beim Nöhlen über das arme Deutschland. Es gibt mehrere Vorschläge, wie Deutschland neu geschaffen oder das alte Reich wiederbegründet werden soll. Die Meinungsführer (fast immer Männer) schwingen sich dabei selbst zu Königen, Souveränen oder Reichskanzlern auf und sammeln einen Hofstaat um sich - die reichsdeutsche Variante klassischer "Sekten"strukturen. Die eigenen Verlautbarungen sind dabei zum Teil so absurd, dass es schwerfällt, sich überhaupt vorzustellen, dass darauf Menschen hereinfallen.

Im Original: Träume von Königreichen, neuem Geld
Screenshots vom Königreich Deutschland:

Aus der Seite "Der König im Königreich Deutschland"
Der König ist der Hauptverantwortliche im Königreich Deutschland. Er ist an die Verfassung gebunden und in der Lage, jede Rechtsverletzung eines Organs des Königreiches zu beenden, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und den rechtmäßigen Zustand wiederherzustellen.
Er schützt das Reich vor Korruption, Machtmißbrauch und erhält das Prinzip, daß Gemeinwohl vor dem reinen Eigennutz steht. Der König ist als der oberste Amtsträger der Handlungsbevollmächtigte des Deutschen Staatsvolkes, der Bürger und der Deme im völkerrechtlichen Rechtsverkehr des Königreiches Deutschland. Er hat ein Veto- und Kassationsrecht für völkerrechtliche Verträge.
Seine Aufgabe ist es auch, den Staatsrat zu leiten, die Minister und die von den Bürgern gewählten obersten Amtsträger einzusetzen und zu entlassen.
Der König wacht auch über die ständige Fortentwicklung der Gesetzgebung, die Vereinfachung des Rechts, für eine ganzheitliche Bildung aller Staatsangehörigen und er sorgt für die beständige Vermehrung des Wohlstandes aller Menschen und die Weiterentwicklung aller Institutionen.


Aus einer Erklärung des "Souveräns" im Königreich und weiteren Texte auf der Seite "Rechtliche Fragen und Antworten"
"Ich, Peter Fitzek, als Schöpfer von NeuDeutschland, bin eine natürliche Person mit Völkerrechtsubjektidentität und schon seit Jahren kein Personal der Bundesrepublik Deutschland mehr. Ich erhalte seit vielen Jahren keine Bezüge irgendwelcher Art von der Bundesrepublik, melde nichts an, erkläre mich nicht, habe kein Konto, keine Krankenversicherung, keine Pflegeversicherung usw. Ich bin eine freie berechtigte natürliche Person und keine Kriegsbeute Mensch der alliierten Siegermächte und deren Hintermänner. Dieser Status als Berechtigter und Inhaber tatsächliche Rechtsfähigkeit wurde seit Jahren schon mehrfach ausgedrückt und gipfelte in einer Anzeige zur Erklärung meines Personenstandes. Das macht es nicht einfacher hier zu leben, aber es ist eine Grundlage wirklicher Handlungsfähigkeit, auch wenn die meisten Menschen dies noch nicht verstehen. Sie können sich unter dem Menüpunkt zum Personenstand bei den Zusatzinformationen oder mit dem von uns aus dem Englischen übersetzten Kurzfilm "meet your strawman" näher darüber informieren." ...
Die ganze Schöpfung funktioniert hierarchisch. Alles andere ist Schwärmerei von Unwissenden oder Angst vor Missbrauch von Macht von Ängstlichen. Hierarchie muss nicht mit Unterdrückung funktionieren. Sie kann auch lediglich eine Organisationsstruktur sein. ...
NeuDeutschland steht somit nicht unter alliierter Verwaltung und Verfügung. Damit kann sich das Deutsche Volk mit Hilfe von NeuDeutschland seine Freiheit durch gelebte Selbstverantwortung wieder erarbeiten.
Weitere Bindeglieder zur bundesrepublikanischen Rechtsordnung, um den Handlungsspielraum von NeuDeutschland zu erweitern und eine Zusammenarbeit zu erleichtern, werden folgen, wenn das Deutsche Volk vermehrt auf die richtige Weise tätig ist.
Natürlich kann das Finanz"amt" oder die Bundesrepublik nicht "genehmigen", daß NeuDeutschland nun ein eigener Staat ist und eigene staatliche Strukturen schafft, denn niemand kann mehr Rechte verleihen als er selbst besitzt. Der Bund ist ja nur ein Verwaltungsgebilde des Subunternehmens Bundesrepublik Deutschland der Federal Corporation United States, die wiederum nur eine Zweigstelle eines mächtigen Imperiums ist, daß sich in den Händen eines mächtigen Familienclans befindet. ...
Ich bin durch die Untätigkeit der "Polizei" gezwungen eine eigene ausführende "Gewalt" (Polizei) zu schaffen, die das Gesetz beachtet und genau das tut was die bundesrepublikanische "Polizei" bislang unterläßt zu tun. Wie sollte die öffentliche Sicherheit sonst erhalten werden? Mit der bestehenden "Exekutive" ist dies offenkundig nicht möglich, sonst hätte diese doch schon längst die System-Notbremse gezogen wie es ihr Auftrag ist. ...
Es braucht gut ausgebildete Beamte, die gute Kenntnisse im Bereich Recht, Ethik und Kampfkunst haben. Zudem brauchen Sie eine Ausbildung, um individuell erzeugte als auch gesellschaftlich durch Systeme erzeugte Gefahren und ihre Ursachen zu erkennen. Dann erst werden sie sich nicht mehr benutzen lassen. Die Gefahrenabwehr kann erst dann von einer Polizei wirklich geleistet werden. Die NeuDeutsche "Polizei" wird dies leisten.
Ich selbst kann in NeuDeutschland in all diesen Bereichen als Ausbilder tätig sein. Wollen auch Sie sich einbringen, dann sind Sie herzlich willkommen, auch und vor allem wenn sie bundesrepublikanischer "Polizist" sind. Gerade Sie sollten eine verbesserte Ausbildung erhalten. Ich stelle mich dazu gern in jedem Bereich kostenfrei für die "Polizei"dienststellen zur Verfügung. ... es braucht eine Ordnung und besser diese als keine. ...
Ein Staat ist das Werkzeug des Volkes und die direkt gewählten Beamten und Hoheitsträger sind am Wohlergehen aller Menschen interessiert. ... Hätten wir einen echten Staat mit echten Beamten die in echten Ämtern nach echten Gesetzen echten Bürgern dienen würden, dann gäbe es 4-Stunden-"Arbeits"tage und Beschäftigung für alle, es gäbe echte Lern-Mitgestaltungs- und Wachstumsmöglichkeiten für alle Menschen, es gäbe Freiheit von Steuern, Abgaben, jeglicher Verschuldung und Konkurrenzkampf, es gäbe Sicherheit und Wohlstand für alle, es gäbe nur gesunde und kreative Menschen, eine natürliche und gesunde Umwelt, freie Energie für alle, langlebige Produkte, gesunde Lebensmittel und viele weitere wünschenswerte Dinge.


Peter Fitzek, selbsternannter König im Königreich Deutschland, im Interview mit Jürgen Elsässer, in: Compact 10/2015
Frage: Ihr habt Euch auch eine eigene Verfassung gegeben. Welche Unterschiede gibt es zum Grundgesetz der BRD?
Ein wichtiger Unterschied ist, dass Menschen bei uns nur dann in höhere Entscheidungsebenen hineinwachsen, wenn sie über Kompetenz verfügen, das heißt, wir haben eine Kompetenzregierung, keine Marionettenregierung. Es gibt bei uns immer nur direkte Wahlen, es gibt keine Parteien.

Eine besondere Bedeutung hat der "Aufbruch Gold-Rot-Schwarz", auch "Das Deutschlandprojekt" genannt. Denn hier handeln wesentliche Teile der Führer und Propheten vereinfachter Welterklärungen gemeinsam. Konferenzen werden abgehalten und Regionalgruppen gegründet. Dabei werden ordentlich Einnahmen durch TeilnehmerInnenbeiträge akquiriert und die Menschen zu reinen AbnickerInnen vorformulierter Ideen missbraucht. Sehr deutlich wurde das bei der Auftaktkonferenz in Alsfeld, wo ein schon lange vorher vom rechtslastigen Vordenker Michael Vogt in einer Burschenschaftszeitung als deutschnationales Programm veröffentlichter Text als vermeintlich basisdemokratisch legitimiertes Manifest des Aufbruchs verabschiedet wurde - nur mit kleinen Veränderungen. Noch schlimmer: Eigentlich sollten alle TeilnehmerInnen vorher unterschreiben, die Meinung der beiden Führer Vogt und Jo Conrad als eigene Meinung zu akzeptieren, falls keine Einigung entstehen würde. Das war dann aber doch zuviel - aus taktischen Gründen wurde das Ding zurückgezogen.

Im Original: Infos zum Aufbruch Gold-Rot-Schwarz
Aus der kritischen Seite zum Aufbruch auf Psiram
Auf der Internetseite des Projekts ist ein Text vom Michael Vogt mit dem Titel "Aufbruch 2012 – Der Weg in die Freiheit aus dem Zustand tiefster Erniedrigung: Manifest zur tatsächlichen Neuordnung Deutschlands" (kurz "Manifest") zu finden. Wie in einem Beitrag von März 2013 des Blogs "Behördle" hervorgeht (Autorin "Irexis"), ist dieser Text zu großen Teilen identisch mit einem Text, den der Burschenschaftler (Danubia) Vogt 2012 in den "Burschenschaftlichen Blättern" (Heft 2/2012) als "Manifest zur revolutionären Neuordnung" veröffentlicht hatte. In dem Manifest hatte er die Abschaffung des Parteienstaats, die Herstellung wirklicher Volksherrschaft und den Austritt aus NATO und Euro-Zone gefordert. ... Das originale "Vogt-Manifest" ist nur in Teilen im Internet zu finden. Erkennbar ist, dass das Wort "Burschenschaftler" des ursprünglichen Vogt-Manifests durch Worte ersetzt wurde, die zum Projekt Aufbruch Gold Rot Schwarz passen sollen. Etwa ab dem ersten Drittel des Textes hat jedoch der Autor vergessen, die Burschenschaft-Bezüge zu ersetzen, offenbar ist ihm etwas dazwischengekommen. So finden sich in den hinteren zwei Drittel des GRS-Manifests für den Leser völlig unverständliche, plötzliche Erwähnungen des Wortes "Burschenschaft" oder "burschenschaftlich". Keinem der Kongressteilnehmer oder der sieben Vereinsmitglieder scheint dies aufgefallen zu sein, was den Verdacht nährt, dass vornehmlich Beobachter des Projekts sich inhaltlich mit dem Text befasst haben. ...
Tagungs-Interessierte sollten eine Erklärung mit folgendem Wortlaut unterschreiben: "Erklärung. Ich bin bereit, aufgrund der bereits vorliegenden Texte an Feinheiten zu arbeiten und dem gesetzten Ziel, sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner für eine gemeinsame Proklamation zu einigen, nicht im Weg stehen werde. Mir ist klar, daß nie etwas erreicht werden kann, wenn jeder eigene Vorstellungen durchziehen will. Deswegen akzeptiere ich das Ziel, daß am Nachmittag des 9. November das gemeinsam Erarbeitete, das nahe an den bereits vorliegenden Texten sein wird, verkündet wird. Sollte es unüberbrückbare Gegensätze zu meinen Vorstellungen geben, verspreche ich, das gemeinsame Ziel nicht zu stören. Die Moderatoren Jo Conrad und Michael Vogt dürfen das gemeinsam Erarbeitete vortragen, auch wenn Diskussionen noch nicht abgeschlossen sind, damit das Ziel dieser Zusammenkunft erreicht werden kann. Ich habe die Erklärung gelesen und akzeptiere sie"
Diese im Widerspruch zur proklamierten Basisdemokratie stehende erwartete Selbstzensur sorgte im Vorfeld für Empörung und wurde später ohne Begründung wieder zurückgezogen. Jo Conrad schrieb später in seinem "Freigeistforum": "Wir haben beschlossen, daß wir für das Organisieren der Veranstaltungen eine führende Rolle übernehmen, die nicht transparent sein muß."



Teilmitschnitt aus einer Veranstaltung am 17.11.2013 in München

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