Umwelt und Macht

KEIN NEUBAU DER B49 IM KREIS GIESSEN!

Stand der Bauarbeiten


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Im Jahr 2023 erfolgten Probebohrungen, um den Untergrund zu untersuchen. Zudem wurden einige Bäume gepflanzt als sogenannte Ausgleichsmaßnahmen. Bisschen Grün, dann ist alles gut ... auch bei Straßen wird Greenwashing betrieben.

2026

Es wird ernst. Auf der geplanten Trasse der B49 wird gearbeitet. Es geht in diesen Wochen (oder ersten Monaten) um die Bauvorbereitung an den vier Brückenstandorten.

Baumbesetzung an der geplanten Wieseck-/Bahn-/R7-Brücke
Bei größten Brückenbauwerk (über die Wieseck) müssten Bäume gefällt werden - diese wurden den Februar 2026 über besetzt gehalten (bis Ende der Winter-Rodungszeit). Nun ist die Ausschreibung für diese Brücke online. In ihr sind genauere Angaben zu finden, was wann passieren soll: Ab September Vorbereitung, Oktober die Bäume umnieten und dann die Baufläche einrichten. Seht selbst unter vergabe.hessen.de (dann "Reiskirchen" oder B49 eingeben), direkter Link zum wichtigsten Dokument: vergabe.hessen.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_DownloadTenderDocument&documentOID=54321-SpecificationVersion-19cbdfa69e9-77f1d7528cd89853&Document=Ml9MZWlzdHVuZ3NiZXNjaHJlaWJ1bmcucGRm

Vorher soll es an zwei anderen Brückenstandorten losgehen.

Bauvorbereitungen an der Brücke südlich Lindenstruth
Die Brücke bei Lindenstruth liegt, wie später der dort recht hohe Damm, eingequetscht zwischen Martinsheim und Pferdehof. Beide sind stark betroffen. Noch schlechter sieht es für die geschützte Art der Zauneidechsen aus, die hier leben. Die Fläche ist deshalb jetzt mit Plastikzäunen (ähnlich Krötenschutzzäunen) umgrenzt worden, um die Tiere wegzufangen. Noch sind die nicht mit dem Boden fest verbunden, aber das kann schnell geschehen. Dann beginnt bei der Fläche südlich Lindenstruth (Koordinaten: 50.58739585050977, 8.855193625198021) die Zwangsumsiedlung der Zauneidechsen - in ein Ersatzbiotop, das ungeeignet ist (Koordinaten: 50.586922582462996, 8.85175918506354 - auf Googles Satellitenbild schon zu erkennen). Offenbar ist das Wichtigste, die rechtliche Auflage zu erfüllen, dass keine Eidechsen mehr auf der Trasse sein dürfen - und diese als geschützte Art nicht direkt getötet werden dürfen. Alles andere ist egal. Nach der Umsiedlung wird dann der Oberboden auf der plastik-eingezäunte Fläche abgeschoben und dort die Baustelle für die Brücke eingerichtet, die ca. mittig dieser Fläche gebaut wird.


Das Bild zeigt das eingezäunte Biotop, wo die Eidechsen jetzt leben (mit dem Tripod in der Mitte). Das soll der Bauplatz für die Brücke werden. Das Zielbiotop gibt es schon etwas länger und liegt unterhalb.


Foto vom Zielbiotop aus den Berg hinauf, wo im Hintergrund der planen-umzäunte Tripod zu sehen ist.

Detailaufnahmen zeigen, dass der Zaun unten umgeschlagen ist. Im Zielbiotop ist da schon Sand draufgekippt (mit Lücken), auf der zukünftigen Baufläche ist das noch nicht passiert, d.h. in diesen Stunden kann die Umsiedlung noch nicht beginnen, weil der Zaun noch nicht Eidechsen abhält.

Mehr Infos zum den Zauneidechsen und warum die Umsiedlung den Tod bedeuten wird, auf der Extraseite zu den Schäden für Natur und Anlieger.

Bauvorbereitungen an der Brücke südlich der Straße nach Hattenrod
Die zweite Fläche liegt unterhalb der Straße von Reiskirchen nach Hattenrod (Koordinaten: 50.58863619608349, 8.833902591924968). Sie ist auch plastik-eingezäunt, nur ist uns da unbekannt, wieso (doch irgendwelche seltenen Arten? Für Eidechsen ist es ungeeignet ...). Da vermutlich keine Naturschutzgründe vorliegen, können sie dort ziemlich bald den Oberboden abschieben und mit dem Brückenbau beginnen. Allerdings ist das Bauwerk noch nicht auf vergabe.hessen.de ausgeschrieben worden. Das kann aber jederzeit passieren - ebenso wie für die Bauarbeiten nach der Zauneidechsenumsiedlung bei der anderen Fläche.


Die Fläche für den geplanten Feldweg, die Brücke und die dafür nötige Baustelle wurde im März 2026 mit Plastikzäunen umgrenzt (Blick von der Straße nach Hattenrod Richtung Jossollertal).

2025

Spekulationen über Finanzierung und Baubeginn
Im Oktober 2025 meldete ntv: Für das Verkehrsressort von Patrick Schnieder soll es deutlich mehr Geld geben. Für die Infrastruktur in dem Bereich soll es drei Milliarden Euro zusätzlich geben. "Alles was baureif ist, wird gebaut", so der CSU-Chef Markus Söder.
Das klang nach einer Drohung und zeigte deutlich, dass Klimaschutz, Verkehrswende usw. in der Politik nicht mehr relevant sind. Alles wirkt wie eine große Untergangsparty, bei der aber einige draußen bleiben müssen (denn gleichzeitig wurde beschlossen, das Bürgergeld abzuschaffen und die Grundsicherung bei Nichtunterwerfung unter Zwang(sarbeit) schnell auf Null (!) zu kürzen. Und bestimmt sind noch andere Gemeinheiten beschlossen worden.

Vorangegangen waren Spekulationen um eine sog. "Streichliste". Die umfasste etliche Straßenneubauten, die aus Kostengründen zurückgestellt oder gestrichen werden sollten. Da war die B49-Südumgehung dabei. Es gab etliche Dementis, aber am Ende blieb vor allem Unklarheit.


Geldfreigabe und Bauvorbereitungen im Winter 2025/26
Ende 2025 wurde dann klar, dass nun mit dem Bau der B49 begonnen werden könnte: Es besteht Baurecht und das Geld ist freigebeben. Nun müssen noch die Ausschreibungen für die Baufirmen erfolgen - dann könnte es losgeben. Die Planungsbehörde "Hessen Mobil" (Standort: Schotten) hat im Februar 2026 zwei Bauflächen vorbereitet, auf denen folglich im Sommerhalbjahr 2026 die Arbeiten an den dort vorgesehenen Brücken beginnen können.

Baustelle an der Straße nach Hattenrod (Koordinaten: 50.58861076840899, 8.83355099747242)


Brückenbaustelle am Pferdehof südlich Lindenstruth (rosa Rechtseck, Koordinaten: 50.58739099351266, 8.855132631931863) und Zielbiotop für die Eidechsenumsiedlung (rosa Dreieck)

2024 und vorher


Akurat, aber ökologisch ziemlich sinnfrei: Neue Baumplantage an der Trasse

Die erste größere Maßnahme war dann auch eine solche Ausgleichsmaßnahme. Denn auf der Trasse kommen geschützte Arten vor. Laut Plan sollten die "vergrämt", sprich verscheucht werden. Die Zauneidechse bekommt eine neue Heimat, die künstlich angelegt wird - mit großem Aufwand. Auch hier ist die konkrete Umsetzung eher bizarr. Funktionieren wird das vermutlich nicht. Aber den Planvorgaben wurde Genüge getan - die Planierraupen können rollen.

Löcher buddeln und Kram reinwerfen - Eidechsenbiotopbasteln im August 2024

Baubeginn wird verschoben - 2025 wohl noch kein Start
Im Herbst 2024 mehrten sich die Anzeichen, dass der geplante Baubeginn Anfang 2025 wohl nicht zustande kommt, weil die Finanzierung durch die Bundesregierung noch nicht geklärt war. Als dann die Regierung auch noch zerbrach, klappte es mit dem Haushalt ohnehin nicht mehr richtig.

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