Abwehr der Ordnung

DIRECT-ACTION: SPRÜHEN & KLEBEN

Schöner (auf)kleben


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Produkteaufkleber und Etiketten für überall
  • Richtig viele Kopier-/Druckvorlagen für Briefetiketten auf der Downloadseite

Aufklebis wirken besonders gut, wenn sie nicht irgendwo, sondern mit einem inhaltlichen Bezug oder einer Verbindung zum Klebeort platziert werden. Beispiele wären Anti-Kriegsaufkleber in Militaria-Büchern, antisexistische Sticker in sexistischen Magazinen, Sprüche plus Internetadressen in rechtspopulistischen Veröffentlichungen oder Überkleben bzw. Austauschen von Preisschildern mit Zahlangaben für den Stundenlohn der Hersteller*innen, die Transportkilometer oder die CO2-Menge bei der Produktion. Eine Gedanken-Eselsbrücke, die in Erinnerung bleibt, schaffen Bezüge zum Untergrund, z.B. auf Produktetiketten mit Infos zur Herstellung oder um sie zu entwerten („Dieses Produkt ist entwertet – alles für alle statt Eigentum“). Besonders gut geeignet sind Lichtschalter ("... ausschalten") oder Klotasten ("... runterspülen") als Fläche für Slogans nutzen zu können. Der Tophit bleibt ein wasserbeständiger Aufkleber in die Kloschüssel mit "Auf ... scheißen". Leere Briefetiketten in Verbindung mit einem Stift sind zudem für unvorhergesehene Ereignisse gut.

Hinweisaufkleber
Vom "Discordia Vertrieb" (Alte Hofstraße 23, 5222 Katzenbach)* gibt es eine Reihe selbstklebender Sticker, mit denen man sich so manchen Einkaufsbummel spannender gestalten kann. Die kleinen Aufkleber sind meist nur mit einem kurzen Begriff bedruckt, als da wären: "kaputt", "Lüge", "is' nix", "Außer Betrieb", "verseucht", "zu teuer" u.a.m. - Klein aber OHO.
*Hinweis 2006: Lassen sich auch selbst machen – einfach auf Briefetiketten!
(Aus Pieper, Werner (1990): "Widersteh' Dich!", Werner Pieper's Medienexperimente in Lörrach)

Rechtliches
Aus einem "Handout" des Greenpeace-Anwaltes Michael Günther für Attac-Aktivisten (17.4.2004):

Verfremden von Plakaten, Werbung und fremden Logos
Solche Verfremdungen fallen regelmäßig unter die Meinungsfreiheit oder deren Unterfall die Satire und damit unter die Kunstfreiheit, sofern sie nicht beleidigend sind.
Falls aber eine schlichte Fälschung vorliegt und der Eindruck erweckt wird. Plakat, Flugblatt oder Logo stammen von dem Angegriffenen selbst, dann ist dies eine Persönlichkeitsrechtsverletzung, die bekämpft werden kann, jeweils abhängig von ihrem Inhalt. Die unbefugte Verwendung von Staatswappen ist eine Ordnungswidrigkeit (§ 124 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG)).


Die HerausgeberInnen von Plakaten und Aufklebern sind nicht für das wilde Plakatieren verantwortlich - jedenfalls nicht so einfach.

Aus einer Mitteilung von Robin Wood im Sommer 2013:
Die Stadt Hamburg hat sich nämlich auch weiterhin alle Mühe gegeben, Aufkleberkleben zu kriminalisieren und kam auf die Idee, Robin Wood für Aufkleber zu verfolgen auf denen eine heute Robin Wood gehörende Internetdomain angegeben war und die auf Ampeln im Stadtgebiet klebten. Rowo sei Nutznießer und müsst daher eine Sondernutzungsgebühr zahlen. RoWo hat sich erfreulicherweise dagegen gewehrt und gewonnen.

Zur Haftungsfrage beim Wildplakatieren für die Hersteller*innen/Designer*innen des Plakats (Hessischer VGH, Beschluss vom 9.2.2021, Az. 5 A 823/19)

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