Abwehr der Ordnung

KEIN NEUBAU DER B49 IM KREIS GIESSEN!

B49-Neubau in den Medien


Rettet die Jossolleraue! B49: Fiese Tricks für Straßen Die Trasse Plan mit manipulierten Zahlen Höfe/Natur/Erholung in Gefahr Neubau gefährdet Sanierungen Parteien, Behörden, Betonfans Pläne und Folgen für Grünberg Alternativen: Bahn, Rad ... Stand der Bauarbeiten Klagen, Anträge (Rechtswege) Aktivitäten gegen B49-Neubau B49-Neubau in den Medien Materialien zur B49

Berichte zum Baubeginn: Einseitig bis peinlich
Rund um den Baubeginn haben sich regionale und überregionale Fernseh- und Radiosender mit dem B49-Neubau beschäftigt. Viele Beiträge sind aus verschiedenen Blickwinkeln sehr problematisch. Daher seien sie hier kommentiert verlinkt. Allen gemeinsam ist, dass sie die Frage des Sinns der Straße gar nicht erwähnen. Stattdessen wir eine ablenkende Debatte um kaputte Plastikzäune in den Vordergrund gestellt. Diese Zäune dienen der Absicherung einer Zwangsumsiedlung der geschützten Zauneidechse. Trotzdem werden immer wieder als Reptilien"schutz"zaun bezeichnet. Die gezielte Sabotage an den Zäunen, die erkennbar den Straßenbau verhindern und damit das Überleben der Eidechsen sichern soll, wird immer wieder als Vandalismus, also als sinnlose Zerstörung beschrieben, während die mehrfachen Aktionen von Straßenbaubefürwortis gegen Plakate und andere Materialien der Straßenbaugegnis verschwiegen werden.

HR (Hessenschau und HR-Info/Radio)
In den Beiträgen des HR dürfen die Betonmänner aus der Reiskirchener Politik unwidersprochen behaupten, dass der Verkehr auf der jetzigen B49 unerträglich ist und durch den Neubau endlich raus kommt. Damit wiederholen sie die Lügen, auf denen die ganze Planung beruht. Denn 2/3 des Verkehrs auf der B49 in Reiskirchen sind laut eigenen Zahlen der Planungsbehörde Fahrten innerhalb von Reiskirchen, Lindenstruth und aus Richtung Bersrod. Dieser Verkehr kann nicht über den Neubau im Süden des Ortes umgeleitet werden, d.h. die Entlastung wird sehr gering ausfallen (wahrscheinlich weniger als ein Viertel, da der rein innerörtliche Verkehr noch gar nicht mitgezählt wurde). Das alles wird im Beitrag der Hessenschau vom 7.7.2026 nicht erwähnt, aber immer nicht nur über Eidechsenzäune, sondern auch über die Straße als solcher gesprochen.

Skandalös ist hingegen die Radiosendung des HR und die dazugehörige Textseite vom 4.7.2026. Die enthält viel Falsches - und der Redakteur Marc Klug hat sich auch recht feindlich gegenüber den Kritiker*innen der Straße verhalten. Nicht nur eine Lüge, sondern üble Nachrede (strafbare Handlung) ist die Behauptung, ein B49-Gegner (namentlich genannt) sei vorbestraft wegen Sachbeschädigung. Das ist einfach frei erfunden. Dass der Satz im Text in einen Kontext mit der Sabotage an den Eidechsenzäunen gestellt wird, zeigt, dass HR-Mann Klug (welch unpassender Name) mit seiner Diffamierung sehr gezielt eine bestimmte Wahrnehmung erzeugen wollte.

Oben: Gezielt konstruiert HR einen Tatverdacht gegen einen Aktivisten, gepaart mit der Lüge einer Vorstrafe
Unten: Der Bürgermeister distanziert sich von Sachbeschädigungen, meint aber nur die der B49-Gegner*innen. Dabei haben die Befürworter*innen ständig Plakate, Aushänge usw. mit B49-Kritik zerstört.

RTL und ntv
Am Sonntag, den 5.7., war ein Aufnahmeteam an Bauwerk 3 und hat sehr lange mit dem Bürgermeister und B49-Gegner*innen, darunter Anwohner*innen gesprochen. Dabei ging es auch um die ganzen Zerstörungen der Natur, die Lügen mit den Verkehrszahlen und vieles mehr. Doch RTL hat daraus eine reine Witzsendung gemacht, in der sie die Straße gar nicht thematisieren, sondern es so dastehen lassen, als gäbe es in Reiskirchen Bekloppte, die wahnhaft Plastikplanen durchschneiden. Das ist kein Versehen, sondern Drecksjournalismus. Auf RTL in der Sendung vom 5.7.2026, auf NTV mit fast identisch-absurder An- und Abmoderation (ab 12:18 min).

Die Zerstörung des Jossollertals, die Vernichtung von Lebensräumen geschützter Arten, von landwirtschaftlichen Flächen und viele weitere Schäden, Ignoranz gegenüber dem Klimawandel und verfehlte Verkehrspolitik mit Lästern über und Diffamierung von Menschen, die sich dagegen wehren, zu quittieren, ist schon ein sehr armseliger Journalismus.

Die Wochen nach Baubeginn
Die Medien bleiben ihrer widerlichen Rolle treu: Protest gegen Straßenbau und Klimawandel ist nur ein Kostenproblem ... (und das bei zig-Millionen, die es kostet, das Jossollertal zu zerstören). Dass dabei auch noch schlecht recherchiert wird, ist ebenso der Alltag heutigen Journalismus, denn das Loch, dass das gebaggert wird, hat natürlich mit dem Neubau zu tun. Es wird eine Brücke, über die dann die B49 laufen soll. Das traurige: Die Schreiberin des Artikels ist gegen die B49, dass hat sie vor zwei Jahren mal in einem Kommentar klar geschrieben. Das gleiche gilt für die SPD-Spitze in Reiskirchen, für den CDU-Bürgermeister ... sie alle wissen, dass die B49 ein fataler Fehler ist. Sie alle sind gegen die Straße. Und kämpfen dafür. "Staatsräson" in Reiskirchen. ++ Bericht "Sachbeschädigung auf umstrittener Baustelle - Mehrkosten im sechsstelligen Bereich", in Gießener Allgemeine

bei Facebook teilen bei Twitter teilen

Kommentare

Bisher wurden noch keine Kommentare abgegeben.


Kommentar abgeben

Deine aktuelle Netzadresse: 216.73.216.223
Name
Kommentar
Smileys :-) ;-) :-o ;-( :-D 8-) :-O :-( (?) (!)
Anti-Spam