Abwehr der Ordnung

MOBIL IN MITTELHESSEN???

Wir wollen die Verkehrswende - wer macht mit?


1. Einleitung
2. Wir wollen die Verkehrswende - wer macht mit?
3. Gruppen und Netzwerke für Verkehrswende und Bahnreaktivierung
4. Verkehrswende im Süden Gießens (Linden, Langgöns)
5. Verkehrswende im Lumdatal
6. Von Gießen bis Fulda: Vogelsbergbahn stärken
7. Lahn-Kinzig- und Horlofftalbahn
8. Weitere Bahnstrecken, die auf Reaktivierung warten
9. Marburg
10. Regionale Radrouten: Wunsch und Wirklichkeit
11. Aus der Politik: Lippenbekenntnisse und Beschlüsse

Wir entwickeln Vorschläge für autofreie Innenstädte und regionale Netze von Bahn-, Bus- und Fahrradnetzen, die konsequent den Autoverkehr auf umweltfreundliche Mobilität verlagern. Ort für Ort - begleitet von Aktionen, für diese Vorschläge dann auch zu werben.

Wer hast Lust, daran mitzuwirken?

Konkrete Vorhaben und Aktivitäten
Unsere Vorschläge verknüpfen soziale und ökologische Ziele - und wir verknüpfen konkrete Vorschläge mit kreativen Aktionen, um diese auch zu bewerben. Sozial UND ökologisch sind unsere Verkehrsvorschläge, weil sie nicht nur den Autoverkehr mit seiner Luftverschmutzung, Rohstoffverbrauch, Lärm und Flächenverbrauch auf Busse, Bahnen, Fahrrad und Gehen verlagern, sondern durch die Verknüpfung mit der Idee Nulltarif, der Vermeidung von Gesundheitsschäden und der Steigerung von Lebensqualität in den Wohngebieten wichtige soziale Fragen aufgreifen. Mobilität für alle ist eine ökologische Herausforderung und eine Frage der Gerechtigkeit.
Im konkreten wollen wir ...
  • Stück für Stück für jeweils zusammenhängende Gegenden (die größeren Städte jeweils einzeln, dazu Bereiche entlang von Tälern, von Bahntrassen usw.) exakte Pläne für die Aufwertung der Bahnlinien, darauf zugeschnittene Buszubringer-Linien und ein komplettes Radwegenetz erarbeiten.
  • Diese Pläne wollen wir öffentlich vorstellen durch Informationstafeln und Ausstellungen mit großflächigen Farbplänen unserer Vorschläge, dazu durch Informationsschriften, Veranstaltungen, Radtouren entlang der vorgeschlagenen Strecken usw.
  • Zudem wollen wir die Vorschläge in die kommunalpolitischen Gremien einbringen.
  • Für die Erarbeitung der Pläne und anschließende Öffentlichkeitarbeit suchen wir Kontakt zu Gruppen und Personen, die in diesen Themen schon aktiv sind oder es werden wollen. Die uns bekannten Gruppen sprechen wir direkt an, zudem legen wir Einladungen zur Mitarbeit an Haltestellen, in Fahrradläden usw. aus.
  • Unterstützt werden sollen alle Aktivitäten durch kreative öffentliche Aktionen, angefangen von Fahrraddemonstrationen über Straßentheater bis zu künstlerischen Installationen im öffentlichen Raum. Zudem sollen Medien (Internet, Presse usw.) für unsere Anliegen gewonnen bzw. genutzt werden.

In der Stadt Gießen begannen wir mit Aktionen und erstellten dann einen umfassenden Plan, der seit Anfang 2019 als Faltplan verteilt wird. Der Plan ist unter www.giessen-autofrei.siehe.website im Netz zu finden, wurde bereits den Stadtratsfraktionen zugestellt, zum Teil mit diesen auch diskutiert und in der Gießener Allgemeinen umfangreich vorgestellt.

Während der Erarbeitung in Gießen entstand dann auch ein Plan für das Wiesecktal (Gemeinden Buseck, Reiskirchen, Grünberg) entlang der Vogelsbergbahn und des Hessen-Radwegs "R7". Der wurde dann sogar schneller fertig und noch Ende 2018 als Faltplan gedruckt. Die Internetseite dazu ist www.wiesecktal.siehe.website. Seitdem besteht in Buseck eine feste Verkehrswendeinitiative. In den anderen Orten gelang das bislang noch nicht, aber wir hoffen drauf.
Geplant sind dann weitere Erkundungen und Erarbeitung von Plänen für das Lumdatal, die Orte des Kreises Gießen entlang der Bahnlinie Gießen-Nidda, das Lahntal nördlich von Gießen und das Lahntal zwischen Gießen und Wetzlar.
Für eine ökologische und sozial gerechte Mobilität sollen zudem Fahrräder zum Verleih bereitgestellt werden, die besondere Funktionen haben. Deren Anschaffung durch Einzelpersonen macht keinen Sinn, sie sollen gemeinschaftlich genutzt werden.
In Gießen gibt es als Teil der Bemühungen bereits eine Lastenradinitiative und Leifahrräder. Als Teil der Initiativen im Wiesecktal sollen dort ebenfalls Verleihpunkte für Lastenräder geschaffen werden.

Ziel ist die Erarbeitung von Verkehrswendeplänen und -konzepten sowie die Erreichung einer öffentlichen und politischen Debatte darüber. Am Ende sollen entsprechende politische Beschlüsse stehen, solche Konzepte auch umzusetzen. Eine Möglichkeit wäre die Bewerbung bei der Bundesregierung als Testgebiet für den Nulltarif oder konkrete Förderanträge für den Ausbau von Radwegen oder Bahn-/Buslinien.

Alle Aktivitäten dienen dem Schutz der Umwelt, der Erhöhung von Lebensqualität und sozialer Gerechtigkeit.

Wem nützt das Ganze? Allen ...
Mobilität ist eine Querschnittsfrage. Fast alle Tätigkeiten von Menschen und fast alle wirtschaftlichen Aktivitäten sind mit Fortbewegung oder Transport verbunden. Dass diese umweltfreundlich und sozial gerecht verläuft, tangiert daher alle gesellschaftlichen Akteure. Diese einzubinden, ist eines unserer Ziele. Denn solange der motorisierte Individualverkehr dominiert und durch entsprechende Infrastruktur gefördert wird, haben diejenigen bessere Chancen in allen gesellschaftlichen Bereichen (Arbeit, Bildung, Konsum, Kultur, Politik usw.), die sich die Mobilität auch leisten können.

Das Besondere: Soziale und ökologische Ziele gleichzeitig verwirklichen
Die Verknüpfung von sozialen und ökologischen Zielen ist bisher eher selten. Viele Umweltschutzkonzepte fördern die Gentrifizierung, d.h. sie verstoßen Menschen mit wenig Einkommen in Randbereiche oder Passivität. Beispiele sind die Plaketten für Autofahren in den Städten oder die angestrebte E-Mobilität. Wer sich diese neuen Techniken nicht leisten kann, die ja vor allem in teuren, nicht in sparsamen Autos bestehen, kann nicht mehr in die Stadt fahren. Am Ende steht die weitere Aufteilung der Gesellschaft - diesmal im Ökomantel. Bioläden, Öko-Restaurants usw. sind dafür weitere Beispiele, in denen reichere Schichten unter sich bleiben.
Unsere Verkehrsvorschläge sollen nicht nur eine radikale Verlagerung des Verkehrs aus Umweltschutzgründen bewirken, sondern diese so gestalten, dass nach der Verwirklichung alle Menschen - ob reich oder arm, ob mit oder ohne Handicap usw. - in gleicher Weise mobil sein können.

Meldet Euch ... per Mail an saasen@projektwerkstatt.de oder über das Rückmeldeformular!

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