ALL THAT GENDER TROUBLE ... HERRSCHAFT UND GESCHLECHTERVERHÄLTNISSE
Praxis: Duschampel
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Die Duschampel ist der Versuch, unterschiedlichen Duschbedürfnissen gerecht zu werden ohne pauschal nach Geschlecht getrennte Duschzeiten. Bisher wurde diese Idee auf dem Jugendumweltkongressen in Magdeburg (2004) und Bielefeld (2005) umgesetzt - Weiterentwicklungen sind möglich und notwendig.

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Damit wird allerdings Zweigeschlechtlichkeit reproduziert, obwohl es inzwischen einige Zweifel gibt, ob Menschen sich in zwei Schubladen aufteilen lassen: Zwischen 2-5% aller Neugeborenen kommen mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen zur Welt. Und auch körperlich "einwandfrei" einteilbare Menschen wollen sich nicht immer brav als "m" oder "w" definieren lassen. Zudem blenden Duschzeiten für Frauen aus, dass es auch Männer gibt, die alleine duschen möchten.
Aus diesem Dilemma entstand die Duschampel. Ziel ist, entlang der jeweiligen Bedürfnissen definieren zu können, auf welche Weise du duschen willst - ohne zwingend auf Geschlecht zu verweisen.
Die Duschampel ist nur eine mögliche, unperfekte Umgangsweise mit den erwähnten Problematiken. Wenn du weitere Ideen hast oder etwas anderes ausprobieren willst - just do it!
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- Hintergrund der Duschampel
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- Download von Duschampel und Erklärung
Duschampel-Bilder
Die Bilder stammen alle (vom Jugendumweltkongress in Magdeburg 2005, auf anderen Veranstaltungen soll es aber auch schon Duschampeln gegeben haben.Einfach drauf klicken zum Vergrößern - Bericht zu diesem Jukss auf de.indymedia.org
Warum?
"Duschampel" - hört sich witzig an und soll auch etwas Spielerisches sein. Aber mit ernstem Hintergrund: In vielen Räumen gibt es Gemeinschaftsduschen. Während manche es voll nett finden, sich beim Duschen mit anderen zu unterhalten wollen andere lieber alleine duschen - aus unterschiedlichsten Gründen. Manche Menschen haben unangenehme Erfahrungen gemacht, z.B. unerwünschtes Anglotzen, ungewollte Anmache oder körperliche Grenzüberschreitungen. In der Tendenz sind es deutlich mehr Frauen, welche diese Situationen erlebt haben. Aus diesem Grund werden oft getrennte Duschzeiten eingerichtet.Damit wird allerdings Zweigeschlechtlichkeit reproduziert, obwohl es inzwischen einige Zweifel gibt, ob Menschen sich in zwei Schubladen aufteilen lassen: Zwischen 2-5% aller Neugeborenen kommen mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen zur Welt. Und auch körperlich "einwandfrei" einteilbare Menschen wollen sich nicht immer brav als "m" oder "w" definieren lassen. Zudem blenden Duschzeiten für Frauen aus, dass es auch Männer gibt, die alleine duschen möchten.
Aus diesem Dilemma entstand die Duschampel. Ziel ist, entlang der jeweiligen Bedürfnissen definieren zu können, auf welche Weise du duschen willst - ohne zwingend auf Geschlecht zu verweisen.
So geht's
- Vor dem Duschraum hängt eine Duschampel mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten ("will alleine duschen", "für sich weiblich definierende Menschen"), die per Wäscheklammer angezeigt werden können.
- Die Grundeinstellung ist "leer" - wichtig ist, dass du die Duschampel wieder in diese Ausgangsstellung bringst, wenn du fertig bist (und die Dusche tatsächlich leer ist)
- Leere Felder bieten Raum für weitere Bedürfnisse (z.B. "nur für Marxismus-Fans" oder "Kaltduscher-Treffpunkt").
Sensibilität aller gefragt!
Die Duschampel ist kein Gag, sondern ein ernst gemeintes Hilfsmittel, um eine angstfreie Atmosphäre für alle herzustellen. Diese setzt natürlich noch viel mehr voraus: Dass ,wir' sensibel miteinander umgehen, aufeinander achten - und direkt intervenieren, wenn andere eingeschränkt oder persönliche Grenzen verletzt werden.Die Duschampel ist nur eine mögliche, unperfekte Umgangsweise mit den erwähnten Problematiken. Wenn du weitere Ideen hast oder etwas anderes ausprobieren willst - just do it!
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