Anti-Zwangspsychiatrie

AKTIONSSCHWARZFAHREN UND MEHR: AKTIV FÜR DEN NULLTARIF

Weitere Aktionen pro Nulltarif


1. Der Trick: "Schwarzfahren" mit Kennzeichnung
2. Die Aktion und das ganze Material dafür
3. Berichte vom Aktionsschwarzfahren
4. Weitere Aktionen pro Nulltarif
5. Links und Infomaterial

Kommunikationsguerilla: Wir schaffen den Nulltarif einfach selbst …
Eine starke Wirkung auf die öffentliche Debatte haben Phasen, in denen der Nulltarifs praktisch erlebt werden kann. Deshalb sind kommunalpolitische Initiativen wertvoll, mit einzelnen Tagen oder Anlässen zu beginnen. Aufregend kann auch sein, solche Freifahr-Tage selbst, aber im Namen der offiziellen Stellen, anzusetzen, wenn sich (kommunal-)politisch nichts bewegt. Kommunikationsguerilla ist eine kreativ-wirkungsvolle Art, sich in die politische Debatte einzumischen.
Umfangreiche Sammlung kreativer Aktionsideen: www.direct-action.siehe.website.

Beispiele: Nulltarifs-Fakes

Eine ähnliche Variante ist das Bekleben der Fahrscheinautomaten mit der Information, dass jetzt Nulltarif gilt und kein Fahrschein gezogen werden kann/sollte. Die Idee ist in München im Rahmen von Fahr' Scheinfrei schon praktiziert (Abbildung rechts ++ Bericht).

Umfragen, Unterschriftensammlungen, Bürger*innenbegehren
Die Meinung der Vielen sichtbar zu machen, gelingt oft durch Umfragen und Unterschriftensammlungen. In Verbindung mit anderen Aktionen, gerne auch begleitet in den Gemeinde-/Stadtverordnetenversammlungen kann das ein Thema nach vorne bringen.
Aufwändiger, aber nicht nur noch mehr in der Öffentlichkeit wirksam, sondern im Erfolgsfall auch formal bindend sind Bürger*innenentscheide. Für die Durchsetzung des Nulltarifs könnte das eine wichtige Handlungsoption sein, denn weil die Idee alle betrifft, können die sonst oft hinderlichen Quoren übersprungen werden.

Ticketteilen (z.T. gleiche Aktion auch unter anderen Namen)
Wer ein Monats-, Jobticket oder Ähnliches besitzt, kann in den meisten Verkehrsverbünden abends und an Feiertagen/Wochenende je eine Person gratis auf das Ticket mitnehmen. In einigen Verkehrsverbünden geht das sogar mit dem Semesterticket. Wer so etwas hat, kann damit den Menschen, die für ihre Mobilität nicht zahlen können oder wollen, die Hand zu reichen und im Alltag solidarisch sein. Bietet Eure Plätze auf Zeitkarten oder auch auf Gruppentickets (wenn da noch Plätze frei sind) offensiv Mitfahrenden an, die kein Ticket haben. Ihr könnt Euch mit passenden Buttons kennzeichnen und das in Eurer Stadt bekanntmachen – oder Treffpunkte per Aushang oder Internet festlegen. Das würde die Mitnahme vereinfachen. Hilfreich wären auch Pinnbretter (real oder online), auf denen Mitfahrgelegenheiten dieser Art gesucht bzw. angeboten werden können (z.B. „Fahre jeden Morgen von A nach B, Treffpunkt 5min vor Abfahrt an …“). Eine solche Kampagne richtet sich also einerseits an alle Inhabis von Tickets mit Mitnahmemöglichkeit, die solidarisch sein wollen, indem sie die Möglichkeiten der Beförderungsrichtlinien nutzen und dazu gut sichtbar z.B. einen Button tragen. Und andererseits an die Menschen, die sich kein Ticket leisten können, diese „Mitfahrgelegenheit“ zu erkennen und zu nutzen.


Variante des Ticketteilen-Buttons - Treffpunkte markieren


Weitere Aktionsideen
Rechts: Sammelstelle für benutzte, aber noch gültige Fahrkarten (z.B. 2-Stunden- oder Tages-Tickets. Solche Austauschplätze werden in der Regel von den Nahverkehrsbetrieben nicht geduldet. Denen geht es aber ja auch um Profit und nicht um "öffentliche Daseinsfürsorge" ...

Flyer, Umsonst-Aktionen
Das geht immer: Infostände, Straßentheater, Kreideaktionen, Flugblätterverteilen an Haltestellen oder in Bussen/Bahnen. Die Forderung nach einen Nulltarif lässt sich zudem gut mit anderen Umsonstaktionen verbinden, z.B. das Foodsharing, Umsonstladen oder Formate wie den UmsonstZug in Gießen.

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