Projektwerkstatt

BIOTOPSCHUTZ: ÖKOLOGISCHE GRUNDLAGEN

Struktur und Dynamik


1. Struktur und Dynamik
2. Das Mosaik der Landschaft
3. Abiotische Faktoren
4. Biotische Faktoren
5. Links und Lesestoff

Jeder Teil der Landschaft ist durch eine bestimmte Dynamik und Struktur geprägt. Dabei kommen schon von Natur aus sehr unterschiedliche Formen vor. Sie erstrecken sich von den reichen Strukturen der vielfältig aufgebauten Laubmischwälder bis zu den nur von geringen Unterschieden gekennzeichneten Strukturen, wie sie von den Buchen-Hallenwäldern oder Hochmooren bekannt sind. Ebenso vielfältig sind die Formen der Dynamik, dh der auf jedem Standort stattfindenden Veränderungen im Verlauf der Zeit. Dabei gibt es drei Arten dynamischer Prozesse.


Kahlschlag


Periodisch wiederkehrende Veränderungen
Sie entstehen meist aus der Veränderung der Jahreszeiten und umfassen die schwankenden Wasserstände bis hin zu großflächigen Überschwemmungen, Schneebedeckung, Laubfall, Wintererstarrung usw.

Reifeprozesse
Auf sich selbst überlassenen Flächen, die durch Nutzung, Brand oder Erosion keine stabile Vegetationsdecke aufweisen, entwickeln sich verschiedene Pflanzengesellschaften, die aufeinander folgen. Von Krautbeständen entstehen über Pionierwaldstadien meist stabile Hochwaldökosysteme. Andere Reifeprozesse sind die Bodenentwicklung, Hochmoorentstehung, die Verlandung von Seen, Erosion im Bachoberlauf sowie Ablagerungen im Unterlauf mit Auenentstehung.

Episodische Veränderungen
Durch besondere, nicht regelmäßig wiederkehrende Prozesse können die Bedingungen eines Standortes verändert bzw ein laufender Reifeprozeß unterbrochen werden. Solche Vorkommnisse sind Erosion, Brand, Windwurf, Wasseranstau zB durch Biber oder Rutschungen.

"Auch die Vorstellung der Natur als des geschichtslosen Raumes des geschichtlichen Menschen ist ein historisches Resultat, nämlich einer sich zur Naturwissenschaft mit ihrem Gesetzesbegriff wandelnden Naturphilosophie." (Mittelstraß 1991, S. 46)
Natur wird als geschichtslos bestimmter Raum fremd (Mittelstraß 1991, S. 46) - Subjekt-Objekt treten auseinander
Bemerkung A.S. Diese Geschichtslosigkeit wird von "Umweltschützern" oft über-nommen, sie fordern eine "Rückbindung in die natürlichen Kreisläufe", z.B. R. Bahro. Dieses Gedankenmuster ist typisch für spirituell-esoterische Ökokreise.

(Annette Schlemm in einer Zusammenstellung zu Natur-Definitionen)

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