Projektwerkstatt

MOBIL IN MITTELHESSEN???

Einleitung


1. Einleitung
2. Wir wollen die Verkehrswende - wer macht mit?
3. Regionale Radrouten
4. Von Gießen bis Fulda: Vogelsbergbahn stärken
5. Lumdatal: Reaktivierung der Bahn, Buslinien, Radverbindungen
6. Horlofftalbahn
7. Salzbödebahn
8. Verkehrswende im Süden Gießens (Linden, Langgöns)

Konkreter Vorschlag für ein autofreies Gießen mit TramLinien, Fahrradstraßen usw.

Entwurf für einen Verkehrswendeplan im Wiesecktal: Grünberg - Reiskirchen - Buseck

Fahrradachse und Vogelsbergbahn stärken ++ 3 neue Bahnhaltepunkte ++ Radwege von allen Orten zu Bahnhöfen ++ neues Buslinienkonzept ++ und viel mehr ...

Die beiden genannten Verkehrswendekonzepte sind unser Anfang. Hier wollen wir für die Stadt Gießen und eine ausgewählte Teilregion des Umlandes zeigen, wie eine Verkehrswende aussehen könnte - und müsste, damit sich auch tatsächlich viel verschiebt: weg vom Auto, hin zu Fahrrad, Fuß und ÖPNV!

Keine Straße mehr, kein Flächenfraß, keine Weiter-so einer Regionalpolitik der weiten (Auto-)Wege!

Wir sind solidarisch mit allen Initiativen in Mittelhessen, die für eine Verkehrswende oder gegen neue, autofahr-treibende Projekte kämpfen. Das sind unter anderem:

Aktive Gruppen für die Reaktivierung von Bahnlinien
  • Lumdatalbahn von Gießen/Lollar nach Londorf (auf dem Bild rechts Nr. 3705)
  • Horlofftalbahn von Hungen Richtung Friedberg (Nr. 3740)
  • Aar-Salzböde-Bahn von Niederwalgern über Gladenbach nach Herborn (Nr. 3953)
  • Im Jahr 2020 begann auch die Debatte um die Reaktivierung der Ohmtalbahn (Nr. 3950) - mehr dazu auf dieser Seite
  • Auf dem Reaktivierungsplan rechts fehlt die Strecke Alsfeld-Grebenau-Breitenbach-Niederaula-Bad Hersfeld. Diese wäre aber wichtig, um den Güterverkehr aus dem Vogelsbergkreis vom LKW auf die Schiene zu bringen, da die Vogelsbergbahn (Gießen-Fulda) nur eingleisig und daher ständig überlastet ist.

In Mittelhessen sind sehr viele Strecken eingestellt und oft inzwischen sogar abgerissen worden. Gleichzeitig wurden immer mehr Straßen gebaut. Das Verkehrsproblem ist also gezielt gemacht worden. Was aber vor vielen Jahrzehnten, zum Teil vor über hundert Jahren mit den dortigen begrenzten Mitteln gelangt, sollte auch jetzt möglich sein: Bahnlinien zu bauen, auszubauen, zu elektrifizieren usw.

Daumenkino: Vom Verschwinden der Bahnlinien
Bahnbestand in Mittelhessen 1952 bis heute ... letztes Bild wäre eine leicht bessere Zukunft (ziehen und klicken, Quelle):

Mehr zu Schienenreaktivierung:

  • In Marburg gibt es eine BI-Verkehrswende, die verschiedene Vorschläge eingebracht hat
  • Die Bürger*innen-Initiative (BI) Garbenteich, die gegen ein riesiges neues Gewerbegebiet kämpft.

  • Die Realitäten ...
    Neue Straßen und überlastete Busse/Bahnlinien
    Auf der Vogelsbergbahn werden einige Bahnhöfe durchfahren, neue sind nicht möglich. Grund: Die Strecke ist nicht gut genug ausgebaut. In den Gießener Stadtbussen drängt es sich immer mehr. Der Grund: Hier ist auch jahrzehntelang fast nichts Gescheites passiert. Dafür wurden Parkhäuser, neue Straßen gebaut, die Autobahn verbreitet - und jetzt soll auch noch die B49 per Umgehungsstraße zur Schnellstraße werden. Dann liegen Radweg R7, Vogelsbergbahn, Autobahn A5 und B49 alle schön parallel nebeneinander her. Dazwischen ein paar Häuser, Spielplätze und Kleinbiotope eingequetscht.
    Die größte Straßenbaumaßnahme der Region ist von der geplanten B49-Großbaustelle ungefähr 30 km entfernt: Die A49 - inzwischen mit einem breiten Protest und einigen Waldbesetzungen konfrontiert.

    Autofreiheit 2005:
    Einladung zum autofreien Sonntag besteht nur aus Anfahrtstipps fürs Auto

    Aus dem Sonntagmorgenmagazin Gießen, 28.8.2005, S. 26)
    Anfahrtsbeschreibung per Auto im Sonntagsmorgenmagazin

    Unser Vorschlag für Gießen: In drei Schritten (2018, 2020 und 2025) zur autofreien Innenstadt!



    Beispielprojekte
    Mitnahmesystem in Romrod (bei Alsfeld), beschrieben in fairkehr 3/2017 (S. 22)
    Das Prinzip von Fairfahrt ist einfach: Wer mitfahren will, registriert sich über die Webseite und bekommt eine Chipkarte zugeschickt. Es gibt fünf Stationen in Romrod, an denen sich Mitfahrer abholen lassen können. Dort steht ein Automat, an dem der Fahrgast die Karte auflegt, um sich einzuloggen. Dann gibt er seinen Zielort ein – beispielsweise den Rewe-Supermarkt – und wartet, bis er abgeholt wird. Fahrer müssen sich nicht registrieren, sie brauchen nur die App. Haben sie diese installiert, bekommen sie eine Push-Benachrichtigung auf ihr Smartphone, die ihnen zeigt, an welchen Stationen jemand wartet und wohin er will. Fahren sie sowieso in die gleiche Richtung, können sie den Anhalter 2.0 ohne große Umwege an sein Ziel bringen. Zudem leuchtet an den Stationen eine Lampe, die Vorbeifahrenden signalisiert, dass jemand mitgenommen werden möchte.

    Förderhinweis
    Einige ausgewählte Teilaktivitäten für eine Verkehrswende in Mittelhessen werden aus dem Programm zur Netzwerkbildung im Klimaschutz des BMU gefördert (siehe Abbildung).

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