Projektwerkstatt

ANTI-REPRESSIONS-BUCH

UPDATE Mai 2002

Nach mehreren Treffen Interessierter gibt es einige Änderungsüberlegungen.

Eine Frage ist, ob das Buch tatsaechlich der zweite Teil der Direct-Action Bibel bleibt, da es sich sehr klar als eigenstaendiger Teil herausgebildet hat, und ob nicht doch zwei Buecher draus werden, weil es sonst so ein Riesending wird.

Vom Aufbau her bleibt es wohl grundsaetzlich beim bisherigen Konzept.

Zunaechst gibt es eine Einleitung. 
- Darin wird geklaert, was der Unterschied zwischen Antirepressionsarbeit und Repressionsschutz ist. 
- NEU: Da offensichtlich die Kritik an Repressionsinstitutionen und die Forderung, dass diese abzuschaffen sind, keineswegs Konsens ist oder irgendeine Klarheit darueber besteht, kommt noch ein Teil „Kritik an Recht (Jura) und den Repressionsinstitutionen“ dazu. Diese beinhaltet:
+ Kritik am positiven Bezug der Repressionsschutzarbeit auf das buergerliche Recht
+ Recht ist ein Herrschaftsmittel, das die Herrschenden beliebig geben und entziehen koennen
+ Bullen (und andere RepressionsvertreterInnen) sind in ihrer Rolle nicht als „Menschen wie wir“ zu begreifen, weil es in diesem Moment ihre Aufgabe ist, Arschloch zu sein. Je nach Befehlslage sind sie evtl. auch dazu da, wen zu erschiessen. In einer persoenlichen Situation ausserhalb ihrer Rolle kann das durchaus anders sein. In ihrer Berufsausuebung allerdings sind sie fremdbestimmte BefehslempfaengerInnen, VerfolgerInnen, VollstreckerInnen, nicht Menschen im Sinne von Privatpersonen mit eigener Meinung und Entscheidungsgewalt. (Wichtig: Es geht nicht darum, ihnen das Menschsein abzusprechen! Es geht auch nicht darum, genauso skrupellos und brutal zu sein wie sie)
- Ausserdem werden alle Elemente der Repression aufgezaehlt und erklaert: 
Knast, Bullen, VS, Gerichte, schwarze Sheriffs & Bahnschutz, Jaeger, Bundeswehr, Behoerden, BGS
- NEU: Wie auch im DirectActionBuch sollen andere Aspekte der Repression beleuchtet werden und wie wir damit umgehen koennen (siehe unten)
- die Eigenschaft der Antirepressionsarbeit als Aktionsplattform wird erklaert. Wir sind TaeterInnen, nicht Opfer; besser: wir lassen uns nicht zum Objekt machen. 
Die Frage lautet: was besteht an Handlungsmoeglichkeiten, wie kommen wir raus aus der Ohnmacht? Wir sollten unsere Angst abbauen, aber die Risiken klarhaben, und evtl. Repressionserfahrung auch als Erfahrung sehen („es ist scheisse, aber was risikiere ich evtl... ich sterbe nicht gleich, Ich kann das ueberstehen... wann ist was sinnvoll zu riskieren...) Wichtig ist, darueber zu sprechen und die Angst auch zu thematisieren.

Dann ist das Buch nach den verschiedenen Repressions-situationen gegliedert. Zu jeder Situation gibt es wieder ein, zwei Beispiele, wie damit erfolgreich und gut umgegangen wurde oder werden kann. Das sind keine Handlunsganweisungen, sondern Ideen und Anregungen. Diese sind ergaenzend zur Repressionsschutzarbeit zu sehen.

Bullen auf der Strasse/bei Raeumung /in der Wanne
Bullen im Verhoer
Hausdurchsuchung, Aufsuchung zu Hause
In Gewahrsam/auf der Wache
Staatsanwaltsverhoer
Gerichtsprozess
Gerichtsanhoerung
Knast
Bundeswehr
Behoerden
VS Bespitzel 
VS Anquatschversuch
JaegerInnen
Schwarze Sheriffs/U-bahnwachen
BGS
Bullen-Kessel
Grenzkontrollen (Einreiseverweigerung und (Zwangs-)Ausreise)
Infrastruktur (Autos, Funk., Kameras..)

Neu sind nun die anderen Aspekte:

- Eigenes Wohlbefinden (Handlungsmoeglichkeiten: will mensch lieber schweigen oder quasseln, um sich besser zu fuehlen? Klar ist, KEINE AUSSAGEN ZUR SACHE ODER ZU STRUKTUREN, PERSONEN und so)
- Kritik an Repression und Behoerden (Vermitllung dieser in der Repressionssituation)
- Subversion (Bullen instrumentalisieren, sie zum Objekt machen. Das aendert an ihrer Lage wenig, da es ihr Job ist, Objekt zu sein als BefehlsempfaengerInnen)
- Vermittlung nach Aussen
- Bullen binden (damit sie nicht woanders stoeren)

Ideen und Beispiele haben wir immer nocht nicht viele, aber das wird sich noch ergeben.
Bis jetzt 
- Bei Kontrolle Perso nicht zuruecknehmen (zieht Prozess in die Laenge, weil sie die Person suchen muessen... Buerokratie kann nicht einfach einen Perso behalten...)
- Dinge mitnehmen, die bei Ingewahrsamname nicht unbeding abgenommen werden (natuerlich spekulativ) und die mensch im Knast benutzen kann: Kasperletheater oder so
- Vor einer Aktion Gedicht auswendiglernen, um Redemoeglichkeit zu haben ohne etwas preiszugeben: Auf Fragen und so immer mit Gedichtrezitation beginnen...
- Es gaebe noch so viel – packen wir’s an!!!

Wer sich am Schreiben des Buches beteiligen moechte, Geschichten und Erfahrungen mitzuteilen hat, melde sich bei Treezagreen@linkeseite.zzn.com 

Bitte verbreitet dieses Konzept!

Aloha, Tereza

  • Protokoll vom ersten Ideensammeln auf dem Organisierung-von-unten-Treffen

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